Guten Morgen kleiner Sepia (Tintenfisch)

Hallo,

heute mal wieder etwas tierisches. :) Ich habe gerade gesehen das ich schon mal über die Sepien geschrieben habe (damals noch als “natürlichen Torpedo“).
Sepien sind eine Unterfamilie der Tintenfische und ich sehe sie des Öfteren wenn ich Schnorcheln gehe.

Es sind sehr putzige kleine Burschen :) Sie leben in Bodennähe und vergraben sich halb, wenn sie schlafen. Auch sind sie Meister in der Tarnung (achte im Film mal auf die Farbänderungen). Dadurch nur eher schwer zu finden. Am besten finde ich sie wenn sie im Sand schlafen. (Mehr Informationen zu Sepien auf Wikipedia.)

Da ich jetzt ein kleines Stativ an meiner Unterwasserkamera habe, konnte ich letztens ein süßes Video aufnehmen. Ich konnte die Kamera direkt vor einem schlafenden Sepia positionieren (ohne das er es merkte) und ihn beim Aufwachen filmen. Total süß! :)

Danach habe ich ihn noch ein bisschen geärgert und bin ihm – soweit meine Luft reichte – gefolgt. Ich glaube er fand das nicht so toll… direkt nach dem Aufwachen schon von einem Monster verfolgt zu werden :) Aber dafür hat er eine gute Figur gemacht und ich bin teilweise recht nah rangekommen.

Schaut euch das Video mal an. So nah kommt man sicher nur selten an einen Sepia heran. Viel Spaß.

PS: Wenn es euch gefällt, dann würde ich mich über einen Klick auf “Like” oder einen Link zur Seite sehr freuen ;)

Sea Shepherds Paul Watson – Ein Öko-Terrorist?

Hallo,

Paul Watson

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watson)

heute mal ein paar News die auch neu sind. Denn gerade ist es groß in allen Medien das Paul Watson, der Kopf und Gründer der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd (zu Deutsch: Meeresbeschützer), verschwunden bzw. aus Deutschland geflohen ist. Er wurde am 13. Mai 2012 in Frankfurt (Deutschland) verhaftet, aufgrund eines Haftbefehls in Costa Rica und sollte dorthin ausgeliefert werden. Doch über die Auslieferung sollte erst noch das Oberlandesgericht Frankfurt am Main entscheiden.

Paul Watson wurde in der Zwischenzeit auf Kaution von 250.000 Euro  und mit Auflagen (natürlich) freigelassen und sollte auf seinen Prozess warten. Am 23 Juli 2012 wartete die Polizei vergeblich auf Paul Watson, der sich jeden Tag bei ihnen melden sollte.

Mittlerweile hat sein Anwalt den Behörden mitgeteilt das er, mit unbekanntem Ziel, das Land verlassen hat.

Wie ich gerade gelesen habe gab es mittlerweile auch einen Auslieferungsantrag von Japan.

Soweit was man in den Nachrichten erfahren kann.  Natürlich wird dazu auch noch die ein oder andere weitere Information dazu gegeben.

Hier möchte ich auch mal ein paar Worte dazu sagen.

Einige haben mit Sicherheit schon festgestellt das ich das Leben Unterwasser liebe. Ich liebe die Natur generell, aber das Leben in den Ozeanen fasziniert mich einfach. Und besonders die größten Bewohner unserer Planeten, Wale.
Ich habe noch nie einen mit eigenen Augen gesehen und dennoch sind sie bereits in meinem Herz. Einer meiner größten Wünsche ist es einmal mit Walen zu tauchen und sie in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben.

Irgendwann bin ich dann auf die Sea Shepherd Conservation Society aufmerksam geworden. Seit dem Zeitpunkt habe ich mich ein wenig intensiver damit beschäftigt, sofern es die Zeit zuließ. Und ich bin schwer beeindruckt von den Leuten.
Warum?

