Luxemburg, Belgien, Niederlande… Ende.

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23.07.2013

Dieser Morgen war echt ein Langschläfermorgen. Erst kurz 11 sind wir aus dem Bett gekommen. Und bevor wir losgekommen sind, war es gut 12. Luxemburg stand heute auf dem Plan. Ein ganzes Land erkunden… naja, zumindest die Hauptstadt… und es war bereits um 12. Super.

LuxemburgGute 100 km und 2 Stunden später erreichten wir dann die Hauptstadt Luxemburgs, Luxemburg. :) Ein Parkplatz war recht schnell gefunden. Die Parkuhr sagte das es 2 Euro die Stunde kostet. Aber nur bis 18 Uhr. So haben wir 6 Euro eingeworfen und hätten sogar bis 8 Uhr am nächsten Morgen stehen können. Uns reichte es aber erst einmal den Rest des Tages da zu stehen.

So machten wir uns dann auf den Weg in die Innenstadt, zur nächsten Touristeninformation. Inge wies uns den Weg… versuchte es zumindest. So ganz fanden wir die Info dann aber doch nicht… und landeten Stattdessen in der Shopping-Information. Das ist so ziemlich das gleiche, halt nur für die Geschäfte. Wenn man also Geld in Luxemburg lassen möchte, aber noch nicht genau weiß in welchen Geschäften, dann wir einem hier weitergeholfen. Zum Glück aber auch wenn man auf der Suche nach einer Touristeninformation ist. :) Sie war gleich um die Ecke.

Wir also rein und haben uns Informieren lassen, was man den in der Stadt so alles sehen sollte. Da gibt es schon so einiges. Ganz oben mit standen die Kasematten, der Palast und der Boulevard.
Da es aber auch für Mitteleuropa heute ein heißer Tag war, gingen wir erst einmal in das nächste Eiscafe und haben uns ein Eis gegönnt. Das hat mal richtig gut getan. Besonders da es den bisherigen Ländern immer irgendwie an einem richtigen Eiscafe gemangelt hat.

Casemate in LuxemburgNach der Erfrischung ging es dann zu den Kasematten. Nur machten die um 5 schon zu und es war bereits halb 5. Zum Glück ist Luxemburg auch nicht so groß und wir erreichten die Kasematten bereits nach 10 Minuten zu Fuß. Postkarten kaufen und am Palast vorbeigehen schon mit eingerechnet. :)
Die Dame an der Kasse erzählte uns dann das die Kasematten bis 17:30 offen haben. Wir hätten also noch 45 Minuten Zeit. Ein Glück auch. Der Eintritt kostet übrigens 3 Euro. Die Preise hier in Luxemburg sind schon wieder ganz human.

Und so sind wir in die Gänge der Kasematten abgetaucht. Im Grunde ähnlich den Siege Tunnels in Gibraltar. Ein wenig anders natürlich und die Kanonen sind auch etwas kleiner. :) Dabei ist immer in unserer Nähe eine junge Frau gewesen. Offensichtlich auch eine Touristin. Die hat hier und da geschaut und immer mal wieder Fotos gemacht. Und egal wo wir waren, war sie komischerweise auch. Ich habe sie dann mal angesprochen, ob sie vielleicht auch mal auf einem ihrer Bilder sein wollte. Also Fotograf kenne ich das Problem ja, das man selbst nie auf den Fotos ist. :) Und natürlich wollte sie. So habe ich ein Foto von ihr in den Kasematten gemacht und wir kamen ins Gespräch.
Sie hieß Amelia und kam aus Washington DC. Sie ist schon seid 13 Monaten auf Reisen, in Europa und Asien. Es ist der vorletzte Tag ihres Trips.
Wir haben uns den Rest der Kasematten zusammen angesehen und dabei noch erzählt. Wo wir alle so herkommen und was wir machen und sowas halt.

