Das Bootcamp vom Project Earth ist vorbei. Jetzt heißt es wieder warten und zittern.

Hallo zusammen,

eigentlich wollte ich mit meinem „Bericht“ über das Bootcamp noch warten bis ich wieder zu hause bin und eine vernünftige Tastatur habe und die Fotos ordentlich bearbeiten kann. Aber jetzt will ich euch nicht länger Zappeln lassen ;-) Falls ab und zu mal was fehlen sollte, das liegt an der Tastatur, die schreibt sich ein bisschen Beschissen und das D klemmt ein wenig. Aber egal, weiter im Text ;)

Wer nur die Zusammenfassung der beiden Bootcamp-Tage haben möchte: Es war absolut geil!!!!

Die ein-bisschen-längere Version:

Mittwochmorgen um 6 hat mein Wecker geklingelt. Naja, einer von 7! ;-) Zu meiner eigenen Verwunderung  habe ich schon den ersten sofort gehört. Obwohl ich nur schlecht eingeschlafen bin. Die Aufregung hat mich fast umgebracht und es gingen Millionen Gedanken in meinem Kopf rum. Was wird da passieren? Was für Leute werde ich treffen? Wie werden die Leute drauf sein? Werde ich es packen? etc.pp.
Nach gefühlten 10 Stunden bin ich dann doch irgendwann eingeschlafen und… bin Pünktlich aus dem Bett gekommen. Was mich, wie gesagt, auch verwundert hat, da das weit vor meiner normalen Zeit ist. :-)

Dann noch schnell einen Kaffee getrunken, 1-2 Zigaretten geraucht und dann halb 7 zum Bus 61. Die Bushaltestelle war zum Glück nur 5 Minuten entfernt. Der Bus hat mich direkt zum Flughafen Terminal 1 gebracht. Dort bin ich dann kurz nach 8 angekommen. Treffen war auf 9 angesetzt. Ich hatte also noch massig Zeit den Treffpunkt, das Sheraton Hotel, zu finden. In fast einer Stunde sollte das machbar sein, dachte ich mir. Da wusste ich noch nicht wie riesig dieser Flughafen ist. Nach 3-mal durchfragen hatte ich den Weg endlich und erreichte das Hotel kurz nach halb 9.
Im Hotel habe ich sofort 2 Menschen mit schwarzen Jacken mit dem grünen Aufdruck „Opel Project Earth“ entdeckt und mich an ihre Versen geheftet. :-) Erst einmal konnte ich mein Gepäck abgeben und dann gab es noch ein Namensschild. :-) Da fühlt man sich gleich ein bisschen wichtig :-)

Ein paar andere Teilnehmer waren schon da. Wir haben uns erst einmal vorgestellt. Es war ein Frühstücksbuffet aufgebaut und es gab natürlich Kaffee :-) Nach und nach trudelten dann auch die anderen ein. Alle 24. Frisch eingeflogen aus vielen Ländern. Gegen 9 waren dann alle vollständig. Und das  interessante, wir haben uns alle sofort verstanden. So als wenn wir uns irgendwie schon vorher kannten. Die Organisatoren hatten einen ganzen Bereich in der Lobby für uns reservieren lassen. Mit mehreren Tischen. Hat uns ja gar nicht gefallen. Wir haben gleich mal einen großen Tisch daraus gemacht. Und das war ein wunderbarer Anfang von 2 grandiosen Tagen.

Nach einem kurzen Vorstellen des Teams im Hotel sind wir per Bus nach Rüsselsheim, ins Opel Werk, gefahren.

Hier hat jeder erst einmal ein paar Kopfhörer bekommen (um den Redner zu verstehen und auch als Lärmschutz) und dann ging es mit dem Bus durch das Werksgelände.

