Bei den Hippies in Beneficio

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27.06.2013

Our sleeping placeDie Nacht war ruhig und entspannend :) Die Angler, die um die Ecke geangelt haben, waren auch am Morgen noch da. Die Sonne wurde diesen Morgen durch ein paar Büsche einige Zeit davon abgehalten unser Auto gleich am morgen aufzuheizen. So konnte ich auch mal ein wenig länger schlafen… Julia stört das ja allgemein nicht.

Nach dem Aufstehen haben wir recht schnell gepackt und sind dort wieder los. Unser Ziel heute war Beneficio. Wieder ein Hippiedorf das auf keiner Karte verzeichnet ist. Wir hatten eine wage Wegbeschreibung. Im Dorf Orgiva in Richtung Bubion und dann nach Cannar.
Soweit hatten wir es dann auch gefunden. Dann hieß es nur noch das man danach gleich abbiegen soll, zum Parkplatz. Die Straße aber schlängelte sich nur noch den Berg hoch. Irgendwann kam ein Aussichtspunkt und wir stoppten und sahen unten im Tal ein paar komische Häuser und ein Feldweg. Ob es das ist? Wir drehten um und probierten unser Glück. Und tatsächlich war es der Weg zum Parkplatz von Beneficio. Schon in Orgivia sahen wir Hippies. Direkt vor dem Parkplatz trafen wir 2 die uns bestätigten das wir hier richtig wären. Also fuhren wir noch über den nächsten Hügel und dann sahen wir den Parkplatz auch schon.

Beneficio ParkingNaja, Parkplatz war etwas viel gesagt. Es war einfach ein Schotterplatz. Überall lag Müll rum. Ein paar Wohnwagen und selbstgebaute Hütten standen auch da rum. Wir waren also Richtig.
Unser Plan war das wir abwechselnd im Dorf bleiben würden. Wir hatten vorher im Internet gelesen das auf dem Parkplatz auch geklaut wird. Und so wollten wir das Känguru nicht unbeaufsichtigt stehen lassen.

Wir entschlossen uns dennoch erst einmal kurz zusammen in das Dorf zu schauen. Es lag ein paar Minuten zu Fuß in den Wald hinein. Wir liefen also los. Nach ca. 10 Minuten hatten wir dann das ‚Haupt‘-Tipi gefunden.
P1000545 (Kopie)Hier wurden wir neugierig betrachtet und guckten wohl noch neugieriger.
Dann gingen wir näher und wurden von Hatidscha begrüßt und in die ‚Wohnstube‘ eingeladen. Die Schuhe mussten natürlich vor dem Zelt ausgezogen werden. In der Mitte war eine Feuerstelle, in der 2 große Scheite Holz brannten. Um die Feuerstelle waren einige Teppiche ausgelegt. Das ganze Zelt war so zugequalmt das man binnen kürzester Zeit einen Schinken hätte Räuchern können.
Julia hat sich mit Hatidscha unterhalten und ich habe halb zugehört und mich nebenbei ein wenig umgesehen. Hatidscha wird so Ende 50 gewesen sein und kommt eigentlich aus Marokko. Sie sprach Französisch und wir dachten das sie eigentlich aus Frankreich kommt. Auf mich wirkte Sie sehr komisch… ich glaube sie hatte einen kleinen (bzw. größeren) Schatten. Es waren noch 2 Männer mit im Zelt. Der Koch und noch einer, der nur rumlag. Es wurde Französisch und Spanisch gesprochen, soweit ich es verstand.

Nach ein paar Minuten mussten wir dann raus aus dem Zelt. Unsere Augen brannten und wir rochen wie echte Räucherware. Wir verabschiedeten uns von den Leuten am Zelt und setzten unsere Entdeckungstour fort.

