Wir haben einen Bus gekauft! :-)

Hallo zusammen.

Ich erspare euch jetzt mal das ‘keine Zeit’ bla bla.

Es gibt Neuigkeiten. :-) Beim letzten mal habe ich ja über die neuen Pläne geschrieben. Das wir von Zypern zurück nach Deutschland gezogen sind und uns hier einen Bus zu einer Wohnung auf 4 Rädern umbauen wollen.

Dazu hatten wir einen Polnischen Autosan Bus ins Auge gefasst. Einfach weil die dort noch aktiv fahren und langsam aussortiert werden. Dadurch günstig in der Anschaffung und auch noch massig günstige Ersatzteile. Dafür muss er aber erst einmal nach Deutschland geholt werden. Dann hatte ich mit einem Herrn von der DEKRA gesprochen. Er konnte mir nix genaues sagen, ohne den Bus gesehen zu haben. Wir hatten ja aber auch noch keinen speziellen ausgesucht. Also konnte er nix sagen. Nur das es gescheiter wäre den Bus erst einmal auszubauen und dann die Vollabnahme zu machen. Nur was wäre wenn dann auf einmal rauskommt das diese doch mal eben 3…, 4…, 5… Tausend Euro kostet. Bei so einer Bus-Vollabnahme kann das von 500 bis 5000 schwanken (sage ich jetzt mal spontan…. vielleicht sogar noch mehr oder weniger). Und das dann nachdem schon alles Umgebaut ist. Recht großes Risiko also.

Nun, ich bin ja auch in einem Wohnbusforum angemeldet, seit wir die Idee mit dem Bus haben. In dem Forum sind schon Menschen die genauso bescheuert sind wie wir :-) Da kann man gute Tips abstauben und dumme Fragen stellen. :-) Unter anderem gibt es dort aber auch eine Kategorie in der die Mitglieder auf (Wohn)Bus-Anzeigen hinweisen die sie im Internet entdeckt haben. Also immer wenn jemand bei eBay oder Mobile und Co einen (Wohn)Bus reinstellt. Und die finden wirklich alles. Sogar aus den Nachbarländern. :)
Jedenfalls bin ich ja Neugierig und gucke ab und zu mal da rein. Nur so, um zu gucken was alles geht und was der Markt so allgemein zu bieten hat.

man535_3Eines Tages hat jemand einen Wohnbus bei Mobile gefunden. Einen MAN 535. Der hat mir auf Anhieb gefallen. Er ist auf den ersten Blick etwas Besonderes. Man erkennt allerdings sofort das es ein Wohnbus ist, da einige Fenster zugemacht und teilweise mit Bullaugen versehen sind. Das trübt natürlich die Originalität. Dennoch hat er eine ‘Persönlichkeit’… etwas Magisches. Mit seinen 45 Jahren hat er den Charme der 70er und ist noch gut erhalten.
Doch besonders innen hat er mir sehr gefallen. Schön offen und mit viel Platz. Nicht so zugebaut wie die Busse die innen nicht viel anders aussehen als ein Wohnmobil. Und trotzdem alles was man braucht. Couch, Sitzecke, Küche, Bad und Schlafzimmer. Holzfußboden. Der Blick fiel auch sofort auf den Holzofen… wie geil ist das denn? Stell Dir mal vor Du stehst im Winter im Schnee und abends sitzt man schön am warmen Ofen während man durch die riesigen Busfenster die verschneite Landschaft beobachtet. Stelle ich mir sehr geil vor!

Du ahnst es nun sicher schon… der war zu geil um daran vorbei zu ‘gehen’. Zumal er ein H-Kennzeichen hat… was 190 Euro Steuer statt 1000 Euro Steuer im Jahr bedeutet. Plus günstigere Versicherung (hoffentlich). Dann ist er in Deutschland zugelassen und hat neuen TÜV (auch da kein Stress mehr). Viele Vorteile… ‘zu’ viele Vorteile… DER ist es.
Dann ging es Ruck Zuck. Ich habe den Verkäufer angeschrieben und ein paar erste Löcher in den Bauch gefragt. Er meinte kein Rost an den tragenden Teilen. Der Ofen ist ‘legal’. … Also haben wir telefoniert… eine ganze Stunde lang. Danach war ich noch immer Begeistert… oder gar mehr.
Wir haben dann auch über einen Besichtigungstermin gesprochen. Er meinte dass er erst in 3 Wochen Zeit hätte. Ich hatte ja an den Wochenenden auch immer was vor. Also beschlossen wir uns in 3 Wochen am Wochenende zu treffen. Das war am Mittwoch.

Ein anderes Problem war das der Bus um einiges teurerer war als der Polenbus. Das ging weit über unsere Ersparnisse hinaus. So weit waren wir noch nicht. Aber das war DER Bus. Und er war fertig ausgebaut. Das würde uns (neben dem H-Kennzeichen) auch einiges an Geld sparen. Plus die Zeit.
Ich hatte mal spaßeshalber bei der Bank nachgefragt… die haben natürlich gar keine Möglichkeit gesehen mir zu helfen. Auto-/Wohnungskredit im 4 stelligen Bereich… geht gar nicht, so ohne Job. Selbst wenn man seid 15 Jahren treuer Kunde ist und nie Konto überzogen hat. Auch das erklären der Lage, das man gerade erst zurückgewandert ist… ist wie mit einer Wand reden.
Zum Glück hat man noch Freunde. Und manchmal sogar welche die einem sogar in solch einer Situation helfen (können).
Damit war dann auch die Finanzierung gesichert. “yeah” :)

man535_1Alles Tuti… oder? Doch doch… oder?
Ich habe im Forum Bescheid gesagt das ich an dem Bus dran bin und die anderen doch bitte die Füße still halten möchten. Dabei fragte man mich natürlich ob ich mir den Bus schon angeschaut hätte und eine Anzahlung gemacht hätte… weil Sicher ist Sicher. Daraufhin musste ich ja Antworten das ich mit dem Verkäufer gesprochen hätte und wir uns auf einen Besichtigungstermin in 3 Wochen geeinigt hätten. … Großes Gelächter brach aus. Das ich mich beeilen sollte. Wer zuerst die Kohle auf den Tisch legt, der kriegt den Bus. (Also die im Forum würden ihn mir ja eher nicht wegschnappen… aber die Annonce war ja öffentlich im Internet.) Naja, eigentlich haben die ja recht… Panik machte sich breit. (Das war Freitag.)
Als dann auch noch ein neues Mitglied ins Forum kam und dann gleich im ersten Beitrag nach diesem Bus fragte und der wäre ja so toll und sie hätten ja auch schon mit dem Verkäufer telefoniert… da lagen die Nerven blank. (Samstag…)
Ich erreichte den Verkäufer nicht. … Die Panik wächst das uns schon wieder jemand das Objekt unserer Begierde vor der Nase wegschnappen könnte (ist bei den Mobilheimen 2 mal passiert). Am Sonntagabend erreichte ich endlich den Verkäufer. Das Schmuckstück war noch da. Ich erklärte ihm die Lage und Glücklicherweise hatte er den Montag frei. So machten wir nun gleich Nägel mit Köpfen und verabredeten uns am Montag.

Am nächsten Morgen saß ich also im Auto und fuhr mal eben 500km quer durch die Republik um einen Bus anzugucken und vielleicht auch zu kaufen. Da fühlt man sich schon ein bisschen komisch. Macht man ja nicht alle Tage.

man535_2Und da stand er, der MAN 535. Fast genauso wie auf den Bildern. Nicht ganz so schön. Überall hat er Rostflecken bekommen (da waren wohl die Bilder etwas älter). Sah so in echt ein bisschen mitgenommen aus.
Aber von innen… der Charme… geil. Da ist er genau wie auf den Bildern und besser. Dirk – der Verkäufer – hat mir dann alles am Bus gezeigt. Auch in die Ladeluken haben wir reingeschaut und uns natürlich auch den Motor angesehen. Was soll ich sagen… es Rostet hier und da (und mehr). Aber der Bus ist 45 Jahre alt. Und meiner bescheidenen Meinung nach war nichts wirklich ernsthaft Schlimmes dabei (ich hoffe ich behalte recht).
Dann ging es noch zu einer Probefahrt. Auch hier kann ich nur nach meiner unwissenden und bescheidenen Meinung gehen. Aber alles ‘klang’ ok für mich. Der Motor lief ruhig und es klapperte oder quietschte nix. Die Stoßdämpfer dämpften weich die Unebenheiten.

Und so beschloss ich es einfach zu wagen und sagte Dirk nach 3 Stunden zu. Ich kaufte einen Bus. Unglaublich aber wahr. Ich habe einen Bus gekauft :-D Bescheuert. Oder? Nee… gar nicht. Denn es ist ja nicht ein Bus, so wie ihn sich die Leute vorstellen wenn ich jemandem sage ‘Ich habe einen Omnibus gekauft’. Dann denken die Leute immer wie sie in einem Omnibus sitzen, der sie durch die Stadt kutschiert. … Gut, der Bus ist gleich… aber der Zweck ist ein anderer.
Unser Bus ist nicht nur ein riesiges Fortbewegungsmittel. Es ist auch unsere Wohnung. Von außen unser KFZ und von innen unser Zuhause.

Nun wird er hoffentlich nächste Woche endlich hier auf den Hof rollen. Da ich ihn selbst noch nicht fahren darf, bringt ihn mir Dirk freundlicherweise. Ich muss ja erst noch den LKW Führerschein machen. Ja, ich brauche nur einen LKW Führerschein. Denn der Bus ist ja nicht mehr als Bus zugelassen sondern als Wohnmobil. Und da er über 3,5 Tonnen (sogar über 7,5t), brauche ich einen LKW Führerschein. Den fange ich nächsten Monat an.

Und wenn er dann endlich hier ist, dann heißt es arbeiten – Geld verdienen – Umbauen. Auch wenn er im Grunde schon fertig zum losfahren ist, so ist er doch nicht so wie wir ihn haben wollen und brauchen. Es gibt noch viel zu tun. Das Bett soll ‘hochklappbar’ gemacht werden, damit man bequem an den (neuen) Stauraum darunter kommt und diesen voll ausnutzen kann. Dafür fliegen 2 Schränke raus. Mit dem neuen Platz wird das Bad vergrößert und eine Komposttoilette findet ihren Platz darin. Die Dusche kommt in eine eigene Kabine daneben. Eine L-Couch muss gebaut werden. Auch mit Stauraum darunter und genug Platz als Gästebett. Solar auf das Dach. Elektrik muss überholt werden. Ein Generator muss ans System. LED-Lichter rein.
Doch als Allererstes muss alles Raus und eine Sanierung vorgenommen werden. Der Rost muss weg und darf so schnell nicht wieder kommen.

Ja, so schnell kann es gehen. Das einzige Beständige ist die Veränderung… hat mal jemand gesagt.
Aber zumindest in dieser Hinsicht haben wir jetzt ‘Ruhe’. Der Bus ist gekauft. Ich hoffe der Rost hält sich in Grenzen… dann bin ich glücklich mit unserem neuen Eigenheim auf Rädern. :-)

Bleib dran. Es wird jetzt richtig spannend hier ;)

Liebe Grüße
Gordon

Auf Wiedersehen Zypern

Hallo zusammen.

Sunset in Cyprus

Sonnenuntergang im Nikosia-Tal

Nach 2403 Tagen habe ich meine vorübergehende Wahlheimat Zypern wieder verlassen und bin der nächste Rückwanderer. 6 ½ Jahre in einem anderen Land leben (und dann noch auf einer Insel im Mittelmeer) davon Träumen andere nur. :-) Aber es gab mehrere Gründe warum ich nun wieder von der Insel runter bin. Die Hauptgründe sind das nun neue Pläne entstanden sind, das Zypern nun mal eine kleine Insel(!) ist und das Leben dort auch nicht nur Sonnenschein ist. Hinzu kommt noch das ich so ziemlich der letzte von meinem Freunden (dem Kern) war. Alle anderen sind schon weg.
Und noch ein paar andere Gründe.

6 ½ Jahre sind eine ziemlich lange Zeit. Ich habe viel dort gelernt, gesehen und erlebt. So viel das ich es nicht in einen Artikel packen kann. All diese Erlebnisse und Erinnerungen würden ein Buch füllen. (Auch wenn ich das Buch gern schreiben würde, um das Vergessen aufzuhalten.)
Es waren wunderschöne und auch richtig schlechte Zeiten dabei. Wie das im Leben nun mal ist. Ich bereue es definitiv nicht dass ich damals auf die Insel gezogen bin. Ich habe viele wertvolle Dinge gelernt, die meinen Horizont weit erweitern haben.