Erste Station war eine große Garage. Das Museum der Opel-Technologie. Wusstest Du das Opel mit Nähmaschinen angefangen hat? Dann über Fahrräder, Motorräder zum Auto. Adam Opel starb bevor Opel das erste Auto auf den Markt brachte. Im Keller des Gebäudes gab es weitere Fahrzeuge, darunter auch einige Prototypen. Einige richtig interessante Modelle. :)

Dann ging es weiter zum Presswerk. Die Halle war einmal eine der größten Weltweit. Sie ist rund 500 Meterlang und hat ein eigenes Straßensystem. Die Pressen haben die größe eines kleinen Hauses und arbeiten vollautomatisch und hermetisch.

Die vorletzte Station war die Montagehalle. Ehrlich unglaublich. Ich war noch nie vorher in einer so komplexen Anlage. Die Komplexität des Ablaufs ist wirklich beeindruckend. Alles ist auf die Sekunde optimiert. Früher brauchte man wohl für den Bau eines Autos mehrere Tage/Wochen. Heute wird ein komplettes Auto in 15 Arbeitsstunden hergestellt. Und wenn man diese Halle sieht, dann glaubt man das auch.

Letzte Station im Opelwerk war eine Art Tagungszentrum von Opel. Hier gab es erst einmal wieder etwas zu essen und zu trinken und endlich eine Raucherpause. :-)

Im Anschluss gab es 2 größere Reden über die Geschichte von Opel, den neuen Ampera und dem Umweltschutz und Klimaschutz Engagement von Opel und generell. Wusstest Du z.B. das eine Fläche von 300 mal 300 km mit Solarzellen ausreichen würde um den Energiebedarf der gesamten Erde zu decken?

Danach sind wir ins Hotel Kloster Marienhöf in Langweiler gefahren. 8 Gruppen je 3 Personen. Und jede Gruppe hat einen neuen Opel bekommen und durfte selbst fahren. Die erste Gruppe durfte sogar den Opel Ampera fahren. Ich war leider in der 4. Gruppe :-/ (Wäre gern den Ampera gefahren.) Wir haben einen Opel Insignia bekommen. Auch nicht übel. Nagelneu mit 500 Km auf dem Tacho. Ich durfte als erstes Fahren. Hatte schon ein bisschen Bammel das ich das gute Stück irgendwo gegen fahre oder Kratzer rein mache. War seid 3 Monaten kein Auto mehr gefahren und davor auf der linken Seite. Aber es ging alles gut. Keine Kratzer :-)

Im Hotel angekommen hatten wir erst einmal Zeit uns frisch zu machen. Das hat kaum jemand genutzt. Schon nach kurzer Zeit waren alle in der Kaffeelounge zu finden. Zum allgemeinen Schnack und weiteren kennen lernen. Es war wirklich erstaunlich wie gut sich alle miteinander verstanden. Keine Spur von Konkurrenzdenken. Alle waren offen und freundlich jedem anderen gegenüber. Es war wirklich wie ein Treffen von alten/neuen Freunden. Das hat mich echt positiv überrascht. Viele andere auch, wie ich später erfahren habe.

Danach ging es in den Konferenzraum zum großen Meeting von Opel Project Earth. Wir haben uns erst einmal selbst vorgestellt. Jeder sollte ein paar Worte über sich sagen. Meine Lieblingsaufgabe. Mein Herz ist fast aus der Brust gesprungen und ich habe mal wieder nur dummes Zeug dahingestammelt, glaube ich :-)
Beeindruckend war aber auch zu hören was die anderen so machen. Es war wirklich ein bunt gewürfelter haufen. Jeder hat irgendetwas anderes gemacht.

Das Team hat sich natürlich auch noch einmal vorgestellt und dann gab es auch endlich mehr Details zum Bootcamp und auch zum Project Earth selbst.

Wie der Plan für das Bootcamp war könnt ihr ja noch weiter unten nachlesen. Im groben wurde uns der Plan gegeben das am nächsten Morgen um 8 Uhr abfahrt ist. Davor gibt es noch frühstück für diejenigen die es dazu schaffen ;-) Dann soll es mit dem Bus zum Klettergarten gehen, der sich auf einem nahen Berg befindet. Hier gibt es 3 Aufgaben zu erledigen, für jede Gruppe. Ich weiß nicht mehr genau ob uns genaueres dazu gesagt wurde, ich glaube nicht. Es sollte sich ja keiner näher darauf vorbereiten können, besonders auf die Interviews.

