Wer isn jetzt Bob?

Hallo zusammen.

Das letzte Update ist nun auch schon wieder ewig her. Es ist viel passiert in der Zwischenzeit. Der MAN535 ist nicht mehr da. Dafür steht jetzt ein MB814 in der Garage (wo er diesmal auch, gerade so, rein passt). Wie es dazu gekommen ist… eigentlich eine lange Geschichte. Ich versuche mich kurz zu fassen :)

Als der MAN dann auf dem Hof stand, konnten wir ihn uns in Ruhe ansehen und schnell ist aufgefallen: Das riecht hier aber muffig. Und was sind das für schwarze Flecken an der Wandverkleidung aus Holz? Also mal hinter die Verkleidung geschaut. Zum Vorschein kam Styrodur… klatsch nasses Styrodur. Es hatte die Wandverkleidung aus Sperrholz schon teilweise gut gammeln lassen. Lange überlegen mussten wir nicht, es muss alles raus und dann gucken wie schlimm es wirklich ist. Gesagt, getan. Der ganze Ausbau raus… bis nur noch ein nackiges Skelett da stand. Sah schon traurig aus. Aber im großen und ganzen nicht so schlimm wie erwartet. Ein bisschen Blech musste neu angeschweißt werden. Gummies neu. Technik schien noch gut in Schuss. 
Bis der Tag kam an dem ich den allerletzten Rest entfernt habe… die Bodenplatten vom Kofferraum… ganz unten. Und hier wartete dann das Grauen. Die Streben ganz unten waren total verfault. Teilweise waren die Streben nicht mehr existent oder mit großen Löchern. Das konnten wir nicht mehr selbst machen. Er musste in eine Werkstatt, um das professionell machen zu lassen. Nach ein paar Tagen (oder waren es Wochen) dann der Anruf „Wir sind jetzt fast bei der Vorderachse angekommen mit wegschneiden und haben immer noch keinen Halt zum Schweißen gefunden.“. Also bin ich hin und die Entscheidung stand relativ schnell fest… das übersteigt unsere finanziellen Mittel und würde unseren Zeitrahmen bei weitem sprengen. Und so musste der Bus wieder verkauft werden. Schweren Herzens.

Was hier so schnell runter geschrieben ist, war eigentlich eine Story von 7 Monaten… in denen wir viel Schweiß und Herzblut in den Bus gesteckt haben. Und es war wirklich ein geiler Bus. Und wenn man so viel Zeit und Kraft in etwas setzt, dann fängt man an es zu lieben, auch wenn es ein Gegenstand ist. 
Zum Glück habe ich im Wohnbusforum einen Käufer gefunden, der das Skelett noch zu einem guten Preis gekauft hat. Er hat den Bus wieder komplett geschweißt und neu aufgebaut. Er hat mir später Fotos geschickt und der Bus sieht wieder wirklich toll aus. Und es freut mich sehr das dieser Bus nun noch ein paar gute Jahre haben wird. 

Meine Lehren aus dieser Geschichte.
Wenn man etwas kauft (insbesondere wenn es groß, schwer und teuer ist) sollte man immer ganz genau hinsehen und die rosa rote Brille zu Hause lassen.
Wenn man etwas repariert, dann bitte richtig. (Der Vorbesitzer vom Bus hat beim Reparieren nur gefuscht. Löcher im Dach mit Silikon abgedichtet und so (dadurch kam das Wasser rein).

Nun, damit war der MAN Geschichte für uns.
Schon vorher hat mein Stiefvater mal angemerkt das die Sparkasse Ihren Bus verkaufen will. Ich hatte aber abgewinkt. Empfand ich als zu klein. Der MAN war 10,6m. Dieser nur 8m. Und Platz sollte definitiv da sein, da wir ja darin leben wollten. 
Da der MAN nun aber nicht mehr war und dieser eh in der Gegend war, habe ich ihn mir einfach mal angeschaut. Mein Stiefvater ist ihn ja immer gefahren. 
So haben wir uns mal einen Tag getroffen und ich habe mir den Bus mal von innen angesehen. Echt klein (wenn man den Vergleich zum MAN hat). 6m misst die Kabine innen. Aber hat auch ein paar Vorteile. Warmwasserheizung, 220V Verkabelung liegt schon, voll Isoliert, teilweise Gepanzert :D, fette Alarmanlage, etc. 
Also hin und her überlegt und am Ende drauf ankommen lassen. Wird schon irgendwie gehen. Dann muss halt Platz gespart werden und man hat halt keine Tanzfläche mehr. 

