Mein kleines Hobby :)

nachttauchgang

Mein zweiter Nachttauchgang – mit super Video!

Hallo,

letzte Woche waren wir mal wieder eine runde Tauchen. Diesmal in der Nacht 🙂 Ich war erst 1x – in der Ausbildung – zum Open Water Diver in der Nacht tauchen.
Ich kann mich noch an diesen Tauchgang erinnern… es war nicht wirklich schlimm… aber komisch.
Man sieht absolut nur das was die Lampe erleuchtet… der Rest ist schwarz. Man kann es sich in etwa so vorstellen als wenn man mitten in einer stockdunklen Nacht mitten auf einem Feld steht. Nur mit einer kleinen Taschenlampe bewaffnet. Und nun stelle man sich noch vor das man sich, wie ein Vogel, auch noch nach oben und unten bewegen kann.
Das ist schon ein wenig „komisch“. Auch orientierungsmäßig ging gar nix. Ich wusste zu keiner Sekunde wo ich eigentlich war.

Nun ging es letzte Woche mal wieder zu einem Tauchgang im „schwarzen Meer“ 🙂 Orientierung hatte ich immer noch keine. Meinen Buddy hatte ich aber immer gut im Blickfeld. Nur 2 mal verloren 😀 Und an der Farbe der Flossen wiedergefunden.

Aber der Rest war super. Es ist interessant was man in der Nacht so zu Gesicht bekommt, was am Tag irgendwo versteckt ist. Wie z.B. diesen Aal-Artigen Fisch den man im Video (unten) oft sieht. Aber auch Seegurken, die üblichen Fische, Sepias und Oktopus.

Der Tauchgang war am Strand direkt bei der Tauchschule. Also kein besonderer Spot. Aber in der Nacht ist das ja eh nicht soo wichtig. 🙂

Schaut euch das Video einfach mal an… ist schick 🙂

Diese Woche gibt es dann gleich noch 2 weitere Tauchgänge in der Nacht. Einer davon an der Zenobia… da bin ich schon sehr drauf gespannt. Wird bestimmt Hammer geil. Video davon folgt natürlich umgehend 😉
Jetzt aber erst einmal das Video von letzter Woche. Viel Spaß

beluga

Sea Shepherds Paul Watson – Ein Öko-Terrorist?

Hallo,

Paul Watson

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watson)

heute mal ein paar News die auch neu sind. Denn gerade ist es groß in allen Medien das Paul Watson, der Kopf und Gründer der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd (zu Deutsch: Meeresbeschützer), verschwunden bzw. aus Deutschland geflohen ist. Er wurde am 13. Mai 2012 in Frankfurt (Deutschland) verhaftet, aufgrund eines Haftbefehls in Costa Rica und sollte dorthin ausgeliefert werden. Doch über die Auslieferung sollte erst noch das Oberlandesgericht Frankfurt am Main entscheiden.

Paul Watson wurde in der Zwischenzeit auf Kaution von 250.000 Euro  und mit Auflagen (natürlich) freigelassen und sollte auf seinen Prozess warten. Am 23 Juli 2012 wartete die Polizei vergeblich auf Paul Watson, der sich jeden Tag bei ihnen melden sollte.

Mittlerweile hat sein Anwalt den Behörden mitgeteilt das er, mit unbekanntem Ziel, das Land verlassen hat.

Wie ich gerade gelesen habe gab es mittlerweile auch einen Auslieferungsantrag von Japan.

Soweit was man in den Nachrichten erfahren kann.  Natürlich wird dazu auch noch die ein oder andere weitere Information dazu gegeben.

Hier möchte ich auch mal ein paar Worte dazu sagen.

Einige haben mit Sicherheit schon festgestellt das ich das Leben Unterwasser liebe. Ich liebe die Natur generell, aber das Leben in den Ozeanen fasziniert mich einfach. Und besonders die größten Bewohner unserer Planeten, Wale.
Ich habe noch nie einen mit eigenen Augen gesehen und dennoch sind sie bereits in meinem Herz. Einer meiner größten Wünsche ist es einmal mit Walen zu tauchen und sie in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben.

Irgendwann bin ich dann auf die Sea Shepherd Conservation Society aufmerksam geworden. Seit dem Zeitpunkt habe ich mich ein wenig intensiver damit beschäftigt, sofern es die Zeit zuließ. Und ich bin schwer beeindruckt von den Leuten.
Warum?

Nun, jeder kennt die großen Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace oder WWF. Sie erzählen laut was sie gern ändern wollen würden und machen Meetings, Protestaktionen, schreiben Briefe zu irgendwelchen Leuten, schreiben große Werbeplakate und so weiter.
Der Unterschied bei der Sea Shepherds Conservation Society ist: Die tun was!

Ich habe sie zufällig gefunden und nie vorher von den Leuten gehört, weil sie nicht unnötig viel Geld in Werbung stecken, sondern das Geld nutzen um was zu ändern.
Sie kaufen z.B. Boote und fahren damit (z.B.) in die Antarktis um dort den Japanischen Walfänger vom Walfang abzuhalten. Der Walfang ist eigentlich, durch Regulierung der IWC, verboten. Aber Japan nutzt eine Grauzone im Gesetz um trotzdem Wale zu jagen, zu töten und zu vermarkten.
Denn es dürfen jedes Jahr 220 Minkewale, 100 Seiwale, 50 Brydewale und 10 Pottwale zu wissenschaftlichen Zwecken getötet werden!
Natürlich wird keine Wissenschaft betrieben, sondern Kommerz. Vielleicht wird festgehalten wie groß die Wale waren, damit man irgendwas wissenschaftliches nachweisen kann, falls jemand fragt.

Jetzt ist man an einem Punkt wo man sagen kann „Ja und… wen interessiert’s?“ oder „Da muss man was gegen machen!“. Nun kann man es dabei belassen und sich sagen „Ja, schlimm und man muss was machen. Aber ich hab gerade keine Zeit dafür.“. Oder man kommt mit „Der Wille zählt ja.“ und das war’s.
Oder man nimmt es in die Hand und macht was. Jetzt kann man auch anfangen mit Briefe schreiben und Plakate hochhalten und Greenpeace beitreten. Oder man entscheidet sich ein Schiff zu kaufen, da hin zu fahren und die Leute vor Ort und Handfest davon abhalten Wale zu töten (oder welches Unrecht an der Natur auch immer verübt wird).

Paul Watson – gebürtiger Kanadier – tat letzteres. Dazu muss man sagen das er einer der ersten Mitglieder von Greenpeace war. Seine Mitgliedsnummer lautete 007 (Zufall? 🙂 ). Damit war er das 8. Mitglied in der Organisation (die erste Mitgliedsnummer ist 000).

1975 waren er und sein Mitstreiter Robert Hunter, die ersten Menschen die ihr Leben zum Schutz der Wale riskierten indem sie sich mit einem Schlauchboot zwischen einen sowjetischen Walfänger und die Wale positionierten.

Watson verließ 1977 Greenpeace und gründete die Sea Shepherd Conservation Society. Die Berichte warum, sind unterschiedlich. Aber ich denke sie laufen alle auf das gleiche hinaus, was für mich durchaus verständlich ist: Greenpeace war ihm einfach zu lasch. Er wollte handeln, nicht quatschen.

Seine eigene Organisation verschrieb sich nun dem Schutz der Meere vor illegalen Handlungen gegenüber der Meeresfauna. Die folgende Geschichte der nun schon 30 Jahre alten Organisation ist lang. Man kann sie detailierter im Internet nachlesen (z.B. bei http://de.wikipedia.org/wiki/Sea_Shepherd_Conservation_Society).

Seid 30 Jahren kämpft er und seine Organisation nun schon gegen das Unrecht auf den Weltmeeren. Und hier kommen wir nun wieder zur Ausgangsfrage:

Ist Paul Watson ein (Öko-)Terrorist?

Ich habe dazu erst einmal geschaut was die Definition von Terrorismus ist.
Wikipedia sagt dazu:

Unter Terrorismus (lateinisch terror „Furcht“, „Schrecken“) sind Gewalt und Gewaltaktionen (wie z. B. Entführungen, Attentate, Sprengstoffanschläge etc.) gegen eine politische Ordnung zu verstehen, um einen politischen Wandel herbeizuführen. Der Terror dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten oder Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen.
Quelle: Wikipedia

Damit ist Terrorismus (folglich auch Terrorist) ausgeschlossen. Denn die Aktivisten sind nicht mit herkömmlichen Waffen ausgestattet. Auch wird niemand entführt.
Im Gegenteil, sie lassen sich selbst „entführen“ indem sie sich auf die Schiffe der Gegenseite begeben.
Sprengstoff oder scharfe Munition wird auf keinem der Schiffe und von keinem Aktivisten mitgeführt.