Weiter den Berg lang hoch und tiefer in den Wald und das Dorf hinein. Auf einmal sahen wir ein Schild auf dem ein Bäcker sich und seine Waren anpries. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Wir überquerten den Fluss auf der provisorischen Brücke und näherten uns dem Haus, in dem wir den Bäcker vermuteten. Das Empfangskomitee bildete ein großer, wild bellender Hund. Sonst schien niemand zu Hause zu sein. Da der Hund doch einen sehr stabilen Eindruck machte, drehten wir lieber wieder um, ohne uns weiter vor zu wagen. (Aber es war eh niemand da.).
Wir gingen wieder zurück und folgten dem Weg weiter. Vorbei an Hütten in den verschiedensten Baustilen bzw. aus den verschiedensten Materialien. P1000556 (Kopie)Es wurde wieder alles verwendet. Stein, Holz, Plastik… was gerade verfügbar war, so schien es. Manche sahen besser aus, andere schlechter. Das letzte Haus war das, für mich, beeindruckteste. Ein weitgehend rundes Steinhaus, das sehr solide zu sein schien. Der Anbau aus Lila angemaltem Holz. Es hatte mit das größte Grundstück, das ich dort gesehen habe. Direkt am Fluss gelegen. Im ‚Garten‘ hingen Hängematten, Blumen waren gepflanzt und blühten und überhaupt sah es sehr gemütlich aus. Das hätte mir gefallen können.
Wir hörten das es einem gewissen Baba gehörte, der hier wohl der Spirituelle ist. So sah es auch aus… Spirituell irgendwie.

An seinem Haus gabelte sich der Weg auch in 2 ganz kleine ‚Wegchen‘. Wir vermuteten das hier das Dorf zu ende wäre und kehrten wieder um. Zurück zum Parkplatz.
Im Grunde hatten wir alles gesehen und wollten eigentlich wieder fahren. Ich war vom ersten Eindruck gar nicht begeistert (besonders die Begegnung mit den Menschen am Hauptzelt). Auch Julia schien nicht sehr angetan zu sein, da sie auch der Meinung war zu fahren.

Wir beschlossen dann aber doch noch auf die beiden zu warten, die wir ganz am Anfang, vor dem Eintreffen auf dem Parkplatz, getroffen haben. Die beiden mochten wir irgendwie und wollten uns noch ein wenig mit den beiden unterhalten.
Sie wollten nach Orgiva gehen, hatten sie uns gesagt. Das ist eine Weile zu laufen. Wir erfuhren auch das heute, Donnerstag, Markttag in Orgiva ist und das die meisten Bewohner von Beneficio an dem Tag in Orgiva sind. Das würde auch erklären das wir so wenig Menschen im Dorf angetroffen haben.

P1000566 (Kopie)Wir machten es uns also auf dem Parkplatz gemütlich. Stellten unsere Stühle raus und ich habe endlich mal mein Buch weiter gelesen, das ich mir am Anfang der Reise gekauft hatte.
Nach und nach kamen immer mal wieder Leute vorbei. Man begrüßte sich hier freundlich mit ‚Ola‘ oder ‚Hello‘. Fast jeder grüßte hier freundlich.

Fast alle hier hatten Rastas in den Haaren. Sonst waren die Menschen sehr unterschiedlich. Einige sehr dünn, die meisten Normal. Frauen, Männer, und Kinder… alles war vertreten.  Auch im Alter quer Beet. Es viel schon auf das die meisten Ungepflegt erschienen. Dreckige Kleidung und manchmal waren die Menschen selbst auch dreckig (im wahrsten Sinne des Wortes). Das schreckt schon ab irgendwie. Sie waren anders.
Einige kamen zu Fuß aus Orgiva, andere mit dem Auto. Die waren meist brechend voll und alt.

