Hier sind meine privaten Einträge.

Sehr edle Kugelschreiber und Füller aus Holz

Hallo zusammen.

Ich muss heute mal ein bisschen Werbung für meinen Vater machen :-)
Er ist nun Frührentner. Und da braucht man ja ein neues Hobby, um die viele Zeit tot zu schlagen.
Er hat sein altes Hobby wieder entdeckt. Das Drechseln. (Wer nicht weiß was das ist, hier klicken: Drechseln bei Wikipedia)

Als Ex-Zimmermann sicher auch naheliegend. Er hat viel Ahnung von Holz und hat früher (zu DDR Zeiten) ja auch schon viel gedrechselt.

Und jetzt hat er das Drechseln von Stiften (also Kugelschreibern, Füllfederhaltern, Druckbleistiften, etc.) für sich entdeckt. Und so ein Holzfüller ist schon echt edel.
Halbe Sachen macht Vater da ja dann auch nicht. Er informiert sich viel, reist durch die ganze Republik zu irgendwelchen Drechselläden und besorgt die Innenleben und das Holz. Es gibt zig verschiedene Holzsorten. Manche davon kann man kaum aussprechen… dafür sehen sie meist auch sehr edel aus. … Also aussehen tun die ja alle gut… ist halt immer Geschmackssache auf was man nun genau “steht”.

Hier ein Kugelschreiber mit Rosenholz.

Und dann kann man ja auch wieder kombinieren. Es gibt ja zig verschiedene “Bausätze” und zig verschiedene Holzarten. Und dann auch noch verschiedene Versiegelungsarten. Unglaublich. Da hat man wirklich die Qual der Wahl.

Füllfederhalter und Kugelschreiber mit “Maserbirken”-Holz. Das finde ich sehr edel.

Und definitiv sind die selbstgemachten Holzkugelschreiber – bzw. Füller nicht mit Massenware zu vergleichen. Sie sehen nicht nur viel hochwertiger aus, sie sind es auch. Sie sind halt mit der Hand gemacht … und mit Liebe ;-)

Der Kugelschreiber für “Schrauber” (8-Kant Mutter am Ende)

Ach und dann gibt es ja noch Themen. Es gibt Kugelschreiber / Füller für Kapitäne (mit Anker und Steuerrad), für Schrauber (mit 8-Kant Mutter), für Schützen / Jäger (mit Repetierung), für Golfer (mit Golfschläger) und und und…
Also wirklich eine große Auswahl.

Da aber niemand so viele Stifte allein braucht, verkauft er sie jetzt auf Amazon. (Einfach hier klicken.)

Falls Du beim stöbern denkst “Man sind die teuer!” – bedenke – diese Stifte sind Handgemacht. Die “Innereien” müssen gekauft werden, das Holz muss gekauft werden und dann wird der Holzkörper per Hand gedrechselt, danach versiegelt und der Stift zusammen gebaut. Und ich kann dir garantieren das Vater auf Qualität achtet. Wann immer es geht, wird nur “Made in Germany” gekauft.
Jedes Stück ist ein unikat.

Kugelschreiber für Kapitäne

Für die Zukunft haben wir noch im Kopf einen Lasergravierer zu holen oder zu bauen. Dann könnte man die Stifte auch noch personalisieren. Gravierte Holzfüller. Ist bestimmt noch geiler. Besonders wenn man ein schönes Geschenk für jemanden sucht.
Aber das wird noch etwas dauern. Ich baue gerade meine erste CNC Fräse. Wenn die läuft, dann baue ich evtl. noch einen Laser dran. (Dazu mache ich dann noch einen eigenen Artikel.)
Ansonsten muss Vater erst mal den Verkauf starten, damit wieder Geld für das Unternehmen rein kommt. Und dann gibt es einen Laser :-)

Soweit dazu erst einmal. Wie gesagt, schaut mal bei Amazon (hier noch mal der Link) vorbei und stöbert mal. Falls Du schon einen speziellen Wunsch im Kopf hast, kannst Du mir auch gern schreiben und ich leite den Kontakt weiter.

