Dune du Pyla und Cap Ferret

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13.07.2013

Auch diese Nacht war sehr ruhig. Am morgen kam dann die Müllabfuhr, direkt neben uns natürlich. Dann hatte auch endlich der Mc Donalds offen und wir konnten uns unser Frühstück holen… Kaffee und ein Cheesburger für mich und 2 Hamburger für Julia :)

Gegen 10 haben wir dann gepackt und sind losgefahren… aber nur um die Ecke, zum Lidl nebenan. Hier haben wir gleich noch unsere Vorräte aufgefüllt und sind dann zurück auf die Straße, Richtung Dune du Pyla. Es waren noch gute 200 km zu fahren.

Die Strecke führte uns erst einmal durch die ganzen Kleckerdörfer dort. Und alle 500 Meter ein Kreisverkehr. Kreisverkehre sind sicher eine gute Erfindung, aber wenn man alle 500 Meter einen hat, dann ist das Nervig. Das ging so gute 40 km. Bis es endlich auf eine Schnellstraße ging. Ab hier kamen wir flotter voran. Später wurde die Schnellstraße zur Autobahn. Und nur wenige Kilometer später standen wir auf einmal vor einer Mautstelle. Dabei hatte ich Inge Mautstraßen verboten. Hier wurde wohl eine Schnellstraße zur Mautstraße ausgebaut und Inge hatte das noch nicht im System. Naja, 1,80 Euro sind noch ein Humaner Preis und wir kamen schneller voran. Später mussten wir noch mal 1,80 Euro bezahlen. Dafür waren wir in gut 3 Stunden an der Düne.

Schon von der Zufahrtsstraße zum Parkplatz kann man einen kurzen Blick auf die 100 Meter hohe Sanddüne erhaschen. Die Dune du Pyla ist die größte (Wander)Düne in Europa. Über 2km lang, 500 Meter breit und über 100 Meter hoch. Sie wandert im Jahr ca. 1-5 Meter ins Landesinnere.
Wir haben das Känguru auf dem Parkplatz abgestellt und sind gleich mal zum Fuß der Düne gegangen. Ist schon beeindruckend so ein großer Haufen Sand. So viel Sand und keine Förmchen… :)

The stairs to the top of the dune.Es gibt sogar eine Treppe nach oben. So sind wir auf der Treppe nach oben gestiefelt (ganz schön Anstrengend) und standen eine Minute später auf dem Ungetüm aus Sand und hatten einen genialen Ausblick auf das Umland, den Meeresbusen vor uns und den Rest der Düne links von uns. Die Düne sieht von oben aus wie eine kleine Mini-Wüste. Nur die Temperaturen sind hier angenehmer. :)

Gordon on the dune

Gordon on the dune

Wir haben bestimmt eine Stunde oben auf der Düne gesessen und gelegen, bevor wir uns an den Rückweg machten. Der führte diesmal aber direkt durch den Sand nach unten. Einmal Düne runter rennen. Fun, fun, fun :)
Nach der Dünenbesichtigung ging es ans Souvenirshoppen. Was sonst? ;) Und so haben wir ein paar spezielle Postkarten gefunden, die aussehen wie eine Flaschenpost. Praktisch gerade hier. Denn da kann man schön Sand rein füllen und dann verschicken. :) Diese Postkarten sind aber auch teurer und deswegen kriegen nur meine 2 Liebsten diese Karte :) Ich habe schon so viele Postkarten verschickt, ich kann keine Postkarten mehr sehen…

Eigentlich wollten wir dann auch noch ein Eis essen, aber das haben wir dann schon vertrödelt. Es war mittlerweile kurz nach 8 und die Eiscafés hatten schon geschlossen. So sind wir zu einem Parkplatz gefahren, den uns 2 Camper empfohlen haben, die wir auf der Düne getroffen hatten. Hinter den ganzen Campingplätzen soll wohl ein Platz sein der Unbezahlt wäre. Wenn man auf der Straße parallel zur Dune du Pyla fährt, dann kommt man an 4 Campingplätzen vorbei. Danach 2-3 km nichts und dann sieht man rechts wieder Camper, das ist der Platz. Unweit vom Strand und weiter Richtung Strand sind ein paar Restaurants und auch Toiletten.