Ihre Waffen bestehen aus Stinkbomben, Farbgeschossen (herkömmliche Painballs), Seilen, Wasserwerfern und den Schiffen.

Wer das mal in Aktion sehen möchte, dem empfehle ich wärmstens die Whale Wars Serie von Animal Planet zu gucken. Animal Planet begleitet die Sea Shepherd Kampagnen in der Antarktis nun schon seid 5 Jahren.
Dort unten Kämpfen die Aktivisten aktiv gegen den Walfang durch die Japanische Walfangflotte (wie schon oben beschrieben). Und sie sind dabei teilweise extrem erfolgreich. Im Februar 2011 wurde die Walfangsaison sogar 6 Wochen vor dem eigentlichen Ende abgebrochen.
Das erklärt den Hass von Japan auf die Aktivisten und besonders deren Kapitän Paul Watson.

Sea Shepherd Aktivisten

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watson)

Doch die Sea Shepherds operieren auch in anderen Teilen der Erde und haben Kampagnen gegen Shark Finning (wobei Haien die Flossen abgeschnitten werden und der Hai (ohne Flossen, aber noch Lebendig) wieder ins Meer zurück geworfen wird), Robbenjagt, Delphinabschlachten und andere Verbrechen an den Meeresbewohnern. Zusätzlich unterstützen sie teilweise Naturschutzgebiete, wie bei den Galapagosinseln.

Das alles freut natürlich die Tierschützer und -freunde. Auf der anderen Seite freut es definitiv NICHT die Wilderer die sie stören, vertreiben und komplett lahm legen.
Und wer wissendlich das Gesetz bricht oder Schlupflöcher sucht, der hat definitiv ein gewisses Aggressionspotential. Der kleine Fischer wir sich einfach nur blau ärgern, wenn er von den Aktivisten vertrieben wird. Was will er mehr machen?

Aber wenn der gestörte Sünder „größer“ ist, dann ist auch die Macht größer.

Zum Beispiel „störten“ sie Fischer vor den Kokosinseln beim wildern und illegalem Fischen. Wie sich herausstellte arbeiteten die Fischer für einen korrupten Marinegeneral aus Ecuador. Der fing die Sea Shepherds mit einem Kanonenboot ab und wollte Paul Watson dafür festnehmen lassen, das er seine Wilderei gestört hatte.
Zu Watsons Glück kamen Einheimische, die von der Aktion gehört hatten und davon begeistert waren, auch schnell auf die Bildfläche und damit auch Reporter. Da das Gesetz auf Watson’s Seite war, schlichen sich die Marineoffiziere davon (ohne Watson mitzunehmen).

Es hätte aber auch anders ausgehen können. Sie hätten die Schiffe der Aktivisten auch einfach versenken können. Was sie wahrscheinlich nicht taten da die Aktivisten nicht unter Ecuadorianischer Flagge fuhren und es viele Fragen gegeben hätte, die die Wilderer nicht hätten beantworten können.

Und dann gibt es da auch noch den Walfang der Japaner. Hier legt sich die Sea Shepherd nicht nur mit einer Walfangorganisation an. Dahinter steht auch Japan selbst. Was sie nun im letzten Jahr bewiesen haben, als der Staat Japan den Walfängern über 20 Millionen Dollar spendeten. Welche auch in Sicherheitsmaßnahmen gesteckt wurden. (Das Geld kam übrigens aus dem Tsunami-Hilfsspenden Topf!!!).
Das Schiff der Walfangflotte welches für die Sicherheit zuständig war, wurde von nun an als Regierungsschiff registriert und gehört nicht mehr zur Walfangflotte, sondern zur Regierung von Japan.
Das zeigt deutlich das die Regierung von Japan selbst am Walfang beteiligt ist.

Und dann gibt es da noch die Regierung von Costa Rica. Hier ist Paul Watson 2002 gegen das  Shark Finning vorgegangen und hat den Fischern das Handwerk gelegt. Costa Rica ließ ihn daraufhin verhaften. Mit der Anklage von „Behinderung der Schifffahrt“. Vor Gericht konnten aber alle Anschuldigungen mit Videos wiederlegt werden und Paul Watson kam wieder frei.
Nun, 10 Jahre später, wurde der Haftbefehl gegen ihn wieder aufgenommen.

Selbst Interpol hat die Empfehlung herausgegeben das man Paul Watson nicht verhaften sollte, da politische Motive hinter dem Haftbefehl vermutet werden. Daher wurde auch kein internationaler Haftbefehl von Interpol herausgegeben.
Wie gesagt hat Paul Watson in den 30 Jahren nicht nur Freunde gemacht. Und viele seiner Feinde sind mächtig und wollen ihm nicht unbedingt gutes, wenn man betrachtet das er vielen Leuten Millionengeschäfte versaut hat. Und bei Geld hört bekanntlich der Spaß auf (insbesondere bei kriminellen Machenschaften).

Und natürlich wehren sich die Attentäter auch dagegen. Einmal wurde sogar scharf auf Paul Watson geschossen. Zum Glück passierte ihm dabei nichts.

 

Nun landete Paul Watson am 13 Mai 2012 am Flughafen von Frankfurt am Main und wurde prompt von den deutschen Behörden festgenommen. Warum die deutschen Behörden dies getan haben weiß wohl niemand so wirklich. Wie gesagt, es gab keinen internationalen Haftbefehl und Deutschland hat kein Auslieferungsvertrag mit Costa Rica.

Paul Watson wurde am 21 Mai 2012 gegen eine Kaution von 250.000 Euro erst einmal wieder freigelassen. Mit der Auflage sich täglich beim zuständigen Polizeirevier zu melden.
Am 23 Juli 2012 tat er dies nicht mehr. Er hat Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit verlassen.

Warum er diesen Schritt gegangen ist, das weiß noch niemand genau. Aber ich denke er wird seine Gründe haben.

Ein Grund könnte sein das nun auch Japan einen Auslieferungsantrag gestellt hat. Die Wahrscheinlichkeit nicht nach Costa Rica ausgeliefert zu werden war recht groß. Da Deutschland kein Auslieferungsvertrag mit Costa Rica hat und Politische Hintergründe für den Haftbefehl sehr nahe liegen. Doch wenn Japan auch einen Auslieferungsantrag gestellt hat, dann wäre diesem viel eher Stattgegeben worden. Und in Japan ist Paul Watson auch kein gern gesehener Mann. Ich bin überzeugt das er Japan (genauso wie Costa Rica) nicht wieder Lebend verlassen hätte. Wie heißt es, „Wer etwas will, der findet Wege!“.

 

Ich denke juristisch war es mit Sicherheit keine gute Idee. Wer schon einmal vor einer Strafe davongelaufen ist, der weiß das man damit kein Vertrauen schafft. Und eigentlich denke ich das er immer versucht so Gesetzeskonform zu handeln, wie möglich. Er ist kein Terrorist. Meist setzt er sogar einfach nur Gesetze durch, die eigentlich existieren, wo sich nur niemand darum kümmert ob sie eingehalten werden oder nicht.

Ich denke er wird einen guten Grund haben um es sich nun mit der deutschen Justiz zu verscherzen.
Wobei in meinem Kopf noch immer die Frage ist WARUM Deutschland ihn überhaupt verhaftet hat.

Paul Watson (und alle anderen der Sea Shepherd Aktivisten) ist einer der wenigen Menschen auf dieser Erde der sich aktiv und mit großem Erfolg gegen Umweltsünder stellt. Er hat sich eine kleine Flotte aufgebaut, mit Hilfe von Unterstützern und fährt damit rund um den Globus um gegen das Unrecht gegen die Meere zu kämpfen… und ist damit erfolgreicher als die meisten anderen Organisationen (vielleicht der Erfolgreichste)!
Bei den Aktionen bricht er keine größeren Gesetze, es werden keine Waffen eingesetzt die zur Kriegsführung dienen (Wasser, Stinkbomben und Farbe kann man ja nicht wirklich als Waffen bezeichnen).

Und dabei hält er sich auch noch weitgehend an das Gesetz. Er spielt ja kein Schiffe versenken oder tötet Menschen. (Wenn ich mir ansehe wie brutal und ohne schlechtes Gewissen manche Menschen Tiere töten… dann würde ich vielleicht ganz anders handeln.)

Es ist mir absolut unverständlich wie die deutsche Justiz (und nicht zuletzt steht dahinter auch die Regierung) einen solchen Mann verhaften kann. Das Deutschland das engstirnigste Land auf diesem Planeten ist, das wissen wir alle. Aber was bitte ist die Begründung solch einen Mann festzunehmen, wenn sogar Interpol davon abrät dem Haftbefehl von Costa Rica zu folgen, da dieser auf politischen Hintergründen basiert?

