45 Tage auf 2m² Wohnfläche… in halb Europa.

Hallo zusammen,

gerade bin ich von meinem langen Deutschlandtrip zurück und weiß gerade nicht was ich zuerst machen soll. Fotos bearbeiten, Bericht schreiben, Arbeiten, Sonne genießen, Baden und/oder Tauchen gehen. Schlimm.
Aber da gerade Wochenende ist, habe ich erst einmal die Fotos bearbeitet und schon mal auf meinen Facebook-Account gestellt. Jetzt 2 Berichte (das wird wieder dauern) und dann Arbeiten… Akkord. Der Rest muss wohl leider warten.

Aber Du liest sicher nicht diesen Artikel um das zu erfahren. Ich denke die Überschrift könnte Dich gereizt haben den Artikel zu lesen ;)
Also ich habe vorher noch nicht viel davon erzählt, aber ich habe vor ein paar Monaten in einem Weltreiseforum eine Annonce gefunden. In dieser suchte eine junge Frau einen Mitreisenden in einem Microcamper. Ihre Idee war 6 Wochen quer durch Europa zu touren. Ein Road-Trip also.

Das hat mich ja sofort interessiert. Auch wenn ich als Auswanderer nicht mehr in Deutschland wohne und sogar auf einer Mittelmeerinsel… heißt das nicht das ich deswegen auch gleich eine Menge sehe. Eigentlich gar nichts. Den die einzigen Reisen die ich unternehme sind Deutschland und zurück. So war aber nicht der Plan. Eigentlich wollte ich mich ja schon immer auf die Socken machen… nur hat das noch nie so wirklich geklappt.

Fernwehtreffen in Weeze

Fernwehtreffen in Weeze

Und so kam mir bei der Annonce sofort der Gedanke “Jetzt aber”. Sie hatte auch sehr ausführlich geschrieben was sie will und wie sie sich das vorstellte. Sie hatte also einen Plan. Das fand ich gut. Und Microcamper… naja, ich bin ja eh minimalistisch. Da sah ich kein Problem. Sie hatte keinen direkten Plan für die Route, da war also noch einiges offen und man konnte gemeinsam planen.
Und so habe ich sie einfach mal angeschrieben und es kam sogar eine Antwort… nach ein paar Wochen.  Wir fingen an uns in Skype ein wenig näher kennenzulernen (die Entfernung ist zwar nicht so toll … aber wozu gibt es Internet). Und so Skypten wir ein paar mal und unterhielten uns eine weile… und sie schien eine sehr nette Dame zu sein, mit der man klar kommen könnte (nicht zu vergessen… 6 Wochen dauerhaft in einem Microcamper… da muss es schon passen).
Und wie es schien war ich ihr auch nicht unsympathisch.

Nach einigen Wochen schrieb sie mir dann das sie eine Entscheidung getroffen hätte… für mich :) Was soll ich sagen… ich fand es klasse! :) Also stand es fest, wir gingen zusammen auf reise.
Als Route wählten wir den Westen. Uns hätte auch beide der Osten interessiert… aber der ist nicht so sicher und im Westen ist es wärmer ;) Vielleicht kann man den Osten ja später mal machen.

Verständlicherweise fragte sie natürlich ob man sich mal persönlich Treffen könnte. Den gleichen Wunsch hatte ich natürlich auch. Nur real sieht man ob man sich wirklich mag und wie der andere so ist. Außerdem musste das Auto ja auch noch ausgebaut werden. Da sollte man dann auch schon mal zusammen anpacken. Und so beschloss ich dann einen Besuch bei einem Kunden und ein Heimatbesuch mit einem Besuch bei ihr zu verbinden. Deswegen war ich auch den ganzen April in Deutschland. Erst eine Woche beim Kunden, dann eine Woche bei ihr und 1 1/2 Wochen in der Heimat. Bericht folgt…

Und so lernte ich Julia dann Anfang April persönlich kennen… und den Renault Kangoo… der uns hoffentlich gut durch Europa bringt.
Sie ist eine sehr interessante Frau (ja nix falsches denken jetzt hier… sie ist glücklich vergeben! :) ) und ich denke wir werden es schon 6 Wochen nebeneinander aushalten.

Der Kangoo auf dem Lift

Der Kangoo auf dem Lift

In den 9 Tagen haben wir recht viel geredet, uns kennengelernt, zusammen am Auto rumgeschraubt – Bett gebaut, Auspuff gewechselt (hab ich gemacht! :D ), Ölwechsel, Anhängerkupplung angebaut, Sound gepimpt, etc. – und waren sogar noch 2 Tage auf einem Fernwehtreffen, das gerade in der Nähe stattfand. Also ich denke das passt schon und sie sieht das auch so. Von daher… es geht endlich auf Reisen :)

Also Route haben wir uns – wie gesagt – den Westen ausgesucht. Einen Detailierten plan gibt es noch nicht. Aber der grobe ist: Abfahrt letzte Mai Woche. Dann über Bayern nach Italien. Über Venedig macht sie eine Woche einen Gleitschirmschein. Dann ein paar Tage Venedig noch dran… dann weiter über Süd-Frankreich, Süd-Spanien bis Gibraltar. Dann weiter nach Portugal… die Küste wieder hoch und Nord-Spanien wieder gen Osten. Frankreich an der Küste entlang und dann irgendwann Querfeldein, Paris und dann Richtung Deutschland wieder zurück.
Etwa 7000km in 6 Wochen. Wird ein bisschen knapp… aber mal gucken. Sie kann leider nicht großartig verlängern und ich wohl – finanziell – auch nicht :( Schade. Ich glaube am Ende der Reise würde ich gern einfach weiterfahren :) Na mal schauen.