Nun, jeder kennt die großen Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace oder WWF. Sie erzählen laut was sie gern ändern wollen würden und machen Meetings, Protestaktionen, schreiben Briefe zu irgendwelchen Leuten, schreiben große Werbeplakate und so weiter.
Der Unterschied bei der Sea Shepherds Conservation Society ist: Die tun was!

Ich habe sie zufällig gefunden und nie vorher von den Leuten gehört, weil sie nicht unnötig viel Geld in Werbung stecken, sondern das Geld nutzen um was zu ändern.
Sie kaufen z.B. Boote und fahren damit (z.B.) in die Antarktis um dort den Japanischen Walfänger vom Walfang abzuhalten. Der Walfang ist eigentlich, durch Regulierung der IWC, verboten. Aber Japan nutzt eine Grauzone im Gesetz um trotzdem Wale zu jagen, zu töten und zu vermarkten.
Denn es dürfen jedes Jahr 220 Minkewale, 100 Seiwale, 50 Brydewale und 10 Pottwale zu wissenschaftlichen Zwecken getötet werden!
Natürlich wird keine Wissenschaft betrieben, sondern Kommerz. Vielleicht wird festgehalten wie groß die Wale waren, damit man irgendwas wissenschaftliches nachweisen kann, falls jemand fragt.

Jetzt ist man an einem Punkt wo man sagen kann “Ja und… wen interessiert’s?” oder “Da muss man was gegen machen!”. Nun kann man es dabei belassen und sich sagen “Ja, schlimm und man muss was machen. Aber ich hab gerade keine Zeit dafür.”. Oder man kommt mit “Der Wille zählt ja.” und das war’s.
Oder man nimmt es in die Hand und macht was. Jetzt kann man auch anfangen mit Briefe schreiben und Plakate hochhalten und Greenpeace beitreten. Oder man entscheidet sich ein Schiff zu kaufen, da hin zu fahren und die Leute vor Ort und Handfest davon abhalten Wale zu töten (oder welches Unrecht an der Natur auch immer verübt wird).

Paul Watson – gebürtiger Kanadier – tat letzteres. Dazu muss man sagen das er einer der ersten Mitglieder von Greenpeace war. Seine Mitgliedsnummer lautete 007 (Zufall? :) ). Damit war er das 8. Mitglied in der Organisation (die erste Mitgliedsnummer ist 000).

1975 waren er und sein Mitstreiter Robert Hunter, die ersten Menschen die ihr Leben zum Schutz der Wale riskierten indem sie sich mit einem Schlauchboot zwischen einen sowjetischen Walfänger und die Wale positionierten.

Watson verließ 1977 Greenpeace und gründete die Sea Shepherd Conservation Society. Die Berichte warum, sind unterschiedlich. Aber ich denke sie laufen alle auf das gleiche hinaus, was für mich durchaus verständlich ist: Greenpeace war ihm einfach zu lasch. Er wollte handeln, nicht quatschen.

Seine eigene Organisation verschrieb sich nun dem Schutz der Meere vor illegalen Handlungen gegenüber der Meeresfauna. Die folgende Geschichte der nun schon 30 Jahre alten Organisation ist lang. Man kann sie detailierter im Internet nachlesen (z.B. bei http://de.wikipedia.org/wiki/Sea_Shepherd_Conservation_Society).

Seid 30 Jahren kämpft er und seine Organisation nun schon gegen das Unrecht auf den Weltmeeren. Und hier kommen wir nun wieder zur Ausgangsfrage:

Ist Paul Watson ein (Öko-)Terrorist?

Ich habe dazu erst einmal geschaut was die Definition von Terrorismus ist.
Wikipedia sagt dazu:

Unter Terrorismus (lateinisch terror „Furcht“, „Schrecken“) sind Gewalt und Gewaltaktionen (wie z. B. Entführungen, Attentate, Sprengstoffanschläge etc.) gegen eine politische Ordnung zu verstehen, um einen politischen Wandel herbeizuführen. Der Terror dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten oder Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen.
Quelle: Wikipedia

Damit ist Terrorismus (folglich auch Terrorist) ausgeschlossen. Denn die Aktivisten sind nicht mit herkömmlichen Waffen ausgestattet. Auch wird niemand entführt.
Im Gegenteil, sie lassen sich selbst “entführen” indem sie sich auf die Schiffe der Gegenseite begeben.
Sprengstoff oder scharfe Munition wird auf keinem der Schiffe und von keinem Aktivisten mitgeführt.