Irgendwann, nach ein paar Stunden, kamen dann die beiden wieder, auf die wir warteten. Sie kamen auch zu Fuß zurück. Wir fingen sie gleich ab und verwickelten Sie in ein Gespräch. :)
Sie waren uns gleich sympathisch. Sie waren nicht dreckig, klar im Kopf und wirkten einfach ‚gut‘. (Klingt komisch, aber genau so.) Sie erzählten das Sie auch gerade erst 4 Tage in Beneficio. Sie reisen mit einem Camper. Schönes Gefährt. Ein Peugeot J5.  20 Jahre alt, aber schön. Schlafzimmer, Bad, Küche und Wohnbereich. Na ein normaler Camper halt. In dem Camper wohnten sie auch hier in Beneficio, bis jetzt jedenfalls.

Er war Spanier und sie Engländerin. Leider habe ich ständig ihre Namen vergessen. Julia auch. :( Wir haben uns eine ganze Weile unterhalten und beschlossen dann uns einfach neben Sie zu stellen und dann die Nacht einfach mit auf dem Parkplatz zu bleiben. Dann bräuchten wir auch keine Angst um das Känguru zu haben. Und könnten uns noch schön ein bisschen mit unseren neuen ‚Nachbarn‘ unterhalten. So machten wir es dann auch.

Wir bauten neben den beiden auf und unterhielten. Es kam noch ein anderer dazu. Dessen Namen ich auch nicht mehr weiß, aber wir tauften ihn später Einstein. Denn er hatte trotz seiner jungen Jahre, er war so um die 30, schon den Kopf voller grauer Haare und sah auch ein wenig aus wie Einstein. Er war auch Deutscher, aus Berlin, glaube ich. Einstein lebte schon sein 4 Wochen im Dorf. In einem Zelt nahe des Wasserfalls.
Die beiden Jungs spielten erst einmal eine Runde Schach und Julia besuchte unsere Nachbarin von der anderen Seite. Später unterhielten wir uns alle noch eine ganze Weile bis es gegen Mitternacht ins Bett ging.

28.06.2013

Der große Vorteil in einem Tal zu Parken ist das die Sonne am Morgen erst spät auf das Auto scheint. So konnte ich endlich mal schön entspannt Ausschlafen. Ich weiß nicht mehr wann wir aufgestanden sind, aber es war spät. Vielleicht so gegen 11. Ganz gemächlich starteten wir in den Tag. Bis plötzlich ein Polizeiauto vor unserem Auto hielt. Julia war noch im Bett und ich saß neben unserem Auto auf einem Stuhl und las mein Buch. Sie zeigten auf den Camper neben uns (von unseren neuen Freunden) und fragten ob das unserer wäre. Ich hätte am liebsten Geantwortet ‚Ja, ich mag es lieber neben anderen Autos zu sitzen! ^^‘… Verkniff es mir aber und Verneinte einfach. Dann kam unser Freund auch schon dazu und sie fingen an sich auf Spanisch zu unterhalten. Als sie fertig waren fuhren die Polizisten langsam weiter zum Ende des Parkplatzes.

Wir fragten nun erst einmal unseren Freund aus. Er meinte das die Polizisten meinten das hier Campen verboten sei und überhaupt wäre es hier verboten zu stehen, da es ein Nationalpark wäre.

PoliceDie Polizisten kamen dann wieder zurück und wollten unsere Personalien haben und machten Fotos vom Auto. Sie meinten auch das es das nächste mal Geldbußen geben würde, wenn wir noch dort stehen würden, wenn sie das nächste mal vorbeikommen würden.
Das klang nicht so begeisternd. Besonders da niemand wusste wann sie denn das nächste mal vorbeikommen würden. Und das zu fragen wäre ja ein wenig blöd gewesen.
In der Zwischenzeit kamen auch ein paar Leute aus Beneficio hinzu. Es wurde viel geredet und diskutiert. Im Grunde haben Sie recht, aber nur teilweise. Es darf dort geparkt werden, aber wohl nur auf einer Seite des Weges. Da die Grenze des Nationalparks auf genau dem Weg verläuft.
Wie es aussieht gibt es hier mal wieder eine Polizei die Dramatisiert, um die Leute dort weg zu kriegen, und die Menschen dort, die es nicht beweisen können.
Es wurden noch mehr interessante Dinge gesagt, die aber hier den Rahmen sprengen würden.