Hier haben wir die beiden von der Düne wiedergetroffen und uns neben den beiden hingestellt. Vater und Tochter. Sie machen auch eine halbe Europareise, nur in die Umgekehrte Richtung wie wir. Er ist Deutscher und seine Tochter halb Deutsch halb Sri Lanka. Wir haben uns noch eine ganze Weile mit den beiden Unterhalten bevor erst sie und dann wir ins Bett sind. … Vor 12, eine Premiere für uns :)

14.07.2013

Bis um halb 11 haben wir heute geschlafen. Noch eine Premiere. Aber tat richtig gut. Frisch und ausgeschlafen kann der Tag starten.

Und so verlief der ganze Tag. Wir haben den Platz nicht mehr verlassen heute. Den ganzen Tag nur rumgegammelt. Ich habe ein wenig geschrieben, Julia ein bisschen in der Hängematte rumgegammelt. Und so vertrödelten wir mal wieder den ganzen Tag. Ein Ruhetag an dem man mal wieder entspannen konnte.

Am Abend haben wir Amanda noch zum Grillen am Strand eingeladen. Amanda ist die Dame die wir am Tag zuvor auf der Düne kennengelernt haben. Zusammen mit ihrem Vater. Amanda ist zwar erst knapp 17, aber wir haben uns gut mit ihr verstanden. Sie ist eine wunderschöne junge Frau, ohne dabei eingebildet zu sein und hat auch etwas im Köpfchen. In diesem Alter selten. So beschlossen wir etwas Zeit mit ihr zu verbringen, so das sie auch mal etwas erleben kann ohne ihren Vater. Mal was mit „jungen“ Leuten unternehmen halt.

Eine Stunde vor Sonnenuntergang haben wir das Grillzeug zusammengepackt und sind zum Strand gelaufen und haben dort ein schönes Grill-Picknick bei Sonnenuntergang gemacht. Sehr klasse!
Auch war an diesem Tag Nationalfeiertag in Frankreich und überall konnten wir in der Ferne Feuerwerk sehen. Eines davon dauerte bestimmt eine Stunde an. Es wollte gar nicht mehr enden.

Gegen um 12 wurde es uns dann aber auch etwas kühl am Strand und wir haben unsere Sachen gepackt und sind zurück zum Auto. Haben Amanda noch wohl behalten wieder abgeliefert :) und sind dann selbst auch ins Bett.

15.07.2013

Die Nacht endete um halb 10. Natürlich sind wir nicht aus dem Tee gekommen und gammelten noch bis um 17 Uhr rum. Ich habe mich noch mit Amanda unterhalten und Julia ist mit Friedrich irgendwo verschwunden… für gute 2 Stunden. Wir haben uns schon Sorgen gemacht. Aber als ich sie gesucht habe, standen die beiden hinter einer Böschung und haben gequatscht.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIrgendwann kamen sie dann wieder. Wir haben uns dann von den beiden verabschiedet und sind noch mal zur Düne. Wir mussten ja noch Sand für unsere speziellen Postkarten einpacken. :) Danach sind wir noch mal in ein Cafe und Julia hat ein Eisbecher gegessen und ich hatte einen ekeligen Cappuccino und ein Crêpes mit Nutella.
Danach sind wir zur anderen Seite des Meeresbusens. Das waren gute 80 Km bis dahin. Auf dem Weg haben wir uns noch für 2 Stunden bei Mc Donalds einquartiert. Ich habe noch schnell einen Artikel veröffentlicht. Den für Südportugal. Ich fange an mächtig hinterher zuhängen. Aber was will man machen. Ich will ja meine Reise nicht nur mit schreiben und übersetzen verbringen.

Nach Mc Donalds sind wir dann zum Cap Ferret, zur anderen Seite. Als wir am Ende ankamen, war es schon fast dunkel. Wir konnten noch einen kurzen Blick auf die Düne von dieser Seite erhaschen.
Es gab hier ein Restaurant. Das machte zwar gerade dicht, aber es hatte zum Glück ein offenes WLAN, das sie auch über Nacht an ließen. So bauten wir auf dem Parkplatz auf und nutzten diesen kostenlosen Service noch eine ganze Weile, bis wir irgendwann einschliefen.

16.07.2013

P1000856 (Kopie)Wir sind erst sehr spät aufgestanden. Gegen 10 vielleicht. Da ist ganz schön High Life am Cap Ferret. Ein Haufen Leute sind schon rumgesprungen. Wir haben uns erst einmal ins Restaurant verkrochen und uns einen Kaffee bestellt. Ok, Julia einen Kakao, da sie keinen Kaffee trinkt.
Der kostete aber so um die 4 Euro (auch wenn er besser schmeckte als der gestern).