Ich habe in einem Land gelebt, in dem nicht meine Muttersprache gesprochen wurde (und bin klar gekommen :-) ). Somit kann ich nun Englisch, zumindest weitgehend, fließend sprechen, verstehen und schrieben (nicht perfekt, aber ich kann ja noch lernen). Griechisch… naja, reden wir mal nicht drüber. :-/ Dafür aber ein paar mehr Brocken Polnisch, Russisch, Italienisch, Spanisch und Französisch.

Ich habe dort Freunde aus vielen anderen Ländern gefunden. Freunde aus Polen, Ukraine, Großbritannien, Deutschland, Litauen, Frankreich, Ungarn, USA, Russland, Zypern, Schweden, Spanien und anderen Ländern. Gute Freunde. Und ich bin dankbar für jeden einzelnen von Ihnen.
Es war interessant die Unterschiede zwischen den Nationen rauszufinden. Auch ein paar Wörter der jeweiligen Sprache zu lernen (auch wenn ich kein Sprachgenie bin). Ich glaube die am Weitverbreitesten Deutschen Wörter (die sie schon kannten) sind:

  1. Scheiße! (kennt fast jeder)
  2. Ja / Nein
  3. Guten Tag.
  4. Hände hoch. Nicht schießen.
  5. Ein Bier bitte.
  6. Wie geht es Dir?

Ich kann auf viele wundervolle Erinnerungen zurückblicken. Zum Beispiel unsere Campingtrips (insbesondere zur schönen Karpaz-Halbinsel im Norden).
Ich habe mit dem Tauchen angefangen und der spektakulärste Tauchgang war im Kouris Dam in der versunkenen Kirche. Aber auch das riesige Zenobia Wrack und all die anderen ca. 100 Tauchgänge (bis jetzt).
Die ganzen Fotoausflüge mit anderen fotobegeisterten Freunden. Dabei haben wir so einige tolle Plätze gefunden und natürlich auch tolle Fotos gemacht. Auch das Fotografieren habe ich eigentlich erst so richtig in Zypern angefangen.
In den letzten Monaten hat Ewelina mich sogar zum Klettern “überreden” können. Auch das habe ich damit in der Zeit auf Zypern angefangen.
Auch die Treffen mit meinen Freunden sind wunderbare Erinnerungen für mich. Egal ob am Strand zum Schwimmen oder Grill-/Partyabende. Jedes zusammenkommen war etwas besonderes.

2400 Tage sind eine lange Zeit. Ich würde hier am liebsten alles Aufzählen… von Liebe und Hass, von Freundschaft und Enttäuschung, von guten und schlechten Zeiten berichten… aber ich habe weder die Zeit noch die Erinnerung, jetzt in diesem Moment. Und natürlich sind es meine Erinnerungen, meine Erfahrungen… für euch wäre es sicher langweilig.
Ich bin froh diese Erfahrungen gemacht zu haben… wenn ich auch gern, aus jetziger Sicht, manches anders machen würde. Aber es geht immer nur nach vorn und leider nicht zurück.

Und das ist ein weiter Hauptgrund warum ich Zypern nun verlassen habe. Ich habe einen neuen Plan. Eigentlich hatte ich vor 3 Jahren schon den Beschluss gefasst von Zypern wieder weg zu ziehen. Doch dann konnte ich keinen Ort finden an dem ich sein wollte (also Wohnhaft). Zurück nach Deutschland zog mich nix. Aber ich habe auch keinen anderen Ort im Sinn gehabt an dem ich dachte “Ja da würde ich gern mal eine Weile leben.”. Und so verging die Zeit wieder, ohne das sich etwas änderte.

Gordon in AndorraDann habe ich im Sommer 2013 mit einer jungen Dame einen Road Trip durch West-Europa gemacht. In 9 Wochen sind wir über 9000km durch (fast) alle Länder in West-Europa gefahren. Und das hat mir wieder richtig viel gute und positive Energie gegeben. Doch es sollte noch ein paar mehr Monate dauern bis mir klar wurde das es das ist was ich will, was ich brauche, was mich Glücklich macht. Reisen… dauerhaft… viel. Ich bin nicht dafür geschaffen lange an einem Ort zu sein. Ich finde es wunderbar neues zu sehen, zu entdecken und die Welt kennenzulernen.

Und das ist nun der Plan. Eine Wohnung auf 4 (oder mehr) Rädern aufbauen und dann da zu Hause sein wo man halt gerade ist. Getreu dem Motto “Zu Hause ist da wo das Herz ist.” … oder so ähnlich :-)

Die Meinungen der Menschen, denen wir es schon erzählt haben, geht weit auseinander. Menschen die selbst Reisen bzw. die die ‚andere‘ Sichtweise haben, können uns verstehen und würden es selbst machen, wenn sie könnten. Die meisten anderen Menschen finden unser Vorhaben unverständlich, unvernünftig bis hin zu Wahnsinn. :-) Und dann gibt es noch die wenigen ‚Konservativen‘ die es trotzdem ‚ok‘ finden… oder zumindest es nicht schlecht machen und versuchen gute Ratschläge zu geben.

Im großen stoßen wir aber meist auf ‚Ablehnung‘ und Unverständnis. Leider auch gerade da wo man halt braucht. Bei der Familie. (So langsam sollten sie mich doch kennen. :D ).
Der Plan steht fest und wir werden das durchziehen… zumindest versuchen.

Und ganz so blauäugig sind wir ja nun auch wieder nicht. Wir wollen nicht schmarotzend durch die Welt fahren oder dergleichen. Wir werden auch ein Arbeitsleben haben. Nur das wir halt in einer Wohnung auf Rädern leben. Und unser Schreibtisch steht auch in dieser Wohnung. Unser Strom wird aus Batterien kommen, die von der Sonne geladen werden (oder – wenn es mal eng wird – dann aus einem Generator). Das Internet kommt vom Satelliten oder aus dem Mobilfunknetz.
In unserer Wohnung wird auch unser Bett stehen, unser Badezimmer (ja, mit Dusche, Toilette und Waschbecken), unsere Küche und unser Wohnzimmer sein. Unsere Wohnung wird ein 3fach Heizsystem haben (Warmwasser durch Dieselheizung und Holzofen) und eine elektrische Fußbodenheizung als Reserve. Es wird eine Klimaanlage für die heißen Sommertage geben. Unsere Wohnung wird fließend Warmwasser haben (naja, fließt max. 1000L, dann muss nachgetankt werden. Trinkwasser wird es aus Flaschen geben, wie in den meisten anderen Wohnungen auch. Wir werden Strom und sogar Internet haben.
Und das alles überall. Heute am Strand und morgen auf der Alm. Am norwegischen Fjord und am Ballermann. Wo immer wir auch hinkommen mit unserer Wohnung.

Ich habe lange überlegt wie man das am besten anstellt. Erst sollte es ein Wohnmobil werden. Ein bisschen angepasst und ausgebaut.
Doch dann war ich ‚plötzlich‘ nicht mehr allein. Ewelina war plötzlich mit dabei… naja, nicht ganz so plötzlich :-) Und damit auch 2 Katzen… und es wurde komplizierter. Doch sie ist dabei und will mitmachen. Also war nicht die Frage ‚Ob oder ob nicht.‘ sondern ‚Wie‘. Und so überlegten wir beide zusammen hin und her. Haben uns Wohnmobile angeschaut und fanden es schon klein… aber muss wohl schon irgendwie gehen.

Bis … ja bis uns eines Tages eine wahnwitzige Idee über den Weg lief. Wir fanden (ich denke durch Zufall… oder nicht so zufällig… wer weiß) einen umgebauten Bus. Also einen richtigen Omnibus. Da war massig Platz drin. Nix mehr mit 1m² ‚Badezimmer‘ und 5m² für den Rest der Wohnung. Nee, da passt richtig was rein. Da kann man es sich sogar recht gemütlich machen.
So haben dann gleich mal Google befragt was denn da so alles geht und was andere schon gemacht haben. Und siehe da, es war kein Einzelfall. Es gab noch mehr ‚Bescheuerte‘ die sowas gemacht haben. Von ganz einfach bis absolutem Luxus ist alles dabei. Die meisten haben selbst gemacht. Manche haben machen lassen. Besonders in Amerika scheint es ein boom zu sein. Aber auch in Deutschland gibt es schon einige die sich einen Bus ausgebaut haben und manche Leben auch darin.

Autosan H9-20 der Polnischen Marine Quelle: http://pl.wikipedia.org/wiki/Autosan_H9

Autosan H9-20 der Polnischen Marine
Quelle: http://pl.wikipedia.org/wiki/Autosan_H9

Dann kamen die Fragen… Welcher Bus sollte es denn bitte sein? MAN, Mercedes Benz, SCANIA, Magirus Deutz, etc. Die Liste ist lang. Schnell wurde aber auch klar, wir brauchten da wohl ein größeres Portemonnaie. Unsers ist leider zu klein.
Doch auch dafür gibt es eine Lösung. Gewagt, aber es ist eine Lösung. Und zwar einen “alten” Polnischen Autosan Omnibus. Die werden gerade Reihenweise aussortiert, wurden aber bis dato noch gefahren. Dadurch sind sie schön günstig und es gibt auch genauso günstig Ersatzteile. Auch gibt es noch Originalersatzteile vom Hersteller.
Problem an der Geschichte ist das dieser Bus noch nie in Deutschland zugelassen wurde. Das kann ein Theater beim TÜV werden. Auch gibt es Ersatzteile nur in Polen. Wenn mal was kaputt geht… da denke ich mal lieber noch gar nicht dran.
Aber… dafür unsere Preisklasse. Also alle Finger drücken und das beste hoffen.

Auch was den Ausbau angeht sind wir nicht ganz blauäugig. Wir wissen schon das es teuer wird. Deswegen Bus holen, hoffentlich schnell Deutsche Papiere kriegen, abmelden und dann Stück für Stück ausbauen. Geld verdienen und dann weiter am Bus basteln. So lange bis unser Wohnbus fertig ist. Oder uns die Nerven ausgehen :-)

Also es wird ein Mamut Projekt, das ist klar. Das wissen wir auch. Aber was wäre das Leben ohne Herausforderungen? Wäre doch Langweilig. Und wir gesagt, so langsam sollten mich die Menschen doch kennen :-D
Ich liebe diese Idee. Ob es was wird oder nicht. Ich kann nur Lernen. Ich muss mich mit meinem Bus beschäftigen und ihn verstehen lernen (KFZ). Ich werde einen LKW Führerschein machen und auch das ist Lernen. Ich muss mich mit Heizungssystemen beschäftigen und eines bauen. Ich muss mich mit Elektrik beschäftigen und diese verlegen (inkl. Solar, Generator und diesen Systemen). Ich muss mich mit Wassersystemen beschäftigen und eines zusammenbauen. Auch Gas muss ich machen (oder wahrscheinlich hier eher machen lassen). Und noch viel mehr. Ich muss (und werde) hier so viel lernen… das werde ich sicher noch oft im Leben brauchen können.

Und Langeweile wird im nächsten Jahr sicher nicht aufkommen. Jetzt muss ich erstmal zu dem netten Herrn von der DEKRA und mit ihm mal alles durchsprechen. Auf was ich achten muss und was die noch brauchen. Wie gesagt, so einen Bus hat es noch nie im Deutschen System gegeben. Wer weiß was es da für Unterschiede geben könnte, die mir überhaupt nicht bewusst sind.
Und wenn das abgeklärt ist und nix schief gehen kann, dann hole ich ja in 2-3 Wochen Ewelina aus Polen ab und dabei wollen wir uns gleich ein paar Busse anschauen und hoffentlich ist der richtige dabei. Wenn dem so ist, dann nehmen wir den gleich mit :-)

Soweit ist erst einmal der Plan. Ich werde jetzt hoffentlich mal wieder öfter ein Update abgeben. Nur kleinere. :-)

Bis dahin.
Gordon

Was ist ein Arduino und Raspberry Pi?

Hallo zusammen.

Meine Facebookjünger wissen schon wieder mehr als meine lieben Blogleser. Vor einigen Tagen habe ich die folgenden Bilder bei Facebook hochgeladen:

Die Beschreibung dazu war:

Was ist das, außer eines wunderschönen Stück Kunst mit bunten Kabeln und elektronischem Zeug?
Natürlich explodiert es nicht.  Es ist eine kleine Messstation.
Es beinhaltet:
1x Arduino Pro Mini -> Der Mikrocontroller der die Daten verarbeitet
1x Stromversorgung -> Kein geiles Elektrozeug ohne Strom
2x Photoresistor -> Misst die Menge an Licht in der Umgebung (also wie hell es ist) (beide Sensoren haben natürlich unterschiedliche Werte… ^^)
1x DHT11 -> Misst Temperatur und Luftfeuchtigkeit
1x DHT22 -> Misst auch Temperatur und Luftfeuchtigkeit… das neuere Model vom DHT11
1x LM35 -> Misst Temperatur… Ich habe es kaputt gemacht als ich Versehentlich Plus und Minus vertauscht habe  Sendet noch Daten… aber Schrott.
1x MQ-2 -> Misst den Gehalt von Rauch/LPG/CO Gas in der Luft.
1x 1.8″ TFT mit SD Karte -> Zum Anzeigen der Werte und schreibt auch alle Werte in eine Log-Datei auf die SD Karte um die Daten später weiter auswerten zu können.