Dann endlich der Plan der Expedition im Detail. Ganz ehrlich gesagt war ich schon ein wenig enttäuscht von der Planung. Der start ist am 16.07.2011 und das ende schon am 06.08.2011. Das klingt viel, aber der genaue Zeitplan sieht keinen längeren Aufenthalt in einer Station als 3 Tage vor. Somit werden wir wohl wenige Möglichkeiten haben uns ein wenig genauer bei einem Platz umzusehen und die Gegend ein wenig zu erkunden, Fotos zu machen und vielleicht ein paar schöne Erlebnisse außerhalb unserer eigentlichen Aufgabe zu erhaschen. Aber ok, das ist ja unser Ziel, unsere Aufgabe zu erledigen.

Nach dem Meeting ging es zu Tisch. Den Grillmeister habe ich schon vorher vom Fenster aus entdeckt. Und er ist wirklich ein Meister. Ich habe eine Art Braten genommen. Das Fleisch war so zart und total lecker! *hmmm* Ich konnte nicht so viel essen wie ich wollte. :-)

Nach dem Essen dann erst einmal eine Rauchen. Schnell hatten sich die Raucher aus der Truppe gefunden :-) So reichte hier schon ein Blick und jeder wusste sofort was er bedeutete ;-) Es bildete sich schnell eine kleine Traube um den Aschenbecher draußen… und irgendwie löste Sie sich nicht mehr auf. Es wurde geklönt, geredet, gelacht, diskutiert und rumgealbert.

Irgendwann viel dann das Wort „Pool“ und alle waren sofort hellhörig ;-) Wir fragten den Kellner und er arrangierte das der Pool- und Saunabereich für uns extra länger offen gelassen wurde. Und so gab es zu späterer Stunde dann sogar noch eine Pool- und Sauna Party. Es hatte zwar kaum jemand Badezeug eingepackt, wozu auch auf einem Berg mit Kletterei, aber die Jungs haben einfach ihre Boxershorts umfunktioniert, eine Dame hatte Bikini dabei und Janine hat sich mit einem Bademantel beholfen. :-)

Der Fun kam nicht zu kurz und es war wundervoll ;) Dann noch bis um 1 draußen zusammen gestanden, was getrunken und weiter geschnackt. Dann ging es ab ins Bettchen. 5 Stunden bis zum Aufstehen. Das ist für mich echt tödlich. Mein Schlafbedarf liegt normalerweise bei 8 Stunden. Zu allem Überfluss wälzte ich mich bestimmt noch 1-2 Stunden hin und her und konnte wieder nicht einschlafen… zu viele Gedanken im Kopf und die Angst nicht pünktlich aufzuwachen. Habe mir sogar einen Weckanruf bestellt.

Um 6 dann wieder Weckerklingeln. Und, entgegen allen schlimmsten Befürchtungen, wieder sofort die Augen aufbekommen. Ich will nicht sagen das ich wach war… aber zumindest irgendwie auf den Beinen. Die ersten Minuten habe ich den Spiegel gemieden und bin erst einmal auf den Balkon eine rauchen gegangen. :-) Dann frisch gemacht (sah ich kacke aus) und ab nach unten… auf der Suche nach Kaffee! Leider war noch keiner da und so musste ich mir mit einem Smoothie aushelfen. Und gleich noch eine Rauchen und dann gab es endlich Frühstück, mit Kaffee! ;-) Ich war erstaunlicherweise einer der ersten die unten schon rumgesprungen sind.