Ihre Waffen bestehen aus Stinkbomben, Farbgeschossen (herkömmliche Painballs), Seilen, Wasserwerfern und den Schiffen.

Wer das mal in Aktion sehen möchte, dem empfehle ich wärmstens die Whale Wars Serie von Animal Planet zu gucken. Animal Planet begleitet die Sea Shepherd Kampagnen in der Antarktis nun schon seid 5 Jahren.
Dort unten Kämpfen die Aktivisten aktiv gegen den Walfang durch die Japanische Walfangflotte (wie schon oben beschrieben). Und sie sind dabei teilweise extrem erfolgreich. Im Februar 2011 wurde die Walfangsaison sogar 6 Wochen vor dem eigentlichen Ende abgebrochen.
Das erklärt den Hass von Japan auf die Aktivisten und besonders deren Kapitän Paul Watson.

Sea Shepherd Aktivisten

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watson)

Doch die Sea Shepherds operieren auch in anderen Teilen der Erde und haben Kampagnen gegen Shark Finning (wobei Haien die Flossen abgeschnitten werden und der Hai (ohne Flossen, aber noch Lebendig) wieder ins Meer zurück geworfen wird), Robbenjagt, Delphinabschlachten und andere Verbrechen an den Meeresbewohnern. Zusätzlich unterstützen sie teilweise Naturschutzgebiete, wie bei den Galapagosinseln.

Das alles freut natürlich die Tierschützer und -freunde. Auf der anderen Seite freut es definitiv NICHT die Wilderer die sie stören, vertreiben und komplett lahm legen.
Und wer wissendlich das Gesetz bricht oder Schlupflöcher sucht, der hat definitiv ein gewisses Aggressionspotential. Der kleine Fischer wir sich einfach nur blau ärgern, wenn er von den Aktivisten vertrieben wird. Was will er mehr machen?

Aber wenn der gestörte Sünder “größer” ist, dann ist auch die Macht größer.

Zum Beispiel “störten” sie Fischer vor den Kokosinseln beim wildern und illegalem Fischen. Wie sich herausstellte arbeiteten die Fischer für einen korrupten Marinegeneral aus Ecuador. Der fing die Sea Shepherds mit einem Kanonenboot ab und wollte Paul Watson dafür festnehmen lassen, das er seine Wilderei gestört hatte.
Zu Watsons Glück kamen Einheimische, die von der Aktion gehört hatten und davon begeistert waren, auch schnell auf die Bildfläche und damit auch Reporter. Da das Gesetz auf Watson’s Seite war, schlichen sich die Marineoffiziere davon (ohne Watson mitzunehmen).

Es hätte aber auch anders ausgehen können. Sie hätten die Schiffe der Aktivisten auch einfach versenken können. Was sie wahrscheinlich nicht taten da die Aktivisten nicht unter Ecuadorianischer Flagge fuhren und es viele Fragen gegeben hätte, die die Wilderer nicht hätten beantworten können.

Und dann gibt es da auch noch den Walfang der Japaner. Hier legt sich die Sea Shepherd nicht nur mit einer Walfangorganisation an. Dahinter steht auch Japan selbst. Was sie nun im letzten Jahr bewiesen haben, als der Staat Japan den Walfängern über 20 Millionen Dollar spendeten. Welche auch in Sicherheitsmaßnahmen gesteckt wurden. (Das Geld kam übrigens aus dem Tsunami-Hilfsspenden Topf!!!).
Das Schiff der Walfangflotte welches für die Sicherheit zuständig war, wurde von nun an als Regierungsschiff registriert und gehört nicht mehr zur Walfangflotte, sondern zur Regierung von Japan.
Das zeigt deutlich das die Regierung von Japan selbst am Walfang beteiligt ist.