So… was ist das nun und warum mache ich damit rum?

Ein Arduino ist ein Mikrocontroller. Eigentlich ein Mikrocontroller auf einer Platine mit noch ein paar anderen Sachen. Alles in allem ein Arduino. Der wurde von Massimo Banzi und David Cuartielles entwickelt (und benannt nach einer Bar… ja ja :) ). David Mellis hat dann noch die Programmiersprache dazu geschrieben. Das gesamte System ist Quelloffen. Das heißt man kann alles einsehen. Wie der Arduino aufgebaut ist. Deswegen gibt es auch schon viele fleißige Kopierer und im Grunde könnte man sich seinen Arduino sogar selbst zusammenlöten. Mit dem Arduino kann man recht einfach in die Elektronik einsteigen. Doch kommen wir erst einmal noch zum anderen Vertreter. Denn in der Überschrift steht auch etwas von einem Raspberry Pi.

Der Raspberry Pi ist dem Arduino ähnlich, aber doch unterschiedlich. Der Raspberry Pi ist mehr ein Mikrocomputer als ein Controller. Denn er besitzt einen 700MHz ARM Prozessor (also die gleiche CPU Architektur wie in Handys), 512MB Arbeitsspeicher, etc. Als Betriebssystem kommt überwiegend Linux zum Einsatz. Hier ist einer der großen Unterschiede… der Raspberry Pi hat ein Betriebsystem, der Arduino nicht.

Und was heißt das nun?

Beide Boards haben GPIO Pins. Das sind einfach Anschlüsse an die man z.B. Sensoren anschließen kann. Ein Sensor ist z.B. der DHT22… ein Sensor mit dem man die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit messen kann. Diesen Sensor kann man nun an den Arduino und auch an den Raspberry Pi anschließen. Ein kleines Programm geschrieben und schon zeigen beide die Daten an, die sie vom Sensor erhalten.

Dann reicht doch ein Board!?

Im Prinzip schon. Aber es kommt immer darauf an was man machen will.
Am Raspberry Pi sind die Möglichkeiten um weiten größer, wenn man an dem Board auch sonst noch etwas machen möchte. Es steht mehr Speicher zur Verfügung, Software kann installiert werden und sogar eine grafische Benutzeroberfläche steht zur Verfügung. Man kann mit dem Raspberry Pi online gehen, eMails abrufen, Texte schreiben, Programmieren (natürlich) und viel mehr. Es ist ein vollwertiger Computer, nur ein wenig Limitiert in den Ressourcen. Dafür verbraucht er aber auch mehr Strom.

Wobei ‘mehr Strom verbrauchen’ natürlich relativ ist. 3,5 Watt ist im Normalfall nicht erwähnenswert! Wenn man aber z.B. eine kleine Wetterstation bauen möchte und diese möglichst autark mit Batterien und Solar betrieben werden soll, dann sind 3,5 Watt doch schon extrem schlecht. Dann braucht man eine Lösung die kaum Strom verbraucht. Hier kommt der Arduino ins Spiel. Das ist seine Stärke. Stumpf eine Arbeit verrichten (z.B. Sensorwerte auslesen) und dabei möglichst wenig Strom verbrauchen.

Und warum beschäftige ich mich jetzt mit diesem komischen Zeug?

Keine Angst, ich bin nicht unter die Bombenbauer gegangen ;) (Hallo NSA… und wieder einmal das Stichwort gefunden… Gratulation! ;) )
Nun, manche wissen ja das ich ein neues Projekt im Kopf habe. Ich möchte mit einem Wohnmobil durch die Gegend gondeln. Dabei möchte ich meine Arbeit natürlich mitnehmen. Das heißt Internet und Strom in den Camper. Da Strom knapp sein wird und mein Heimrechner im Schnitt um die 200 Watt verbraucht, fällt das flach. Eine stromsparende Lösung muss her. Da bin ich auf den Raspberry Pi aufmerksam geworden. Natürlich ist mir klar das dieses System keinen Arbeitsrechner ersetzen kann (schön wäre es). Aber als 3,5 Watt Knecht kann er doch einige Aufgaben übernehmen. 3,5 Watt … das sind bei 24 Stunden zwar auch 84W/h – in der Theorie – aber ich hoffe in der Praxis wird es weniger, da der RPi bei Nichtbenutzung ‘runter-schaltet’. Ich teste gerade mit einem 10.400mAh Akku.

ArduinoAber ich vermute mal das er gut beschäftigt sein wird. Wenn ich alles realisieren kann, was ich vorhabe, dann wird er für folgende Aufgaben eingesetzt:

  • NAS mit externer SSD
  • Lokaler Webserver zum Testen
  • Automatische Verbindungskontrolle der Internetsourcen (Sat-DSL, WLAN, GPRS,etc.)
  • Desktop für Surfen, Film schauen, Musik hören, Programmieren, etc.
  • Zentrale Datenverarbeitungsstation für dezentrale Arduinos mit ihren Sensoren (Wetterstation (irgendwo außen), Kameramodul vorn im Camper, Motorsensoren, Gassensoren, etc.)

Das sind so die groben Arbeiten die das arme kleine Teil verrichten muss.

Ich muss aber auch gleich dazu schreiben das ich den kleinen RPi schon ordentlich teste und möchte betonen das ich sehr positiv überrascht bin. Der kleine ist gar nicht so schwach auf der Brust wie ich vermutet hatte. (Immer mit den 3,5 Watt Stromverbrauch im Hinterkopf… CPU ohne Kühlkörper!!). Die Grafische Oberfläche läuft flüssig. Auch Videos lassen sich mit VLC anschauen. IceDove (Linuxversion vom Mozilla Thunderbird) braucht eine ganze Weile bis es meine zig Tausend Emails eingelesen hat und sich öffnet. Aber meine eMailkonten sind auch schon extrem… mal ehrlich. LibreOffice (Linux Textverarbeitung wie MS Office) dauert auch ein paar Sekunden länger, öffnet sich dann aber und es lässt sich flüssig damit arbeiten. Es gibt sogar Spiele für den Pi. Ich habe kurz Mindcraft probiert und es läuft absolut flüssig.
Wie gesagt, mit bedacht auf die Hardware und den Verbrauch ist dieser MiniComputer ein Wunderwerk.

Und der Arduino kam hinzu als der Spieltrieb in mir ausgelöst wurde. Das Zeug hat es mir jetzt so angetan, ich kann nicht genug bekommen. Absoluter Suchtfaktor! Wenn man erst einmal seine erste Schaltung zusammengesteckt hat, das erste Skript auf den Arduino überspielt ist und dann die LED wirklich anfängt zu blinken… dann fühlt man sich ein bisschen wie Gott. … Diese LED blinkt jetzt weil ICH es so will. :D
Dann geht es weiter… die Temperatur messen, LEDs leuchten lassen, Lichtstärke auslesen (Ist es Nacht? Wie stark scheint die Sonne? etc.), GPS Koordinaten ermitteln und in einer Karte anzeigen, Flammensensor (Brennt es?), Geräuschsensor (Hat da wer Gehustet?), Displays zum Anzeigen von Informationen, Schalten von Schaltern auf digitalem Knopfdruck (geht auch über das Internet!)… die Möglichkeiten sind fast unendlich. Mit Kreativität kann man super tolle Sachen damit machen.

In meiner unendlichen Kreativität (hüstel) habe ich (bis dato) folgenden Verwendungszweck dafür.

  • Wetterstation mit Sensoren für Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Lichtintensität, Geiger Zähler, GPS, etc.
  • Kamera in der Front des Campers (soll automatisch jede Stunde 1 Foto machen und bei Internetverbindung Online stellen)
  • Gassensor bei den Gasflaschen, im Küchenbereich und bei der Heizung. Auch Gassensoren für das Gas das Diebe gern Benutzen um die Bewohner ‘einzuschläfern’.
  • Anschließen an die Motorelektronik. Damit kann z.B. der Fehlerpuffer des Fahrzeugcomputers ausgelesen werden. Bei manchen Fahrzeugen möglich.
  • Ich überlege die Türen mit einer Schlüsselkarte/Fingerabdrucksensor öffnen zu lassen, anstatt mit einem Schlüssel. So könnte man Einbrecher ein wenig verwirren ;)

Aus den Daten möchte ich dann eine kleine Blackbox bauen. Besonders sollen die Daten aber ins Internet gehen und allen zur Verfügung stehen. (Die GPS Daten natürlich Zeitversetzt ;) ). Aber das ist noch Zukunftsmusik. Im Moment experimentiere ich mit beiden System rum und werde versuche jetzt ein paar Stabile System aufzubauen. Zum Testen und Erfahrungen sammeln.

Also wenn ihr mal in die Welt der Mikrokontroller und Einplatinen-Computer reinschnuppern wollt… Arduino bzw. Raspberry Pi kann ich nur empfehlen. Macht total Spaß und ist gar nicht soo schwer. ;)

Liebe Grüße
Gordon

In der Burg Buffavento übernachten. Abenteuer pur.

Hallo zusammen,

manchmal kriege ich ja richtig verrückte Ideen. Und die verrücktesten Ideen sind meist auch die besten :-) Leider sind sie aber auch viel zu selten. :(

Na wie dem auch sei. Vor einer Weile ging es in meinem Kopf mal wieder wild zu und irgendwie kam ich auf die Idee in der Burg Buffavento zu übernachten. Die Burg befindet sich im Pentadaktylos-Gebirge, im Norden von Zypern. Hier im Süden gibt es leider keine Burg. Gar keine. :(

Im Pentadaktylos-Gebirge gibt es gleich 3 Burgen. St. Hilarion, Buffavento und Kantara. Die anderen beiden werden jedoch überwacht, bzw. gibt es da Leute und man muss Eintritt zahlen. Man kommt also nicht so einfach rein. Buffavento wurde ‘aufgegeben’. Niemand verlangt Eintritt und die Burg verfällt langsam (sie ist die am schlechtesten Erhaltene von den dreien). Das könnte aber auch daran liegen das der Weg zur Burg nicht ganz ohne ist. Ca. 30 Minuten (mehr oder weniger) steiler Fußmarsch stehen an.

Die Straße und Buffavento auf dem Berg

Die Straße und Buffavento auf dem Berg

Dafür ist die Burg aber auf dem zweithöchsten Berg im Gebirge und der Ausblick ist der Wahnsinn. Bei klarer Sicht kann man die komplette Ebene zwischen den beiden Gebirgen überblicken. Inklusive Nikosia und sogar Famagusta erkennt man in der Ferne. Auf der andren Seite der Berge kann man dann die halbe Nordebene überschauen (mit Girne ‘vor der Tür’).

Ich hatte die Burg 2011 schon einmal während meiner ‘I AM’ Tour im Norden besucht und kannte daher noch den grandiosen Ausblick.

Da hatte ich nun also diese Idee. Und ich wusste es würde großartig werden. … Auch wenn ich nicht wusste ob man da überhaupt mal so eben schlafen (Zelten) kann. Aber hey… da dort niemand aufpasst… versuchen wir es einfach mal.

So ging es dann letztes Wochenende los. Noch schnell Bengi, eine Freundin aus dem Norden, mit eingepackt. Zu zweit macht das Leben einfach mehr Spaß ;) Und so sind wir zur Burg gefahren. Irgendwie war der Weg doch weiter als ich dachte. Die Straße dort hin ist auch schon mal eine Erfahrung die man gemacht haben sollte. Ungefähr so breit wie 1 1/2 Autos (kleine Autos!) … rechts der Felsen und links Abgrund. Wunderbare Aussicht auf der Abgrundseite… aber ich bete jedes mal das kein Auto kommt! …

Wir kamen dann aber bald auf dem Parkplatz unter der Burg an. Noch schnell ein Sandwich zur Stärkung gegessen und dann schulterten wir unsere Rucksäcke.
Ich hatte natürlich gut gepackt… an was man so alles denken muss. Zelt, div. Taschenlampen, Ersatzbatterien (inkl. meinem Solartank), warme Kleidung für die Nacht, Schlafsack, Unterlegmatte (wegen der spitzen Steine… nicht gut für die Luftmatratze), Luftmatratze, noch eine dünne Decke, 3 Flaschen Wasser, Sandwiches, Kekse, Bier, 1. Hilfe Pack, Tablet PC (für Musik), div. Kabel… und so weiter. Also alles was man so braucht. Und das wog eine Menge. Ich würde grob Schätzen das mein Rucksack gut 15 Kg hatte.