OLYMPUS DIGITAL CAMERADanach haben wir uns mal den Strand angeschaut und die Düne bei Tageslicht, von der anderen Seite. Von hier sieht sie schon viel kleiner aus, als wenn man drauf steht. Aber immer noch ganz schön groß. Ein Junge brachte gerade eine riesige Qualle an den Strand, als wir da waren. Das war gleich noch mal ein Highlight, wenn auch ein trauriges.

Wir haben dann abgebaut und sind wieder zurück. Ich brauchte dringend Zigaretten, da sie mir ausgegangen waren. Nur ist das in Frankreich nicht so einfach. Nur spezielle Shops haben Zigaretten, und die sind gut versteckt. So haben wir uns im nächsten Dorf durchgefragt und sind durch das halbe Dorf gelaufen… erfolglos. Als wir dann aber weiterfuhren, haben wir direkt an der Straße einen solchen Shop gefunden. 6,70 Euro für eine Schachtel… da hört man besser auf. Ich habe mir trotzdem 2 geholt…

Ein halbes Hähnchen gab es als Stärkung noch dazu.

Dann die große Frage, was nun machen. Eigentlich wollten wir direkt nach Paris, eine Bekannte von Julia besuchen. Doch bei einem Telefonat gestern stellte sich heraus das diese erst am Samstag wieder in Paris sein wird. Jetzt haben wir noch eine ganze Woche die wir in Frankreich verplempern müssen. Was also tun?

Unsere Entscheidung viel auf eine kleine Insel weiter im Norden. Ich wäre ja gern in die Bretagne gefahren, aber der Umweg wäre zu weit gewesen, meinte Julia. Die Reifen wären schon am Limit des Profils angelangt. Also die Insel.
Ich sagte Inge wo hin und sie berechnete die Route und los ging es. Aber erst einmal zu Lidl… unser trinken war fast alle. Wir brauchten Nachschub und bekamen ihn auch. Eigentlich wollten wir ja mal was lokales probieren… wieder nicht. Beim nächsten mal.

Inge wies uns dann den Weg… bis zu einem weiteren Meeresbusen. Doch auf einmal standen wir vor einer Fähre, anstatt vor einer Brücke. Und die wollte mal eben 29,50 Euro für die Überfahrt haben. Zurück fahren brachte nicht viel, denn dieser Busen zieht sich bis nach Bordeaux, wo wir gerade hergekommen waren. Und 300 km zurück fahren bringt noch weniger. Also mussten wir die 30 Euro berappen und sind mit der Fähre gefahren. Auch mal was neues… aber zu teuer für unser Budget.

OLYMPUS DIGITAL CAMERASchließlich ging es dann weiter. Bis zu der Brücke zur Insel. Hier wollten die Franzosen 16 Euro für die Benutzung der Brücke haben. Die haben doch einen Knall. Diesmal sind wir umgedreht und nicht auf die Insel gefahren. Kurz vor der Mautstelle konnten wir noch die Kurve kratzen und sind zum nächstbesten Campingplatz gefahren. … Der war nur leider voll. Nicht unser Tag heute…

Die nette Dame vom Restaurant hat uns aber freundlicherweise Duschen lassen und wir haben uns dann noch einen Kakao und ein Glas Wein gegönnt. So ein Wein auf leerem Magen ist nur nicht so eine gute Idee. Und so stehen wir nun auf dem Parkplatz vom Camping und werden diese Nacht hier verbringen. Auch das hat uns die nette Dame erlaubt… auch wenn das wahrscheinlich nicht in ihrer Vollmacht liegt. Aber uns ist es egal. Ein guter Stellplatz ist es allemal.

Liebe Grüße
Gordon


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2 Antworten
  1. RebRob
    RebRob says:

    Ich bin morgen auch in Cap Ferret für ganze 2 Wochen.
    Freue mich auf Wein, Austern und vor allem Ruhe. Die soll man so abgelegen wie Cap Ferret ist auch wohl bekommen können.

    Antworten
    • Gordon
      Gordon says:

      Hallo RebRob,

      da wünsche ich Dir ganz viel Spaß dort!
      Ruhe wirst Du da sicher genug finden. Über Wein und Austern kann ich nicht viel sagen. Aber es gab dort einige Fischer und Fischgeschäfte. Ich vermute mal das Du dort mit sicherheit Austern kriegst.
      Und verpasse es nicht die Dune du Pyla selbst auch zu besuchen. Ist wirklich genial dort oben zu stehen. ;)

      Antworten

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