Hugo in a canonAls wir mit den Kasematten durch waren, waren wir aber noch nicht fertig mit quatschen. Wir kamen mit Amelia ganz gut klar und hatten Lust noch mehr zeit mit ihr zu verbringen. Also sind wir in das nächst beste Cafe gegangen und haben noch was zusammen getrunken. Ich glaube bis um 7 saßen wir noch im Cafe, bis Amelia gehen musste. Sie musste dringend mit ihrer Familie telefonieren.
Wir haben dann noch die Zeit damit verbracht unsere Postkarten zu schreiben. Eigentlich war ja Paris das letzte große Ziel und ich kann langsam keine Postkarten mehr sehen. Aber da wir jetzt doch noch neue Länder bereisen, gibt es auch noch neue Postkarten. Zumindest für 2 spezielle Empfänger. Der eine ist die kleine Lotta, die bis jetzt immer eine Postkarte bekommen hat :) und Anna, die fast immer eine bekommen hat :)

Als das auch erledigt war, ging es langsam wieder zurück zum Auto. Durch die Innenstadt noch mal. Hier, auf einem Platz mitten in der Innenstadt, bekamen wir dann unser 3. Livekonzert. Ein Orchester spielte Coversongs von berühmten Liedern. Wir lauschten 2-3 davon und machten uns dann doch auf den Weg. Es wurde langsam dunkel und wir mussten noch aus der Stadt raus.
Das Känguru stand noch wohlbehalten da. So wie immer. Das gute Känguru. :)
Als Tagesziel des morgigen Tages wurde Liege in Belgien ausgewählt. Ich hätte zwar gern Brüssel gesehen, aber das war Julia zu weit ab vom Kurs. Also Liege.
Ich habe Inge das Ziel vorgegeben und sie leitete uns dann wieder Hinaus aus Luxemburg. Und dann hieß es einen Schlafplatz finden. Vorher haben wir jedoch noch eine Tankstelle in Luxemburg gefunden. Der Sprit hier ist recht günstig. 1,38 Euro pro Liter war selten günstig auf unserer Reise. Da muss man den Tank voll machen.  :)
Und dann ging es daran einen Schlafplatz zu finden. Nur gestaltete sich das heute nicht ganz so einfach. Wir waren schon wieder in Belgien als wir schlussendlich in einen Waldweg abbogen und dort einfach im Wald aufbauten. Uns hat sogar ein wildes Tier dabei beobachtet, wie ich an den Leuchtenden Augen im Schein meiner Taschenlampe erkennen konnte. :)

24.07.2013

Die Nacht endete Abrupt um 6 Uhr morgens. Ein Gewitter hatte sich zusammengebraut und entlud sich nun kräftig über unserem Känguru. Der Regen prasselte lautstark auf das Dach. Die Blitze konnten wir durch unsere sichtdichten Scheiben. Der Donner war aber nicht zu überhören. Teilweise direkt über uns, so hört es an. Aber nach der Nacht in Andorra kann uns so ein kleines Gewitter nicht mehr schocken. Unsere einzige Sorge war das der Waldweg sich aufweicht und wir am Morgen nicht mehr rauskommen. Naja, werden wir am morgen schon rausfinden… und haben weitergeschlafen.

Ich wache kurze Zeit später noch mal auf, weil mir kalt ist. Wou… wir sind wieder in Mitteleuropa. Ich decke mich mit meinem Schlafsack zu und schlafe weiter.
Um 10 klingelt der Wecker. Wir hatten beide keine Lust aufzustehen. Ich machte den Wecker aus und wir schliefen noch mal ein.
Um halb 12 wache ich schließlich auf. Ausgeschlafen fühle ich mich zwar nicht, aber wenn wir jetzt nicht aufstehen, dann sehen wir Liege gar nicht mehr und sind quasi nur durch Belgien durchgefahren.
Doch bevor wir dann endlich losgekommen ist es auch schon wieder nach 1.

Es waren noch gut 150km bis nach Liege, einer größeren Stadt in Belgien. Unterwegs hat es uns dann noch mal kurz zu Mc Donalds und Carefour gezogen. Wir haben den Internetkonsum aber auf ein Minimum beschränkt und haben nur schnell 2 Cheeseburger und die Toilette benutzt. Um 4 sind wir endlich in Liege eingetroffen.
Die Stadt präsentierte sich uns gleich mit ihrer Industrieseite. Dann ging es sofort in die Großbaustelle der Stadt über. Diese verhinderte auch dass wir zu dem ausgesuchten Parkplatz kamen. Wir mussten der Baustelle weiter folgen und sind irgendwann einfach in Richtung Innenstadt abgebogen und haben auf dem nächstbesten Parkplatz geparkt. Zur Innenstadt war es zum Glück nicht mehr so weit.