Auf jedenfalls stelle ich es mir total genial vor. Rein ins Auto und einfach losfahren. Endlich mal was sehen von der Welt… naja, Europa erst einmal. Die Sorgen zu Hause lassen… sicher mit neuen Kämpfen müssen… aber wenigstens sind es mal andere Sorgen. Die Seele baumeln lassen, Entdecken, Erforschen, Fotografieren… tun und lassen was man will. Hmm…

Natürlich machen wir auch einen Plan wie wir unterwegs kurz ins Internet können, um Dich auf dem laufenden zu halten. Also kurz was in den Blog schreiben. Leider gibt es noch keine Mobilfunkkarte mit der man zu moderaten Preisen in ganz Europa ins Internet kommt. Es gibt zwar ein paar Angebote… zum Beispiel die Aldi Talk Karte. Da kann man einen Tarif buchen mit dem man 7 Tage 60MB zur Verfügung hat… für 5 Euro oder so. Aber 60 MB in 7 Tagen ist nix. Besonders wenn man vielleicht mal noch schnell Sehenswürdigkeiten raussuchen will. Da ist definitiv Nachholbedarf bei den Anbietern.

Naja, wie dem auch sei. Ich habe hier im Blog eine neue Kategorie gemacht, in dieser findest Du dann ab Ende nächsten Monat immer meine Reiseberichte ;) Bleib dran. Du kannst auch gerne meinen Newsletter abonnieren, dann bekommst Du eine Mail, wenn ich einen neuen Artikel veröffentlich habe. Dann musst Du nicht ständig vorbeischauen und verpasst nichts ;)

Liebe Grüße
Gordon

Seifenblasen fotografieren

Hallo zusammen,

gestern habe ich eine neue Fotoidee entdeckt und musste das natürlich gleich Ausprobieren. ;) Natürlich möchte ich euch die Ergebnisse und ein kleines Tutorial nicht vorenthalten. :)

Nachdem ich nun schon mit Wassertropfen, Dinge ins Wasser fallen lassen (Pitsch-Patsch) und Makros rumgespielt habe, ging es heute an Seifenblasen.
Ja, genau. Die runden Dinger die Kinder so mögen und gern durch die Luft fliegen lassen ;)

Also eigentlich ging es um gleich 2 Dinge.
Wer Seifenblasen draußen in der Sonne fliegen lässt, der hat sich sicher schon mal über die Farbenpracht dieser runden, durchsichtigen Wasserblasen erfreut. Warum die Seifenblasen so schön bunt sind … ist kompliziert :D
Zum anderen ist gibt es sehr interessante Fotos wenn sie zerplatzen.
Wenn man sich die beiden Punkte so durchliest, dann dürfte schnell klar werden das der 2. Punkt wesentlich schwieriger einzufangen sein dürfte als der erste. Denn die Seifenblase zerplatzt so schnell, das dass Menschliche Auge es nicht einmal erfassen kann. Doch die Praxis sah (in meinem Fall) ein wenig anders aus.

Als erstes versuchte ich also die bunten Spiegelungen der Blase.

Ich habe mich ein wenig im Internet belesen und wusste daher das Licht das wichtigste ist. Kein Problem, ich habe ja 2 Blitze zum entfesseln (also Ferngesteuert und unabhängig von der Kamera). Dazu braucht man natürlich auch noch Seifenwasser. Das ist nicht schwer zu erstellen. Ein bisschen Wasser in ein Glas und Seife / Spülmittel dazu. Für den ersten Schritt habe ich noch ein wenig Glyzerin hinzugegeben, damit die Blasen stabiler sind und ich mehr zeit habe sie zu Fotografieren.

Der Aufbau war auch sehr simpel. Das Glas auf ein Tisch gestellt, ein Blitz von oben, ein Blitz von der Seite, meine Schreibtischlampe in Position auf die Seifenblase (zum Fokussieren). Vor dem Tisch das Stativ mit meiner E-620 und dem 35mm Makro.

Das Feuer in der Blase

Und dann ging es auch schon los. Seifenblase mit einem Strohhalm geblasen. Die Blase ein wenig am Strohhalm ‘runterrutschen’ lassen, so das sie in sich geschlossen ist und am Strohhalm klebt. Dann das ganze auf das Glas gelegt und versucht zu Fokussieren. Natürlich manuell, der Autofokus ‘guckt durch’ und findet keinen Punkt. Aber auch manuell ist es nicht so einfach eine ‘Wand’ der Blase zu finden. Und dann Abgedrückt… und schnell wurde klar… irgendwie wird das so nix.
Die Blase war weiterhin durchsichtig und nur die Stellen wo meine kleinen Softboxen die Seifenblase erhellt haben, waren bunt bzw. mit den Mustern überzogen.

Und so ging das Improvisieren los. Eine große Softbox habe ich leider nicht. Also Papierwände aufgebaut und durch diese Geblitzt. Hat so aber auch nicht funktioniert, da die immer noch zu klein waren. Durch die Kugelform müsste man eine Blitzfläche von oben, unten, links, rechts und vorn haben. :( Doof.

So gab es nur Resultate mit stellenweise bunten Seifenblasen.
Ich denke hier ist es wirklich besser das ganze draußen, in der Sonne, zu probieren. Wobei es dann wirklich Windstill sein müsste.

Ein paar interessante Fotos konnte ich dennoch machen.

