Ich bin zurück

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Hallo zusammen.

Lange ist es her das ich hier das letzte mal etwas geschrieben habe. Ich habe gerade mal nachgesehen… 6 Monate um genau zu sein. Eine echt lange Zeit. Und auch davor habe ich schon lange nur eher sporadisch geschrieben. (Von dem Road Trip einmal abgesehen.)
Aber beschwert hat sich ja auch noch keiner :P

Relaxen über den Dächern von NikosiaEs ist nicht so das nichts passiert ist in den letzten 6 Monaten. Eigentlich ist sehr viel passiert. Aber auf der einen Seite nichts was man online breittreten will/sollte. Nennen wir es einfach Gefühlschaos… mit allem was dazugehört. Das hat mir auch sehr die Lust am schreiben genommen. Oder sagen wir ich hatte viel um die Ohren. Und die Zeit hat angefangen nur so davon zu rennen.
Gerade habe ich den letzten Artikel über die Olympus 620 gelesen und es kommt mir vor als wäre es gestern gewesen. 6 Monate sind seitdem vergangen. Es ist verdammt viel passiert in den 6 Monaten. Und trotzdem erscheint mir diese lange Zeitspanne sehr sehr kurz.

Also was ist passiert hier in den letzten Monaten? Ich fasse mich kurz. Die lange Version könnte einen ganzen Buchband füllen.
Ich habe mich verliebt in jemanden den ich schon länger kannte. Es gab einen anderen dabei. Hin und her… der andere hat die Frau bekommen. Ich hab das gebrochene Herz bekommen. Langes Nachspiel und aus. (Kürzeste Version die möglich ist. Bei einer Geschichte die über 6 Monate so ging.)
Dabei hab ich viel Nachgedacht. Über Gott und die Welt, diese Situation und mich selbst. Habe eigene Fehler erkannt und angefangen mein Leben ein wenig zu verändern. Seid Anfang des Jahres geht es nun regelmäßig ins Fitnessstudio. Vor gut 2 Monaten habe ich mit Muay Thai angefangen. Bin in eine größere Wohnung gezogen (zu groß wie sich herausstellte). Und ein paar persönliche Veränderungen.

Nun hat sich fast die gleiche Geschichte in einer Kurzversion wiederholt.
Ich denke am aktuellen Punkt ist es mir nun egal was mit den Frauen passiert. Ich habe einen Entschluss gefasst und bin dabei einen Plan zu machen, von dem ich mich nun nicht mehr abbringen lasse. Für die erste Dame (mit der langen Geschichte) habe ich alle meine Zukunftspläne über Bord geworfen (Freiheit des Reisens). Sie hat bereits ein Kind und ich war bereit mit ihr eine Familie zu gründen. Wir haben darüber geredet und teilweise sogar Pläne gemacht.

Nun bin ich zurück auf meinem alten Pfad. Ich will die Welt sehen. Neugierig sein und überall mal hinreisen. Die zweite (kurze) Geschichte hätte da sehr gepasst, da sie auch Reisen möchte. Zwar auf eine andere Art wie ich (sie will Backpacking und ich mit einem Wohnmobil mein Zuhause immer dabei haben), aber man hätte sicher einen Weg gefunden. Wo ein Wille, da ein Weg.

BuffaventoNun habe ich es schon gesagt. Mein Plan ist es mir ein Wohnmobil anzuschaffen und damit durch die Welt zu reisen. Der Plan ist bis jetzt noch sehr grob, aber doch klar.
Die aktuelle Frage ist Wohnmobil kaufen oder selbst bauen. Ein fertiges ist… fertig. Da ist nur evtl. eine Generalüberholung notwendig und es kann losgehen. Dafür ist es immer als Wohnmobil erkennbar. Der Gedanke bei einem Selbstbau ist das man es nach den eigenen Wünschen gestalten kann und man kann es unauffällig machen (damit es unattraktiver für Diebe wird). Natürlich spielt beim Selbstbau auch der ‚Spieltrieb‘ eine nicht unwesentliche Rolle.
Das ganze Unterfangen wird aber gerade in der Startphase sehr kostspielig. Ich rechne mit kosten um die 15.000 Euro. Egal ob für Gebraucht oder Selbstbau. Natürlich reden wir hier von Gebrauchtfahrzeugen. Ein gebrauchtes (und entsprechend altes) Wohnmobil oder ein gebrauchtes Basisfahrzeug.
Das Geld muss erstmal angespart werden. Und ich denke das werde ich nicht in Zypern schaffen. Ich werde wohl für eine Zeit wieder nach Deutschland gehen müssen. Günstig leben und dabei so viel wie möglich sparen. Kredit kommt für mich nicht in Frage. Würde ich eh nicht kriegen (ohne Sicherheiten).