Man sagte uns auch das die Polizei nur alle 1-2 Wochen mal vorbeischaut. Das Beruhigte uns etwas, aber dennoch überlegten wir sofort abzureisen. Denn noch eine Geldbuße von 300 Euro hätte schlecht in unser Budget gepasst. Besonders wegen sowas.
Da es aber gerade Mittag war und nicht anzunehmen war das die Polizei gleich am Nachmittag wieder kommen würde, blieben wir erst einmal. Zudem hätten wir uns ja auch als Besucher des Nationalparks ausgeben können. Ich mich als Fotograf.

Wir wollten noch mal ins Dorf. Zum Bäcker und ich wollte gern mal unter dem Wasserfall duschen gehen. Hatte ich auch noch nie gemacht, unter einem Wasserfall duschen :) So machten wir es auch.

The horse riderAlso wieder zum Bäcker mit dem großen Hund. Heute war aber jemand da. Unsere beiden Nachbarn waren schon da und noch ein paar andere Leute. Der große Hund war heute sogar relativ lieb und hat nur mal kurz geknurrt, als wir uns näherten. Später mochte er sogar Streicheleinheiten :) Auch das Pferd, war da. Vorher auf dem Parkplatz kam auf einmal jemand mit einem Pferd. Auf dem Pferd ritt eine schöne junge Frau. Sah klasse aus. Sie hatte ein weißes Kleid an. Sah fast aus wie aus einem Märchen. Und hier gehörte das Pferd also hin. Es gehört dem Bäckerssohn und die Dame die darauf Ritt ist seine Freundin.

Brot gab es heute leider keins. Aber er hatte noch einen Ziegen-Käse im Angebot. 5 Euro das Stück. Ganz schön viel. Aber da er Handgemacht ist und aus Beneficio stammt… wollte ich mal nicht knauserig sein. Lieber hier die 5 Euro lassen als woanders. (Und wie sich später herausstellte war der Käse ein Traum!)

Wir haben uns dann mit Peter noch eine Weile unterhalten. Ein sehr interessanter Mensch. Seine Eltern sind geschieden. Sein Vater kam vor 8 Jahren aus Slowenien nach Beneficio. Eigentlich war er Schäfer. Hat sich dann dort eine kleine Farm aufgebaut und Bäckt jetzt, macht Käse und verkauft Eier. Die Eier legen seine ca. 30 Hühner, die er dort hält. Die Milch für den Käse kauft er wohl ein. Neben den Hühnern hat er auch noch 2 Gänse und 5 … irgendwas, 1 Hund und Katzen.
Peter kam vor 6 Jahren nach und lebte bis vor kurzem auch im Dorf. Jetzt hat er aber nahe irgendwo etwas eigenes. Mit dem Pferd konnte er nicht mehr im Dorf bleiben. Und so wie es sich anhörte hat er noch mehr Tiere.

Peters houseEr hat uns noch seine Hütte im Dorf gezeigt, die auf demselben Gelände wie die des Vaters steht. Eine runde Hütte aus Strohballen. Innen mit Gips verputzt. Der Durchmesser wird so um die 6-8 Meter gewesen sein. Darin eine Küche, Sitzecke, Ofen und Schlafstelle in der abgehangenen Decke. Die Einrichtung hat er sich zusammengesucht. Für die ganze Hütte hat er ca. 500 Euro ausgegeben, sagte er uns. Der Rest kam aus dem Wald oder Dinge die andere Leute weggeworfen haben.
Die Hütte sah irgendwie dreckig aus. Weggeworfene Sachen eben. Keine vernünftigen Baumaterialien. Keine Verarbeitung die leicht sauber zu halten ist. Überall kann (und hat) sich Staub und Dreck angesammelt.
Aber umso länger man in der Hütte stand und umso mehr er darüber erzählte, umso Wohnlicher wurde sie. Die Hütte hatte eine Seele. Sie war stabil und man sah das er sie mit Liebe erbaut und eingerichtet hatte. Mit den Mitteln die ihm eben zur Verfügung standen.