Und dann gibt es da noch die Regierung von Costa Rica. Hier ist Paul Watson 2002 gegen das  Shark Finning vorgegangen und hat den Fischern das Handwerk gelegt. Costa Rica ließ ihn daraufhin verhaften. Mit der Anklage von “Behinderung der Schifffahrt”. Vor Gericht konnten aber alle Anschuldigungen mit Videos wiederlegt werden und Paul Watson kam wieder frei.
Nun, 10 Jahre später, wurde der Haftbefehl gegen ihn wieder aufgenommen.

Selbst Interpol hat die Empfehlung herausgegeben das man Paul Watson nicht verhaften sollte, da politische Motive hinter dem Haftbefehl vermutet werden. Daher wurde auch kein internationaler Haftbefehl von Interpol herausgegeben.
Wie gesagt hat Paul Watson in den 30 Jahren nicht nur Freunde gemacht. Und viele seiner Feinde sind mächtig und wollen ihm nicht unbedingt gutes, wenn man betrachtet das er vielen Leuten Millionengeschäfte versaut hat. Und bei Geld hört bekanntlich der Spaß auf (insbesondere bei kriminellen Machenschaften).

Und natürlich wehren sich die Attentäter auch dagegen. Einmal wurde sogar scharf auf Paul Watson geschossen. Zum Glück passierte ihm dabei nichts.

 

Nun landete Paul Watson am 13 Mai 2012 am Flughafen von Frankfurt am Main und wurde prompt von den deutschen Behörden festgenommen. Warum die deutschen Behörden dies getan haben weiß wohl niemand so wirklich. Wie gesagt, es gab keinen internationalen Haftbefehl und Deutschland hat kein Auslieferungsvertrag mit Costa Rica.

Paul Watson wurde am 21 Mai 2012 gegen eine Kaution von 250.000 Euro erst einmal wieder freigelassen. Mit der Auflage sich täglich beim zuständigen Polizeirevier zu melden.
Am 23 Juli 2012 tat er dies nicht mehr. Er hat Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit verlassen.

Warum er diesen Schritt gegangen ist, das weiß noch niemand genau. Aber ich denke er wird seine Gründe haben.

Ein Grund könnte sein das nun auch Japan einen Auslieferungsantrag gestellt hat. Die Wahrscheinlichkeit nicht nach Costa Rica ausgeliefert zu werden war recht groß. Da Deutschland kein Auslieferungsvertrag mit Costa Rica hat und Politische Hintergründe für den Haftbefehl sehr nahe liegen. Doch wenn Japan auch einen Auslieferungsantrag gestellt hat, dann wäre diesem viel eher Stattgegeben worden. Und in Japan ist Paul Watson auch kein gern gesehener Mann. Ich bin überzeugt das er Japan (genauso wie Costa Rica) nicht wieder Lebend verlassen hätte. Wie heißt es, “Wer etwas will, der findet Wege!”.

 

Ich denke juristisch war es mit Sicherheit keine gute Idee. Wer schon einmal vor einer Strafe davongelaufen ist, der weiß das man damit kein Vertrauen schafft. Und eigentlich denke ich das er immer versucht so Gesetzeskonform zu handeln, wie möglich. Er ist kein Terrorist. Meist setzt er sogar einfach nur Gesetze durch, die eigentlich existieren, wo sich nur niemand darum kümmert ob sie eingehalten werden oder nicht.

Ich denke er wird einen guten Grund haben um es sich nun mit der deutschen Justiz zu verscherzen.
Wobei in meinem Kopf noch immer die Frage ist WARUM Deutschland ihn überhaupt verhaftet hat.