Das Meisterstück des Versuchs

Und dann ging es zum 2. Teil meiner Seifenblasenspielerei. Die zerplatzende Seifenblase.
Der Aufbau blieb dabei gleich. Blitz von links, Blitz von oben und Kamera vor dem Schreibtisch auf einem Stativ. Fokussiert habe ich diesmal einfach den ‘Aufprallgegenstand’.

Seifenblasen sind ja bekanntlich recht instabil und Zerplatzen sehr leicht. Also bräuchte man ja nur etwas spitzes und ‘ditscht’ mit der Blase darauf. Das sollte gehen.
So habe ich mir einen Zahnstocher auf dem Schreibtisch fixiert und eine Blase gemacht und ‘ditsch’… war der Zahnstocher in der Seifenblase… die keine Anstalten machte zu zerplatzen. Super…

Dann kam mir das Glyzerin in den Sinn, das ja mit im Wasser war. Also neue Mischung angesetzt. Nur Wasser mit ein bisschen Spülmittel. Und nächster Versuch… das gleiche Ergebnis. Aber die Blasen waren schon wesentlich instabiler. So habe ich mir eine größere ‘Aufprallfläche’ gesucht. Ein altes Bonbon musste herhalten (welches auf den Fotos auch gleich gut aussieht :D ).

Aber auch das Bonbon brachte nicht wirklich das Ergebnis, welches ich erhoffte. Die Seifenblase wanderte nun einfach vom Strohhalm auf das Bonbon über… sah ja auch gut aus… aber nicht was ich wollte.

Und dann fand ich den Trick. Ich musste die Blase so lange ‘aufpusten’ bis die grün-rot schimmerte. Dann wurde die Wand anscheinend so dünn das sie instabil wurde. (Ich denke die Farben variieren je nach Mischung und verwendetem Mittel.)
Wenn die Blase in dieser Kondition war, dann zerplatzte sie sofort beim ‘aufprall’.

Seifenblase platzt von oben nach unten

Und nun war es nur noch eine Frage des Timings. Und das ist auch schon sehr hart. Denn die Blase zerplatzt so schnell das dass Auge es nicht einmal erfassen kann. Sie ist da und im nächsten Moment ist sie schon weg. Ich habe sehr viele Fotos vom Moment gemacht als Sie noch da war und genauso viel als sie dann schon weg war. Doch… ein paar mal hatte ich auch Glück und erwischte sie im richtigen Moment. :)

Also es ist wie immer… nicht einfach, aber die Ergebnisse sind schon genial. Besonders die Platzenden Blasen finde ich total klasse. Wenn man noch eine bessere Ausrüstung hat, dann kann man sicher noch bessere Ergebnisse erzielen.

Achso, vielleicht dazu noch ein paar Worte. Sehr wichtig ist hier, wie auch bei den Wassertropfen, das die Blitze eine sehr geringe Abbrenndauer haben. Denn diese frieren das Geschehen überhaupt erst ein.  Meine beiden Yongnuo YN 560II habe ich auf kleinste Stufe (1/128) gestellt.

So, hoffe es gefällt und bei Fragen einfach einen Kommentar hinterlassen ;)

Viele Grüße
Gordon

Deutschland mal wieder das Buhmännchen

Hi.

Gestern hatte ich ja schon kurz über die aktuelle Lage über die Zwangsenteignung der privaten Finanzen in Zypern geschrieben. Da gibt es bis heute nicht soo viel neues. Jedenfalls nichts konkretes. Soweit ich gelesen habe ist noch immer keine Entscheidung im Parlament gefallen. Man will jetzt wohl erst einmal nachverhandeln.

Ohne Worte

Aber etwas anderes ist mir gerade bei Facebook über den Weg gelaufen. Das nebenstehende Bild Die nebenstehenden Bilder wurde von einer Gruppe in Facebook gepostet (nur eine kleine Auswahl der letzten 10 Stunden).Und die Bilder werden fleißig geteilt (share). Als Kommentare sind Hassparolen auf Deutschland zu lesen.

Und ganz ehrlich, es kotzt mich an. Egal was in der Eurozone passiert, Deutschland hat schuld. Angela Merkel wird in den meisten Fällen zur Buhfrau auserkoren.

Angela Merkel zeigt jemandem den Mittelfinger, beim Versuch Geld vom Geldautomaten abzuheben.

Zur aktuellen Geschichte… ob die Leute, die das Bild ‘kreiert’ haben, wissen das der Beschluss über die Zwangsabgabe von den Finanzministern der EU beschlossen wurde und nicht von Angela Merkel oder Deutschland? Ich bezweifel es.

Und es ist ja nur das aktuellste Beispiel. Ich habe die Form von Bildern schon damals gesehen, als in Griechenland die Luft brannte. Und noch heute ist Deutschland das Hassland Nummer 1… unter denen die Hilfen bekommen haben.

Ich bin kein großer Patriot (falls hier der Gedanke darüber aufkommen sollte). Aber das geht echt langsam zu weit.
Ob die Leute wissen das Deutschland mit den meisten Prozenten im EU-Rettungschirm hängt. Deutschland bezahlt 29,07% der Gelder die im großen Topf sind und ist damit Nr. 1. Dahinter Frankreich mit 21,83% und gefolgt von Italien mit 19,18%.

Hier wird Deutschland mit dem Zypern-Konflikt gleich mit eingebunden. Jetzt sind wir auch noch diesem Krieg schuld.

Das heißt Deutsche Bürger bezahlen 392,40 Milliarden Euro für die Rettung von anderen Staaten und sie werden dafür gehasst.
Ich habe mich schon bei der Griechenland-Aktion – als die Hass-Parolen auf Deutschland losgingen – warum man nicht einfach den Mittelfinger ausstreckt und das Geld lieber wieder ins eigen Land steckt. Wenn Hilfe mit Hass beantwortet wird… Sorry, aber da hätte jeder normale Mensch schon die Freundschaft gekündigt.