Aber nach und nach trudelten dann auch alle anderen ein. Mehr oder weniger wach. :-) Frühstück vor 15 Uhr ist zwar nicht mein Ding. Aber ein Brötchen mit Lachs geht auch um 7:30 Uhr in der Nacht. Total lecker! Der Kaffee natürlich auch ;)

Und um 8 ging es dann ab in den Bus und los zum eigentlichen Bootcamp. Dem Klettergarten. Ich hatte gedacht das Sie es extra für uns aufbauen, aber das war Richtig eine Art Freizeitpark mit Klettergarten (natürlich), Rodelbahn und ein paar anderen Spielereien.

Wir wurden in 3 Gruppen eingeteilt à 8 Leute. Unsere Truppe hatte gleich den Klettergarten als erste Station.

Als erstes gab es natürlich erst einmal eine Sicherheitseinweisung. Es ist wie beim Tauchen, Sicherheit ist das wichtigste. Verlasse dich auf deinen Buddy oder Du bist im Notfall verlassen. Nur das man hier 2 Buddys hat. Einer sichert den Kletterer und einer sichert diesen noch ab. Eine Doppel-Sicherung quasi.
Dann ging es los. Zur großen Strickleiter. Keine Ahnung wie das richtig heißt. Stell Dir eine riesige Strickleiter vor. Jede (runde) Sprosse ca. 3 Meter breit und 10 cm im Durchmesser. Es gibt 5-6 Sprossen, glaub ich. Der Clou an der Geschichte, die Sprossen sind natürlich soweit auseinander das man nicht mal eben einfach so hochklettern kann. Ich würde sagen die erste hatte einen Abstand von ca. 100cm zur nächsten. Die letzte war im Stehen kaum noch zu erreichen. Freischwingend natürlich und ein Zeitlimit von 15 Minuten (bis oben), nicht das es noch langweilig wird. ^^

Also ging es ab die Post. 3 Leute klettern, 3 sichern und 3 sind die 2. Sicherung. Ich war mit Jürgen und Maayke als erstes dran. Das war unser Glück. Jürgen ist Österreicher, hat Erfahrung im klettern und eine gute Balance. Er hat uns den Ar*** gerettet. :) Unten ging es noch recht gut, aber je höher man gekommen ist, umso schwieriger wurde es. Ich persönlich habe ja keine Höhenangst (keiner hatte Höhenangst, denke ich), aber ich mag es einfach nicht wenn da alles schwingt und sich frei bewegt. Da sagt meine Balance „Mach mal langsam hier Freundchen“ :-)
Wir haben es aber gerade so im Zeitlimit geschafft. Die zweite Truppe hat es auch geschafft. Die dritte leider nicht. Aber auch nur weil sie ihre Hilfe verloren hat. Es gab eine kleine große Hilfe. Ein Band mit dem man eine Schlaufe machen konnte, zum daran hochziehen. Ohne diese Hilfe wären wir da gar nicht hoch gekommen.

Damit war die Aufgabe aber noch nicht erledigt. 2 Damen mussten etwas ganz ekeliges machen. Stelle dir 2 Stämme nebeneinander in 5 Meter Höhe vor. Sie sind wie ein V angeordnet. Also auf einer Seite ca. 30 cm auseinander und am anderen ende ca. 1m. Und die Aufgabe ist nun das sich beide, jeweils auf einem Baumstamm, gegenüber stehen und mit den Händen gegeneinander lehnen. Na, schon erraten? Genau, sie müssen nun auf ihrem jeweiligen Baumstamm immer weiter zum anderen ende gehen. Also erst stehen sie recht nah beieinander und dann geht es immer weiter auseinander. Das gemeine auch hier… die Stämme sind nicht wirklich fixiert.
Und ich war der auserkorene für einen Seil-Balance-Akt. Ein Seil wie bei einer Stromleitung und von oben hingen ein paar kleine Seile zum festhalten. Und dann „einfach“ von einer Seite zur anderen gelangen. War jetzt nicht so schwierig aber auch nicht ganz ohne. Aber wir haben die beiden Aufgaben geschafft.