Paul Watson (und alle anderen der Sea Shepherd Aktivisten) ist einer der wenigen Menschen auf dieser Erde der sich aktiv und mit großem Erfolg gegen Umweltsünder stellt. Er hat sich eine kleine Flotte aufgebaut, mit Hilfe von Unterstützern und fährt damit rund um den Globus um gegen das Unrecht gegen die Meere zu kämpfen… und ist damit erfolgreicher als die meisten anderen Organisationen (vielleicht der Erfolgreichste)!
Bei den Aktionen bricht er keine größeren Gesetze, es werden keine Waffen eingesetzt die zur Kriegsführung dienen (Wasser, Stinkbomben und Farbe kann man ja nicht wirklich als Waffen bezeichnen).

Und dabei hält er sich auch noch weitgehend an das Gesetz. Er spielt ja kein Schiffe versenken oder tötet Menschen. (Wenn ich mir ansehe wie brutal und ohne schlechtes Gewissen manche Menschen Tiere töten… dann würde ich vielleicht ganz anders handeln.)

Es ist mir absolut unverständlich wie die deutsche Justiz (und nicht zuletzt steht dahinter auch die Regierung) einen solchen Mann verhaften kann. Das Deutschland das engstirnigste Land auf diesem Planeten ist, das wissen wir alle. Aber was bitte ist die Begründung solch einen Mann festzunehmen, wenn sogar Interpol davon abrät dem Haftbefehl von Costa Rica zu folgen, da dieser auf politischen Hintergründen basiert?

Ich hoffe das die deutschen Behörden ihren Fehler einsehen und den Haftbefehl gegen Paul Watson fallen lassen – für immer und trotz seiner Flucht. Denn dieser Mann nimmt etwas in die Hand was eigentlich alle wollen, nur niemand tut.
Er versucht (meist erfolgreich) unsere Natur zu bewahren. Dank Leuten wie ihm haben unsere Nachfahren vielleicht noch die Möglichkeit einen Wal oder Robben oder Delphine (oder oder oder) in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen.
Nicht nur auf Bildern, in Videos oder irgendwelchen Aquarien.

Ich glaube das, wenn niemand (aktiv!) dagegen vorgeht, viele wundervolle Geschöpfe in den nächsten Jahren von unserem Planeten verschwunden sein werden. Und ich rede nicht von “in 50 Jahren” oder “in 20 Jahren”… ich meine in den nächsten 5 bis 10 Jahren.
Viele davon wahrscheinlich grausam abgeschlachtet… aus Profitgier.

Apropos… wusstest Du das Wal- wie auch Delphinfleisch hochgiftig ist? Scheißegal, wird trotzdem gejagt, getötet und gegessen. Ein Wal bringt bis zu 1 Million Dollar!

Wale sind die größten Kreaturen auf unserem Planeten und für mich die Faszinierendsten.

Die Menschen stellen sich immer größere Armutszeugnisse aus. Ob es nun Deutschland ist oder Japan oder der Rest der Welt.
Mich macht das ganze unendlich traurig und wütend…

Hier noch ein Video zur Sea Shepherd und Paul Watson, für alle die mehr erfahren wollen:

Aussterben ist für immer!

Mein Respekt für alle die Aufstehen und etwas tun! See you hopefully soon.

PS: Falls das jemand von Sea Shepherd liest… Antwortet mir mal bitte auf meine eMail. :)

Quellen:

Was gibts neues? Nicht viel, und bei dir?

Hallo liebes Tagebuch… ach nee, falsche Anrede :)
Hallo liebe Leserinnen und Leser – so muss es heißen :)

Wieder mal ist einige Zeit vergangen seit ich das letzte mal etwas für die Allgemeinheit geschrieben habe. Also allgemein und nichts was mit Computer, Programmieren oder Tauchen zu tun hat. Aber ehrlich gesagt, es passiert ja nix. Naja, jedenfalls nicht viel.

In den letzten 2-3 Montagen war geschäftsmäßig gar nichts los. Das war wiederum sehr schlecht für meine finanzielle Lage und ich stand vor der ernsthaften  Überlegung meine Zelte hier abzubrechen. Meine Konten waren radikal leer und meine Miete im Rückstand. Als sich dann auch noch der Kühlschrank leerte… wurde es echt eng.
Jeden Tag habe ich mir selbst gesagt „Morgen wird es besser sonst muss ich gehen.“… schließlich stirbt die Hoffnung noch immer zuletzt. Und als der letzte 10 Euro Schein mein Portemonnaie verlassen hatte… war es soweit. Oder?