Ich hoffe das die deutschen Behörden ihren Fehler einsehen und den Haftbefehl gegen Paul Watson fallen lassen – für immer und trotz seiner Flucht. Denn dieser Mann nimmt etwas in die Hand was eigentlich alle wollen, nur niemand tut.
Er versucht (meist erfolgreich) unsere Natur zu bewahren. Dank Leuten wie ihm haben unsere Nachfahren vielleicht noch die Möglichkeit einen Wal oder Robben oder Delphine (oder oder oder) in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen.
Nicht nur auf Bildern, in Videos oder irgendwelchen Aquarien.

Ich glaube das, wenn niemand (aktiv!) dagegen vorgeht, viele wundervolle Geschöpfe in den nächsten Jahren von unserem Planeten verschwunden sein werden. Und ich rede nicht von „in 50 Jahren“ oder „in 20 Jahren“… ich meine in den nächsten 5 bis 10 Jahren.
Viele davon wahrscheinlich grausam abgeschlachtet… aus Profitgier.

Apropos… wusstest Du das Wal- wie auch Delphinfleisch hochgiftig ist? Scheißegal, wird trotzdem gejagt, getötet und gegessen. Ein Wal bringt bis zu 1 Million Dollar!

Wale sind die größten Kreaturen auf unserem Planeten und für mich die Faszinierendsten.

Die Menschen stellen sich immer größere Armutszeugnisse aus. Ob es nun Deutschland ist oder Japan oder der Rest der Welt.
Mich macht das ganze unendlich traurig und wütend…

Hier noch ein Video zur Sea Shepherd und Paul Watson, für alle die mehr erfahren wollen:

Aussterben ist für immer!

Mein Respekt für alle die Aufstehen und etwas tun! See you hopefully soon.

PS: Falls das jemand von Sea Shepherd liest… Antwortet mir mal bitte auf meine eMail. 🙂

Quellen:

oktopus_handschlag

Was gibts neues? Nicht viel, und bei dir?

Hallo liebes Tagebuch… ach nee, falsche Anrede 🙂
Hallo liebe Leserinnen und Leser – so muss es heißen 🙂

Wieder mal ist einige Zeit vergangen seit ich das letzte mal etwas für die Allgemeinheit geschrieben habe. Also allgemein und nichts was mit Computer, Programmieren oder Tauchen zu tun hat. Aber ehrlich gesagt, es passiert ja nix. Naja, jedenfalls nicht viel.

In den letzten 2-3 Montagen war geschäftsmäßig gar nichts los. Das war wiederum sehr schlecht für meine finanzielle Lage und ich stand vor der ernsthaften  Überlegung meine Zelte hier abzubrechen. Meine Konten waren radikal leer und meine Miete im Rückstand. Als sich dann auch noch der Kühlschrank leerte… wurde es echt eng.
Jeden Tag habe ich mir selbst gesagt „Morgen wird es besser sonst muss ich gehen.“… schließlich stirbt die Hoffnung noch immer zuletzt. Und als der letzte 10 Euro Schein mein Portemonnaie verlassen hatte… war es soweit. Oder?

Nein, in der letzten Minute kam mal wieder die „Rettung“. Ein Kunde, ein Kunde. 🙂 Nur ein kleiner Auftrag, aber besser als nichts. Und dann ging es wieder los wie immer… Monatelang meldet sich kein einziger und dann kommen alle mit einmal. Das soll keineswegs eine Beschwerde sein. Aber wenn es ein wenig mehr verteilt wäre, das wäre super. Kunden scheinen untereinander Vernetzt zu sein (selbst wenn sie sich nicht kennen)… Wenn einer den Gedanken hat „Oh, ich habe was für Gordon zu tun“… dann kriegen all anderen auch diese Nachricht zugeschickt. 🙂

Aber egal, es war wieder arbeit da. Und damit auch ein wenig Geld. Zumindest soviel das ich meine Miete und Rechnungen (hoffentlich) bezahlen kann und ein wenig was im Kühlschrank habe. Auch Tauchen war ich mal wieder… auch wenn ich das Geld lieber für Rechnungen  hätte zurückhalten sollen, wie ich jetzt weiß. Aber auf der anderen Seite… einmal spaß will ich mir auch gönnen. Was wäre das sonst für ein Leben.

Dann „bastele“ ich gerade noch an einem privaten Projekt. Viel möchte ich darüber noch nicht verraten, da ich noch nicht genau weiß wie es weitergeht. Nur soviel das es ein Weltrekordversuch werden könnte.
Im Moment bin ich aber gerade dabei herauszufinden wie schwer es werden könnte und besonders ob ich Gesundheitlich dazu in der Lage bin das zu machen und wie hoch die Risiken sind.
Eigentlich weiß ich noch gar nicht wirklich die Regeln und die Leute von Guinness World Records brauchen 4-6 Wochen für eine Antwort auf meinen Antrag.
Bis jetzt erhalte ich nur Unterstützung von meiner Tauchschule. Der Eigentümer hilft mir sehr, was ich ihm hoch anrechne.
Viele Leute die den Plan kennen sagen mir das ich verrückt und/oder bescheuert bin.
Auch habe ich versucht eine Gemeinnützige Organisation mit ins Boot zu holen, aber bis jetzt ohne Erfolg bzw. ohne Antwort. Von Sponsoren ganz zu schweigen (das wird ein paar Euronen kosten 🙁 ).

Nächste Woche werde ich einen letzten Test machen und wenn der Erfolgreich ist und die Leute von Guinness meinem Antrag stattgeben, dann werde ich es definitiv verfolgen und versuchen. Natürlich werde ich dann hier darüber berichten 😉 Nur kann ich jetzt noch nicht viel zu sagen da ich nicht will das jemand schneller ist als ich 🙂 und natürlich möchte ich auch erst einmal selbst herausfinden ob ich es schaffen könnte, bevor ich große Töne spucke 🙂
Das Video vom 2. Tauchgang:

Wie gesagt, waren wir auch mal wieder Tauchen.

Vor 2 Wochen waren wir im Norden zum Tauchen. Freitagabend hin und Samstag nach dem tauchen wieder zurück. War ein bisschen Chaotisch, wie soll es auch anders sein auf Zypern.

Erst hat ein Freundin mal eben woanders geschlafen als eigentlich geplant, was uns ein wenig in Sorge versetzt hat. Im Norden funktionieren ja auch unsere Handys nicht, wie konnten Sie also nicht erreichen.
Dann sollten wir eigentlich mit dem Boot rausfahren. Das ging aber kaputt. So ging es mit dem Jeep auf Tauchsafari. Auch mal interessant… aber anstrengend Der erste Tauchplatz war ganz am Ende von Zypern, in Karpaz. Niemand vor uns was dort ohne Boot. Wir mussten über Felsen und Steine klettern um zum Einstieg zu kommen. 12 Uhr Mittags, bei über 30 Grad und voller Montur. Das war schon nicht ohne. Und dann mussten wir noch gut 1km schwimmen. Bis zur 2. Insel vor Zypern. Dafür gibt es ein paar interessante Archäologische Dinge dort zu entdecken. Danke ich… da ich kein Archäologe bin, kann ich das nicht mit Sicherheit sagen.

Aber wir vermuten das sich direkt vor Zypern ein versunkenes Dorf befindet. Und an der 2 Insel liegen Unmengen von Amphoren. Einige jedoch in großen Haufen „zusammengebacken“. Das könnte ein Hinweis darauf sein das dort einige Schiffe gesunken sind… vor langer langer Zeit.
Sonst war dort leider nicht viel zu sehen. Wenig Leben. Nur gute Sicht. Das Wasser ist absolut klar dort.

Den 2. Tauchplatz fand ich persönlich interessanter. Er ging entlang der Küste. Unterwegs sollten 3 Höhlen sein. Wir waren kaum unter Wasser als uns auch schon der erste  Stachelrochen umkreiste und uns aus der Distanz begutachtete. Es war das erste mal das ich diese Art jemals gesehen habe. Ich habe schon mal einen in Limassol beim Schnorcheln gesehen, aber es war eine andere Art und der war faul. Dieser hier ist um uns herumgeschwommen. Es sieht wundervoll aus wie sich diese Kreaturen bewegen.
Bald drehte er ab und schwamm von uns weg. In der Entfernung sahen wir das dort ein 2. auf ihn wartete. Natürlich mussten wir ihm folgen um mehr Fotos und Videos zu machen 🙂

Schon nach wenigen Metern sahen wir den nächsten Stachelrochen über den Grund schweben. Wir folgten aber Steilwand an der Küste zur ersten Höhle.
Ich finde Höhlen zwar interessant, doch kriege ich da unter Wasser schon ein wenig Platzangst. Besonders wenn man mit seiner Tauchpartnerin der letzte ist der hinein schwimmt und die vorherigen die Sicht schon gen 0 gebracht haben. Ich habe mich kurz umgesehen, schnell meine Tauchpartnerin verloren und genauso schnell die Höhle wieder verlassen.