Viele Grüße
Gordon

PS: Wer sich Fragt was es denn so alle für Holz gibt, hier mal eine kleine Auswahl: Nussbaum, Eiche, Mooreiche, Rosenholz, Ahorn, Akazie, Kirschbaumholz, Wüsteneisenholz, Amarello, Birke, Maserbirke, Birnbaum, Bambus, Amarant, Limba, Bocote, Bubinga, Buche, Eibenholz, Esche, Makassar, etc.pp. (Die Liste ist ewig lang.)

Der vielleicht coolste interaktive Adventskalender 2017

Hallo zusammen.

Die Adventszeit ist nun angebrochen und was darf da nicht fehlen? Genau, ein Adventskalender. Eigentlich bekommen eher die kleinen so einen Kalender, der meist mit Süßigkeiten gefüllt ist. Aber manchmal auch die großen. :-)
In diesem Jahr bin auch ich quasi dem Thema ‘Adventskalender’ konfrontiert wurden. Die Grundidee war einen Kalender zu basteln. Da kam dann schnell der Ehrgeiz ‘Wenn ich schon mal einen Adventskalender bastel, dann doch bitte gleich richtig’. :-D

Also was genau ist bzw. braucht es für einen richtigen Adventskalender? 24 ‘Türchen’ natürlich. Am besten Tüten oder Boxen, wo man die kleinen, netten Überraschungen für die 24 Tage unterbringen kann. Doch wie, was, warum? 
Schnell stand fest, es sollte sich um das ‘Nikolaushaus’ handeln. Also ein Gerüst aus Holz, in dem die Boxen untergebracht werden können, das nach einem Haus aussieht.
Gut, soweit der Plan.

Dann hört man ja immer wieder von bösen Mädchen und Buben, die es nicht abwarten können und schon vorher Türchen aufmachen, die noch gar nicht an der Reihe sind. Das muss unterbunden werden! :-D Und dann bin ich ja eh gerade auf deinem ‘Lampen’ Trip… also muss das Haus auch beleuchtet werden.
Soweit der grobe Plan.

Nach ein paar detailierteren Überlegungen stand dann finale Plan fest:
Jede Box soll ein Fenster bekommen (ein Haus hat ja nun mal Fenster). Dieses soll beleuchtet werden. Also muss in jedes Fach eine LED, die dann von oben in die Box scheint und damit auch das Fenster erhellt. Um das Schummeln zu unterbinden muss der Adventskalender wissen welcher Tag es ist und welche Box herausgezogen wurde. (Das ein Arduino im Spiel ist, muss ich wohl nicht mehr Erwähnen ;-) ). Dazu muss jede Box mit einem ‘Schalter’ verbunden werden, der mitteilt ob eine Box im Fach ist oder nicht. Wird die falsche Box herausgezogen (also eine mit Datum in der Zukunft), dann soll der Kalender Rabatz machen. Wird jedoch die Box des heutigen Tages herausgezogen, dann soll ein Weihnachtslied gespielt werden.
So ein Haus hat auch einen Schornstein mit Rauch… es ist ja kalt im Winter und da wird geheizt. Der Rauch muss natürlich auch beleuchtet werden.
Und wenn wir schon dabei sind… muss auch noch ein Display in das Haus, das dass aktuelle Datum anzeigt (nur falls man am Morgen noch nicht ganz wach ist und nicht weiß welcher Tage gerade ist).
Und da wir schon so viel Licht im Haus verbauen, dann kann man auch gleich nocht ein paar Spielereien einbauen, so das der Kalender auch gleich als Licht/Lampe genutzt werden kann. Zum Beispiel kam mir die Idee die Fenster zufällig zu beleuchten. So wie in einem richtigen Haus… hier ist ein Licht an und da ist ein Licht an. Und dann geht hier und da auch mal eins aus oder an. Die Imitation eines richtigen Hauses quasi.
(Hätte ich gewusst was ich mir damit einbrocke… hätte ich wohl noch einmal darüber nachgedacht!! :-) )

Und los ging es mit dem Basteln.