Noch ein “schönes” Gemälde. Einziger Kommentar zu diesem Bild ‘Hitler Woman’… braucht es da noch Worte?

Wieso es jetzt nun gerade Deutschland ist… und nicht Frankreich oder Italien oder irgendein anderes Land oder vielleicht mal die die das wirklich entscheiden, was passiert und welche Auflagen mit einem Rettungspaket verknüpft sind: nämlich die EU… das weiß wahrscheinlich niemand mehr genau. Nur eines wissen die Leute… wenn die Kacke am Dampfen ist, dann wird wohl Deutschland mit Angela dran schuld seid.

Naja, auf der anderen Seite gibt es auch immer jemanden der etwas macht und jemand der es mit sich machen lässt…

So… musste mal gesagt werden.

In diesem Sinne.
Gordon

Stell Dir vor Du wachst eines morgens auf und dein Konto wurde geplündert…

Hallo zusammen.

Stell Dir mal vor das Du eines Morgens aufwachst und jemand hat Geld von deinem Konto abgebucht. Ohne Dich zu fragen, ohne deine Zustimmung.
Was machst Du? Polizei, Strafanzeige, versuchen das Geld zurück zu holen? Ich denke das wäre der normale Weg, oder?

Nun, genau so ist es gerade passiert. Nicht (nur) bei mir. Sondern bei allen Kunden von allen zypriotischen Banken. Und das Geld wurde nicht etwa von einer militanten Hackergruppe abgehoben, die alle Bankkonten geknackt haben. Nein, es wurde von der Bank selbst abgehoben. Verwirrt? Ich versuche es mal so zu erklären wie ich es gerade aus einigen Zeitungsartikeln entnommen habe.

Also… Zypern ist ja bekanntlich in der Kriese. Es hat 17 Milliarden Euro aus dem EU Hilfsfont beantragt. 10 Millionen soll es nun bekommen. Doch vorher hat die EU angeordnet das die Zyprioten selbst in die Pflicht genommen werden. Genauer gesagt haben die Finanzminister der IWF und des EZB beschlossen das von allen zypriotischen Bankkonten 6,75% bei unter 100.000 Euro Guthaben und 9,90% über 100.000 Euro Guthaben als Zwangsabgabe abzuführen sind. Dieser Betrag wird also einfach so von den Konten abgebucht.
Einfach so?

Ja, einfach so. Ohne vorherige Ankündigung, ohne zu fragen. Am Freitag war die Welt für die Zyprioten noch in Ordnung. Am Samstag morgen nicht mehr, dann da war das Geld eingefroren und erst danach wurde die Nachricht über die Zwangsabgabe bekanntgegeben. Da hier nun gerade Feiertag ist und die Banken erst am Dienstag wieder öffnen, wurden auch sämtliche Überweisungsformulare im Online-Banking deaktiviert. Damit soll verhindert werden das dass Geld noch schnell online ins Ausland überwiesen wird.

Und das ist noch nicht alles. Es gibt gar keine Gesetzesgrundlage für diese Aktionen. Die soll erst bis zum Dienstag noch geschaffen werden. Das heißt quasi das man erst einen Verbrecher verurteilt und dann erst das Gesetz schafft, auf dem die Verurteilung beruht.

Mit diesem Schritt wurden ca. 5,8 Milliarden Euro von den Bankkonten auf zypriotischen Banken erbeutet. Zwangsenteignung… das erinnert mich irgendwie an Krieg. Und ich würde mich – ehrlich gesagt – nicht wundern wenn etwas ähnliches am Dienstag hier passiert… wen die Banken wieder öffnen.
Zyprioten sind zwar nicht so gewaltbereit wie die Griechen… aber sie lassen ihrer Wut auch gern freien Lauf. Wir werden sehen.

Nun könnte man sagen ‘Ja, richtig so. Die EU zahlt ja schließlich auch 10 Milliarden Euro. Da können die Zyprioten auch selbst was zu geben.’.  Soweit korrekt. Nur wurde hier nicht selektiert. Es trifft jeden. Den Millionär genauso wie den Arbeitslosen, Rentner, den Vater der für die Hochzeit seiner Tochter gespart hat, den Sohn der für das Haus für seine Familie jahrelang hart gearbeitet hat.

Auch ist Zypern damit gerade zu einem Versuchskaninchen geworden. Denn wenn es hier funktioniert, dann kann man es ja auch in anderen Ländern machen. Mit mehr Konten, um mehr Geld zu kriegen.
Wenn ich mir vorstelle das in einem Monat das gleiche in Griechenland abgezogen wird… das wird böse enden.

Nun bleibt abzuwarten was hier am Dienstag passiert, wenn die Banken wieder geöffnet haben. Ob das Geld wirklich weg ist oder ob der Gesetzesentwurf nicht durchgegangen ist.

Auf meinem Konto hat sich bis jetzt noch nichts getan. Außer das ich kein Geld überweisen kann. Von anderen Leuten habe ich gehört das Geldbeträge schon eingefroren bzw. “abgebucht” sind. Inwieweit das stimmt, kann ich nicht genau sagen.

Ich werde nächste Woche noch mal ein Update dazu schreiben, wenn ich genaueres weiß… sofern ich dann noch hier sein werde und nicht vielleicht schon auf der Flucht…

Viele Grüße
Gordon

Focus Stacking – Wie man bei Makros mehr Schärfentiefe erreicht

Hallo zusammen,

heute möchte noch ganz kurz über meine neusten Spielereien schreiben (ist ja schon wieder spät).