Er erzählte uns auch das er nur wenig von der Gesellschaft lebt. Sein Fleisch oder Fisch jagt er sich selbst. Er isst was er selbst erlegt hat. Finde ich gut.

Nach dem langen Gespräch mit Peter sind wir dann weiter. Zum anderen Bäcker, dort unser Glück auf ein selbstgemachtes Brot versuchen. Hier bäckt eine Dame. Wir kannten Sie auch schon vom Parkplatz. Stefania, eine dürre Italienerin um die 40 rum. Stefania lebt schon seid 16 Jahren in Beneficio und verdient hier ihr Geld mit Brot backen und Pfeifen aus Keramik herstellen.
Sie stand gerade draußen und wir fragten Sie ob sie Brot hätte. Sie meinte das es gerade im Ofen sei und wir es in einer Stunde abholen könnten. Klang gut.

Die Stunde haben wir uns noch mal auf dem Parkplatz vertrieben. Ich überlegte immer noch ob ich wirklich unter dem Wasserfall duschen sollte oder nicht. So ganz nackisch und ohne Shampoo.

Nach einer Stunde sind wir dann wieder hoch. Das Brot war noch nicht ganz fertig. Wir haben uns noch ein bisschen zu ihr in die Küche gesellt und uns mit ihr unterhalten. Wie gesagt lebt sie seid 16 Jahren dort. Sie hat 2 Kinder. 6 und 10 Jahre alt. Beide sind dort im Dorf aufgewachsen, gingen beide in die Schule im nächsten Dorf. Aber dann gab es wohl Probleme.
Auch ihr Haus wahr sehr interessant. Viele Werkzeuge vielen auf. Die Schlafstätten wir Höhlen ausgebaut. Natürlich eine Küche mit Herd, um das Brot zu backen.
Dann war das Brot fertig. Sie Entschuldigte sich kurz und ging vor die Tür. Dann hörte man einen Lauten Ruf… ich habe nicht verstanden was, aber das ganze Dorf musste es gehört haben, bei der Stimme. Brot war fertig…

Wir erinnerten uns daran das wir noch Duschen wollten und reservierten uns erst einmal nur ein Brot und gingen zum Duschen. Der Wasserfall war noch ein Stück weiter rauf. Eigentlich war es kein richtiger Wasserfall. Hier war eine ca. 10 Meter hohe Mauer über die das Wasser drüber schoss. Da die Mauer aber schräg war, schlug das Wasser schon nach wenigen Metern auf die Mauer wieder auf.

Waterfall in BeneficioIch war als erster dran. Raus aus den Klamotten und dann mit Badelatschen langsam den Weg gebahnt. Durch das Geplätscher konnte man  nicht wirklich sehen was sich vor einem im Wasser befindet. Aber es ging. Das Wasser war auch einigermaßen ok. Ein wenig frisch :)
Einmal kurz abgewischt und gut. Duschgel und Shampoo ist hier natürlich nicht erlaubt. Logisch.
War ein sehr interessantes Erlebnis. Würd ich wieder machen :) Und man hatte gleich, mehr oder weniger, geduscht.