Dann ging es weiter zur nächsten. Hier das gleiche Spiel. Allerdings hatte diese Höhle eine Besonderheit. Alle 3 Höhlen steigen innen an. Man schwimmt also Bergauf. Und in dieser ging es in der hinteren linken Ecke wieder bergab und unser Führer meinte das dort unten eine Süßwasserquelle ist. Da die Sicht aber schon wieder scheiße war und mich das sowieso beunruhigt, hab ich mich wieder aus der Höhle verdrückt. Meine Tauchpartnerin wartete auch schon draußen. … Wir sind einfach ein perfektes Team 🙂

Als wir unseren Weg fortsetzen kamen wir an einem weiteren Stachelrochen vorbei. Die anderen haben ihn glatt übersehen. Wir stoppten und beobachteten ihn eine Weile. Den Rochen interessierte das wenig. Er buddelte weiter fleißig sein Loch in den sandigen Boden. Als wir auf 2-3 Meter heran waren, guckte er mal kurz zu uns auf und machte dann sofort weiter. Interessant waren auch die 4 Flundern und 2 Kugelfische um ihn herum. Die warteten wohl auch darauf was der Rochen so ausbuddeln würde.
Leider war die Batterie meiner Kamera so gut wie tot. So konnte ich nur wenige Sekunden dieses wundervollen Moments aufnehmen. 🙁

Stachelrochen sind wirklich interessante Tiere. Und da man hier auf Zypern ja eh nicht die riesen Auswahl an interessanten Tieren hat… spiele ich mit dem Gedanken zum selben Platz noch mal zu gehen. Mit mehr Zeit, voller Kamera und viel spaß 😉
Die Videos die ich noch machen konnte:

Das waren auch die beiden spätesten Tauchgänge die ich jemals gemacht habe. Den 2. Tauchgang beendeten wir ca. um 6 Uhr abends. Danach dann wieder nach Hause fahren. Irgendwann um 11 in der Nacht waren wir wieder in Limassol.

Und dann waren wir letzte Woche mal wieder mit Aloha und dem Boot zum tauchen. Es gibt einen Tauchplatz der heißt „Die Pyramiden“. Das klingt ja schon mal sehr interessant. 🙂 Besonders wenn eine Bekannte einem sagt das es nahe den Ruinen von Amathus sein soll. In Amathus liegen noch alte Ruinen im Wasser, die man wundervoll beim Schnorcheln beobachten kann. 🙂

Also war ich mehr als gespannt auf die Pyramiden. Hatte gleich mal Kairo oder die Maya-Pyramiden im Kopf.

In aller Herrgottsfrühe ging es dann los mit dem Boot. Gut, wir sind noch an Amathus vorbei. Aber vielleicht hatte sich ja meine Bekannte vertan.

Dann ging es ins Wasser. Die Sicht war nicht so der Bringer. Aber immer noch besser als in den meisten Teichen 🙂 Und dann sahen wir auch schon die ersten „Pyramiden“. Und mir wurde sofort klar… Ich habe mir mal wieder vom Namen des Tauchplatzes zu viel versprochen. Es handelt sich bei den Pyramiden um einfach Betonwürfel die zu einer Pyramide übereinander gestapelt wurden. … Super. Naja, zumindest sah es ganz interessant aus und es gab ein paar Fische.

Der zweite Tauchplatz (dessen Namen ich nicht kenne) war da schon ein wenig interessanter. Die Sicht war gut und es gab hier mehr Fische. Manche waren echt neugierig… so sehr das ich ein paar schöne „Gesichtsaufnahmen“ machen konnte (wie im Video zu sehen) 🙂

Dann gab es ein paar kleinere Wracks hier und sogar eine Playstation… mit Kontrollern 🙂 Und irgendwer meinte dort seine Ladung altreifen abladen zu müssen. Gut, hat die Fische gefreut… aber die werden nie vergammeln.
Hier das Video zu den beiden Tauchgängen:

Alles in allem war ich nicht so begeistert von dem Tauchtag. War schon nicht schlecht… aber nichts spektakuläres. Ich will mal was richtig tolles wieder erleben… Unterwasser 🙂 Über Wasser natürlich auch 🙂

Ja, sonst… ahh, Mittwoch hatte ich mal wieder ein Fotoshooting. Eine Bekannte hatte sich ein neues Tattoo auf dem Rücken machen lassen. Da die allgemeine Stammfotografin ständig beschäftigt ist und Sie dringend ein paar Fotos brauchte… erinnerte Sie sich daran das es ja noch den Gordon gibt, der auch ganz passable Bilder macht. Und so erhielt ich einen Anruf.
Naja, wenn mich schon mal jemand nach einem Shooting fragt… dann kann ich auch nicht nein sagen. (Das mit der 2. Wahl habe ich erst später erfahren… zu ihrem Glück 🙂 ).

Und so verabredeten wir uns am Dienstag um 2 Uhr. Es ging zu einer (relativ) einsamen Gegend. Und dann wurde drauf los geknipst 🙂 Mit Menschen fotografieren hab ich es ja nicht so. Aber mit ihr kann man gut Arbeiten und es sind ein paar schöne Bilder dabei rausgekommen.

Weitere Interessenten haben sich dann auch gleich gefunden 🙂 Vielleicht sollte ich auf Fotograf umschwenken… wenn ich da nur mal ein besseres Händchen für Leute fotografieren hätte.

So, und das war es auch schon wieder mit den Neuigkeiten. Es ist wie immer… meist ist einfach nix los. Ein Teufelskreis. Keine Arbeit = Keine Kohle = Nix los. 🙁
Hoffe das ändert sich jetzt mal bald.

Dann sag ich mal bis zum nächsten mal.
Ciao ciao
Gordon

wo_ist_vera_k

Suche nach Vera K. blieb erfolglos. :(

Hallo zusammen,

heute habe ich leider schlechte Nachrichten zu berichten.

Nachdem wir über das Unglück von Vera K. gehört hatten, habe wir uns am Sonntag auf die Suche nach ihr gemacht. Unseren Informationen zufolge ist sie an einem Strand in der Nähe von Paphos verunglückt. Wir hatten sogar (unbestätigte) GPS-Koordinaten.

Also haben wir uns am Sonntag alle auf den Weg nach Paphos gemacht. Ira, Chester, Michael, Alice und ich. Bewaffnet mit Schnorchelausrüstung. In Google Earth noch schnell die Koordinaten eingegeben um zu sehen wo die Stelle ungefähr ist. Es ist ein Strand neben dem letzten Hotel in Paphos. Nahe dem Wasserpark.
Unterwegs ist Alex noch zu uns gestoßen.

Irgendwann gegen 15 Uhr sind wir dann an dem Strand eingetroffen. Er war unerwartet überfüllt. Man kann eigentlich sagen er war knacke voll. Fast so schlimm wie der Nisi-Beach in Ayia Napa. Mir war sofort klar das dies die Suche nicht einfacher machen würde. 🙁 Noch schlimmer waren die ganzen Paddler und Jetskis.

Und zu allem Überfluss bauen die da auch noch gerade Wellenbrecher hin. Am Sonntag hat natürlich niemand gearbeitet. Aber durch die Veränderung war das Wasser entsprechend trübe. Die Sicht am Ufer lag bei wenigen Zentimetern. Nach den Wellenbrechern wurde es klarer und die Sicht stieg auf ca. 20 Meter an.

Die vermutete Position von Vera K. war ungefähr 200 Meter vom Strand. Außerhalb des Schwimmerbereichs. Wir haben das Wasser nach einer Boje abgesucht, die ihre Position markieren könnte. Es gab dort einige Bojen. 2 große weiter Außerhalb und ein paar kleinere näher am Schwimmerbereich.

Vera K.

Wir mussten unsere Suche dann doch abbrechen, da es zu gefährlich war mit den Jetskis. Selbst im Schwimmerbereich sind die Idioten gefahren. Einer kam unweit von mir vorbei um einen Kumpel vom Strand aufzusammeln. Das bemerkte der Rettungsschwimmer (selbst auf einem Jetski) und fuhr zu dem Typen rüber. Dabei verpasste er mich noch knapper. Auch beim Freitauchen wäre ich fast mit 2 Kanufahrern zusammengestoßen, die auf einmal aus dem nichts da waren.