Als erstes musste das Haus gebaut werden. Die Boxen sind 6,5cm x 6,5cm. Um ein bisschen Luft zu lassen, habe ich die Öffnungen für die Boxen 7x7cm gemacht. 7cm tiefe ist allerdings nicht sehr viel. Damit wäre das Haus sicher ständig umgekippt. So habe ich die Tiefe auf 20cm erweitert und hinten gleich noch ein bisschen ‘Stauraum’ für etwas größere Überraschungen erhalten. Ich brauchte eh eine Trennwand um die Verkabelung für die Schalter unterzubringen. 
Zwischendurch musste ich dann auch die LEDs verlöten. Dazu habe ich in jedes Fach oben ein Loch ins Holz gebohrt und eine SK6811 versenkt. Die sind rund und passen genau in ein 10er Loch. Das schöne an den SK6811 ist, das sie ‘intelligent’ sind und nur einen Pin am Arduino benötigen. Sie geben das Signal immer an die nächste LED weiter. Somit brauchte ich immer nur 3 Kabel, von LED zu LED. Und nicht von jeder LED 3 Kabel zum Arduino. Das ist sehr praktisch. 
Die LEDs dann mit Heißkleber fixiert und schon war das fertig. 
Dann der Dachfirst. Hier musste ich die beiden Fenster ins Holz schneiden und die Öffnung für das Display aussägen. Vor die Fensteröffnungen dann das ‘Fensterpapier’ geklebt und das Display in die Öffnung geklebt.
Und noch 3 LEDs in den Schornstein einbauen und diesen am Hausdach befestigen. 

Am fummeligsten war die Thematik mit den Box-Schaltern. Um das zu bewerkstelligen musste ich 28 nuten in die Trennwand schneiden, um dort die Kabel zu versenken. Aber nur so weit das sie gerade so drin sind. (24 Datenleitungen 1x Masse pro Reihe) Ich hatte die tolle Idee einfach selbstklebende Kupferfolie zu nehmen. Erschien mir am einfachsten. 2 Streifen unter die Box (1x Datenleitung, 1x Masse) und noch einen Streifen unter die Box. So würde diese den Kreis schließen sobald sie im Fach ist. Funktionierte nur leider nicht immer. Eine kleine Unebenheit, eine kleine Wölbung im Boden der Pappschachtel … und schon ist kein Kontakt da. Also musste ich die Hälfte der Streifen an der Pappschachtel noch mit ein bisschen Lötzinn versehen, damit der Kontakt – mehr oder weniger sicher – hergestellt wurde. 
Definitiv war es eine ganz schöne Fummelei. Aber irgendwann war es erledigt.

Was noch fehlte waren die RTC (Real Time Clock, damit der Arduino weiß welcher Tag ist und sich das auch merkt wenn der Strom mal weg ist), ein Empfänger für die Fernbedienung (Jaaa! Fernbedienung für den Adventskalender! ;-) Wie soll man denn sonst durch die Lichtmodi schalten?) und der Buzzer für das Weihnachtslied bzw. den Alarm. 
Den Buzzer und die RTC habe ich auf ein Arduino Mega Prototyping Shield gelötet. Da war auch schon ein DHT22 Sensor (Temperatur und Luftfeuchte) drauf. … Na wenn er schon mal da ist, dann kann man ihn ja auch gleich noch nutzen. Also gibt der Kalender, auf dem Display, auch gleich noch die Temperatur und Luftfeuchte aus. Warum nicht? :-)
Die Empfänger LED für die Fernbedienung habe ich hinter den Fenstern im Dach installiert. So ist er von außen nicht sichtbar. Dafür muss man aber auch ein bisschen ‘Zielen’. 
Zudem habe ich noch eine Photodiode verbaut. Ich wollte eigentlich das der Adventskalender von alleine anfängt zu leuchten, wenn es dunkel wird. Das habe ich aber später verworfen. 

Und dann ging es an die Programmierung. Hinterher erscheint alles sehr logisch und einfach. Doch wenn man anfängt, dann ist das ganz und gar nicht so. Man fängt an und hat ständig irgendwelche Stolpersteine im Weg. Wie z.B. das ein Adruino nur Single-Thread verarbeitet. Meist ist das nicht so tragisch. Aber wenn man ein Lied abspielen möchte und dabei noch Lichter schalten will, dann geht das nicht.