Nachdem ich nun vor ein paar Wochen mit der Makrofotografie angefangen habe, merkte ich sehr schnell das diese Form der Fotografie einen großen Nachteil mit sich bringt. Die Schärfentiefe (oder Tiefenschärfe… wie man es mag) ist sehr gering. Ich reize gern den 1:1 Abbildungsmaßstab meines 35mm Makroobjektivs aus. Um so größer, um so besser :) Doch reduziert sich besagte Schärfentiefe hier schon auf unter 1mm (Pi mal Daumen).

Was ist Schärfentiefe eigentlich? Nun, das ist der Bereich der auf dem Foto scharf abgebildet ist. Bei Landschaftsfotografie fällt das nicht besonders auf, da meist alles scharf ist. Bei Personenfotografie arbeitet man schon gern mit der Schärfentiefe. Um z.B. die Person freizustellen und den Hintergrund unscharf zu machen. Dabei ist es aber meist eher ein gewolltes Gestaltungsmittel.
Bei der Makrofotografie wird man nicht gefragt ob hier oder das was unscharf gemacht werden soll… es ist einfach so. Da kann man Abblenden bis man nur noch dunkel sieht… hilft nix. Naja, im Vergleich zur Offenblende hilft es schon was, aber meist reicht es bei weitem immer noch nicht.

Und hier kommt ein Trick ins Spiel. Oder besser gesagt eine bestimmte Technik. Diese heißt Focus Stacking. Es gibt dafür keinen offiziellen deutschen Begriff. Frei übersetzt heißt es so viel wie ‘Fokus Stapeln’. Und das wird auch gemacht… man Stapelt den Fokus (von verschiedenen Bildern) um so ein schönes scharfes Bild zu erhalten.

Hier mal ein “Model” von heute. :) Weiter unten dann das Bild der Blüte.

Aber wie funktioniert es?
“Ganz” einfach” :) Wie schon gerade gesagt werden mehrere Bilder angefertigt. Dabei wird der Fokus immer so weit verschoben, das er noch ein wenig mit dem, im vorherigen Bild, überlappt. Man kann sich das in Scheiben vorstellen. Nehmen wir eine kleine Blüte von 1cm tiefe, die wir komplett scharf haben wollen. Unser Schärfentiefebereich ist 1,5mm. Dann fangen wir ganz vorn an und Fokussieren auf die Spitze der Blüte und machen ein Foto. Dann Fokussieren wir auf einen Punkt 1mm dahinter (so hätten wir noch eine großzügige Überlappung von 0,5mm). Nächstes Foto. Dann wieder 1mm dahinter, Foto… und so weiter. Bis wir am Ende der Blüte angekommen sind. In unserem Beispiel ca. nach 10 Bildern.

Nun nehmen wir diese Bilder und laden Sie in eine spezielle Software für Focus Stacking. Es gibt hier verschiedene. Einfach mal Google Fragen. (Ich nehme CombineZP. Ist kostenlos, aber sicher nicht die einfachste und beste Lösung.)
Die Software macht nun das was ich schon angesprochen hatte. Sie nimmt die Bilderreihe und rechnet diese so zusammen, das die jeweils scharfen Bereiche in einem Bild vereint werden. Nur wenn wir ausversehen einen Bereich nicht scharf abgelichtet haben (weil man z.B. die Überlappung vergessen und zu weit im nächsten Bild fokussiert hat), dann kann die Software auch nicht Hexen und der Bereich bleibt unscharf… so wie es mir heute ständig passiert ist.

Das ‘gestackte’ Bild der Blüte (s.o.). Wenn man jedoch ganz genau hinsieht, dann erkennt man noch unscharfe Bereiche. Hier habe ich geschlampt beim erstellen der Bilder. :(

Ist es nun so einfach? Nee, nicht wirklich :)
Es sollte klar sein das sich bei dem gesamten Vorgang weder das Motiv noch die Kamera auch nur 1mm bewegen sollte. Das heißt definitiv ein Stativ benutzen und das Motiv… naja, was will man machen. Ein Baum wird sich mit Sicherheit nicht viel Bewegen – also der Stamm. Ein Tier wird schon viel Schwieriger. Hier könnte man es mit Schnelligkeit versuchen.
Dann gibt es im Grunde 2 Methoden um die Fokussierung vorzunehmen. Entweder man stellt auf manuellen Fokus und dreht den Fokussierung des Objektivs immer minimal weiter (so wie man es braucht).
Oder man besorgt sich eine Makroschiene. Welches die optimalere Variante wäre. Bei einer Makroschiene wird die Kamera auf eine bewegliche Schiene geschraubt, die man dann Millimetergenau bewegen kann. Das heißt es wird nicht mehr an der Kamera rumgefummelt, sondern die ganze Kamera wird verschoben (womit dann auch der Fokusbereich natürlich verschoben wird). Zusätzlich haben die Schienen auch gleich ein Maßeinheit dran. So kann man (mehr oder weniger) genau sehen was man gerade einstellt.

Ich habe mir eine Makroschiene besorgt. Nicht nur für das Focus Stacking. Auch im nicht immer das Stativ bei Makroaufnahmen 1cm nach link, 2 nach vorn, 5 nach schräg hinten… schieben zu müssen. Das kann ich jetzt mit der Makroschiene schön fein einstellen.