Nun die häufigste Frage: Und dann? Wie soll es dann weitergehen?
Naja, ich sage ja immer zu Leuten ‚Ich bin Programmierer. Das ist so geil. Ich kann von überall auf der Welt arbeiten. Ich brauche nur Internet.‘ … Und, wo bin ich? Seid über 6 Jahren in Zypern. ‚Überall‘ ist anders.
Wir leben aber glücklicherweise in einer sehr modernen Welt. Internet gibt es auch via Satellit. Man braucht nur einen Empfänger. Sprich, eine Schüssel auf dem Dach, oder wo auch immer. Ich habe mich mal ein wenig umgesehen und eine Firma gefunden die das anbietet. Heutzutage braucht man nicht einmal einen Backchannel mehr. Also früher war es so das man Internet über Satellit empfangen konnte, aber trotzdem eine Festnetzleitung für das senden der Daten brauchte. Das ist heutzutage nicht mehr so und somit ist man absolut unabhängig.
Damit kann ich dir Grundvoraussetzung für meine Arbeit schaffen und kann von überall in Europa arbeiten. (Der Anbieter deckt nur Europa ab… damit werde ich erst einmal lange in Europa bleiben müssen… aber das ist ja auch groß.)

Weitere Gedankengänge bis dato sind:

  • Solaranlage aufs Dach mit 2-3 großen Versorgerbatterien. Zum Arbeiten brauche ich viel Strom für den Laptop. Auch in der Pampa, auch im Winter, auch wenn es kalt ist.
  • Ausreichend große Wassertanks… ich denke ich werde mich gerne und lange in Regionen aufhalten wo es nicht von Menschen wimmelt. Die Versorgung muss gewährleistet sein.
  • Toilette ohne Chemie (Schiffstoilette), versorgt aus dem Abwassertank (von der Dusche und so).
  • Möglichst unauffälliges Aussehen

Mehr fällt mir spontan gerade nicht ein. Aber es ergeben sich sicher noch weitere Details.

Das ist der Plan. Warum ich das machen will? Schwer zu erklären. Hier in Zypern bin ich ‚fertig‘. Es reizt mich hier nichts mehr. Ich denke ich kenne hier so grob jede Ecke und irgendwann kommt man hier an einen Punkt an dem man sagt ‚Es reicht. Runter von der Insel.‘. Dann überlegt man noch einige Monate hin und her… und letztendlich ändert sich an dem Gedanken nichts. Auch sonst ändert sich nichts. Was diesen Gedanken nur verstärkt… bis es irgendwann soweit ist.

Lange habe ich überlegt ‚Wohin soll ich dann aber gehen?‘. Zurück nach Deutschland? Nein, nicht wirklich. Aber wohin dann? … Und ich habe nicht wirklich eine Antwort gefunden. Jetzt habe ich eine… überall hin. Und mit dieser Antwort kann ich mich sehr gut anfreunden.
Der Tag wird kommen...Ich weiß das dieses ‚Projekt‘ für die meisten Menschen nicht nachvollziehbar ist. Man kann doch nicht dauerhaft durch die Gegend reisen und in einem Wohnmobil leben. Das geht doch nicht. … Doch, das geht! Und es gibt Menschen die machen das schon lange so. Und sie leben noch. ;)
Es ist nicht das typische, vorgeschriebene Schema … Haus, Familie, Kinder, Hund, geregelte Arbeit, Rente, Sterben… Und alles was nicht nach Schema läuft macht den Menschen angst. Jeder der sich nicht in das Schema integriert wird verurteilt. ‚So geht das nicht.‘, ‚Wie kannst Du nur?‘, ‚Werd vernünftig!‘, etc.
Ich habe mit einigen Menschen kontakt die nicht nach dem Schema leben bzw. ihren eigenen Weg gehen. Sei es Homosexuelle Menschen, Spirituelle Menschen, Langzeitreisende, Hippies, Vegetarier/Veganer, etc. … Menschen die nicht nach den Regeln der ’normalen‘ Leben. Alle kennen diese Inakzeptanz nur zur Genüge. Alle kriegen die gleichen Worte von ihren Mitmenschen zu hören. Wir sollen doch endlich vernünftig werden! Also mit anderen Worten, wir sollen mit dem Strom schwimmen.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, wer einmal mit einem offenen Geist gegen den Strom geschwommen ist, der wird nie wieder mit dem Strom schwimmen (wollen).

Aber das hier soll keine Philosophiestunde werden. (Vielleicht ein anderes mal.)
Ich für meinen Teil habe diesen Plan gefasst (besonders nach der Erfahrung von unserem Road Trip letztes Jahr). Und so wird es sein… :) Hoffentlich.

Ja, das soweit erst einmal von mir.
Das schreiben geht nicht mehr so flüssig wie früher mal. Bin wohl aus der Übung gekommen. Ich sollte es mal wieder öfter tun :)
Deswegen kürze ich hier ab und schreibe das nächste mal weiter. Vielleicht gibt es dann ja noch was neues oder mir fällt noch etwas altes, neues ein.

Achso, ich Fotografiere natürlich immer noch… oder, nach einer Pause, wieder. Ich werde in den nächsten Tagen noch ein paar Bilder hochladen, die allerdings schon ein paar Wochen oder Monate alt sind.

Also dann, bis demnächst.
Gordon

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