Wir sind in die erst beste Kirche, um noch schnell wenigstens etwas von der Stadt zu sehen. Die Kathedrale war nicht schlecht. Aber wir sind nun doch schon etwas verwöhnt von den vorherigen Heiligen Tempeln. So konnte dieser Tempel nicht mehr ganz so überzeugen. :)
Nach diesem Kulturtrip ging es in die Einkaufsstraße der Stadt. Eine ganz normale Einkaufsstraße mit Geschäften und Cafes. Aber irgendwie konnte die ganze Stadt nicht überzeugen. Irgendwie wirkt sie sehr grau und bedrückend. Sicher lag es auch ein wenig mit am Wetter. Aber auch die Gebäude sind sehr farblos. Souvenirshops suchten wir auch vergeblich. In einem Zeitungsgeschäft konnten wir wenigstens ein paar Postkarten ergattern. Die haben wir dann im nächstbesten Cafe noch geschrieben und gleich in einen Postkasten geworfen. Das war Liege. Zurück zum Auto und wieder raus hier… bevor wir echt noch Depressionen bekommen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERABis zu unserem nächsten Ziel, Maastricht in Holland, sind es nur noch 40 km. So haben wir ein nett aussehendes Plätzchen im Wald zum Schlafen ausgeguckt. Es war auch nur gute 10km entfernt von Liege.
Als wir ankamen bemerkten wir dass es sich hier um eine Art Naturpark handelt. Mit einem Teich voller Enten und Gänse, einem Cafe und einem riesigen Parkplatz. Optimal für eine Übernachtung.
Da es noch recht früh war, haben wir uns erst einmal umgesehen. Wir hatten noch eine Menge altes Brot, mit dem wir den Gänsen und Enten (hoffentlich) eine Freude machen konnten. Das Cafe hat leider kein Internet :( Und so beschlossen wir uns an eine ruhige Ecke des Parkplatzes zu stellen und auszubauen.
Ich kann noch ein bisschen Schreiben und vielleicht endlich mal wieder einen Artikel fertig machen. Habe schon seid einigen Tagen nichts mehr veröffentlicht. Morgen geht es dann noch nach Holland und dann ist unsere Reise leider auch schon zu Ende.

24.07.2013

Ein vorletztes mal haben wir das Känguru an diesem Morgen umgebaut und startklar für den Tag gemacht. Maastricht hieß das Ziel des Tages. Eine Stadt im Süden von Holland. Es war nicht sehr weit von unserem Schlafplatz. Nur ca. 40 km. Nicht einmal eine halbe Stunde später waren wir in Maastricht. Nur war die Orientierung hier nicht ganz so einfach… wir sind 2-mal im Kreis gefahren (trotz Inge) bevor wir endlich zum angepeilten Parkhaus gefunden haben.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA2,30 Euro die Stunde war es mir Wert am letzten Tag nicht noch Stress mit Parkplatzsuche zu haben. Direkt vor dem Parkplatz fanden wir auch schon die erste Kirche. Sehr groß, mit einem Hof in der Mitte. Innen war es eher dunkel und eine dustere Stimmung. Der Kreuzgang war sehr interessant und die Schatzkammer haben wir außen vor gelassen (auch wegen dem Eintrittspreis).

Nach diesem kleinen Kulturausflug ging es in die Innenstadt, zur Touristeninformation. Hier holten wir uns einen Stadtplan und stiefelten drauf los. Der Stadtplan war recht unnütz und wir folgten, wie meistens, unserer Nase. Die Innenstadt von Maastricht ist wirklich schön. Kleine, freundliche Gebäude und jede Menge Geschäfte und Menschen.
Wir fanden nach ein paar Minuten den Rathausplatz mit selbigen und weiteren Geschäften. Ein Souvenirshop war auch darunter. Den haben wir als erstes Besucht. Ein paar schöne Souvenirs aus Holland… Mir sind in den letzten Tagen noch so viele Leute eingefallen denen ich etwas mitbringen könnte. Aber unser Platz ist ja leider sehr begrenzt. Auch muss ich das alles dann noch nach Zypern fliegen. So viel auch dieser Einkauf sehr dürftig aus. Aber der Laden war cool. Eine totale Krambude :)

3D painting in MaastrichtDanach ging es weiter durch die Stadt und die Geschäfte. Man kann hier glatt in einen Kaufrausch verfallen, sofern man Geld hätte :) Wir haben ein paar kleine Geschäfte gesehen die ganz interessante und innovative Sachen hatten. An einzelne kann ich mich gar nicht Erinnern, aber es waren lauter nützliche Sachen.
Nach ein paar Hundert Metern standen wir dann wieder auf einem Platz, an dessen anderem Ende 2 Kirchen standen. Die St.-Johannis-Kirche und die St.-Servatius-Basilika. Die Johanneskirche sieht dabei besonders kurios aus, da sie einen roten Turm hat.
Auf dem Platz vor den Kirchen hatte ein Künstler eine 3D Zeichnung auf den Boden gemalt. Diese Art der Zeichnungen entfalten ihre Wirkung nur aus einem Bestimmten Winkel. In diesem Fall vom Turm der Johanneskirche.