Wenn man sich jedoch einmal den Unterschied zwischen einem einfachen Makro und einem ‘gestackten’ Makro ansieht, dann erkennt man schnell das sich die Arbeit lohnt. ;)

Ja, soweit, so gut. Ihr könnt mir auch gern Fragen stellen oder sonstige Kommentare hinterlassen. Freue mich immer wenn mal jemand ein Lebenszeichen hinterlässt… und das hier auch jemand meinen Blog liest.

Bis Bald
Gordon

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Meine ersten Tropfen-Fotos

Hallo.

Beim letzten mal habe ich es ja schon angesprochen. Neben der Makrofotografie und dem Plitsch-Platsch, habe ich mich heute mit der Tropfenfotografie beschäftigt.

Wie beim letzten mal schon gesagt, ist das eigentlich nur mit Hightech zu bewerkstelligen. Zumindest wenn man wirklich gute Fotos haben möchte. Aber als Einsteiger hat man natürlich ein paar Möglichkeiten einfache Tropfenfotos zu kreieren. Man darf nur nicht ganz auf den Kopf gefallen sein ;) Oder zumindest sollte man Google bedienen können ;)

Tropfenfotos sind – wie es der Name schon sagt – Fotos von Tropfen. Warum man tropfen fotografieren sollte? Naja, weil ein Tropfen interessante Formen entwickeln kann, sobald er irgendwo auftrifft. Außerdem ist hier der Spruch vieler Fotografen – Den Moment festhalten – mehr gegeben als in jeder anderen Form der Fotografie. Den dieser Moment ist so verschwindend gering, das er kaum einen Augenblink andauert… und dann ist die Form auch schon wieder Vergangenheit. Mit dem Auge kaum wahrzunehmen. (Schaut dir einfach mal das Video unten an.)

Wie macht man es nun?
Wie gerade schon gesagt, es geht um einen Tropfen (Wasser, Milch, Farbe… was auch immer). Also muss man einen Tropfen erzeugen. Profis machen das Computergesteuert und mit Magnetventilen. Das kann aber mal eben einige xx-xxx Euro kosten (wenn man nicht gerade ambitionierter Bastler ist).

Es geht aber auch einfacher. Unter Anfängern sind die Infusionssets beliebt. Die Dinger aus dem Krankenhaus, wenn jemand am Tropf liegt. Jep.. tropf… da tropft was. Das ist ein einfaches, aber sehr funktionelles System. Man schließt einen Schlauch an einer Flüssigkeitsflasche an und die Flüssigkeit läuft durch den Schlauch. Damit es aber tropft und nicht läuft, ist ein Regulator eingebaut. Damit kann man wunderbar die Tropfgeschwindigkeit einstellen. Hat heute nicht mal 1 Euro in der Apotheke gekostet.
Dann kam die Frage… woran schließe ich das jetzt an? Da ich nix hatte, habe ich das eine Ende einfach in eine Schüssel voll Wasser gelegt. Das ganze auf einen Stuhl – auf meinem Schreibtisch – positioniert… Stichwort: Schwerkraft.
Das andere Ende habe ich auf halber Höhe am Stuhl befestigt. Ein bisschen Fallhöhe sollte der Tropfen ja schon haben. Und der Rest ist einfach. Teller oder flache Schüssel drunter (Wasserstand sollte um die 3cm sein, habe ich gelesen). Die Kamera auf ein Stativ. Den Punkt wo der Tropfen aufschlägt vorher Fokussieren und dann den Fokus auf manuell stellen, damit er nicht mehr verstellt wird.
Das wichtigste bei der Tropfenfotografie ist der Blitz. Denn der ‘friert’ eigentlich den Tropfen ein. Daher den Blitz auf die geringste Brenndauer einstellen (mein Yongnuo YN560 II kann max. 1/128). Und dann heißt es Fingerspitzengefühl und ein bisschen rumprobieren. Der Tropfen fällt und im richtigen Moment muss man ‘Abdrücken’.

Es scheint am besten zu sein wenn der Blitz hinter dem Teller (oder was auch immer) steht. Da ich hier aber ein Platzproblem habe, hab ich heute ein wenig rumprobiert. Den Kamerablitz brauche ich eigentlich nur um die beiden anderen Blitze fernzusteuern. Beide (der Godox  CF-18 und der Yongnuo YN560 II) unterstützen den Slave Modus. Dabei wird der Blitz selbst durch einen Blitz ausgelöst. Das heißt wenn der Kamerablitz blitzt, dann werden auch die anderen beiden Ausgelöst. Das nennt man ‘entfesseltes Blitzen’ und ist eine tolle Sache, wie ich schon ausgetestet habe. Gerade für solche Spielereien. Dann sind die Blitze nicht mehr direkt an die Kamera gebunden und können frei Positioniert werden.

Wobei sich der Godox CF-18 heute auch gleich verabschiedet hat. Die Lampe leuchtet zwar noch, aber blitzt nicht mehr :( Tolle Sache. Erst der Metz 36 AF-5 und jetzt das Ding auch noch. Ok, der Godox war Billig und ist ein Spielzeug. Aber trotzdem, nach nicht einmal 2 Wochen. Natürlich sitzt der Verkäufer in Hong Kong. :( Na mal schauen.