Damit war dieser Teil des Bootcamps für unsere Gruppe vorüber.

Nun ging es zum Baum-Hausbau. Uns wurden ein paar Holzstämme und Seile gegeben und 90 Minuten Zeit. Die Aufgabe war ein Holzhaus zu bauen. Mit einer Plattform über dem Boden und einem Dach. Die Plattform muss mindestens 3-4 Personen aushalten können.
Falls wir damit vor der Zeit fertig werden würden, dann könnten wir selbst noch etwas einbringen… Deko, Anbauten oder was auch immer uns einfällt.

Das Haus mit der Plattform und Dach hatten wir in wenigen Minuten fertig (20-30, weiß nicht mehr genau). :-D
Also haben wir überlegt was man noch machen könnte. Wir haben einen Balkon dran gebaut und die Mädels haben Blumen gepflanzt und eine Sitzecke im Garten gebaut. :-) Es gab eine Wäscheleine und Sturm- und Regenschutz von allen Seiten. Jürgen organisierte noch ein Fahne (von Opel natürlich) die am Haus fixiert wurde. … Wir haben echt alles gegeben und waren super!! :-)
Zum Ende haben alle 8 im Haus platz genommen und es hat uns alle gehalten. Nur meine Idee die Steinplatte, die im Haus als Tischplatte diente, wieder runter zu tragen, stellte sich als Fehlentscheidung heraus. Auf dem Weg nach unten verlor ich die Balance, stolperte noch 2 Meter und legte mich dann schön auf die Fre…undliche Seite. Was für ein mist. Hoffe das gab keinen Punktabzug.
Zumindest ging es erst einmal zum Sanni. War nix schlimmes. Ein paar Abschürfungen am Arm. Als ich wieder zurück wollte, waren mein Teammitglieder schon fertig mit dem Rückbau des Hauses. :-(

Dann gab es erst einmal eine Entspannungspause und kurz darauf lecker Mittagessen zusammen. Hinter dem Haupthaus des Geländes waren 2 große Tafeln und ein Buffet aufgebaut. Getränke fehlten natürlich auch nicht und waren wohl das mit das wichtigere. Es war echt warm an dem Tag, wir hatten richtig gutes Wetter erwischt.
Und so gab es Mittagessen wie man es sich in den Bergen so vorstellt. Ein riesiger Tisch an dem alle gemeinsam speisen. Nur das wir leider auf 2 Tische aufgeteilt wurden.
Ich denke wir hatten so ca. eine Stunde Pause.

Dann ging es zum letzten Schritt des Bootcamps, den Interviews. Der Test vor dem ich mich am meisten gegraut habe. Zu Recht, wie sich herausstellte. Ich glaube hier habe ich voll verkackt.

Es gab 2 „Tests“. Zum einen mussten wir selbst zum Interview. Die Aufgabe war sich selbst 5 Minuten vorstellen und wurde dann noch von der Jury ausgefragt. Das war ok soweit. Nur war ich so nervös das ich nur dummes Zeug erzählt habe. Dinge angefangen und dann zum nächsten Thema gewechselt bevor ich sagen konnte was ich dazu eigentlich sagen wollte, was wichtig war. Also z.B. so was wie „… irgendwann bin ich Neugierig geworden über unseren Planeten und dann bin ich nach Zypern gezogen und…“. Was ich da aber eigentlich sagen wollte war „…irgendwann bin ich Neugierig geworden über unseren Planeten weil ich viele Dinge einfach nicht verstehe und ich es herausfinden will. Ich kann mir etwas nicht vorstellen was ich nie gesehen habe. Ich kann mir ein Foto von einem Wal anschauen und verbinde trotzdem nichts damit. Keine Relation zu seiner Größe. Kein Gefühl zur Situation des Bildes. Ich habe es nie getan. Oder habe ich auch keine Relation zur Entfernung. Zum Beispiel von meiner Heimatstadt und der Stadt wo ich jetzt lebe. Es sind 3500 km. Aber wie weit ist das? Mit dem Flugzeug habe ich keine Relation zur Entfernung. Mit dem Auto würde ich sie schon eher bekommen da ich die Strecke selbst und merklich zurücklegen würde. Oder ein letztes Beispiel: Wir verbrauchen jeden Tag weltweit 13.833 Millionen Liter Benzin (Stand 2008, Quelle: Wikipedia)!!!! Hier gibt es viele Fragen die ich mir nicht vorstellen kann. Wie viel ist das? Wo kommt das her? Ich meine Täglich!!! Ist unserer Planet so groß das wir täglich diese Menge aus ihm rausholen können? Ich kann es mir nicht vorstellen! Ich will es sehen… ein Gefühl für unseren Planeten und seinen Relationen bekommen!“

Und so habe ich bei diesem Test wohl nicht so gut abgeschnitten. Ich habe zwar auch was rausbekommen von dem was ich sagen wollte, aber auch viel angefangen und dann abgeschweift bevor ich zum dem gekommen bin, was ich eigentlich damit sagen wollte. :-(

Im anderen Test mussten wir uns gegenseitig Interviewen. Einer stellte dem anderen 5 Minuten lang Fragen und musste dann aus den Antworten einen Artikel über den Interviewten schreiben. Hier habe ich total verkackt. Ich hatte Adam, den einzigen Engländer, als Interviewpartner und habe nicht alles verstanden was er gesagt hat. Gerade das Thema war wohl super für Fachwörter von denen ich absolut keinen Schimmer hatte.
Eine Sache konnte ich jedoch heraushören die gut für eine Story herhalten konnte. Aber als ich dann am Laptop saß, war alles wieder weg. Und ich habe auch hier nur schnell was aus den Fingern saugen können. :-(

Das war unsere letzte Aufgabe beim Bootcamp. Damit war es dann vorbei, das Bootcamp. Naja,  zumindest die Aufgaben waren alle absolviert. Unsere Gruppe hat es sich dann erst einmal auf dem Rasen, in der Sonne, bequem gemacht, ein wenig relaxet, erzählt natürlich und auf die anderen gewartet. Nach und nach trudelten dann auch die anderen beiden Gruppen ein.

Auf der Wiese waren schon 2 weitere Tafeln aufgebaut worden. Der Kaffee und der Kuchen standen schon bereit. Das sah wirklich traumhaft aus. Mitten auf einer Wiese und mit Sonne stand unsere große Kaffeetafel.
Also haben wir uns wieder einen Platz gesucht und es uns ein paar Minuten gut gehen lassen. :-)

Nach der letzten Stärkung haben die Teammitglieder und Organisatoren noch eine nette Rede gehalten und dann war das Bootcamp fast schon vorbei. :-( Aber nicht bevor ein letztes Gruppenfoto geschossen wurde. Alle zusammen, auf einem Bild.

Gruppenfoto beim Opel Project Earth Bootcamp

Gruppenfoto beim Opel Project Earth Bootcamp

Dann ging es jedoch wirklich mit dem Bus zurück zum Flughafen Frankfurt und wir haben uns alle Verabschiedet. Ein letztes mal das wir alle zusammen standen bevor jeder in alle Himmelsrichtungen verschwanden. Ich empfand es als traurigen Moment. Besonders da einige sich definitiv nicht bei der Expedition sehen werden. Vielleicht schaffen wir es dass wir uns irgendwann noch mal alle wieder treffen. Aber meist wird es nie wieder etwas das alle zur gleichen zeit am gleichen ort sein können. Warten wir es einfach ab.

Und damit war das Opel Project Earth Bootcamp zu ende.
Es war mehr als nur ein letztes Auswahlverfahren für die Expeditionsteilnehmer. Es war ein Treffen von neuen Freunden und nicht von Konkurrenten. Es war eine menge Spaß, viel Nervosität, gute Organisation, Zusammenhalt und eine menge neuer Eindrücke.

Es war ein absolut einmaliges Erlebnis das ich nie vergessen werde! Und ich vermisse die Zeit und besonders die Menschen jetzt schon.

Ich möchte wirklich allen danken die darin verwickelt waren. Jeden der für mich gevoted hat und mich damit erst ins Bootcamp gebracht hat. Ich möchte auch denen danken die abgesagt haben, so das ich nachrutschen konnte. Ich möchte den Organisatoren und beteiligten Firmen danken für die super Organisation. Die Orga war echt perfekt. Ich habe noch die letzte Situation im Kopf… es gab noch ein Lunchpaket für den weg. Und hier war sogar unterteilt in Vegetarier und Nicht-Vegetarier. Also einfach Top!
Ich möchte mich natürlich auch bei Opel bedanken, die das ganze ins Leben gerufen haben und auch finanzieren.

Und natürlich möchte ich mich auch bei allen neuen Freunden bedanken… für die geile Zeit. Ihr seid einfach alle klasse! Ich weiß das ich oben meine Zweifel an einem erneuten Zusammentreffen geäußert habe, aber ich hoffe natürlich trotzdem das wir es eines Tages noch mal packen. Und wenn nicht alle mit einem mal, dann vielleicht mit dem ein oder anderen mal wieder. Elly hat sich ja schon zum Tauchurlaub angemeldet :-) Jeder andere ist natürlich auch Herzlich Willkommen!
Und ich hoffe natürlich das ich auch auf der Expedition „some of us“ wieder sehe.

Vor diesen beiden Tagen habe ich mir viele Gedanken gemacht was mich erwarten würde. Etwas klares ist dabei natürlich nicht herausgekommen. Aber ich hatte die Angst auf einen Haufen verkrampfter Schlipsträger als Orga und Neider oder Angriffslustige als Teilnehmer zu treffen. Aber das totale Gegenteil ist eingetreten. Total liebe, offene und nette Menschen. Von Konkurrenzkampf, Neid oder anderen Boshaftigkeiten absolut keine Spur!

Und jetzt heißt es erst einmal wieder warten, warten, warten. Die Entscheidung, wer nun mit auf die Expedition darf und wer nicht, fällt nächste Woche.

Ich hätte diesen Artikel noch ewig ausbauen können. Aber ich denke ich werde ihn jetzt hier bei 7 Seiten abbrechen und nun so lassen wie er ist. Ich hoffe bald mehr berichten zu können. ;-)

Eines möchte ich aber noch erwähnen. Auf dem Weg zu Sascha trug ich ja noch die ganze Zeit das T-Shirt mit dem Opel Project Earth Logo. Das war schon ein komisches Gefühl. Irgendwie hatte ich das Gefühl die Expedition bereits zu repräsentieren. Bereits dabei gewesen zu sein und bereits etwas bewegt zu haben. Es hat schon ein gewisses Stolzes Gefühl hervorgerufen. Das war schon krass irgendwie. Und es war ein großartiges Gefühl ;-) Ich kann mir kaum vorstellen wie das Gefühl erst sein muss wenn ich wirklich dabei war. Es muss ein großartiges Gefühl sein wirklich dabei gewesen zu sein und dann das Shirt zu tragen und die Expedition zu repräsentieren.
Ich habe bei Facebook schon gelesen das es vielen Teilnehmern so geht. Die Namensschilder und Shirts haben bei vielen schon einen ganz besonderen Platz bekommen. ;-)

Fotos von Günter, Janine und mir.

2 Antworten
  1. Christoph
    Christoph says:

    Gordon, wenn Du im Interview genau so lebendig und bildhaft gesprochen hast wie in Deinem Artikel – dann hast Du mit diesem Teil Null Probleme! :)

    Ich freue mich fuer Dich dass Du so eine tolle Erfahrung machen durftest. Und ich druecke Dir die Daumen dass Du auch in der naechsten Runde dabei bist. Toi, toi, toi!!!!

    Antworten

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