Danach ging es noch bei der Quelle vorbei. Die Bäckerin hatte uns gefragt ob wir ihr Wasser mitbringen. Das kommt hier aus einer Quelle, direkt aus dem Fels rinnt hier das Trinkwasser raus. Beeindruckend. Eine Minihöhle im Fels aus der wirklich das Wasser nur so raus rinnt. Davor ein kleines Becken, in dem das Wasser sich sammelt um dann in ein großes Becken (was auch zum Baden genutzt wird… und in dem Goldfische schwimmen) zu laufen. An dem Überlauf kann man bequem die Flaschen füllen. Da habe ich dann auch den Kanister für die Bäckerin gefüllt.
Zurück freute Sie sich über das Wasser und wir über unser Brot.

Zurück am Auto gab es mal wieder News. Hier scheint es immer News zu geben. Leider diesmal keine guten. Gandalf, der Hund unserer neuen Freunde, wurde von einem anderen Hund gebissen. Es rennen dort viele Hunde rum. Auch viele Streuner. Gandalf ist ein wunderschöner Hund. Er hatte am Auge einige Wunden. Das gefiel den beiden natürlich nicht und sie wollten umparken, um weiter von den anderen Hunden weg zu sein.

Wir überlegten was wir machen. Ob wir gleich fahren sollten. Wer weiß ob die Polizei noch mal kommt. Da es aber schon abends um 7 war, konnten wir annehmen das diese heute nicht mehr auftauchen würde. Morgen früh vielleicht…
Wir beschlossen mit den beiden anderen noch mal umzuparken und dann am nächsten morgen zu fahren. So machten wir es dann auch. Wir stellten uns an den Anfang des Parkplatzes. Hier war es ruhig. Kaum andere Auto parkten hier, so weit weg vom Eingang zu Beneficio.

Wir bauten dann auch bald auf und gingen schlafen.

29.06.2013

Die Nacht endete mal wieder mit dem Klingeln des Weckers. Über Nacht hat sich noch jemand neben uns gestellt. Die anderen beiden sind auch gerade aufgewacht, als ich aus dem Auto krabbelte.
Im Auto neben uns, das ich erst für leer hielt, regte sich auf einmal auch etwas auf dem Rücksitz.
Auch die Deutschen neben uns schienen zu erwachen. Es lugte jemand durch die Gardine. Aber sie schienen noch nicht ausgeschlafen zu haben. :)

Sogar die kleine Mietze schaute noch mal vorbei, um uns auf Wiedersehen zu sagen. Julia lud sie sogar ins Auto ein, um mit ihr zu schmusen.
Dann packten wir langsam unsere Sachen und verabschiedeten uns noch von den beiden. Dieser Abschied war schon ein wenig traurig für mich. Ich mochte die beiden sehr. Aber wenigstens haben wir Facebook und Email Adressen ausgetauscht.

Another damDann sind wir los, ohne noch mal von der Polizei behelligt worden zu sein. Die Straße wieder runter, durch Orgiva durch und diesmal Richtung Süden raus. In Schlängellinien (mal wieder) durch die Berge, bis wir einen anderen Stausee passierten. Hier hielten wir noch mal kurz an, um ein paar schöne Fotos zu machen.
Dann ging es weiter auf die Schnellstraße in Richtung Gibraltar. Die Schnellstraße verließen wir bei San Roque und mussten auf der normalen Straße bis nach La Linea de la Conception weiterfahren. Hier ist der Grenzübergang zu Gibraltar.

Leider hat uns Inge beim Einordnen ein wenig falsch Gelenkt und wir sind glatt dran vorbei gefahren (da wir später nicht mehr die Spur wechseln konnten). Und so mussten wir eine Ehrenrunde drehen… wozu wir nicht mehr ganz kamen, weil… genau, ein Mc Donalds war auf der Route. Natürlich konnten wir nicht vorbeifahren…
Und ja, wir blieben auch gleich noch da wieder kleben. Wir konnten vom Parkplatz aus schon den Felsen von Gibraltar sehen. Wir erhielten auch wieder die Erlaubnis auf dem Parkplatz schlafen zu dürfen, was wir dann auch taten. Ich musste mal wieder was schreiben.

Liebe Grüße
Gordon


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