Na jedenfalls hab ich dabei heute schon mal ein paar interessante Fotos hinbekommen. Unten in der Galerie könnt ihr ein paar davon sehen.
Ich werde in den nächsten Tagen noch mal ein bisschen damit rumspielen, sofern das mit einem Blitz geht. Sollte aber.
Vielleicht kommt ja noch was nettes bei raus. Will auch mal Farben und Milch ausprobieren (ein paar Milchfotos hab ich schon gemacht heute). Wird bestimmt lustig… und eine Sauerei :D Aber die Fotos sind schon klasse, oder? Ich bin schon am überlegen welche auszudrucken :)

Dann bis bald.
Viele Grüße
Gordon

Hier noch das Video vom Arbeitsplatz:

Und die Bilder:

Jetzt gibt es Pitsch-Patsch Bilder

Hallo zusammen,

nachdem ich nun einige Tage und Wochen mit der Makrofotografie beschäftigt habe, bin ich letztens im Forum auf eine andere interessante “Methode” gestoßen. Im Grunde schmeißt man Dinge ins Wasser und fotografiert sie dabei im (hoffentlich) richtigen Moment :) Eigentlich bin ich auf die Sache durch eine andere Sache gekommen… der Tropfenfotografie. Dabei geht es darum einen Tropfen (im hoffentlich richtigen Moment) zu Fotografieren. Was dabei rauskommt… einfach mal Google nach “Tropfenfotografie” fragen. Da kommen total geniale Bilder bei raus.

Da ich aber noch keine Ahnung davon habe und wirklich gute Ergebnisse nur mit Mikroprozessorgesteuerter Technik erzielt werden, muss ich mich erst einmal mit was anderem Beschäftigen.

Mikroprozessorgesteuerte Technik klingt kompliziert? Ist es eigentlich nicht… es geht nur um Präzision. Es geht dabei um Bruchteile von Sekunden… um Millisekunden. Ein Magnetventil lässt einen Tropfen fallen. Der Tropfen fällt ins Wasser und die Säule entsteht. In dem Moment wird die Kamera und oder Blitze automatisch ausgelöst. Das alles auf die Millisekunde optimiert.
Dann kann man weitergehen… mehrere Magnetventile, die in genauen Abständen jeweils einen Tropfen abwerfen. Diese Tropfen treffen sich dann und ergeben umwerfende Formen und Figuren… die auch nur für einen Bruchteil einer Sekunde existieren. Daher muss alles technisch gesteuert sein, da ein Mensch das so gar nicht koordinieren könnte.

Also muss ich erst einmal mit was einfacherem Anfangen :) Und das hab ich mal “Pitsch Patsch” genannt. Dinge ins Wasser werfen und dabei Fotografieren. Und hier die Resultate :)

Besuch in Lefkara

Hallo zusammen.

Heute war ich mit einer Freundin auf Foto-Tour. Es ging in das kleine Bergdorf Lefkara. Es ist ungefähr 40 Km von Limassol entfernt. Mit dem Auto in einer guten halben Stunde zu erreichen.

Das Dorf hat schon etwas besonderes. Viele Menschen haben mir im Laufe der Zeit immer wieder davon erzählt, wie schön es doch sei, das dort viele Künstler leben und die ganzen Stickereien. Heute war es dann soweit.

Lefkara liegt zwischen Larnaka und Limassol. So ziemlich genau in der Mitte kommt eine Autobahnabfahrt mit McDonalds. Die muss man runter (ist auch ausgeschildert) und dann Richtung Berge. Schon das 2. Dorf ist Lefkara. Nicht zu verfehlen.
Das Dorf selbst ist in einen unteren und oberen Teil unterteilt. Es befindet sich auf ca. 500 Meter über Null und es leben ca. 1100 Menschen dort.

Bekannt ist es, wie gesagt, durch seine Stickereien und Silberschmiede. Eine Legende sagt das sogar Leonardo da Vinci im Jahr 1481 und kaufte Spitzenstoff für den Hauptaltar des Duomo di Milano.
Definitiv ist das dieses Dorf ein ganz besonderer Platz auf der Insel ist, das steht fest. Kann man gar nicht so wirklich beschreiben, man muss es gesehen haben.

Das Dorf besteht fast ausschließlich aus alten Natursteinhäusern. Die Gassen sind schmal (auch für Autofahrer) und in vielen stehen Blumentöpfe mit Pflanzen. Die Menschen sind überaus freundlich, auch wenn es vielleicht darauf zurückzuführen ist das sie etwas verkaufen wollen. Man sieht an manchen Ecken einige Damen zusammen sitzen und mitten auf der Straße gemeinsam sticken.

Eine Gasse war besonders interessant. Sie war ca. 1,20 Meter breit. In der Mitte war eine Brücke – von einem Haus zum gegenüberliegenden – darüber. Unter dieser Brücke standen Sofa und Sessel und sogar ein Bild hing an der Wand. Man hatte Angst durch das Wohnzimmer eines Anwohners zu gehen. Aber es war eine Gasse. Total genial :)

Wenn man eine Weile durch die kleinen Gassen geschlendert ist dann realisiert man eine Sache: Zeit hat hier keine Bedeutung.

Leider gibt es auch hier viele verlassene Gebäude (von türkischen Zyprioten schon vor dem Krieg verlassen). Diese verfallen langsam aber sicher, was das Gesamtbild sehr trügt. Aber sonst ist das Dorf definitiv einen Besuch wert. Auch um schöne Bilder zu machen ;)

Viel mehr gibt es zu Lefkara schon gar nicht zu sagen. Hinfahren und ansehen.

Ich hänge unten noch ein paar Bilder an. Ich habe leider nicht viele von der Landschaft und dem Dorf an sich gemacht, da ich im Moment ja eher Makro fotografiere.

Viele Grüße
Gordon

Fliege mit Tropfen

Heute hat sich eine kleine Fliege auf meiner Fensterbank niedergelassen. Ich bemerkte sie erst gar nicht. Dann entdeckte ich sie und ließ es auf einen Versuch ankommen. Also schnappte ich mir meine Kamera und näherte mich langsam. Doch die Fliege interessierte das gar nicht. Sie saß da und ließ mich in aller Seelenruhe machen.