Nein, in der letzten Minute kam mal wieder die „Rettung“. Ein Kunde, ein Kunde. :) Nur ein kleiner Auftrag, aber besser als nichts. Und dann ging es wieder los wie immer… Monatelang meldet sich kein einziger und dann kommen alle mit einmal. Das soll keineswegs eine Beschwerde sein. Aber wenn es ein wenig mehr verteilt wäre, das wäre super. Kunden scheinen untereinander Vernetzt zu sein (selbst wenn sie sich nicht kennen)… Wenn einer den Gedanken hat “Oh, ich habe was für Gordon zu tun”… dann kriegen all anderen auch diese Nachricht zugeschickt. :)

Aber egal, es war wieder arbeit da. Und damit auch ein wenig Geld. Zumindest soviel das ich meine Miete und Rechnungen (hoffentlich) bezahlen kann und ein wenig was im Kühlschrank habe. Auch Tauchen war ich mal wieder… auch wenn ich das Geld lieber für Rechnungen  hätte zurückhalten sollen, wie ich jetzt weiß. Aber auf der anderen Seite… einmal spaß will ich mir auch gönnen. Was wäre das sonst für ein Leben.

Dann „bastele“ ich gerade noch an einem privaten Projekt. Viel möchte ich darüber noch nicht verraten, da ich noch nicht genau weiß wie es weitergeht. Nur soviel das es ein Weltrekordversuch werden könnte.
Im Moment bin ich aber gerade dabei herauszufinden wie schwer es werden könnte und besonders ob ich Gesundheitlich dazu in der Lage bin das zu machen und wie hoch die Risiken sind.
Eigentlich weiß ich noch gar nicht wirklich die Regeln und die Leute von Guinness World Records brauchen 4-6 Wochen für eine Antwort auf meinen Antrag.
Bis jetzt erhalte ich nur Unterstützung von meiner Tauchschule. Der Eigentümer hilft mir sehr, was ich ihm hoch anrechne.
Viele Leute die den Plan kennen sagen mir das ich verrückt und/oder bescheuert bin.
Auch habe ich versucht eine Gemeinnützige Organisation mit ins Boot zu holen, aber bis jetzt ohne Erfolg bzw. ohne Antwort. Von Sponsoren ganz zu schweigen (das wird ein paar Euronen kosten :( ).

Nächste Woche werde ich einen letzten Test machen und wenn der Erfolgreich ist und die Leute von Guinness meinem Antrag stattgeben, dann werde ich es definitiv verfolgen und versuchen. Natürlich werde ich dann hier darüber berichten ;) Nur kann ich jetzt noch nicht viel zu sagen da ich nicht will das jemand schneller ist als ich :) und natürlich möchte ich auch erst einmal selbst herausfinden ob ich es schaffen könnte, bevor ich große Töne spucke :)
Das Video vom 2. Tauchgang:

Wie gesagt, waren wir auch mal wieder Tauchen.

Vor 2 Wochen waren wir im Norden zum Tauchen. Freitagabend hin und Samstag nach dem tauchen wieder zurück. War ein bisschen Chaotisch, wie soll es auch anders sein auf Zypern.

Erst hat ein Freundin mal eben woanders geschlafen als eigentlich geplant, was uns ein wenig in Sorge versetzt hat. Im Norden funktionieren ja auch unsere Handys nicht, wie konnten Sie also nicht erreichen.
Dann sollten wir eigentlich mit dem Boot rausfahren. Das ging aber kaputt. So ging es mit dem Jeep auf Tauchsafari. Auch mal interessant… aber anstrengend Der erste Tauchplatz war ganz am Ende von Zypern, in Karpaz. Niemand vor uns was dort ohne Boot. Wir mussten über Felsen und Steine klettern um zum Einstieg zu kommen. 12 Uhr Mittags, bei über 30 Grad und voller Montur. Das war schon nicht ohne. Und dann mussten wir noch gut 1km schwimmen. Bis zur 2. Insel vor Zypern. Dafür gibt es ein paar interessante Archäologische Dinge dort zu entdecken. Danke ich… da ich kein Archäologe bin, kann ich das nicht mit Sicherheit sagen.