Uns wird leider nichts anderes übrig bleiben als mit einem Boot nach Vera K. zu suchen. Sie muss dort irgendwo in einer Tiefe von 12 Metern liegen und auf uns warten 🙂 Nur die Suche mit einem Boot wieder teurer und im Moment ist Geld absolute Mangelware 🙁
Na mal schauen was sich die nächsten Tage und Wochen ergibt. Die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Dennoch war es schöner Sonntag. Mal nix tun und was neues sehen.

Viele Grüße
Gordon

threestarwrack_header

Tauchen am Three Stars Wrack in Akrotiri / Episkopi Bay

Hallo zusammen,

im Moment komme ich mit schreiben einfach nicht hinterher. 🙁 Deswegen heute nur mal kurz über meinen Tauchgang am vergangenen Sonntag.

Ich habe vor kurzem durch einen Glücklichen Zufall günstig meine Taucherausrüstung komplettieren können. Nun habe ich alles und bin frei 🙂 Jetzt kann ich Tauchen gehen wann immer ich will 🙂
Aber allein soll man ja nicht. Deswegen bin ich immer noch an einen Buddy gebunden (meist jedenfalls).

Durch einen anderen Zufall habe ich letztens einen anderen Taucher kennengelernt der das Wrack in Akrotiri kennt. Das suchen wir in den letzten Tagen schon verzweifelt auf den Karten von Google Earth. Niemand schien genau zu wissen wo es ist.
Es gibt eines direkt am Strand. Aber das ist zu flach um es zu betauchen. Es gibt jedoch noch ein weiteres in 7 Meter Tiefe. Die Leute im Tauchshop meinten das dass andere ein Teilstück von dem am Strand ist und genau dort sich auch unter Wasser befindet. Ich war schon drauf und dran dort einfach ins Wasser zu springen und danach zu suchen. Mal gut das ich es nicht getan habe. Das andere Wrack ist gut einen Kilometer weiter südlich. Da hätte ich mich dumm und dusselig gesucht und wahrscheinlich nix gesehen.

Es gibt auch große Verwirrung zwischen den Wracks. Manche sagen beide sind eigentlich ein Wrack (aufgrund der Entfernung unwahrscheinlich). Manche vertauschen gern die Namen und überhaupt weiß keiner eigentlich genau was. Zum Glück habe ich eine gute Webseite gefunden in der viele Wracks gelistet sind (http://www.wrecksite.eu). Und in der sind beide Wracks verzeichnet. Daher habe ich die Informationen und hoffe das die wenigstens stimmen (obwohl ich bei der Geschichte nicht sicher bin, dazu mehr weiter unten).

Zum Glück traf ich halt diesen Taucher und er wusste wo es war. Er hat mir und Alice sogar angeboten mit uns dort am Sonntag tauchen zu gehen. Da konnten wir einfach nicht Nein sagen. Auch mein Buddy Ira hatte Zeit und kam mit (was mich immer wieder freut wenn mein Buddy mit mir Taucht… wir sind einfach das beste Team).

Und so ging es am Sonntag morgen los. Halb 9 war treffen beim Tauchshop. Alles in das Auto gepackt und dann noch Ira von Kolossi eingesammelt.
Der Weg zum Wrack der SS Three Stars führt quer durch die Walachei. Nur Feld- und Ackerwege. Gut das Grzegorz ein großes Auto hat. Irgendwann haben wir dann den kleinen Fischerhafen mitten im Nirgendwo an der Westküste der Akrotirihalbinsel erreicht. Hier war schon gut was los. Ein paar Fischer und andere Leute mit kleinen Schlauchbooten.

Das Wrack kann man vom Strand aus sehen. Es ragt teilweise aus dem Wasser raus, da es dort nur 6-7 Meter tief ist. Allerdings muss man auch 250-300 Meter schwimmen bis man es erreicht. Wir haben uns für Schnorcheln entschieden und sind erst 50 Meter vor dem Wrack abgetaucht.

Das Wrack der SS Three StarsTrotz der geringen Wassertiefe ist es schon beeindruckend wenn man es erreicht.
Die offizielle Story die man im Internet findet ist das die SS Three Stars Feuer gefangen hat und in der Episkopi Bay ausgebrannt und gestrandet ist.
Wenn ich mir das Wrack aber anschaue, dann sieht es eher so aus als wäre es Zerbombt worden. Das Schiff wurde förmlich zerrissen und liegt dort in Trümmern. Die Wände sind eingerissen und zerrissen. Die Eingeweide liegen überall zerstreut herum. Teilweise kann man nicht einmal wirklich erkennen welches Teil mal wohin gehörte.
Das war definitiv nicht nur ein Brand. Vielleicht wurde es, nachdem es als Totalverlust erklärt wurde, von der Army noch für Zielübungen genutzt. Wer weis. Die wahren und kompletten Geschichten sind immer schwer zu finden.
Schau Dir einfach unten mal das Video an, dann siehst Du was ich meine.

Unsere Tauchzeit betrug (ohne Weg zum Wrack und zurück zum Strand) genau 60 Minuten. Ich bin mit einem 18 Liter Tank (ja, so ein riesiges Baby hab ich jetzt 🙂 ) an den Start gegangen. Anfangsdruck lag bei ca. 180 Bar und beendet habe ich den Tauchgang mit 100 Bar. Wassertemperatur lag bei kuscheligen 24 Grad und eine Sichtweite von ca. 10 Metern. Die Sicht war nicht so toll. Schlecht für’s Filmen. Der Untergrund ist eine Sand/Schlamm Mischung welche die Sicht ganz schnell verschlechtern lässt, wenn man nicht aufpasst.

Ansonsten ist der Tauchgang sehr easy und ich bin drauf und dran noch mal hinzufahren und bessere Videos zu machen. 🙂 Vielleicht sogar eine richtige kleine Dokumentation darüber 🙂 Mal schauen

Cape Greco / Zypern

Tauchen am Cape Greco – The canyon und The caves

Hallo zusammen,

am vergangenen Sonntag waren wir mal wieder Tauchen. 🙂 Ein Luxus den ich mir im Moment eigentlich nicht wirklich gönnen kann. Aber was will man machen… nur dumm zu Hause rumsitzen bringt es ja auch nicht. Und dieses Jahr hatten wir uns eigentlich geschworen endlich mal wieder richtig Tauchen zu gehen.

Also ging es mit unserem Tauchshop des Vertrauens (Aloha Divers Limassol) auf ein kleines Abenteuer. Diesmal mit dem PickUp in die Walachei. Gut das es ein PickUp war… das letzte ende zum ersten Tauchspot war echt OffRoad. 🙂

Der Plan war das wir zum Cape Greco (noch hinter Ayia Napa) fahren und zu den Tauchplätzen „The canyon“ und „The caves“ fahren. Von den Höhlen (Caves) habe ich ja schon viel gehört gehabt. Alle haben geschwärmt wie schön es da ist. … Ich wahr ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht. Wahrscheinlich weil es alle so schön geredet haben das ich sonst was erwartet habe.

Naja, toll war es trotzdem… und sehr Abenteuerlich (insbesondere die Einstiege 🙂 ). Aber seht selbst. Es gibt natürlich ein Video.

Apropo Video… da muss ich sowieso noch einige Tauchgänge machen. Die GoPro hat ja keinen Sucher oder ein Display. Man filmt blind … und das kann ich noch nicht wirklich. Gerade bei der ersten Höhle hab ich die Kamera zu hoch gehalten 🙁 Aber die Übung macht ja den Meister 😉
Auch der Videoschnitt lässt noch zu wünschen übrig. … Ich hoffe es wird euch trotzdem nicht langweilig.

oktopus

Ein Oktopus der sich als Stein tarnt

Hallo zusammen,

gestern war ich mal wieder Schnorcheln. Natürlich war meine neue Kamera dabei 🙂 Hatte mir ja vor kurzem eine neue Unterwasserkamera (die GoPro Hero 2) gekauft. Ist eigentlich eine Aktionkamera (also für Aktionsportler). Aber auch für Taucher sehr interessant. Nach einer Linsenmodifikation (mit dem Blurfix Kit) macht sie nun auch unter Wasser schöne scharfe HD-Aufnahmen.
Nur an das Aufnehmen selbst muss ich mich noch gewöhnen. Es gibt keinen Sucher und kein Display. Alles nach Gefühl und Erfahrung. … Und wenn ich dann mal was tolles sehe, dann bin ich so aufgeregt und auf das „tolle Ding“ fixiert, das ich die Kamera vergesse 🙂 😀

Aber gestern konnte ich die erste schöne Aufnahme damit machen. Als ich so dahinschnorchelte kam mir auf einmal ein Stein seltsam vor. Sah irgendwie komisch aus. Und dann sah ich das da etwas dran war, was da eigentlich nicht hingehörte.