Es ging also los, den Weg am Hang zur Burg hinauf. Dummerweise hatte mein Gedächtnis diesen Weg auch wesentlich kürzer und einfacher in Erinnerung. Bengi schnappte bald schon mächtig nach Luft und ich nahm ihr auf halbem Weg die Tasche noch mit ab. Kurz danach fingen auch meine Beine langsam an zu Pudding zu werden. Von unten sieht es gar nicht so schlimm aus. Aber der Weg geht recht steil hinauf und schlängelt sich durch den Hang, was ihn auch noch verlängert.

Dennoch erreichten wir… irgendwann … das Ziel. Wir betraten die Burg Buffavento. Ein 1000 Jahre altes Bauwerk in dem schon lange keiner mehr Wohnte (rede ich mir zumindest ein) :)
Und wir würden hier heute schlafen. Doch dazu mussten wir noch einmal 140 steile Stufen erklimmen, um von der Unterburg zur Oberburg zu kommen. Hier oben, im höchsten Gebäude, wollte ich bleiben. Von hier hat man den besten Ausblick. Und so geschah es dann auch :)

Girne in der NachtEs ist kaum in Worte zu fassen was man da oben erlebt. Angefangen bei einem Atemberaubenden (und das ist er wirklich) Sonnenuntergang, direkt hinter den Bergen. Man hat das Gefühl mitten drin zu sein. Der Himmel verfärbt sich orange und alles um einen Herum (und da ist wirklich viel um einen Herum) versinkt erst im Sonnenuntergang und dann langsam in der Nacht.
Die Aussicht dort oben ist der Hammer. Man befindet sich direkt auf dem Bergkamm. Links die Ebene zwischen dem Troodos- und dem Pentadaktylos-Gebirge. In der Mitte Nikosia. Und auf der rechten Seite die Nordseite Zyperns mit Girne und all den Dörfern drum herum. Wir hatten eine klare Sicht und konnten bis nach Famagusta gucken.
Als es dann dunkel wurde fing die Welt um uns herum an zu Leuchten wie die Lichterkette am Weihnachtsbaum. Nikosia ist eine sehr große Stadt (für Zyprische Verhältnisse) und scheint in der Nacht fast die ganze Ebene auszufüllen. Auch im Norden macht sich Girne mit seinen Lichtern breit. Dazu von oben die Sterne (es war fast noch Neumond). Das ist eine absolut Traumhafte Atmosphäre. Dabei ein schönes Bier trinken und sich über Gott und die Welt zu unterhalten… unvergessliche Momente. Insbesondere wenn man immer wieder daran erinnert wird das man sich in einer echten Burg befindet… wo vor 1000 Jahren mal Menschen gelebt haben. Jetzt ist es still dort, sehr still. Nur die Glocken der Ziegen bimmeln ab und zu und alle paar Stunden hört man die Moschee.

Zelten in der BurgEs war eine wunderbare Idee das zu tun. Wirklich, das sind Momente die man nur schwer erklären kann, für jemanden der es nicht selbst mal gemacht hat.

Die Nacht wurde recht Windig. Buffavento wurde ja vom italienischen Wort buffa di vento abgeleitet… was so viel Bedeutet wie: Windstoß. Und es kann ganz schön winden dort oben… aus allen Richtungen. Aber wir hatten Glück und es hielt sich in Grenzen, da der Wind diese Nacht von Norden kam und unser Zelt geschützt hinter einer Mauer stand.

Den Sonnenaufgang haben wir verpasst :) Aber um 8 stand die Sonne schon auf unserem Zelt und verwandelte es in einen Backofen. Nach wenigen Minuten war es nicht mehr zum aushalten. Um ca. halb 9 kamen dann aber auch schon die ersten Touristen um sich die Burg anzuschauen. Wir sind also genau richtig aufgestanden :)

Und weil es so schön war, war ich dieses Wochenende gleich noch mal da. Diesmal mit Hugo, den ich letztes Wochenende leider vergessen hatte. Und diesmal habe ich noch mehr gejapst also die Woche davor. Ich dachte immer mit jedem mal wird es einfacher… habe ich wohl falsch gedacht. :o Aber das war jetzt auch erst einmal der letzte Aufstieg zur Burg Buffavento. Jetzt heißt es neue Ideen finden. Irgendwelche Ideen? :)

Unten noch ein paar Fotos von diesem Abenteuer :)

Liebe Grüße
Gordon

Und ein kleines Video von bescheidener Qualität:

Das Video zum Road Trip.

Hallo zusammen.

Endlich, nach fast 2 Monaten ist es geschafft. Das Video zu unserem Road Trip ist fertig. Ok, es beinhaltet noch ein paar Fehler, aber ehrlich… ich habe keine Lust mehr. Es dauert jedes mal 24 Stunden nur zu rendern und hochzuladen, vom bearbeiten ganz zu schweigen.
Also… schweigt und guckt ;)

Es sind stolze 43 Minuten geworden. Wahrscheinlich auch etwas langweilig, für jemanden der nicht dabei war. Aber 9 Wochen kann man nicht einfach in 5 Minuten Video packen.
Auch habe ich gemerkt das wir viel zu viel Straße und zu wenig von unseren Erlebnissen gefilmt haben. Shit happens.

Ich hoffe der Film gefällt trotzdem :) Zur not kann man ihn ja auch in Etappen gucken ;)

Solarstrom – Meine Erfahrung mit meinem ersten (portablen) Solarsystem

Hallo zusammen,

heute geht es um das Thema Solarenergie für den Outdoor-, Backpacking-, Wohnmobil-/Campingbereich und auch zu Hause.
Ich habe schon lange darüber nachgedacht mir ein kleines Solarsystem zuzulegen. Ich denke es ist praktisch wenn man nicht ständig auf die Steckdose angewiesen ist. Besonders wenn man mal Zelten ist und mehrere Tage keine Steckdose zu Gesicht bekommt. Wie lädt man dann sein Handy, seine Kamera, seinen Laptop, Taschenlampe, etc.?
Einzige Möglichkeit, mobiler Strom.

Besonders kam dieser Wunsch auf als ich vor 2 Jahren in Nordzypern eine Woche im Nirgendwo gezeltet habe. Dort hatte ich diese Situation, das keine Steckdose verfügbar war. Bald war mein Handy, meine Kamera und mein Laptop leer. Zum Glück hatte ich ab und zu dann doch die Möglichkeit die Geräte zu laden. Aber wenn die mal nicht ist… dann sitzt man da, im dunkeln, ohne Notrufmöglichkeit und ohne Kamera.

Na wie dem auch sei, ich überlegte nun schon eine ganze Weile was wohl die beste Lösung wäre. Es gibt ja mittlerweile Anbieter wie Sand am Meer. Und genauso viele Produkte gibt es auch. Welches ist gut? Welches passt zu meinen Anforderungen? Ich habe doch keine Ahnung!

Also habe ich angefangen mir die Dinger mal genauer anzuschauen (auch wenn ich keine Ahnung von der Strommaterie habe). Als ich mich das erste mal, vor ca. 2 Jahren, danach umgesehen habe, da gab es nur wenige Solarsysteme die den Markt beherrschten. Mittlerweile sind es, wie gesagt, schon eine Menge. Und die Geräte wurden schon damals damit angepriesen das man damit Handys, iPads und sogar Netbooks/Laptops laden kann.

Nach ein wenig hin und her lesen im Internet wurde ich dann doch skeptisch. Wie kann eine 10Wp Solarzelle einen Laptop laden? Schafft das überhaupt ein Handy zu laden?
Ich habe mich durch diverse Foren gelesen und es wurde immer wieder gesagt das die Solarsysteme das nicht schaffen. Also jedenfalls kein Laptop oder Netbook. Im besten Fall ein Tablet. Handy oder Akkus gingen wohl bei den meisten Geräten.
Damit war die Verwirrung wieder groß.

Nun ging es aber auf den großen Road Trip und ich wusste das Julia, meine Reisepartnerin, schon gute Erfahrung mit dem Schweizer Solarvertrieb “Sistech Switzerland” gemacht hat. Und da wir ja sowieso durch die Schweiz wollten, planten wir einen Stop im Geschäft von Sistech ein. Es lag ja fast auf dem Weg.

Solar cell on the carDazu muss ich sagen das Julia bei dem Hersteller schon im Vorfeld einen Großeinkauf getätigt hat. Denn unser Gefährt, das Känguru, hat die größte Solarzelle der Firma auf das Dach bekommen. Die ‘Solarlite “Dieci”‘ ist die aktuell größte Zelle mit 18V und 126W. Die Zelle auf dem Dach des Kängurus wurde mittels eines Ladereglers an eine Zweitbatterie im Auto angeschlossen und sollte Strom für die Kühlbox und auch zum Laden diverser Geräte liefern. So geschah es dann auch.
Die Zweitbatterie wurde nicht mehr an eine alternative Stromversorgung angeschlossen (war wir eigentlich vor hatten) und wurde rein durch die Solarzelle geladen.
Ich kann gleich vorab dazu sagen das die Batterie nie leer war, aber auch nur 2 mal voll angezeigt hat.

Nun, wir haben bei unserer Reise der Firma Sistech dann einen Besuch in Bubikon-Zürich abgestattet. Julia war mit den Mitarbeitern schon per Du. Man kannte sich anscheinend schon besser als ich dachte :) Sie hatte ja früher auch schon für Ihre Asien Reise dort Solargeräte gekauft.

Die Mitarbeiter der Firma sind wirklich sehr nett. Der Geschäftsführer – übrigens auch ein Hugo ;) – hat sich an dem Tag viel Zeit für uns genommen. Ich wollte es ja nun ganz genau wissen. Gibt es ein System das meine Bedürfnisse erfüllt. Es muss alle meine Akkus (Kameras, normale Akkus für Blitze und Taschenlampen, Handy und natürlich auch mein Netbook) laden können. Dazu sollte das System einen Zwischenspeicher (ein großer Akku) beinhalten, falls mal keine Sonne da ist oder es einfach Nacht ist. Dieser Zwischenspeicher sollte groß genug sein um das Netbook mindestens ein mal voll zu laden und von der Solarzelle möglichst schnell (innerhalb weniger Stunden) voll geladen werden.
Harte Anforderungen an ein Solarsystem.

Sistech product lineWie gesagt war Hugo sehr nett und hat sich viel Zeit genommen um mir (als Laien) meine Fragen bestmöglich zu beantworten. Mir war natürlich logisch verständlich das man nicht sagen kann “Diese Solarzelle lädt diesen Zwischenspeicher in 2 Stunden voll.”. Solarenergie ist von der Sonne abhängig. Ist diese mit Wolken verdeckt, so ist der Ertrag geringer und damit Lädt auch der Zwischenspeicher langsamer (bis gar nicht) auf. Auch der Winkel mit dem die Sonne auf die Solarzelle scheint, ist sehr wichtig für den Ertrag. Am besten ist im 90° Winkel.
Aber er hat mir erst einmal die Zwischenspeicher gezeigt und erklärt. Im Sortiment sind Speicherbatterien von 4400mAh/16.3 Wh bis zu 24000mAh/88,8Wh. Der größte war dann auch meine Wahl, da er groß genug ist um mein Netbook zu laden und sogar noch Strom für ein paar andere Geräte hat.
Nun muss aber auch die passende Solarzelle her, um den Speicher ordentlich und in einer angemessenen Zeit zu laden.

Bei den Solarzellen ist das Sortiment sogar noch größer und vielseitiger. Es gibt kleine, große, faltbare, starre, leichte und schwerere Solarzellen.  Jeder Typ hat andere Eigenschaften. klein, leicht, faltbar und mit höchster Ertragsrate gibt es natürlich nicht. klein und leicht heißt auch kleiner Ertrag. Groß, starr und schwer heißt dann natürlich viel Strom. (Ist doch immer so im Leben.)
Also habe ich das beste Kompromissprodukt gewählt. Die Solarzelle ‘Solarfold “Volta”‘ mit 17V und 46W (max.). Es hätte noch eine leichtere Alternative gegeben, die “Chepre”. Diese hätte bei ungefähr gleicher Größe aber nur 18V / 18W gehabt. Dafür wäre sie wesentlich leichter und damit besser am Rucksack zu tragen gewesen (530 Gramm gegen 1,6 Kg).
Mir ging es aber jetzt erst einmal nur um eine große Stromausbeute. Falls ich wirklich mal richtig wandern gehen will, dann kann ich mir immer noch etwas leichteres zulegen.

Das System funktioniert nun folgendermaßen. Die Solarzelle in die Sonne legen und an den Zwischenspeicher anschließen. Dieser wird geladen und man kann nun seine Geräte direkt am Speicher laden. Dieses Model hat 2 USB Ausgänge (5V mit 1A und 2,5A), z.B. für Tablets, Handys, Akkus, etc.. Der Speicher hat auch noch einen ‘Hochstrom-Ausgang’ mit 9V, 12V, 18V, 20V (einstellbar). Hier können dann z.B. Netbooks, Laptops und alles andere geladen werden, was nicht per USB geladen werden kann. Auch der Anschluss einer KFZ-Buchse ist möglich. Falls man für manche Geräte ein Autoladekabel hat.