So entstanden viele viele Bilder :) Nach einer Weile fing sie an sich zu Putzen und am Schluss ließ sie einen Tropfen am “Mund” entstehen. Ganz langsam wurde er größer, dann saugte sie ihn wieder ein und ließ ihn wieder ‘entstehen’ und saugte ihn wieder ein.
Nach dem 2 mal schien sie fertig zu sein und flog davon.

Niemand weiß wirklich was es mit diesem Tropfen auf sich hat. Aber alle Fliegen scheinen es zu tun.
Die wahrscheinlichste Theorie scheint zu sein das es zur Reinigung des Munds dient. Gerade da diese es heute nach dem Putzen getan hat.

Und hier das Foto zur Story:

Mein erstes echtes Makroobjektiv mit den ersten Makro Fotos

Hallo zusammen,

es ist nun mal wieder schon eine Weile her seid ich das letzte mal was geschrieben habe. Aktuell gibt es eigentlich nur 2 Sachen die ich mache: Arbeiten und Fotografieren… wobei ersteres stark Überwiegt :( Aber hat ja auch was Gutes.

So konnte ich nun endlich mal den Bereich der Fotografie ausbauen den ich besonders mag, die Makrofotografie. Ich liebe es kleine Dinge groß abzulichten :)

Nachdem ich letztens spontan mal den Trick mit dem Objektiv umdrehen probiert hatte, war ich Feuer und Flamme :)
Da konnte ich nicht mehr wiederstehen mir ein richtiges Makroobjektiv zu kaufen. Es ist das Olympus Zuiko 35mm 1:3,5 geworden. Ein schönes Schätzchen :)

Natürlich wurde es noch am Tag der Ankunft ausprobiert. Und schnell durfte ich auch die Tücken dieser Art der Fotografie feststellen. Es geht einem schnell das Licht aus, es wackelt wie Hanne, der Arbeitsabstand ist extrem gering und Blitzen bei 1:1 mit dem eingebauten Blitz geht auch nicht mehr (Das Objektiv schattet das Motiv ab). Und natürlich hängt alles zusammen. Ohne Blitz keine kürzere Belichtungszeit und ohne kurze Belichtungszeit keine scharfen Motive.

Und so durfte ich meine Shoppingtour gleich fortsetzen und habe mich gleich noch mit einem Schienensystem (für 2 Blitze, links und recht von der Kamera), 3 verschiedenen Blitzen und Softboxen eingedeckt. Dazu auch noch ein bisschen was zum Lesen zum Thema. Das Ganze ist gerade unterwegs und ist hoffentlich bis zum nächsten Wochenende da. Bei sowas bin ich ja sehr ungeduldig :)

Aber ein paar passable Fotos konnte ich schon machen. (Unten die Bilder)
Nur hier gibt es noch einen Nachteil des 35mm Objektivs. Der Arbeitsabstand bei 1:1 (volle Vergrößerung) beträgt nur wenige Zentimeter. Das ist eine nähe die 98% aller Tiere nicht mehr Tolerieren und sich verdrücken… also wenn Sie dazu in der Lage sind. Käfer, Würmer und ähnliches sind da recht tolerant bzw. zu langsam um vor mir zu fliehen. Spinnen, Fliegen und sowas sind da schon nicht mehr so und suchen schnell das Weite. Von Schmetterlingen, Libellen und ähnlichem gar nicht erst zu reden. Da komme ich nicht mal auf 2 Meter ran. :(

Ich werde es mit Geduld versuchen und zur not auf ein Makroobjektiv mit mehr Brennweite sparen.
Es ist aber auch schon so sehr interessant was man alles findet wenn man sich mal eine halbe Stunde an ein und den selben Platz setzt und sich einfach nur umschaut und wartet. Manche Tiere sind schon da und man sieht sie erst viel später. Andere kommen und beachten einen gar nicht mehr… solange man sich nicht großartig bewegt.

Hier noch ein Manko der Makrofotografie. Um gute Bilder zu machen sollte man eigentlich ein Stativ verwenden. Dagegen wehre ich mich aber, da es für Außenaufnahmen in meinen Augen absolut störend ist. Eh man es aufgebaut hat und mit Kamera in Position gebracht hat… ist das Motiv längst über alle Berge (außer eine Schnecke vielleicht… aber selbst die ist bis dahin aus dem Fokusbereich).

Apropos. Um Dir mal einen kleinen Einblick (aus meinen jetzigen Erfahrungen) zu geben. Bei der Makrofotografie ist der Bereich der Scharf ist extrem klein. Von ca. 1mm bis vielleicht 1cm. Wobei bei 1cm die Blende verdammt klein sein muss und das heißt extremer Lichtverlust.
Ich versuche immer wenn möglich 1:1 zu Fotografieren. Also mit der größtmöglichen Vergrößerung des Objektivs. Damit kann ich mit meiner Olympus E-410 einen Bereich von 17,3 x 13 mm Ablichten.

Wenn Du also unten in der Galerie eine Spinne auf voller Bildgröße siehst, dann ist sie wahrscheinlich in echt nur wenige Millimeter groß. ;) Und genau das Fasziniert mich daran. Details. ;)

So, genug der Worte… lassen wir mal Bilder sprechen.
(Die Galerie aktualisiert sich von allein, immer wenn ich neue Bilder hoch lade. Ist also immer aktuell.)

Viele Grüße
Gordon