Aber wir vermuten das sich direkt vor Zypern ein versunkenes Dorf befindet. Und an der 2 Insel liegen Unmengen von Amphoren. Einige jedoch in großen Haufen „zusammengebacken“. Das könnte ein Hinweis darauf sein das dort einige Schiffe gesunken sind… vor langer langer Zeit.
Sonst war dort leider nicht viel zu sehen. Wenig Leben. Nur gute Sicht. Das Wasser ist absolut klar dort.

Den 2. Tauchplatz fand ich persönlich interessanter. Er ging entlang der Küste. Unterwegs sollten 3 Höhlen sein. Wir waren kaum unter Wasser als uns auch schon der erste  Stachelrochen umkreiste und uns aus der Distanz begutachtete. Es war das erste mal das ich diese Art jemals gesehen habe. Ich habe schon mal einen in Limassol beim Schnorcheln gesehen, aber es war eine andere Art und der war faul. Dieser hier ist um uns herumgeschwommen. Es sieht wundervoll aus wie sich diese Kreaturen bewegen.
Bald drehte er ab und schwamm von uns weg. In der Entfernung sahen wir das dort ein 2. auf ihn wartete. Natürlich mussten wir ihm folgen um mehr Fotos und Videos zu machen :)

Schon nach wenigen Metern sahen wir den nächsten Stachelrochen über den Grund schweben. Wir folgten aber Steilwand an der Küste zur ersten Höhle.
Ich finde Höhlen zwar interessant, doch kriege ich da unter Wasser schon ein wenig Platzangst. Besonders wenn man mit seiner Tauchpartnerin der letzte ist der hinein schwimmt und die vorherigen die Sicht schon gen 0 gebracht haben. Ich habe mich kurz umgesehen, schnell meine Tauchpartnerin verloren und genauso schnell die Höhle wieder verlassen.

Dann ging es weiter zur nächsten. Hier das gleiche Spiel. Allerdings hatte diese Höhle eine Besonderheit. Alle 3 Höhlen steigen innen an. Man schwimmt also Bergauf. Und in dieser ging es in der hinteren linken Ecke wieder bergab und unser Führer meinte das dort unten eine Süßwasserquelle ist. Da die Sicht aber schon wieder scheiße war und mich das sowieso beunruhigt, hab ich mich wieder aus der Höhle verdrückt. Meine Tauchpartnerin wartete auch schon draußen. … Wir sind einfach ein perfektes Team :)

Als wir unseren Weg fortsetzen kamen wir an einem weiteren Stachelrochen vorbei. Die anderen haben ihn glatt übersehen. Wir stoppten und beobachteten ihn eine Weile. Den Rochen interessierte das wenig. Er buddelte weiter fleißig sein Loch in den sandigen Boden. Als wir auf 2-3 Meter heran waren, guckte er mal kurz zu uns auf und machte dann sofort weiter. Interessant waren auch die 4 Flundern und 2 Kugelfische um ihn herum. Die warteten wohl auch darauf was der Rochen so ausbuddeln würde.
Leider war die Batterie meiner Kamera so gut wie tot. So konnte ich nur wenige Sekunden dieses wundervollen Moments aufnehmen. :(

Stachelrochen sind wirklich interessante Tiere. Und da man hier auf Zypern ja eh nicht die riesen Auswahl an interessanten Tieren hat… spiele ich mit dem Gedanken zum selben Platz noch mal zu gehen. Mit mehr Zeit, voller Kamera und viel spaß ;)
Die Videos die ich noch machen konnte:

Das waren auch die beiden spätesten Tauchgänge die ich jemals gemacht habe. Den 2. Tauchgang beendeten wir ca. um 6 Uhr abends. Danach dann wieder nach Hause fahren. Irgendwann um 11 in der Nacht waren wir wieder in Limassol.