Wir haben auch gleich noch geschaut ob ich wirklich alle meine Geräte laden kann, bzw. ob alle Stecker vorhanden sind und passen. Bis auf meine neue Taschenkamera funktionierte alles. Netbook, die DSLR, Akkus… alles wurde geladen. Super :)

Der Praxistest

Nun ging es mit dem neuen Solarsystem auf Reisen, durch ganz West-Europa. Das erste mal habe ich es dann in Nord-Italien ausgepackt. Am Morgen habe ich die Solarzelle aufgehängt und den Speicher dran gehängt. Die Sonne schien recht kräftig an dem Tag. Sie brauchte dennoch gut 5 Stunden bis der Speicher dann voll war.
Natürlich war es erst einmal total genial zu sehen wie man aus der Sonne Strom rausholen kann. Wie das so funktioniert … Magie :) Deswegen war dieser Test eigentlich ungültig… da er durch Emotionen überschattet wurde :)

My solar cell in the sunSchnell merkte ich aber das man auf so einer Autoreise wenig dazu kommt eine Solarzelle irgendwo auszulegen und dann auch noch Stundenlang daneben zu stehen und darauf aufzupassen. Man ist ja meist unterwegs und rennt durch die Gegend. Auch beim Autofahren konnte ich die Zelle nicht wirklich benutzen, da die Sonne hinten eher selten ins Auto scheint. Julia hat dafür ihre kleine in die Windschutzscheibe gelegt und so oft ihren kleinen Speicher geladen. Meine große bleib meist verstaut.
Dennoch kam Sie ab und zu mal zum Einsatz. Wenn wir z.B. irgendwo länger parkten oder mal einen faulen Tag hatten. Dann habe ich sie meist auf das Dach oder die Motorhaube gelegt und somit den Speicher aufgeladen. Selten hatten wir aber genug zeit um ihn voll zu laden. So musste ich trotzdem des Öfteren bei Mc Donalds mein Netbook an einer Steckdose laden. Für mein Handy war aber so gut wie immer Solarstrom da.

Und jetzt die Überraschung. Wieder zurück zu Hause in Zypern habe ich das System jetzt einmal richtig getestet. Den Speicher auf 0% leer gesaugt und dann am Morgen die Solarzelle in die Sonne gelegt und gewartet bis der Speicher 100% voll geladen war.
Und hier die Zeit: Angefangen zu Laden um 10 Uhr morgens und komplett voll war der Tank um 13:15. Die Solarzelle hat also in 3:15 Stunden den 88,8 Wh Zwischenspeicher komplett geladen. Das ist doch mal nicht übel!
Dazu muss ich aber auch fairer weise sagen das hier in Zypern gerade Sommer ist und die Sonne hier wirklich richtig Power hat. Auf der anderen Seite war der Winkel auch nicht immer optimal. Ich denke das man es noch optimieren kann wenn man die Zelle immer im optimalen Winkel hält. Dann wäre der Speicher vielleicht schon in 2 Stunden voll.

Ich lade jetzt auch zu Hause meine Kleingeräte (Handy, Tablet, Akkus, etc.) nur noch mit Solarstrom.

Das Fazit

Als Fazit lässt muss ich sagen das mich die Solartechnik schon sehr beeindruckt – Magisch. Doch muss man wirklich gucken was man laden will und welche Zellen man sich kauft. Was braucht man? Was will man machen? Was will man laden?
Und dann sollte man zu einem Fachgeschäft (wie halt die Schweizer Sistech) gehen und sich am besten beraten lassen.

Der Markt ist groß und man sollte GANZ genau hinschauen was man kauft. Oft sind die so groß angepriesenen Angebot nur Schrott. Ich weiß jetzt das es eine gute Entscheidung war keines dieser Supermarkt-Mega-Billig Dinger zu kaufen. Qualität hat ihren Preis und gerade hier ist die Qualität ausschlaggebend (außer man möchte 5 Tage warten bis der Laptop wieder Saft hat). Dafür kann man heutzutage aber auch schon sehr Qualitative Produkte bekommen.

Ich bin doch noch immer Überrascht wie gut es funktioniert und wie man fern ab von einer Steckdose seine elektrischen Geräte laden kann. Einfach mit Sonnenenergie.
Ich denke ich werde mir auch noch die leichtere Solarzelle holen, weil ich einfach keine 1,6 Kg am Rucksack hängen haben will, wenn ich wirklich mal eine kleine (oder größere) Rucksackreise unternehmen will.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig weiterhelfen und wenn ihr Fragen habt, schreibt mir einfach einen Kommentar (ich lese und antworte allen! :) ). Und schaut euch einfach mal bei Sistech im Sortiment um und bei Fragen könnt ihr die Leute auch gern Kontaktieren. Sie sind wirklich nett! ;)

In diesem Sinne möchte ich auch Hugo und seinen Damen für die Liebe und nette Beratung (und den Kaffee) danken. Danke :)

Viele Grüße
Gordon

Wer zum Teufel is Hugo?

Hugo… wer zum Teufel ist Hugo?

Vielleicht bist Du beim Lesen der Reiseartikel schon das ein oder andere mal über den Namen Hugo gestolpert und hast Dich gefragt “Hmm? Hä? Ich denke die sind nur zu zweit unterwegs!? Wer ist jetzt dieser Hugo? Und wo passt der in dem kleinen Wohnmobil noch hin?”. Hier die Aufklärung ;)

Hugo ist kein Mensch, er ist ein Esel. Ein Plüschtier-Esel, um genau zu sein. 21cm groß und stolze 222 Gramm schwer. Hugo war aber nicht nur unser Maskottchen oder etwas in der Art. Er war ein vollwertiges Mitglied unserer Crew. :) Er war (fast) überall mit dabei und durfte für die Fotos posieren.

2 Dinge haben mich zu Hugo inspiriert. Zum einen die Plüschtier-Reisen, die von einigen Anbietern angeboten werden. Dabei kann man sein Plüschtier zu einer Art Reisebüro für Plüschtiere schicken und die fahren dann damit herum und zeigen ihm die Welt und machen dabei Fotos vom Plüschi vor wichtigen Sehenswürdigkeiten und schreiben teilweise sogar kleine Reiseberichte davon.
Die andere Quelle der Inspiration heißt Amelie. Also der Film ‘Die fabelhafte Welt der Amelie’. Hier schickt die Hauptdarstellerin den Gartenzwerg ihres Vaters auf Reisen. Eine Befreundete Flugbegleiterin nimmt den Zwerg mit auf Reisen und macht auch hier ‘Urlaubsfotos’ vom Zwerg vor Sehenswürdigkeiten in aller Welt. Der Sinn dahinter ist das Amelie ihren Vater zum Reisen bringen möchte, damit er endlich mal aus seinem Alltagstrott herauskommt und etwas von der Welt sieht.

Und so habe ich beschlossen auch ein Plüschtier mit auf Reisen zu nehmen und es vor Sehenswürdigkeiten zu Fotografieren. Und so habe ich mich auf die Suche nach einem besonderen Mitfahrer(in). Bei Amazon fand ich ihn dann… denn coolen Esel mit Sonnenbrille und Hawaii-Hemd. Das war er. So einen coolen Typen brauchten wir im Team. :D

Und so passierte es dann auch. Der coole Esel ging mit uns auf die Reise und erlebte mit uns zusammen den Road Trip :)
Aber besser lassen wir mal Bilder sprechen (meine Facebook Jünger werden die meisten schon kennen… auf Facebook ist es einfach leichter etwas zu veröffentlichen… hier nun aber noch mal alle)… viel Spaß.

PS: Dadurch das ich mit 3 Kameras fotografiert habe, sind die Bilder leider schlecht sortiert. Es fängt 3 mal neu an. Bitte nicht wundern.

Luxemburg, Belgien, Niederlande… Ende.

23.07.2013

Dieser Morgen war echt ein Langschläfermorgen. Erst kurz 11 sind wir aus dem Bett gekommen. Und bevor wir losgekommen sind, war es gut 12. Luxemburg stand heute auf dem Plan. Ein ganzes Land erkunden… naja, zumindest die Hauptstadt… und es war bereits um 12. Super.

LuxemburgGute 100 km und 2 Stunden später erreichten wir dann die Hauptstadt Luxemburgs, Luxemburg. :) Ein Parkplatz war recht schnell gefunden. Die Parkuhr sagte das es 2 Euro die Stunde kostet. Aber nur bis 18 Uhr. So haben wir 6 Euro eingeworfen und hätten sogar bis 8 Uhr am nächsten Morgen stehen können. Uns reichte es aber erst einmal den Rest des Tages da zu stehen.

So machten wir uns dann auf den Weg in die Innenstadt, zur nächsten Touristeninformation. Inge wies uns den Weg… versuchte es zumindest. So ganz fanden wir die Info dann aber doch nicht… und landeten Stattdessen in der Shopping-Information. Das ist so ziemlich das gleiche, halt nur für die Geschäfte. Wenn man also Geld in Luxemburg lassen möchte, aber noch nicht genau weiß in welchen Geschäften, dann wir einem hier weitergeholfen. Zum Glück aber auch wenn man auf der Suche nach einer Touristeninformation ist. :) Sie war gleich um die Ecke.

Wir also rein und haben uns Informieren lassen, was man den in der Stadt so alles sehen sollte. Da gibt es schon so einiges. Ganz oben mit standen die Kasematten, der Palast und der Boulevard.
Da es aber auch für Mitteleuropa heute ein heißer Tag war, gingen wir erst einmal in das nächste Eiscafe und haben uns ein Eis gegönnt. Das hat mal richtig gut getan. Besonders da es den bisherigen Ländern immer irgendwie an einem richtigen Eiscafe gemangelt hat.

Casemate in LuxemburgNach der Erfrischung ging es dann zu den Kasematten. Nur machten die um 5 schon zu und es war bereits halb 5. Zum Glück ist Luxemburg auch nicht so groß und wir erreichten die Kasematten bereits nach 10 Minuten zu Fuß. Postkarten kaufen und am Palast vorbeigehen schon mit eingerechnet. :)
Die Dame an der Kasse erzählte uns dann das die Kasematten bis 17:30 offen haben. Wir hätten also noch 45 Minuten Zeit. Ein Glück auch. Der Eintritt kostet übrigens 3 Euro. Die Preise hier in Luxemburg sind schon wieder ganz human.

Und so sind wir in die Gänge der Kasematten abgetaucht. Im Grunde ähnlich den Siege Tunnels in Gibraltar. Ein wenig anders natürlich und die Kanonen sind auch etwas kleiner. :) Dabei ist immer in unserer Nähe eine junge Frau gewesen. Offensichtlich auch eine Touristin. Die hat hier und da geschaut und immer mal wieder Fotos gemacht. Und egal wo wir waren, war sie komischerweise auch. Ich habe sie dann mal angesprochen, ob sie vielleicht auch mal auf einem ihrer Bilder sein wollte. Also Fotograf kenne ich das Problem ja, das man selbst nie auf den Fotos ist. :) Und natürlich wollte sie. So habe ich ein Foto von ihr in den Kasematten gemacht und wir kamen ins Gespräch.
Sie hieß Amelia und kam aus Washington DC. Sie ist schon seid 13 Monaten auf Reisen, in Europa und Asien. Es ist der vorletzte Tag ihres Trips.
Wir haben uns den Rest der Kasematten zusammen angesehen und dabei noch erzählt. Wo wir alle so herkommen und was wir machen und sowas halt.

Hugo in a canonAls wir mit den Kasematten durch waren, waren wir aber noch nicht fertig mit quatschen. Wir kamen mit Amelia ganz gut klar und hatten Lust noch mehr zeit mit ihr zu verbringen. Also sind wir in das nächst beste Cafe gegangen und haben noch was zusammen getrunken. Ich glaube bis um 7 saßen wir noch im Cafe, bis Amelia gehen musste. Sie musste dringend mit ihrer Familie telefonieren.
Wir haben dann noch die Zeit damit verbracht unsere Postkarten zu schreiben. Eigentlich war ja Paris das letzte große Ziel und ich kann langsam keine Postkarten mehr sehen. Aber da wir jetzt doch noch neue Länder bereisen, gibt es auch noch neue Postkarten. Zumindest für 2 spezielle Empfänger. Der eine ist die kleine Lotta, die bis jetzt immer eine Postkarte bekommen hat :) und Anna, die fast immer eine bekommen hat :)

Als das auch erledigt war, ging es langsam wieder zurück zum Auto. Durch die Innenstadt noch mal. Hier, auf einem Platz mitten in der Innenstadt, bekamen wir dann unser 3. Livekonzert. Ein Orchester spielte Coversongs von berühmten Liedern. Wir lauschten 2-3 davon und machten uns dann doch auf den Weg. Es wurde langsam dunkel und wir mussten noch aus der Stadt raus.
Das Känguru stand noch wohlbehalten da. So wie immer. Das gute Känguru. :)
Als Tagesziel des morgigen Tages wurde Liege in Belgien ausgewählt. Ich hätte zwar gern Brüssel gesehen, aber das war Julia zu weit ab vom Kurs. Also Liege.
Ich habe Inge das Ziel vorgegeben und sie leitete uns dann wieder Hinaus aus Luxemburg. Und dann hieß es einen Schlafplatz finden. Vorher haben wir jedoch noch eine Tankstelle in Luxemburg gefunden. Der Sprit hier ist recht günstig. 1,38 Euro pro Liter war selten günstig auf unserer Reise. Da muss man den Tank voll machen.  :)
Und dann ging es daran einen Schlafplatz zu finden. Nur gestaltete sich das heute nicht ganz so einfach. Wir waren schon wieder in Belgien als wir schlussendlich in einen Waldweg abbogen und dort einfach im Wald aufbauten. Uns hat sogar ein wildes Tier dabei beobachtet, wie ich an den Leuchtenden Augen im Schein meiner Taschenlampe erkennen konnte. :)

24.07.2013

Die Nacht endete Abrupt um 6 Uhr morgens. Ein Gewitter hatte sich zusammengebraut und entlud sich nun kräftig über unserem Känguru. Der Regen prasselte lautstark auf das Dach. Die Blitze konnten wir durch unsere sichtdichten Scheiben. Der Donner war aber nicht zu überhören. Teilweise direkt über uns, so hört es an. Aber nach der Nacht in Andorra kann uns so ein kleines Gewitter nicht mehr schocken. Unsere einzige Sorge war das der Waldweg sich aufweicht und wir am Morgen nicht mehr rauskommen. Naja, werden wir am morgen schon rausfinden… und haben weitergeschlafen.

Ich wache kurze Zeit später noch mal auf, weil mir kalt ist. Wou… wir sind wieder in Mitteleuropa. Ich decke mich mit meinem Schlafsack zu und schlafe weiter.
Um 10 klingelt der Wecker. Wir hatten beide keine Lust aufzustehen. Ich machte den Wecker aus und wir schliefen noch mal ein.
Um halb 12 wache ich schließlich auf. Ausgeschlafen fühle ich mich zwar nicht, aber wenn wir jetzt nicht aufstehen, dann sehen wir Liege gar nicht mehr und sind quasi nur durch Belgien durchgefahren.
Doch bevor wir dann endlich losgekommen ist es auch schon wieder nach 1.

Es waren noch gut 150km bis nach Liege, einer größeren Stadt in Belgien. Unterwegs hat es uns dann noch mal kurz zu Mc Donalds und Carefour gezogen. Wir haben den Internetkonsum aber auf ein Minimum beschränkt und haben nur schnell 2 Cheeseburger und die Toilette benutzt. Um 4 sind wir endlich in Liege eingetroffen.
Die Stadt präsentierte sich uns gleich mit ihrer Industrieseite. Dann ging es sofort in die Großbaustelle der Stadt über. Diese verhinderte auch dass wir zu dem ausgesuchten Parkplatz kamen. Wir mussten der Baustelle weiter folgen und sind irgendwann einfach in Richtung Innenstadt abgebogen und haben auf dem nächstbesten Parkplatz geparkt. Zur Innenstadt war es zum Glück nicht mehr so weit.

Wir sind in die erst beste Kirche, um noch schnell wenigstens etwas von der Stadt zu sehen. Die Kathedrale war nicht schlecht. Aber wir sind nun doch schon etwas verwöhnt von den vorherigen Heiligen Tempeln. So konnte dieser Tempel nicht mehr ganz so überzeugen. :)
Nach diesem Kulturtrip ging es in die Einkaufsstraße der Stadt. Eine ganz normale Einkaufsstraße mit Geschäften und Cafes. Aber irgendwie konnte die ganze Stadt nicht überzeugen. Irgendwie wirkt sie sehr grau und bedrückend. Sicher lag es auch ein wenig mit am Wetter. Aber auch die Gebäude sind sehr farblos. Souvenirshops suchten wir auch vergeblich. In einem Zeitungsgeschäft konnten wir wenigstens ein paar Postkarten ergattern. Die haben wir dann im nächstbesten Cafe noch geschrieben und gleich in einen Postkasten geworfen. Das war Liege. Zurück zum Auto und wieder raus hier… bevor wir echt noch Depressionen bekommen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERABis zu unserem nächsten Ziel, Maastricht in Holland, sind es nur noch 40 km. So haben wir ein nett aussehendes Plätzchen im Wald zum Schlafen ausgeguckt. Es war auch nur gute 10km entfernt von Liege.
Als wir ankamen bemerkten wir dass es sich hier um eine Art Naturpark handelt. Mit einem Teich voller Enten und Gänse, einem Cafe und einem riesigen Parkplatz. Optimal für eine Übernachtung.
Da es noch recht früh war, haben wir uns erst einmal umgesehen. Wir hatten noch eine Menge altes Brot, mit dem wir den Gänsen und Enten (hoffentlich) eine Freude machen konnten. Das Cafe hat leider kein Internet :( Und so beschlossen wir uns an eine ruhige Ecke des Parkplatzes zu stellen und auszubauen.
Ich kann noch ein bisschen Schreiben und vielleicht endlich mal wieder einen Artikel fertig machen. Habe schon seid einigen Tagen nichts mehr veröffentlicht. Morgen geht es dann noch nach Holland und dann ist unsere Reise leider auch schon zu Ende.

24.07.2013

Ein vorletztes mal haben wir das Känguru an diesem Morgen umgebaut und startklar für den Tag gemacht. Maastricht hieß das Ziel des Tages. Eine Stadt im Süden von Holland. Es war nicht sehr weit von unserem Schlafplatz. Nur ca. 40 km. Nicht einmal eine halbe Stunde später waren wir in Maastricht. Nur war die Orientierung hier nicht ganz so einfach… wir sind 2-mal im Kreis gefahren (trotz Inge) bevor wir endlich zum angepeilten Parkhaus gefunden haben.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA2,30 Euro die Stunde war es mir Wert am letzten Tag nicht noch Stress mit Parkplatzsuche zu haben. Direkt vor dem Parkplatz fanden wir auch schon die erste Kirche. Sehr groß, mit einem Hof in der Mitte. Innen war es eher dunkel und eine dustere Stimmung. Der Kreuzgang war sehr interessant und die Schatzkammer haben wir außen vor gelassen (auch wegen dem Eintrittspreis).

Nach diesem kleinen Kulturausflug ging es in die Innenstadt, zur Touristeninformation. Hier holten wir uns einen Stadtplan und stiefelten drauf los. Der Stadtplan war recht unnütz und wir folgten, wie meistens, unserer Nase. Die Innenstadt von Maastricht ist wirklich schön. Kleine, freundliche Gebäude und jede Menge Geschäfte und Menschen.
Wir fanden nach ein paar Minuten den Rathausplatz mit selbigen und weiteren Geschäften. Ein Souvenirshop war auch darunter. Den haben wir als erstes Besucht. Ein paar schöne Souvenirs aus Holland… Mir sind in den letzten Tagen noch so viele Leute eingefallen denen ich etwas mitbringen könnte. Aber unser Platz ist ja leider sehr begrenzt. Auch muss ich das alles dann noch nach Zypern fliegen. So viel auch dieser Einkauf sehr dürftig aus. Aber der Laden war cool. Eine totale Krambude :)

3D painting in MaastrichtDanach ging es weiter durch die Stadt und die Geschäfte. Man kann hier glatt in einen Kaufrausch verfallen, sofern man Geld hätte :) Wir haben ein paar kleine Geschäfte gesehen die ganz interessante und innovative Sachen hatten. An einzelne kann ich mich gar nicht Erinnern, aber es waren lauter nützliche Sachen.
Nach ein paar Hundert Metern standen wir dann wieder auf einem Platz, an dessen anderem Ende 2 Kirchen standen. Die St.-Johannis-Kirche und die St.-Servatius-Basilika. Die Johanneskirche sieht dabei besonders kurios aus, da sie einen roten Turm hat.
Auf dem Platz vor den Kirchen hatte ein Künstler eine 3D Zeichnung auf den Boden gemalt. Diese Art der Zeichnungen entfalten ihre Wirkung nur aus einem Bestimmten Winkel. In diesem Fall vom Turm der Johanneskirche.

So machten wir uns denn auf um uns das Gotteshaus auch noch zu besichtigen und auf den Turm zu gehen. Die Kirche selbst war leer. Bis auf ein paar Stühle, ein Rednerpult und einem Informationsstand, an dem 2 ältere Damen saßen. Sie verkauften auch die Tickets für den Turm. 2,50 Euro pro Person. Naja… dafür hat man einen schönen Ausblick :)
Der Aufstieg auf den Turm war mal wieder durch so ein enges Treppenhaus möglich. Bei Gegenverkehr eine ganz enge Angelegenheit. Auf der halben Strecke war sogar noch eine Ausstellung von einem Künstler über Rembrandt. Von oben hatte man dann wirklich einen sehr schönen Ausblick über Maastricht und die Umgebung. Und natürlich konnte man nun von hier oben auch das 3D-Bild sehen.

Nach diesem weiteren Kulturausflug ging es dann zurück in die Stadt. Die Postkarten, die wir im Souvenirshop ergattert haben, mussten ja auch noch geschrieben werden. Ich habe mich dieses Mal auf 4 Karten beschränkt. Hatte ich schon erwähnt dass ich keine Postkarten mehr sehen kann? :) Nein, so schlimm ist es nicht. Aber nicht mehr so viele auf einmal. Und die Holländer haben echt schöne Postkarten. Also haben Lotta und Anna wieder eine Karte bekommen.

Auf dem Weg zurück habe ich noch mal in der Touristeninformation angehalten und mir noch ein ganz spezielles Souvenir geholt. Ich hoffe es überlebt die Reise nach Zypern. Wieder am Parkhaus angekommen mussten wir unser Parkticket bezahlen und sind dann, noch mal über die Brücke, zum nächsten Postkasten gefahren. Inge meinte das dort auch ein Mc Donalds um die Ecke ist. Passt ja gut. :)
Dort angekommen mussten wir feststellen das es sich um eine kleine Straße handelt, wo man nur schlecht parken kann. Und der Mc Donalds hatte keinen eigenen Parkplatz. So habe ich nur schnell die Postkarten in den Postkasten geworfen und wir sind gleich weiter gefahren. Noch mal Parkgebühren brauchten wir nicht.

The Kangaroo in the forestWir haben uns Mc Donalds dann geschenkt und lieber überlegt wo wir diese Nacht bleiben. Es ist ja die letzte Nacht. Morgen würden wir ja wieder zurück in Deutschland sein. Inge zeigte ein paar Seitenstraßen in einem Waldgebiet, kurz vor der Deutschen Grenze, an. Das sah ganz gut aus. Also sind wir hingefahren und durften an jeder einzelnen Seitenstraße lesen „Nur Forstfahrzeuge.“. Naja, wie ein Forstfahrzeug sah unser Känguru nun auch wieder nicht aus.
Doch dann entdeckte ich auf der Karte noch etwas das nach einem Parkplatz aussah. Also einmal um den Wald rumgefahren und tatsächlich handelte es sich um einen recht großen Parkplatz, direkt am Wald. Super geeignet für eine letzte Nacht in der Wildnis. :)

Wir stellten uns zwischen ein paar Bäume und Bauten auf.

25.07.2013

Und wie super der Platz geeignet war. Die Bäume, unter denen wir standen, spendeten am Morgen schön Schatten. So war es selbst am späten Vormittag noch schön kühl im Känguru.
Natürlich kamen wir auch an diesem Tag nicht aus dem Tee. Aber heute war es egal. Von hier aus ging es nur noch nach Deutschland und dann wäre alles schon vorbei.
So trödelten wir noch ein bisschen rum. Ich habe noch mal ein Video vom Känguru gemacht… und so langsam packten wir dann zusammen und verließen den Parkplatz.

Es waren nur noch 8 km bis zum Haus von Julia. Keine 15 Minuten später parkte ich das Känguru ein letztes mal und schaltete den Motor aus.

Liebe Grüße
Gordon


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Paris

20.07.2013

Die Nacht war ruhig und niemand störte uns. In aller Seelenruhe sind wir am morgen aufgestanden. Naja, erst einmal ich. Ich hatte keine Zigaretten mehr und am Abend habe ich keine mehr bekommen. Der Zigarettenshop im Bahnhof, um die Ecke, hatte schon zu. Zum Glück hatte er am Morgen schon offen. Also habe ich mir erst einmal meine Suchtmittel besorgt. Zurück am Auto dauerte es noch mal eine Stunde bis wir endlich los konnten.