Aber nach vielen Stunden war es dann endlich soweit. Das gute Stück war fertig… mehr oder weniger. 

Und hier das ganze noch in Aktion:

Noch ein paar mehr Bilder:

Was wurde Verbaut:

  • Arduino Mega 2560
  • RTC
  • Buzzer
  • SK6811 LED
  • Würfelboxen
  • Fernbedienung Empfänger
  • Photodiode
  • Ein bisschen Werkzeug und Holz
  • Watte

Winterliche Grüße
Gordon

Update: Ich wurde des öfteren nach dem Code gefragt. Du kannst ihn [hier downloaden]. Es ist jetzt aber schon eine ganze Weile her und ich weiß nicht ob das der Finale Code war. Denke aber schon.

Auf Wiedersehen Zypern

Hallo zusammen.

Sunset in Cyprus

Sonnenuntergang im Nikosia-Tal

Nach 2403 Tagen habe ich meine vorübergehende Wahlheimat Zypern wieder verlassen und bin der nächste Rückwanderer. 6 ½ Jahre in einem anderen Land leben (und dann noch auf einer Insel im Mittelmeer) davon Träumen andere nur. :-) Aber es gab mehrere Gründe warum ich nun wieder von der Insel runter bin. Die Hauptgründe sind das nun neue Pläne entstanden sind, das Zypern nun mal eine kleine Insel(!) ist und das Leben dort auch nicht nur Sonnenschein ist. Hinzu kommt noch das ich so ziemlich der letzte von meinem Freunden (dem Kern) war. Alle anderen sind schon weg.
Und noch ein paar andere Gründe.

6 ½ Jahre sind eine ziemlich lange Zeit. Ich habe viel dort gelernt, gesehen und erlebt. So viel das ich es nicht in einen Artikel packen kann. All diese Erlebnisse und Erinnerungen würden ein Buch füllen. (Auch wenn ich das Buch gern schreiben würde, um das Vergessen aufzuhalten.)
Es waren wunderschöne und auch richtig schlechte Zeiten dabei. Wie das im Leben nun mal ist. Ich bereue es definitiv nicht dass ich damals auf die Insel gezogen bin. Ich habe viele wertvolle Dinge gelernt, die meinen Horizont weit erweitern haben.

Ich habe in einem Land gelebt, in dem nicht meine Muttersprache gesprochen wurde (und bin klar gekommen :-) ). Somit kann ich nun Englisch, zumindest weitgehend, fließend sprechen, verstehen und schrieben (nicht perfekt, aber ich kann ja noch lernen). Griechisch… naja, reden wir mal nicht drüber. :-/ Dafür aber ein paar mehr Brocken Polnisch, Russisch, Italienisch, Spanisch und Französisch.

Ich habe dort Freunde aus vielen anderen Ländern gefunden. Freunde aus Polen, Ukraine, Großbritannien, Deutschland, Litauen, Frankreich, Ungarn, USA, Russland, Zypern, Schweden, Spanien und anderen Ländern. Gute Freunde. Und ich bin dankbar für jeden einzelnen von Ihnen.
Es war interessant die Unterschiede zwischen den Nationen rauszufinden. Auch ein paar Wörter der jeweiligen Sprache zu lernen (auch wenn ich kein Sprachgenie bin). Ich glaube die am Weitverbreitesten Deutschen Wörter (die sie schon kannten) sind:

  1. Scheiße! (kennt fast jeder)
  2. Ja / Nein
  3. Guten Tag.
  4. Hände hoch. Nicht schießen.
  5. Ein Bier bitte.
  6. Wie geht es Dir?

Ich kann auf viele wundervolle Erinnerungen zurückblicken. Zum Beispiel unsere Campingtrips (insbesondere zur schönen Karpaz-Halbinsel im Norden).
Ich habe mit dem Tauchen angefangen und der spektakulärste Tauchgang war im Kouris Dam in der versunkenen Kirche. