West Italien, Monako und die Cote d’Azur.

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13.06.2013

Hallo zusammen.

Jep, wir sind geblieben. Das Internet, Duschen, Toiletten und ein bisschen Entspannung haben und zum bleiben verleitet. So haben wir heute nichts gemacht. Fast nichts… denn am Nachmittag waren wir endlich mal im Meer baden.

Camping placeDer Campingplatz Campo dei Fiori ist zwar nicht direkt am Meer, aber nur wenige hundert Meter entfernt. So sind wir mit dem Auto auf den nächsten, in unmittelbarer Meernähe gelegenen, Parkplatz gefahren, haben unsere 7 Sachen gepackt und sind zum Strand. Natürlich hatte ich Maske, Schnorchel und Flossen mit :) Und dann ging es auch gleich ins Wasser. Angenehm warm und man musste erst einmal einige Meter hinein bevor es endlich tiefer wurde. Ab einem Meter Wassertiefe wurde es dann auch schnell kälter. Zu sehen gab es leider auch nichts, außer ein paar Muscheln, Einsiedlerkrebsen und Mini-Fischchen.
Danach haben wir uns noch ein wenig von der Sonne trocknen lassen und uns Entspannt.

Am Abend war wieder Disko angesagt :(

14.06.2013

P1000336 (Kopie)Heute sollte es dann nun aber endlich weiter gehen. Nächstes Ziel: Monako. Wie immer schön rumgetrödelt. Hier noch im Internet geschaut und da noch was rumgespielt. Dann hab ich auch mal so ein komisches Hock-Klo ausprobiert… naja, ungewohnt aber hat Vorteile. Keine ekelige Klobrille wo vorher schon sonstwer drauf war. Man verbringt Notgedrungen keine Stunden auf dem Klo. :) Und trotzdem ist es nicht so unbequem, wie es aussieht.

Um kurz vor 11 sind wir dann endlich losgekommen. Noch schnell bezahlt. 38 Euro für 2 Tage. Das ging. Und Inge instruiert wo es denn hingeht. Als erstes zum letzten Postamt in Italien. Denn Julia musste noch Postkarten abschicken und hatte noch Briefmarken von Italien. Die funktionieren natürlich nicht in Frankreich. Also müssen die Karten noch in Italien weg.
Und dann die Überraschung. Inge meinte dass es etwas über 400 Km wären und die berechnete Ankunftszeit ca. 20:30 ist. Da war klar dass wir Monako heute nicht mehr erreichen würden.

Somewhere in ItalyDas ganze verschlimmerte sich dann noch als die Straßen überfüllt waren und sich die errechnete Ankunftszeit immer weiter nach hinten schob.  Genova war wieder richtig stressig. Und Inge hat mich mitten durch die Stadt gescheucht… immer. Durch jedes Nest mussten wir durch. Dafür sind wir aber auch viel am Meer entlang gefahren und ich muss es wohl nicht mehr erwähnen: Die Landschaft war wieder super schön.
Doch besonders oben links ist die Küste nur noch eine einzige Ortschaft. Aus einem Ort raus und sofort in den anderen rein. Das heißt auch man hat nur noch eine Höchstgeschwindigkeit von 50km/h. Damit war klar warum die Ankunftszeit so spät war.

In Genova mussten wir tanken. Ich bin an die erstbeste Tankstelle ran. 1,81 Euro stand auf der Tafel. Teuer… aber hatte ich in den letzten Tage schon öfter gesehen. Der Tankwart kam und blubbert uns die angesagten 40 Euro in den Tank. Dann bezahlt und zurück im Auto stellten wir fest das er 1,86 Euro pro Liter berechnet hat. Ich dachte schon das er uns beschissen hat. Wie uns aber später berichtet wurde werden in Italien 5 Cent pro Liter aufgeschlagen, wenn der Tankwart tankt und nicht man selbst. Toll.

Night view from our sleeping placeWir haben dann um 9 angefangen nach einer geeigneten Schlafmöglichkeit zu suchen. Als wir um 10 immer noch nichts hatten, bin ich einfach einen Berg hochgefahren, in der Hoffnung eine nette Stelle mit Aussicht zu finden. Es ging recht steil und in Kurven hoch. Nach ein paar Kurven entdeckten wir dann einen Friedhof, vor dem ein Auto parkte. Zu unserer Überraschung ein anderer Camper… aus Deutschland.
3 Jungs aus Garmisch hatten hier die gleiche Idee wie wir. Sie wollten hier auch ihr Nachtlager aufschlagen. Wir sind ins Gespräch gekommen und dabei ist rausgekommen das sie auch auf Tour sind und wir teilweise die gleich Strecke fahren. Sie sind mit einem T2 unterwegs. Ist schon komisch wo man Leute trifft, die die gleichen Ziele haben. :)
Wir werden hier nun heute bleiben und hoffentlich nicht vertrieben. Morgen geht es dann nach Monako. Mal schauen wie lange wir für die letzten 30 km noch brauchen und besonders wie es in Monako wohl sein wird… bei den schönen und reichen :)

Liebe Grüße
Gordon

15.06.2013

Hallo zusammen,

es geht gleich weiter. :)

Wir haben die Nacht gut zwischen unseren neuen Freunden und dem Friedhof verbracht. Es kam niemand um uns Wegzuscheuchen. Wir sind heute sogar recht gut aus dem Bett gekommen. Ich denke so kurz nach 8 waren wir aus den Federn. Wir sind auch vor den Jungs los, was dann aber auch erst gegen halb 11 war. Als erstes haben uns noch ein Cafe gesucht, da Julia noch die Postkarten schreiben musste, die sie mit den Italienischen Briefmarken losschicken wollte, die sie noch hatte.

Das Cafe haben wir dann auch kurz vor der Grenze noch gefunden, gleich ein paar Meter hinter der Post. Das Karten schreiben hat sich dann noch mal bis kurz vor 12 hingezogen. Dann ging es zur Post. Hier konnte ich endlich wieder Geld abholen (endlich wieder ist gut…) und Julia die Postkarten abschicken.
Nur einen Kilometer weiter passierten wir dann die Grenze zu Frankreich. Außer einem Grenzhäuschen ist nichts mehr von der Grenze übrig geblieben. Wir konnten natürlich einfach durch fahren. Und schon waren wir bei den Franzosen. Unser Ziel war aber ein anderes Land, nur wenige Kilometer weiter: Monako.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHier wies nur ein beiläufiges Schild am Straßenrand darauf hin das wir gerade die Grenze zu Monako passierten. Das bemerkte ich auch noch kaum, bei dem Stress auf den Straßen. Man merkt aber auch an der Gegend das man sich gerade in einem anderen Land aufhielt. Das erste Gebäude was wir sahen war ein prunkvolles Kasino. Eine Kurve weiter waren wir dann schon mitten in Monako. Es ist schwer zu beschreiben wie sich dieses ‚Anders‘ ausdrückt. Ich würde fast sagen in Prunk. Alles ist ein wenig größer, schöner und prunkvoller.
Wir sind erst einmal durch die Gegend gefahren. Inge hatte keine Karten vom Land und konnte uns nicht helfen und Uschi (Julias Navi) hat keine POI’s und damit auch keine Parkplätze oder ähnliches.

MonacoLetztendlich landeten wir in einem Parkhaus, in dem kostenlos Stadtpläne auslagen. Wir waren am falschen Ende von Monako gelandet. Naja, falsch kann man nicht sagen, ist ja nicht so groß das Ländchen. Nur halt an dem Ende wo nix zu sehen ist. Also sind wir losgelatscht, in die richtige Richtung. Waren ja nur 2-3 Km bis zum interessanten Teil. Vorbei an noch einem prunkvollen Kasino, diversen (Sau-)teuren Läden und vorbei am Hafen, in dem die Jachten der Reichen und Schönen liegen. Nach einem Cappuccino für 3,50 und noch einem Eis für das gleiche, ging es dann wieder zurück zum Auto.

Es war nun knapp 17 Uhr. Der Parkschein kostete uns 10,40 Euro (ging noch) und dann ging es weiter in Richtung St. Tropez. Wir haben auf dem Weg noch eine günstige Tankstelle ergattert, bei der wir unseren Tank für 1,56 Euro pro Liter, voll machten. Im Vergleich zum letzten Tankstop in Italien mit 1,85 Euro pro Liter, ein wahres Schnäppchen.

Sunset on the beach before St. TropezEs ging dann durch Nice, Canne und einige andere Küstenorte da. Mal wieder sehr schlimm und stressig.
Auch die Technik streikte heute mal wieder extrem. Der GPS Tracker auf meinem Handy sagte zwar das er läuft, trackte aber die Route nicht Richtig. So fehlen sicher einige Punkte auf der Karte. Und auch Inge wollte nie wirklich mitmachen. Erst wollte sie gar nicht und später verlor sie ständig das GPS Signal.

Aber wir sind schließlich noch irgendwo angekommen. An einem Strand irgendwo vor St. Tropez stehen wir nun und hoffen mal wieder das uns keiner Vertreibt. Der Strand liegt direkt an der Hauptstraße und am Tag ist der Parkplatz kostenpflichtig. Auch ist noch richtig was los hier auf dem Parkplatz. So wie es aussieht eine bunte Mischung aus Pärchen die Privatsphäre suchen, besorgten Vätern die ihren Töchtern hinterher spionieren und Familientreffen mit Kindern. Plus ein paar gelangweilten Jugendlichen. Ich bin auf die Nacht gespannt.

Liebe Grüße
Gordon

Unsere Route (bitte die linke Maustaste gedrückt halten, um die Karte ein wenig nach rechts zu schieben):


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