Ein Oktopus hatte sich an den Stein geklammert und versuchte sich als solcher zu tarnen. Das schien nach seiner Auffassung auch zu funktionieren… bis ich dann auf einen Meter ran war (leider startet das Video erst kurz davor). Dann schien es ihm doch zu hieß zu werden… das seine Tarnung vielleicht doch aufgeflogen ist 🙂 🙂
Und so löste er sich dann langsam von Stein und flüchtete unter eine Nahegelegene Tonne.

Der Oktopus war bis jetzt der 2. Größte den ich hier gesehen habe. War schon sehr beeindruckend.

Ich hoffe bald mal woanders hin fliegen zu können… wo es noch mehr Unterwasserleben zu entdecken und aufzunehmen gibt. Hier findet man nur 1-2 mal in der Woche etwas interessanteres. 🙁 Vielleicht Ägypten oder so. Ist ja nicht so weit. … Wenn mal das Geld da ist.

Nun aber erst einmal zu diesem Fundstückchen… 🙂

Ach ja, eins noch vorher: Unsere Natur ist wunderbar. Helft mit sie zu schützen und zu bewahren!

geburtstag

Mein 31. Geburtstag

Hallo zusammen,

mein Geburtstag ist zwar schon ein paar Tage her. Trotzdem möchte ich noch etwas darüber schreiben.

Mein Geburtstag viel zwar auf einen Montag. Aber hier auf Zypern war es der Ostermontag. Das heißt das noch alle frei hatten, aber dennoch zumindest einige Lokale wieder offen waren. Ostersonntag war ja alles zu.

Ira hatte mir ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht. Sie hat mich zum Tauchen eingeladen. Natürlich zur Zenobia. Der gesunkenen RoRo-Fähre in Larnaka.

Somit fing mein Geburtstag sehr früh an. Um 7 um genau zu sein. Eine absolut Unchristliche Zeit für mich. Aber irgendwie habe ich es geschafft. Nicht zuletzt mit Ira’s Weckanruf. 🙂

Da ich schon Tags vorher Tauchen war und noch alles im Auto hatte, musste ich erst einmal zum Tauchshop und alles ausladen. Dann wieder nach Hause und Auto wegbringen und dann zu Fuß wieder zum Tauchshop.

Ira hat mich unterwegs noch eingesammelt und dann sind wir zusammen zum Shop. Dort war Anton auch gerade angekommen. Alles auf den PickUp und ab nach Larnaka.

Hier ging es dann zum kleinen Hafen und die Ausrüstung auf das Boot gebracht. Auto geparkt und schon ging es auch los mit dem Katamaran in Richtung Boje. Der einzige Hinweis an der Oberfläche dass dort etwas ist. Die Boje wird von den Tauchbooten auch zum anlegen genutzt. Man braucht nur wenige Minuten bis dort hin. Gerade ist man fertig mit dem Umziehen, schon heißt es „Ab ins Wasser“.

Wir hatten natürlich wieder warmes Wasser dabei, um  den Anzug schon vorher zu fluten und nicht gleich das kalte Wasser in den Anzug zu bekommen. Socken und Unterhemd hatte ich diesmal allerdings vergessen. 🙁 Nun gut, das Wasser hatte hier ein paar wenige Grad mehr. Nur nicht sooo viel. Aber egal. Es ging dann hinunter in 30 Meter tiefe zur Zenobia.

Diesmal kamen wir an einem anderen Punkt raus. Direkt am Heck. Wir sind noch schnell über die Seite geschwommen und sind dann auch direkt zum Parkdeck gekommen. Schon der Blick über die Rehling ist berauschend. Man blickt von 18 Metern hinunter auf über 30 Meter und sieht dort die LKWs in der Tiefe liegen. Als erstes realisiert man die Reifen… dann das es sich um komplette LKWs handelt.

Wir sind dann auch weiter runter gegangen und dabei langsam weiter nach vorn zum Bug. Bis zu einer Lucke die uns einlass in das riesige Wrack gewährt hat. Nun wurde es dunkel und eng. Man verliert sehr schnell ein wenig die Orientierung und fühlt sich ein wenig komisch 🙂 Besonders das dass Wrack auf der Seite liegt ist ein wenig komisch. Man schwimmt ja quer zur eigentlichen Richtung. Aber man hat wenig zeit darüber nachzudenken. Viel mehr muss man darauf aufpassen den Vordermann nicht aus den Augen zu verlieren und nirgends gegen zu stoßen.

Es ging hoch und runter… durch Trümmer und Löcher in den Stahlträgern. Zwischendurch schien mal das Licht durch die – noch intakten – Fenster. Die nun – wegen Seitenlage – oben sind, statt an der Seite.

Das imposanteste war der letzte Raum. Ich vermute mal das es mal der Versammlungsraum oder der Speise“saal“ war. Er ist zumindest sehr groß. Spätestens hier erkennt man das etwas komisch ist. Den der Raum geht ja nun nicht mehr in die breite, sondern in die Tiefe. Das ist sehr beeindruckend und surreal.

Durch eine Lucke direkt auf der anderen Seite des Raumes geht es wieder nach draußen. Kaum ist man aus dem Loch heraus geschwommen schaut man gleich wieder 15-20 Meter hinunter. Für einen kurzen Moment hat man Angst hinunterzufallen… aber man fällt nicht, man fliegt einfach in der Höhe weiter. Das ist Faszination Tauchen pur.

Wir sind dann noch kurz runter auf 34 Meter tiefe. Aber nur kurz, unsere Zeit war fast abgelaufen. Also wieder hoch und den gleichen Weg wieder zurück. Noch einen Deko-Stop und schon war der schöne Tauchgang zu ende. Und es gab diesen Tag auch keinen 2. mehr, da ja Ostern war. Der Kapitän des Bootes machte nur eine Runde an dem Tag. Gut, zum ende des Tauchgangs war mir auch mächtig kalt und teilweise fand ich einen Tauchgang auch genug… aber… na ja. 🙂

Dann ging es wieder zurück nach Limassol. Das ganze gerödel waschen, noch einen leckeren Tee und einen Kaffee und schon ging es wieder nach Hause.

Zu Hause angekommen musste ich erst einmal unter die Dusche. Mich und den Rest der Ausrüstung waschen. Dann nach Hause telefonieren und dann erst einmal entspannen. 🙂

Abends ging es dann noch mit meinen Freunden – auf ein Bier – erst in das Restaurant am Strand und zu späterer Stunde dann in die nahegelegene Bar.

Ein sehr schöner Tag. Danke allen Beteiligten und besonders meinem Buddy Ira für das schöne Geburtstagsgeschenk. (Alle anderen waren natürlich auch schön! 😉 )

Beim bearbeiten des Tauchvideos später ist mir die Idee gekommen da vielleicht einen kleinen Film oder eine Reportage zur Zenobia zu machen. Ich arbeite noch am Konzept… unten schon mal ein kleiner Trailer, wie es aussehen könnte 🙂

Liebe Grüße
Gordon

Diving in the dam

Die Videos zum Tauchgang im Dam – Unbedingt ansehen! :)

Hallo.

Ich hatte ja vor ein paar Tagen schon von unserem Tauchgang im Kouris Dam geschrieben. Das Video dauert ja immer ein wenig länger. Hier ist es nun endlich 🙂

Schaut es euch an. Ich habe mir so viel Mühe gegeben 🙂

Wer sich über die Irische Musik wundert… es war ja schließlich St. Patricks Day… ein Irischer Feiertag und wir hatten ja auch passend die Hüte auf. Also durfte Irische Musik nicht fehlen 😉

Ira hat ein eigenes Video hochgeladen. Deswegen sind unten 2. Sind aber beide vom selben Tauchgang mit ungefähr den gleichen Inhalten.

Und nun viel Spaß.

Und Iras Videos

Diving in the Kouris dam

Geilster Tauchgang ever – Kouris Staudamm / Zypern

Hallo zusammen,

diesmal könnte ich wieder einen Roman schreiben. Also holt euch schon mal einen Kaffee 🙂

Die Kirche am Green Monday

Wo soll ich anfangen? Eigentlich begann alles vor 2 Wochen. Ich hatte ja darüber geschrieben das wir am „Green Monday“ in Alassa waren (siehe Schnorcheln im Damm). Hier steht eine Kirche sehr nahe am Damm. Oder besser gesagt mittlerweile im Damm. Denn der ist aktuell fast Randvoll und die Kirche steht „leider“ im Stauseegebiet. Vor 2 Wochen ging ihr das Wasser bis zur halben Türhöhe.