Die Wohnung von Julias Bekannten war gute 23 Km entfernt. Auf dem Weg haben wir noch an einem Lidl gestoppt. Hier haben wir leider nicht das bekommen was wir wollten, aber um die Ecke eine Post entdeckt. Wir hatten noch Postkarten zum Abschicken. Julia musste ihre erst einmal noch schreiben. Also haben wir noch eine Stunde auf einem Bezahlparkplatz gestanden ohne zu bezahlen.
Dann ging es weiter, nach Paris rein.

Der Stress auf den Straßen hielt sich zum Glück in Grenzen. Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Aber vielleicht hat uns Inge auch nur über gute Straßen gelotst. Außer einem kleinen Stau auf dem Zubringer ging es gut voran. Und das mitten in Paris. Wir fanden auch ganz gut zu der Bekannten nach Hause und konnten sogar noch einen Parkplatz fast vor dem Haus ergattern. Nur war sie noch gar nicht zu Hause. Sie kam erst am Abend aus Norwegen an. Also war unser Plan für den Tag der Eifelturm.

Subway in ParisNach einem kleinen Einkauf beim Shop um die Ecke ging es zur nächsten U-Bahnstation. Die nette Dame am Schalter erklärte uns wo wir hin müssen und auf ging es in die Abgründe von Paris. Interessante U-Bahn hier. Vielleicht kommt es mir auch nur so ‚anders‘ vor. Wir mussten jedenfalls erst einmal mit der Linie 13 bis zur nächsten Station und dann weiter mit der 6 bis zur Station am Eifelturm. In der 6 fing auf einmal ein junge an mit einem Instrument zu spielen. Mitten in der U-Bahn und recht laut. Aber es hat sich gut angehört. Ich habe natürlich meine GoPro raus gekramt und das gefilmt. Kurz vor dem Eifelturm ist er dann in der Bahn mit einem Becher rumgegangen… war ja irgendwie klar. Aber er war gut und ich habe ihm was gegeben.

An der Haltestelle angekommen haben wir erst einmal realisiert das aus der U-Bahn eine Hochbahn geworden war. Der Eifelturm war noch gute 500 Meter entfernt. Auf dem Weg dorthin vielen die ganzen Schwarzen Leute auf, die einem permanent kleine Eifeltürme verkaufen wollten. Auch säumten natürlich Souvenirshops den Weg. Wir haben zwar hier und da mal kurz geschaut, wollten aber dennoch erst einmal zu DEM Wahrzeichen von Paris. Und dort kamen wir dann kurze Zeit später auch an. Mitten in der Stadt steht das eiserne Ungetüm. In einem großen Park, ganz am Anfang.

Hugo and the Eifel TowerEs ist schon genial endlich mal den berühmten Eifelturm in real vor einem zu haben. Sieht irgendwie kleiner aus als seine Berühmtheit vermuten lässt. Aber trotzdem stattlich. Wir haben uns erst einmal in den Rasen davor gesetzt und das ganze auf uns wirken lassen.
Nach ein paar Minuten sind wir weitergegangen und haben uns ein wenig dort umgesehen. Toiletten gibt es auch… total überfüllt natürlich… für Frauen. Bei den Männern ist nicht so viel los gewesen.

Dann kamen wir an den Kassenhäuschen vorbei. Hoch oder nicht hoch, das war die Frage. Es war gegen um 3. Ich wollte schon gern mal hoch, wenn man schon mal da ist. Julia war da nicht so für zu haben. Und so haben wir beschlossen das Julia unten bleibt und ich alleine hoch gehe.
Es gibt mehrere Kassenhäuschen und Eingänge. Bei einem war die Schlange sehr lang, bei einem anderen mittelmäßig. Dann entdeckte ich ein Kassenhäuschen an dem niemand stand. Ich fragte mich schon warum. Dann kam doch jemand und holte ein Ticket. Danach wieder Leere. Vielleicht ist es ein spezielles Kassenhäuschen oder die Leute stellen sich lieber in Schlangen an.
Also bin ich hin und habe nach einem Ticket gefragt und auch eines Bekommen. Durch einen Seiteneingang, für Personen mit Ticket, ging es dann zu den Treppen. … Hat keine 3 Minuten gedauert in den Turm zu kommen, wo ich an den anderen Kassen mindestens eine halbe Stunde gewartet hätte.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch hatte ein Treppensteiger-Ticket für die 2. Plattform geholt. Ob ich von da noch Lust auf die 3. (oberste) Plattform habe, weiß ich ja noch nicht. Und so ging es erst einmal bis zur ersten Plattform. Von hier hat man schon einen ganz guten Ausblick. Ich habe erst einmal eine Runde gedreht und fleißig Fotos gemacht. Dann ging es noch ein wenig höher, zur 2. Plattform. Von hier ist der Ausblick noch besser. Wieder Fotos und Videos gemacht. Auch gibt es hier Souvenirshops. Ich habe eine Postkarte für Anna gefunden, aber sonst war es mir zu teuer hier.

Dann habe ich die Schlange zur obersten Etage gesehen und es mir überlegt da auch noch anzustehen. Zumal ich ah keinen offene Ticketschalter dort oben mehr gesehen habe. So machte ich mich langsam wieder an den Abstieg. Der Trip im Turm hat mich ca. eine Stunde gekostet. Nicht sehr viel. Und so schaute ich erst mal beim Treffpunkt mit Julia vorbei. Sie lag da im Gras rum und rechnete mal wieder mit ihren Ausgaben hin und her.
Ich legte mich auch ein bisschen mit in den Rasen und entspannte mich erst einmal nach der Anstrengenden Tour. :)

Nach einer halben Stunde circa sind wir weitergegangen und haben uns noch ein wenig im Park umgesehen und sind auch mal etwas weiter gegangen um den Turm mit etwas Entfernung zu Fotografieren.  Dabei haben wir noch die Zieleinfahrt von einem Radrennen (Tour de London to Paris). Morgen ist hier sogar die Zieleinfahrt der Tour de France.
Na wir haben fein Fotos gemacht und noch ein paar Souvenirs gekauft und sind dann langsam zur U-Bahnstation zurück. Es war auch schon gegen halb 6 und um 7 waren wir schon mit Anaise verabredet.

Auf dem Weg zurück kamen wir auch an ein paar Hütchenspielern vorbei. Julia ist stehengeblieben und hat dem zugesehen. Ich blieb dann auch stehen und schaute dem Spiel auch ein wenig zu. Sah einfach aus. Irgendwer drehte ständig das falsche um und wer anders dann das richtige. Es war auch klar ersichtlich wo der Ball ist. Irgendwann konnte ich nicht mehr… was jetzt kommt war ja klar. Ich wusste genau wo der Ball drunter war… war er aber natürlich nicht. Julia hat mich noch versucht zu warnen das ich es nicht tun sollte…
Und so wurde ich für meine Dummheit recht schmerzlich Bestraft. Besonders auf einer Reise mit sehr begrenztem Budget… eine Tankfüllung wäre drin gewesen.
Ich denke das war mal eine Lehre und ich werde um diese Hütchenspieler nur noch weite Bogen ziehen. Damit war ich schön sauer, über mich selbst am meisten. Das schöne Geld, was man damit am Abend noch hätte anstellen können… Naja, weg war weg.

Wir sind dann zurück zur U-Bahnstation an der wir gestartet sind. Ein paar Meter weiter war das Cafe in dem wir uns mit Anais treffen wollten. Das Cafe hatte einen gewissen Charme. Die Straße war auch schon sehr ‚französisch‘, so wie Paris in meinem Kopf jedenfalls ist. Eine leicht schmalere Straße mit Bürgersteigen, auf denen die Cafes ihre Stühle gestellt haben. Und hier sitzen die Leute und trinken … was auch immer. Die Leute die auf dem Bürgersteig gehen interessiert es eher wenig das sie diesen auch noch mit den Barbesuchern teilen müssen.

Wir haben uns in die verabredete Bar gesetzt und auf Anaise gewartet. Sie kam dann auch bald und wir haben angefangen alle zusammen zu schnacken. Die beiden Mädels über ihre Zeit in Asien, über unseren Trip jetzt und so ein bisschen Bla Bla. Was man sich halt so erzählt.
Ziemlich bald bekamen wir Hunger und sind in ein Restaurant umgezogen. Für die Damen gab es Fisch des Tages und ich hatte ein Steak. Und eines ist sicher, Paris ist keine günstige Stadt. Pro Gericht pauschal 16 Euro (satt bin ich nicht von geworden), Nachtisch 8 Euro pauschal, Bier 4 Euro, eine Kugel Eis 2,50-4,50.

Gegen 12 waren wir zu bei Anaise. Endlich Duschen, im Internet gucken und noch erzählen. Auch durften wir bei ihr schlafen und das erste mal seid 8 Wochen haben wir nicht im Känguru geschlafen. Julia hat sich mit Anaise das Bett geteilt und ich habe es mir auf einer unserer Luftmatratzen gemütlich gemacht.

21.07.2013

Als ich aufwachte waren wir allein. Julia war schon wach und Anaise war nicht mehr da. Julia hat einen Zettel vorgelesen, den sie hinterlassen hatte. Das wir ihr Texten sollen, wenn wir wach sind und das sie dann mit Frühstück zurückkommen würde. Total süß! :) Sie ist früher aufgewacht und wollte uns nicht beim schlafen stören und ist in ein Cafe gegangen. Fand ich ja sehr… süß halt :)

Es war bereits 10:30 als ich endlich aus dem Bett kam. Es war zwar irgendwie nicht so schön wie im Känguru, aber mal wieder alleine schlafen ist echt toll. Julia hat dann Anaise Bescheid gesagt das wir auch endlich aufgestanden sind und 5 Minuten später stand sie mit einer Tüte voll Leckereien vom Bäcker in der Tür. Hammer. :)
Sogar einen Morgen-Kaffee gab es…

OLYMPUS DIGITAL CAMERANach der Stärkung ging es dann Langsam los. Als erstes stand Notre Dame auf dem Plan. Mit der U-Bahn ging es bis fast vor die Tür der Kathedrale. Die Schlange war mal wieder mächtig. Aber es ging schnell voran. Es sah aus wie mindestens eine halbe Stunde anstehen, war aber nicht einmal 5 Minuten. Innen war es … eine Kirche. Wie viele andere auch… und doch ist ja jede anders. Es war hier irgendwie eine interessante Stimmung. Ich denke diese Entsteht durch die Bauweise der Kirche. Mystisch könnte man sagen. Auch hat sie viele große Mosaikfenster.
Aber viel zu sehen gibt es nicht so wirklich. Wir sind einmal durch gegangen, haben uns dann noch ein wenig auf die Bänke gesetzt und sind nach ein paar Minuten auch wieder raus.

Es ging zu Fuß weiter zu La Basilique du Sacré Coeur de Montmartre. Eine weitere Kirche quasi… Aber vorher hatten wir noch was anderes vor. Wir hatten uns alles für ein Picknick mitgenommen und wollten hier unser Picknick machen. Es ging ein wenig den Berg lang hoch und wir ließen uns auf der Wiese nieder und breiteten uns aus. Natürlich waren wir nicht allein dort. Der Platz war recht voll mit Leuten. Die dunkelhäutigen Menschen waren auch wieder dabei die Touristen auszunehmen (teilweise fast schon brutal). Und direkt vor uns hatte eine Koreanische Musikgruppe aufgebaut und machte Soundcheck. Hörte sich schon sehr interessant an. Wir hofften das sie noch anfingen solange wir da waren. Aber nach einem einzigen Song verschwanden sie dann schon wieder. Schade…
Dennoch war es ein schönes Picknick. Der Platz ist ein wenig erhöht und wir konnten ein wenig über Paris schauen.

P1000954 (Kopie)Nach der Stärkung ging es dann endlich ins Sacre Coeur. Eine Kirche die ich nicht als sehr interessant einstufen würde. Einzig die Malerei an der Frontseite war interessant. Bei dem Versuch sie zu Fotografieren wurde ich doch recht unfreundlich darauf hingewiesen das hier doch Fotografieren nicht erlaubt sei. Jetzt komme ich wohl in die Hölle… wenn ich dem Verein angehören würde…
Wir haben uns da schleunigst wieder vom Acker gemacht und sind weiter zu einem Künstlerplatz, Namens Place du Tertre. Das ist ein Quadratischer Platz an dem einige Künstler ihre Stände aufgebaut haben, insbesondere Maler stellen ihre Werke dort aus und malen auch direkt auf der Straße. Natürlich gibt es auch Bars an der Seite und auch Souvenirshops dürfen nicht fehlen.