Und dann waren wir letzte Woche mal wieder mit Aloha und dem Boot zum tauchen. Es gibt einen Tauchplatz der heißt „Die Pyramiden“. Das klingt ja schon mal sehr interessant. :) Besonders wenn eine Bekannte einem sagt das es nahe den Ruinen von Amathus sein soll. In Amathus liegen noch alte Ruinen im Wasser, die man wundervoll beim Schnorcheln beobachten kann. :)

Also war ich mehr als gespannt auf die Pyramiden. Hatte gleich mal Kairo oder die Maya-Pyramiden im Kopf.

In aller Herrgottsfrühe ging es dann los mit dem Boot. Gut, wir sind noch an Amathus vorbei. Aber vielleicht hatte sich ja meine Bekannte vertan.

Dann ging es ins Wasser. Die Sicht war nicht so der Bringer. Aber immer noch besser als in den meisten Teichen :) Und dann sahen wir auch schon die ersten “Pyramiden”. Und mir wurde sofort klar… Ich habe mir mal wieder vom Namen des Tauchplatzes zu viel versprochen. Es handelt sich bei den Pyramiden um einfach Betonwürfel die zu einer Pyramide übereinander gestapelt wurden. … Super. Naja, zumindest sah es ganz interessant aus und es gab ein paar Fische.

Der zweite Tauchplatz (dessen Namen ich nicht kenne) war da schon ein wenig interessanter. Die Sicht war gut und es gab hier mehr Fische. Manche waren echt neugierig… so sehr das ich ein paar schöne “Gesichtsaufnahmen” machen konnte (wie im Video zu sehen) :)

Dann gab es ein paar kleinere Wracks hier und sogar eine Playstation… mit Kontrollern :) Und irgendwer meinte dort seine Ladung altreifen abladen zu müssen. Gut, hat die Fische gefreut… aber die werden nie vergammeln.
Hier das Video zu den beiden Tauchgängen:

Alles in allem war ich nicht so begeistert von dem Tauchtag. War schon nicht schlecht… aber nichts spektakuläres. Ich will mal was richtig tolles wieder erleben… Unterwasser :) Über Wasser natürlich auch :)

Ja, sonst… ahh, Mittwoch hatte ich mal wieder ein Fotoshooting. Eine Bekannte hatte sich ein neues Tattoo auf dem Rücken machen lassen. Da die allgemeine Stammfotografin ständig beschäftigt ist und Sie dringend ein paar Fotos brauchte… erinnerte Sie sich daran das es ja noch den Gordon gibt, der auch ganz passable Bilder macht. Und so erhielt ich einen Anruf.
Naja, wenn mich schon mal jemand nach einem Shooting fragt… dann kann ich auch nicht nein sagen. (Das mit der 2. Wahl habe ich erst später erfahren… zu ihrem Glück :) ).

Und so verabredeten wir uns am Dienstag um 2 Uhr. Es ging zu einer (relativ) einsamen Gegend. Und dann wurde drauf los geknipst :) Mit Menschen fotografieren hab ich es ja nicht so. Aber mit ihr kann man gut Arbeiten und es sind ein paar schöne Bilder dabei rausgekommen.

Weitere Interessenten haben sich dann auch gleich gefunden :) Vielleicht sollte ich auf Fotograf umschwenken… wenn ich da nur mal ein besseres Händchen für Leute fotografieren hätte.

So, und das war es auch schon wieder mit den Neuigkeiten. Es ist wie immer… meist ist einfach nix los. Ein Teufelskreis. Keine Arbeit = Keine Kohle = Nix los. :(
Hoffe das ändert sich jetzt mal bald.

Dann sag ich mal bis zum nächsten mal.
Ciao ciao
Gordon