So machten wir uns denn auf um uns das Gotteshaus auch noch zu besichtigen und auf den Turm zu gehen. Die Kirche selbst war leer. Bis auf ein paar Stühle, ein Rednerpult und einem Informationsstand, an dem 2 ältere Damen saßen. Sie verkauften auch die Tickets für den Turm. 2,50 Euro pro Person. Naja… dafür hat man einen schönen Ausblick :)
Der Aufstieg auf den Turm war mal wieder durch so ein enges Treppenhaus möglich. Bei Gegenverkehr eine ganz enge Angelegenheit. Auf der halben Strecke war sogar noch eine Ausstellung von einem Künstler über Rembrandt. Von oben hatte man dann wirklich einen sehr schönen Ausblick über Maastricht und die Umgebung. Und natürlich konnte man nun von hier oben auch das 3D-Bild sehen.

Nach diesem weiteren Kulturausflug ging es dann zurück in die Stadt. Die Postkarten, die wir im Souvenirshop ergattert haben, mussten ja auch noch geschrieben werden. Ich habe mich dieses Mal auf 4 Karten beschränkt. Hatte ich schon erwähnt dass ich keine Postkarten mehr sehen kann? :) Nein, so schlimm ist es nicht. Aber nicht mehr so viele auf einmal. Und die Holländer haben echt schöne Postkarten. Also haben Lotta und Anna wieder eine Karte bekommen.

Auf dem Weg zurück habe ich noch mal in der Touristeninformation angehalten und mir noch ein ganz spezielles Souvenir geholt. Ich hoffe es überlebt die Reise nach Zypern. Wieder am Parkhaus angekommen mussten wir unser Parkticket bezahlen und sind dann, noch mal über die Brücke, zum nächsten Postkasten gefahren. Inge meinte das dort auch ein Mc Donalds um die Ecke ist. Passt ja gut. :)
Dort angekommen mussten wir feststellen das es sich um eine kleine Straße handelt, wo man nur schlecht parken kann. Und der Mc Donalds hatte keinen eigenen Parkplatz. So habe ich nur schnell die Postkarten in den Postkasten geworfen und wir sind gleich weiter gefahren. Noch mal Parkgebühren brauchten wir nicht.

The Kangaroo in the forestWir haben uns Mc Donalds dann geschenkt und lieber überlegt wo wir diese Nacht bleiben. Es ist ja die letzte Nacht. Morgen würden wir ja wieder zurück in Deutschland sein. Inge zeigte ein paar Seitenstraßen in einem Waldgebiet, kurz vor der Deutschen Grenze, an. Das sah ganz gut aus. Also sind wir hingefahren und durften an jeder einzelnen Seitenstraße lesen „Nur Forstfahrzeuge.“. Naja, wie ein Forstfahrzeug sah unser Känguru nun auch wieder nicht aus.
Doch dann entdeckte ich auf der Karte noch etwas das nach einem Parkplatz aussah. Also einmal um den Wald rumgefahren und tatsächlich handelte es sich um einen recht großen Parkplatz, direkt am Wald. Super geeignet für eine letzte Nacht in der Wildnis. :)

Wir stellten uns zwischen ein paar Bäume und Bauten auf.

25.07.2013

Und wie super der Platz geeignet war. Die Bäume, unter denen wir standen, spendeten am Morgen schön Schatten. So war es selbst am späten Vormittag noch schön kühl im Känguru.
Natürlich kamen wir auch an diesem Tag nicht aus dem Tee. Aber heute war es egal. Von hier aus ging es nur noch nach Deutschland und dann wäre alles schon vorbei.
So trödelten wir noch ein bisschen rum. Ich habe noch mal ein Video vom Känguru gemacht… und so langsam packten wir dann zusammen und verließen den Parkplatz.

Es waren nur noch 8 km bis zum Haus von Julia. Keine 15 Minuten später parkte ich das Känguru ein letztes mal und schaltete den Motor aus.

Liebe Grüße
Gordon


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