Von dort sind wir zu meinem persönlichen Sightseeing-Highlight gegangen. Das Cafe Les 2 Moulins. Das berühmte Cafe aus dem Film ‚Die fabelhafte Welt der Amelie‘. Anaise hat uns natürlich die ganze Zeit begleitet und einen super Reiseführer abgegeben. :)
Wir haben natürlich auch einen Kaffee dort getrunken. Wir waren eh am Verdursten.
OLYMPUS DIGITAL CAMERADas Cafe war natürlich nicht so wie im Film. Also zumindest war es hart zu sehen dass es das gleiche Cafe als im Film ist. Aber wenn man sich das ganze etwas genauer Ansieht, dann erkennt man es schon. Die Bar, die Toiletten, die Tür zur Küche, die Eingangstür. Aber die Bänke stehen anders, es gibt viele Spiegel die man im Film nicht so sieht. (Ich muss mir den Film noch mal anschauen und jetzt mal genau darauf achten. :) ) Das wir richtig waren konnte man aber auch an den Leute erkennen. Manchmal kamen nur kurz welche rein, machten ein Foto und sind sofort wieder raus.
Aber cool ist es definitiv in DEM Cafe mal einen Kaffee zu trinken. :) Hat was. :)

Moulin RougeEinige Fotos später (von innen und außen) ging es dann weiter. Weiter wieder zurück nach Hause. Nach einem kleinen Rundgang durch die Stadt ging es dann zur U-Bahn und wieder zurück zu Anaise. Uns qualmten die Beine und wir waren müde.
Wieder zurück ist nicht mehr viel passiert. Ich habe ein bisschen geschrieben, Anaise hat leckeren Salat gekocht und dann gab es Abendbrot. Da sie heute ja wieder arbeiten musste, sind wir nicht spät ins Bett gegangen.

22.07.2013

So ging es auch recht früh aus den Federn raus heute. Anaise musste um 8 zur Arbeit. Wir durften noch ein bisschen bleiben. Ab um 9 wurde unser Parkplatz, der am Wochenende frei war, zu einem Bezahlparkplatz. Wir mussten um 9 also auch verschwunden sein.
So verabschiedeten wir uns am morgen noch voneinander, duschten dann beide noch schnell und sind dann auch los. Auf die Piste in Richtung Luxemburg. Ich hatte mir das fahren in Paris schlimmer vorgestellt, aber es war relativ ruhig. Das Känguru hat keine Beule abbekommen. Mal gut auch.

Noch ein kurzer Stopp bei Lidl, um die Getränkevorräte aufzufüllen und den Rest des Tages haben wir auf der Straße verbracht. Bis nach Sedan. Hier kehrten wir mal wieder bei Mc Donalds ein. Wir mussten ja noch Postkarten schreiben und in Frankreich verschicken, solange wir im Land sind. Ein bisschen Internet ist auch immer gut. Nachdem wir unsere Postkarten geschrieben und das Internet leer gesaugt hatten, sind wir in das gegenüberliegende Shoppingcenter. Draußen haben wir die Postkarten gleich in den Postkasten geworfen und sind dann noch kurz einkaufen gegangen.

Es ging dann doch noch mal auf die Piste. Bis nach Belgien rein haben wir es noch geschafft. Gute 100 km sind wir noch gefahren, bevor es uns auf einen einsamen, aber großen Waldparkplatz verschlagen hat. Wie geschaffen für ein einsames Nachtlager. Gegen 12 waren wir dann auch endlich im Bett.

Liebe Grüße
Gordon


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Versailles

17.07.2013

Die Nacht war sehr ruhig. Ich hatte ja die Befürchtung das noch jemand vom Campingplatz kommt und uns doch noch wegscheucht. Aber niemand kam. So sind wir erholt um 9:30 aufgestanden. Ich habe noch einen Kaffee in dem Cafe getrunken und natürlich gleich noch die Toilette benutzt.

Nachdem alles zusammengepackt war, sind wir auch bald los. Erst einmal noch mal zum Meer runter. Das war ja noch um die Ecke. Zum Tschüss sagen. Ab jetzt ging es in das Landesinnere und das Meer würden wir nicht noch mal sehen.
Wir haben uns da auf die Steine gesetzt und eine halbe Stunde auf das Meer hinausgeschaut. Dabei habe ich noch Austernschalen zwischen den Steinen vor uns entdeckt und ein paar Eingesammelt. Souvenirs. :)

Dann ging es ab auf die Straße. Auf der Landstraße durch Frankreich. Den Rest des Tages waren wir nur am Fahren. Mit einem Stopp bei Carefour (Supermarkt).

Gegen 18 Uhr sind wir dann mal wieder bei unserem Lieblings-Restaurant eingekehrt. Erst einmal was gegessen und ich musste noch dringend was Arbeiten. Hier sind wir dann auch bis zum Ende geblieben. Meine Arbeit hat sich hinausgezögert und es dauerte länger.
Kurz bevor sie um 11 geschlossen haben, habe ich mir noch mal einen Burger und einen Milchshake gekauft. Das war dann Mc Donalds Rache. Eines von beidem war wohl nicht mehr so gut… mein Magen rebellierte. Zu Dumm das der Laden nun schon zu hatte… So hatte ich noch einen spaßigen Abend…

18.07.2013

Mein Magen hat sich über Nacht noch ein wenig kuriert… aber ganz ok war er immer noch nicht. Ich habe mich getraut einen Kaffee zu holen… von Burger und Shakes habe ich erst einmal die Nase voll.
Wir haben uns dann auch recht schnell da vom Platz verdrückt… bevor noch weitere schlimme Sachen passieren.

Auch heute waren wir wieder die meiste Zeit auf der Piste. Ziel war ein Platz kurz vor Versailles. Hier hatte ich einen See auf den Karten von Inge entdeckt und habe sie angewiesen uns dort hin zu bringen. Das funktionierte auch ganz gut, bis es zur letzten Abbiegung ging. Der Ackerweg war zugewachsen.  Kein Durchkommen mehr. :( Also zum nächsten Teich. Ich wollte gern mal schön ruhig direkt an einem See schlafen.

Auch zum nächsten kamen wir nicht. Hier wies uns ein Schild darauf hin das dass letzte Ende Privatbesitz sei und die Durchfahrt strengstens verboten wäre. Später realisierten wir das es sich um den See eines Golfplatzes handelte :D

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAlso sind wir weiter durch die Gegend gefahren, bis wir schließlich einen einsamen Platz neben einem Acker fanden. Das erschien uns ein guter Alternativplatz und wir parkten hier.

Zur Feier des Tages genehmigten wir uns eine Dusche…  diesmal unsere eigene. Dusche aus der Flasche. Genug Wasser haben wir ja bei. So ging es dann frisch Geduscht (unter der Ackerdusche) ins Bett :)

19.07.2013

Unser Ackerparkplatz war eine gute Idee. Niemand störte uns in der Nacht und am Morgen spendeten die Bäume auf unserer Rückseite den ganzen morgen Schatten. So haben wir mal wieder ein wenig ausgeschlafen und der Wecker klingelte erst um 10. Was für ein toller Morgen. Den Morgen genossen wir noch ausgiebig am Feld. So sind wir dann auch erst gegen 12 losgekommen.

Das Ziel des heutigen Tages war Versailles. Die Stadt mit dem wohl berühmtesten Schloss in Europa. Das Schloss von Versailles, in dem der Versailler Vertrag unterschrieben wurde.
Es war nur 10 Km von unserem Schlafplatz entfernt. Doch erst einmal brauchten wir dringendst Benzin. So machten wir noch einen Umweg zur nächsten Billigtankstelle. Gut das auf Supermarkttankstellen Verlass ist. So bekamen wir an der Carefour Tankstelle noch gutes 95er für 1,52 Euro. Meistens findet man in Frankreich nur noch 95er mit E10. Das möchte Julia dem Känguru aber nicht zumuten. Und auch hier macht jede Tanke ihre eigenen Preise. Innerhalb eines kleinen Umkreises kann man Preisschwankungen von über 10 Cent beobachten.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADann ging es aber nach Versailles. Ich hatte schon bammel das es ein Stress wird auf den Straßen, aber war relativ easy. Wir sind aber auch nicht ewig durch die Gegen gefahren. Das Schloss sieht man schon direkt von weitem. Aber erst einmal brauchten wir einen Parkplatz. Den haben wir dann auch recht schnell gefunden. Nicht direkt vor dem Schloss (auch wenn dort auch einer gewesen wäre), aber dafür mit einem Parkschein, der bis zum nächsten Tag geht. So hatten wir auch gleich einen Platz für die Nacht. Es ist zwar nicht erlaubt mit einem Camper dort zu übernachten, aber wir sind ja kein Camper ;)

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEs war auch schon ganz schön spät, als wir uns endlich zum Schloss aufgemacht haben. Gegen halb 3 circa. Erster Abstecher, Mc Donalds natürlich. Kurz was gegessen und gleich weiter. Um 3 waren wir am Schloss. Und das nenne ich mal ein Schloss. Es ist riesig. Der Hof allein ist schon nicht von schlechten Eltern. Und er war voll mit Menschen. Julia erkannte in der Menschenmenge dann eine Schlange, die ich gar nicht für voll genommen habe. Und die Schlange war lang. Wir also zum Ticketschalter rein und haben uns erkundigt. Der Mann dort meinte das wir nur ca. 30 Minuten anstehen würden, um ins Schloss rein zu kommen. Die Alternative wären die Gärten. Denn die wären kostenlos.
Nach einigem Hin und Her-Überlegen haben wir uns dann dafür entschlossen die 16 Euro für das Schloss nicht mehr auszugeben und uns erst einmal die Gärten anzusehen. Zur Not könnten wir ja morgen früh noch das Schloss selbst anschauen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAUnd so haben wir die kostenlose Karte noch eingepackt und sind in die Gärten. Auch hier… beeindruckend riesig. Ich weiß gar nicht ob riesig überhaupt noch der richtige Ausdruck ist. Gärten, Blumen, Bäume, Teiche, Springbrunnen, Statuen… so weit das Auge reicht. Der hintere, große Teich konnte sogar mit Ruderbooten erkundet werden. Und natürlich auch Menschen so weit das Auge reicht.
Wir haben uns erst einmal auf der rechten Seite umgesehen und entschieden das die Sonnenseite doch nicht immer die bessere Seite ist. Manchmal ist es auch schön auf der Schattenseite zu wandeln.

OLYMPUS DIGITAL CAMERASo haben wir bei der nächstbesten Gelegenheit auf die linke Seite des Weges gewechselt. Das war Zufällig bei einem Brunnen. Hier haben wir uns ein paar Minuten niedergelassen und uns ein wenig Ausgeruht. Dann ging es weiter in Richtung großem Teich. Hier, auf der Wiese vor dem Teich, lagen schon einige Menschen im Gras und wir haben uns einfach mal dazugelegt und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Ich habe dazu ein wenig Fotografiert und die Leute beobachtet :)

Nach dieser tollen Pause ging es weiter durch die weiten des Parks. Er ist gute 3,5km lang, laut Karte. Wir haben uns aber durch die ‚Vorgärten‘ wieder in Richtung Schloss bewegt. Dort gelangten wir nach einer guten Stunde wieder an und ließen uns vor dem Tickethaus, auf einer Bank, nieder. Eigentlich sollte es hier kostenloses Internet geben… das konnten wir aber nicht finden. Stattdessen haben wir noch mal eine Pause gemacht, uns mit 3 Mädels aus Deutschland unterhalten, die gerade eine Woche Frankreichurlaub machen und sind dann wieder zurück in Richtung Auto.
Bei einem Abstecher in die Innenstadt konnten wir noch ein Baguette beim Bäcker und ein paar andere Einkäufe in einem kleinen Supermarkt ergattern. Es war schon halb 8 und der Rest hatte schon geschlossen.

Zurück am Auto machten wir uns jeder ein leckeres Abendessen mit original französischem Baguette. Interessant und lecker.
Und natürlich durfte auch noch ein Mc Donalds Besuch an dem Abend nicht fehlen. Es gab ja einen direkt um die Ecke. Ich wollte noch die Adresse von dem Amelie-Cafe in Paris raussuchen (wenn man schon mal hier in der Nähe ist) und dann noch mal nach Emails schauen.

Um halb 1 haben wir endlich aufgebaut und hoffentlich wird uns auch diese Nacht niemand vertreiben. Es ist vorhin ja schon ein Abschleppwagen rumgefahren und hat alle Leute, die gerade am Auto waren, auf dem Parkplatz informiert das hier morgen kein Auto mehr stehen darf. Die Tour de France kommt hier übermorgen durch. Da muss der Parkplatz geräumt sein. Wir werden dann aber (leider) nicht mehr in der Stadt sein. Morgen geht es gleich am Morgen nach Paris. Ich hoffe wir werden früh aus dem Bett kommen.

Liebe Grüße
Gordon


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