Wir konnten den Bus dann auch für einen guten Preis ergattern. Vorteilhaft war natürlich das mein Stiefvater den Bus jahrelang für die Sparkasse gefahren hat. 
Und dann stand er eines schönes Tages auf dem Hof. Diesmal passte er, wie gesagt, sogar in die Garage und musste nicht im Regen stehen. 

Und dann ging es los. Erst einmal ausmisten. Alles raus… Trennwand, Trennwand mit Panzerglasscheiben, Tresen, Schränke… einmal nackig machen und durchfegen. Und dann ging es gleich ans Eingemachte. Plan gemacht, wie es mal aussehen soll und dann ging es auch schon ans Bett bauen. 
Doch irgendwann lag ich mal drunter und wunderte mich über einen Riss im Kofferboden… wasn das? … Mit dem Finger drin rungewurschtelt und schon bröselte mir der Rost entgegen… och nöö. 
Von unten nichts zu machen. Also von oben den Fussboden aufgesägt und da lachte er mich frech an… der blanke Rost. Noch schlimmer wie beim MAN. Teilweise konnte ich die fetten Eisenträger der Bodenkonstruktion mit der bloßen Hand zerdrücken. Es war traurig. 

Also wieder meine Werkstatt angerufen. Der Meister hat gleich ein wenig gelacht… ^^ Aber diesmal war es machbar. Ein weiterer großer Vorteil dieses Fahrzeugs ist das es ein LKW Chassis ist, mit einem Kofferaufbau. Beim MAN war alles tragende Konstruktion. Hier war der Boden des Koffers weggegammelt. Das Chassis selbst war weitgehend unversehrt. Damit war der Schaden nicht ganz so schwer zu beheben. Glück gehabt.

Als das Loch im Boden dann endlich wieder zu war, konnte es weitergehen mit dem Ausbau. 
Und nun sitze ich im ‚Bus‘ und schreibe diesen Artikel. Der Ausbau ist jedoch noch nicht fertig. Ich schätze zu 70%. Es ist noch einiges zu tun. Aber zumindest kann ich schon drin wohnen. Habe Strom, Heizung, Wasser, Bett, Sitzecke und ein Klo :) Der Rest ist in Arbeit.

Aber wieso jetzt eigentlich Bob? Nun, ich hatte es ja in einem anderen Artikel (Smart Home Womo) schon mal erwähnt… ich mag technische spielereien. Ich möchte mit einem Computer z.B. das Licht an und aus schalten können. Das ganze euch per Sprachsteuerung. Wer Star Trek kennt, der kennt das. Dort muss man ‚Computer‘ sagen und dieser weiß dann das man mit ihm spricht. Dann kann man seine Befehle sagen. Da ‚Computer‘ aber ein ziemlich langes Wort ist, habe ich nach einem kurzen, knackigen gesucht. Und es sollte ein Name sein… ich will mein Womo ja nicht ‚Computer‘ nennen. Dann kam mir ‚Bob‘ in den Sinn. Schön kurz und einfach auszusprechen. Und so ist es ‚Bob‘ geworden. 

Die letzten 2 Jahre sind wie im Flug vergangen. Es ist so viel passiert. Das hier ist nur die kurz kurz Fassung. Ich werde versuchen noch mehr zu schreiben. Aber in einzelnen Artikeln. Über den Ausbau und alles was dazu gehört.
Später dann natürlich auch über die Reisen natürlich. Doch das wird wohl noch einige Monate dauern.
Da ich noch immer keine Arbeit gefunden habe, ist es finanziell gerade ziemlich eng. 

Bis bald und liebe Grüße
Gordon

 

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