Die Kirche 2 Wochen vorher

Daraufhin beschlossen wir dann 2 Wochenenden zurück mit einem Boot hineinzupaddeln und Fotos zu machen. Als wir ankamen war die Tür schon komplett unter Wasser. So sind die Mädels mit dem Schlauchboot drumherum gepaddelt und ich war kurz schwimmen.
Nach diesem Erlebnis lag die Idee nahe noch ein bisschen zu warten und dann dort richtig tauchen zu gehen.

Gesagt… gewartet.

Die Kirche 1 Woche vorher

Letztes Wochenende war ich alleine da, um mal zu schauen. Die Kirche war da schon bis zum Dach abgesoffen. Ein anderer Fotograf (die tummeln sich da gerade zu Hauf) erzählte mir das dies der Maximale Pegel sei, da der Damm schon überläuft. 🙁 Mist aber auch. Na besser als nichts.

In der Woche wurde ich dann doch neugierig und bin mit Ira zum Damm gefahren. Von wegen voll… da war, zu dem Zeitpunkt, noch über einen Meter Luft. Also standen die Chancen doch gut das die Kirche komplett unter Wasser sein könnte (außer Glockenturm natürlich). Zumal ich dann im Internet Fotos fand wo nur noch der Glockenturm aus dem Wasser ragte.

Doch irgendwie reichte uns die Idee nicht, einfach nur dort Tauchen zu gehen. Wobei das alleine schon spektakulär wäre. Denn ich finde im Internet keine Berichte in denen jemand davon berichtet wie er in einem Damm in Zypern tauchen geht. Wir würden also vielleicht die ersten sein. Und dann noch in der untergegangenen Agios Nicolaos Kirche.
Also wurde weiter gesponnen. Ich hatte die Idee in der Kirche eine „Kerze“ zu zünden. Macht man ja so 🙂 Als wir bemerkten das der Tag X auf den 17. März fallen würde (St. Patricks Day), wurden wilde Hutpläne gemacht. Alice hatte die Idee auf ein bisschen Voodoo. … Es wurde immer Lustiger. 🙂

Wer auf ein bisschen Geschichte steht, für den habe ich eine. 🙂
Alassa ist ein Dorf in Zypern. Die Agios Nicolaos Kirche wurde 1929 gebaut und 1960 restauriert. 1968 beschloss man einen Damm zu bauen der 3 Flüsse stauen sollte. Leider war Alassa mitten im Überflutungsgebiet und musste damit auf einen nahen Berg verlegt werden. Das komplette Dorf wurde umgezogen.
1988 war der Damm endlich fertig. Das erste mal übergelaufen ist er im Jahr 2004. Dieses Jahr könnte es das nächste mal passieren. Was wiederum ein weiterer Faktor dafür ist warum unser Tauchgang so speziell werden würde.
Das einzige was vom alten Alassa übrig blieb ist die Kirche.

Soweit, sogut.

Die Wassertemperatur beträgt 12 Grad Celsius!!! 🙂 Wie kalt das ist konnte ich beim Schwimmen feststellen. Und so war uns klar das es kein langer Tauchgang werden würde. Rein, runter, umgucken, hoch und raus.
Unsere Vorbereitungszeit betrug eine Woche. Damit ist das wohl die längste Vorbereitungszeit für einen Tauchgang von geplanten 10-15 Minuten. Der Hammer. Aber wir wussten es würde sich lohnen. So ein interessanter und spezieller Tauchgang. So viele neue Erfahrungen. Tauchen an einem Spot der normalerweise Furztrocken ist und nur alle 10 Jahre unter Wasser steht. Dazu eine Kirche mittendrin (ok, um die ging es ja). Es gibt keine Anzeichen im Internet das schon jemals jemand im Damm Gerätetauchen war… wir könnten die ersten sein. Dazu wäre es unser erster Frischwassertauchgang (ist ein Unterschied zum Salzwassertauchen). Schlechte Sicht und kaltes Wasser. Auch das wäre neu. Dazu tauchen mit Buddy-Leine.
Also eine Vielzahl von neuen Erlebnissen und Erfahrungen sammeln. Das machte uns 3 die ganze Woche hibbelig 🙂

Wasserdichte Kerze :)

Meine persönliche Aufgabe war gar nicht so einfach zu lösen. Wie soll man eine Kerze unter Wasser anzünden? Geht natürlich nicht. Dann kamen wir auf Bengalisches Feuer. Doch das ist schwer zu kriegen. Dann… die ultimative Idee. Elektronische Kerzen. Die könnte man in eine Plastiktüte packen und damit wären sie Wasserdicht.
Ich habe welche auf dem Flohmarkt gefunden. Die letzten beiden. Reicht ja.
Am Strand ein paar Steine gefunden – damit sie auch unten bleiben – und dann wurde alles verklebt und ausprobiert. Funktioniert! 🙂 Man muss sich nur zu helfen wissen 🙂 Damit war der Teil erledigt.

Und dann kam der Tag näher. Freitag Abend waren wir bei Ira verabredet. Glühwein kochen (meine Aufgabe natürlich 🙂 ). Der sollte uns danach wieder aufwärmen. Es wurde nicht mit dem „Schuss“ gegeizt 🙂 Dann wurden die „St. Patricks Day“ Hüte präpariert, damit sie nicht vom Kopf rutschen konnten.
Natürlich wurde auch schon ein wenig am Glühwein genascht 🙂 Und der Tagesablauf geplant. 11 Uhr treffen bei mir, da der Tauchshop bei mir um die Ecke ist.

Wer hat verpennt? Natürlich ich 🙁 Glühwein und erst um 3 ins Bett gehen ist echt nicht so gut. Aber bis um 11 hatte ich alles soweit in Sack und Tüten. Ira und Alice waren schon vor der Zeit da und warteten… auf mich natürlich…
Noch schnell warmes Wasser in Flaschen und Kanister abgefüllt, damit wir vorher den Anzug schon mit warmem Wasser füllen konnten und zum abduschen hinterher. Und dann konnte es endlich losgehen.

Erster Stop: Aloha Tauchshop
Hier haben Ira und ich schon unsere Tauchscheine gemacht und wir kennen zumindest einen der Leute. Der Besitzer hat über Winter gewechselt. Aber Anton ist immer noch da. Wir haben in der Woche schon mit ihm gesprochen und er wollte alles vorbereiten. … Hat er aber irgendwie vergessen. Anton war mit einem Schüler zum Tauchen und die Dame im Shop wusste von nix. Geht ja gut los.

Sie war dann aber so freundlich und hat uns alles zusammengepackt. Wir also alles rausgesucht was wir brauchten. BCD, Regulator, Gewichte und Flaschen. Wir wollten schon die Flaschen ins Auto bringen als die Dame meinte „Oh warte, wir checken mal lieber noch mal den Druck“. Ok, why not.
Also das Gerät an die erste Flasche gehängt… *pppffffffffffff*… Ist wohl kein O-Ring drin. … Nee, die komplette Ventilschraube für unsere 1-Stufe war nicht drin. Mal gut das sie das checken wollte. Wir hätten die Pulle so mitgenommen… noch halb am pennen. Also 3 korrekte Flaschen eingepackt.
Und dann aber endlich ab.

Als ich gerade los wollte kam Anton mit dem Schüler zurück und gleich auf mich los. Geguckt was wir eingepackt hatten. … „Nee, das geht nicht. Das ist kein Zeug was wir ausleihen.“ … Wie jetzt? Wir haben keine Zeit! … Das bemerkte er wohl und meinte dann „Ok, fahr. Aber bringt das Zeug heil wieder und das mir keiner Absäuft!“ … Ja danke, hatten wir nicht vor 🙂
Nun aber… es ging endlich los.

Die Kirche am Tauchtag

An der Kirche in Alassa angekommen erwartete uns eine kleine Überraschung. Der Wasserpegel war wirklich noch einmal ein gutes Stück angestiegen (ca. 1,5 Meter). Aber das Dach der Kirche schaute immer noch aus dem Wasser raus. Und sehr schief. Wie das? War das schon immer so schief? … Keine Ahnung. Konnten wir uns noch keinen Reim drauf machen. Viel mehr störte uns der ekelig kalte Wind. Die Sonne war zwar da, aber der Wind war richtig kalt. Selbst mit Pullover haben wir ein wenig gefroren… und dann sollen wir da ins Wasser und was wenn wir wieder raus kommen? Das Wasser hat auch nur 12 Grad.
Fragen über Fragen. Zweifel über Zweifel.

