Feuchtgebiete – Charlotte Roche


Fangen wir mit einem Buch an zu dem ich selbst auch ein paar Worte schreiben kann, da es eines von den wenigen ist welches ich selbst gelesen habe :D

Meine Meinung zu dem Buch ist so gespalten wie die allgemeine Meinung zu dem Buch. Es hat eine erfrischend offene Art. Man hat das Gefühl die Autorin schreibt wie sie denkt. Ohne Rücksicht auf Etikette oder Moralvorstellungen. Bei manchen Büchern hat man das Gefühl der Autor überlegt sich jeden Satz 5 mal ob auch alles mit den allgemeinen Moralvorstellungen und der Etikette übereinstimmt. Frau Rouch tut das nicht, was sehr natürlich rüber kommt. Das Buch liest sich auch sehr schön flüssig. Es wird eigentlich nie richtig langweilig.
Auf der anderen Seite fragt man sich ob Frau Rouche in der Realität wirklich so ist wie sie schreibt… wenn dem so ist möchte ich von einer tieferen Bekanntschaft doch gern Abstand nehmen. :) Es geht dann doch auch schon sehr derb zu im Buch. Auch negativ ist leider die Story… es gibt kaum eine. Das ganze Buch spielt in wenigen Tagen… diese dafür doch sehr detailiert. Auch das Ende der Story enttäuschte mich sehr.

Daher gibt es Leser die das Buch lieben und genauso Leser die es absolut aus ihrem Bücherregal verbannen. Aber so ist es wohl bei allen Dingen im Leben. Einige lieben etwas und andere hassen es.

Kaufen könnt ihr das Buch z.B. hier bei Amazon.

kulturnews.de sagt dazu:

Ich benutze mein Smegma wie andere ihre Parfümflakons. Mit dem Finger kurz in die Muschi getunkt und etwas Schleim hinters Ohrläppchen getupft und verrieben. Wirkt schon beim Begrüßungsküsschen Wunder. Grimmepreisträgerin Charlotte Roche hat ihren ersten Roman geschrieben, und der Plot von „Feuchtgebiete“ ist schnell erzählt: Nach einer missglückten Arschrasur liegt die 18-jährige Helen mit einer Analfissur im Krankenhaus. Sie nutzt die Tage auf der Station, um einen Plan zu schmieden, der ihre geschiedenen Eltern wieder zusammenbringen soll. Vor allem aber experimentiert sie mit allen Körperöffnungen, lebt ihre ganz eigenen Vorstellungen von Sexualität und Hygiene und irritiert damit den Krankenpfleger Robin. Hämorrhoiden, Analverkehr, Toilettenexperimente, ausgefallenere Masturbationsvarianten: Atemlos und mit schmuckloser, sehr direkter Sprache hetzt Roche von Tabu zu Tabu. Manchmal müssen Neologismen her, wenn dem Duden bei Roches Detailverliebtheit die Worte ausgehen. Für verkrustete Spermareste unterm Fingernagel etwa führt sie das Wort Sexandenkenkaubonbon ein. Doch die Schockeffekte sind keine billige Provokation – eigentlich setzt Roche mit ihrer Heldin nur um, was bereits seit ’68 in Sachen Gleichberechtigung von Frauen gefordert wird. Und dann liest sich das Smegma hinterm Ohrläppchen als Plädoyer für ein positives Verhältnis zum eigenen Körper und zur Sexualität. (cs)

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