Zudem hatte der Tauchshopbesitzer Ira unterwegs angerufen. Wir haben wohl einen Lungenautomaten mitgenommen der eigentlich zu Wartung sollte und keine Mundstücke hatte.
Und siehe da, ja, hatten wir 🙁 Klasse. Wird ja immer besser.
Die einzige Lösung… jetzt werden uns alle Taucher verhauen… war ein Mundstück mit einem anderen Auszutauschen. Zum Glück gibt es heutzutage immer 2 2. Stufen und damit 2 Mundstücke an einem Set. Jetzt hatten wir 2 Sets mit je einem Mundstück. Was aber nicht weiter tragisch war da unser Tauchgang maximal 5-6 Meter tief sein würde und einer noch immer einen funktionieren Oktopus mitführte.

So rauchte ich erst einmal eine und dann noch eine … und dann beschlossen wir: Da wir schon mal da sind… 🙂

Und so ging es los. Tauchzeug aufrödeln, testen und rein in den warmen Tauchanzug. Natürlich nicht zu vergessen das schöne Feinrippunterhemd, den Rolli und die dicken Socken. Ein guter Tipp den Ich aus einem Taucherforum bekommen habe. Nicht das die direkt warm halten – wir waren schließlich im Nasstauchanzug – aber die verhindern den Wasserdurchfluss. Somit steht das Wasser, das der Körper aufgewärmt hat, besser im Anzug und es rutscht nicht so schnell kaltes Wasser nach.
Zwischendurch immer mal wieder in Foto hier und ein Foto da… und letztendlich waren wir dann endlich soweit. Bis auf… wo sind meine geilen Unterwasserkerzen? Wo sind sie nur?… Zu Hause… klasse 🙁 Vergessen 🙁
Ok, egal.

Das mitgebrachte, warme, Wasser noch schnell in die Anzüge gekippt… huiii… schön warm 🙂 Und endlich ging es los.

Die Kirche war ca. 100 Meter entfernt. Der Weg dorthin überschwemmte Wiese und Wege. Die Sicht am „Ufer“ = 0. So mussten wir uns die ersten Meter ertasten. Da es rasch tiefer wurde, konnten wir auch bald schwimmen. Das Wasser füllte langsam den Tauchanzug und es war … KALT!! 🙂

Nach 3-4 Minuten schwimmen erreichten wir die Kirche von der Seite, direkt am Eingang (sie hat 3). Kurzer Checkup und es ging in die „tiefe“. 🙂
War das geil. Total anders als im Meer. Kein Kristallklares bzw. blaues Wasser in dem man 30-40 Meter weit gucken kann. Hier befanden wir uns in einer grünen Brühe mit einer Sichtweite von ca. 4-5 Metern.

Ich in der grünen Suppe

Die anderen waren nur noch schwarze Silhouetten inmitten von grüner Soße. Und wer das jetzt abstoßend findet… der weiß nicht was ich meine 🙂 Ich fand das geil. Mal was anderes, was neues.

Die Kirche lag nun direkt vor uns. Unter Wasser… so wie wir. Es konnte losgehen. Auch das Wasser im Taucheranzug hatte sich nun aufgewärmt und es war relativ warm, bis auf das Gesicht.

Wir haben die Kirche „betreten“… einer nach dem anderen hat sich durch das Tor gleiten lassen. Wobei eines schnell klar wurde… aufpassen was man mit den Flossen macht. Ein paar falsche Bewegungen und die Sicht wurde schlagartig schlechter. Auf dem Boden und besonders den Pflanzen hatten sich viele Schwebeteilchen abgesetzt. Ein Flossenschlag und man wühlte sie wieder auf.

Natürlich haben wir uns erst einmal ausgiebig in der Kirche umgesehen. Das ist absoluter Wahnsinn… in einer Kirche tauchen… hätte auch ein anderes Gebäude sein können. Total genial.

Das gelöste Kirchendach

Uns wurde auch schnell klar warum das Dach noch aus dem Wasser schaute. Eine Seite des Daches hatte sich von der Außenwand gelöst und schwamm an der Oberfläche (Holzbalkenkonstruktion). Auf der anderen Seite waren noch einige Dachziegel auf dem Dach, was es wohl daran hinderte komplett wegzuschwimmen.
Wir mussten also ein wenig vorsichtig sein. Auch da das Dach beim Lösen wohl einige Löcher in den Giebel gerissen hat.

Die Kirche selbst ist von innen leer. Es ist nichts mehr übrig geblieben. Ein paar Dachziegel und ein wenig Schutt lag rum. Sonst war nichts mehr zu entdecken.

Baum unter Wasser

Wir haben sie dann durch den Hinterausgang wieder verlassen und schwammen von außen hinter das Gebäude. Hier stehen 4 große Bäume, die teilweise noch aus dem Wasser ragen. Zudem die Umrandungsmauer des Geländes, die direkt hinter den Bäumen verläuft.
Das war genauso klasse (sorry, es war alles klasse 🙂 )… Bäume unter Wasser. Das ist sowas von Surreal. Und genau das machte es so interessant. Noch vor Tagen war das alles Trocken. Die grüne Wiese, bunte Blumen, eine Kirche in der Landschaft… und jetzt Tauchen wir hier und alles ist unter Wasser.

Und auf einmal bewegte sich sogar etwas im Baum… ein Vogel konnte es ja schlecht sein 🙂 Nein… Fische „fliegen“ jetzt durch die Äste des Baumes. Und ich glaube die haben dümmer geguckt als sie uns sahen als wir 🙂 Zumindest regten sie sich erst einmal nicht weiter und guckten uns dumm an. Wir taten das gleiche. … Und dann schwammen sie ganz gemütlich an uns vorbei. Genial.

Pause auf der Mauer

Wir umrundeten die Kirche und versuchten dabei in alle Winkel und ecken zu schauen. Um ja nichts zu verpassen 🙂 Leider gab es nicht wirklich viel zu entdecken. Weiter als zur Geländemauer sind wir nicht. Ein kleines Klohäuschen steht noch hinter der Kirche, in dem es sogar noch eine (kaputte) Kloschüssel gibt.

Nach der ersten Runde wieder vor der Kirche angekommen, beschlossen wir das es uns noch gut geht und keinem kalt ist. So machten wir noch eine Runde ringsherum.
Als wir zum 2. mal wieder vor der Tür standen… wurde es doch langsam frisch und wir beschlossen den Heimweg anzutreten.

Das Gefühl als wir wieder aus dem Wasser kamen war unbeschreiblich. Total geil einfach! 🙂
Wir hatten es getan. Trotz 12 Grad Wassertemperatur haben wir uns getraut und sogar die Zeit „überzogen“. Maximal 15 Minuten hatten wir geschätzt. Die reine Tauchzeit lag bei 25 Minuten. Plus hin- und zurück Schwimmen. Also waren wir ca. 30 Minuten im Wasser.
Wir haben uns tapfer im Frischwasser und bei schlechter Sicht geschlagen. Und wir hatten einen Atemberaubenden Tauchgang wo wahrscheinlich noch niemand zuvor Tauchen war. Das nenne ich absolut gelungen. Sowas könnten wir gern öfter machen. Lass die Touris schön im Meer planschen und wir entdecken lieber 🙂

Glühwein zum Aufwärmen

Bei uns musste es jetzt schnell gehen. Alles wieder auseinander rödeln und dann schnell raus aus den Nassen Klamotten und rein in die warmen und trockenen… und natürlich einen Glühwein einschenken. Der darf bei sowas nicht fehlen! 😉 Außerdem braucht man ja was mit dem man auf den Erfolg anstoßen kann. Also zweifach sehr sehr nützlich 🙂

Und dann ging es auch schon wieder zurück nach Hause. Klamotten im Tauchshop abgegeben und dann haben sich unsere Wege getrennt… bis zum Abendlichen Zelebrieren im Pub 🙂

Happy St. Partricks Day 2012

Abschließend muss ich noch einmal betonen: Trotz aller Schwierigkeiten und des kalten Wassers und Wetters war das der geilste Tauchgang den ich bis jetzt hatte. Vielleicht wird er es sogar bleiben. Keine Ahnung was noch so kommt… aber das wird schwer zu toppen sein. Die Location, die Umstände, die Tauchpartner natürlich 🙂 und die gewonnen Erfahrungen. Von den unperfekten dingen mal abgesehen, war alles perfekt!

So, habe Roman fertig. Jetzt noch ein paar Bilder und das Video braucht leider noch ein wenig. Wir hatten 2 Kameras mit (Natürlich! 🙂 ). Das Schneiden wird wohl noch ein paar Tage brauchen. Aber lasst es euch nicht entgehen. Ein Video sagt mehr als 1.000 Bilder und mehr als 1.000.000 Worte.
Update: Hier ist unser Tauchvideo

Liebe Grüße
Gordon

PS: Fotos von Ira, Alice und mir. Video von Ira und mir.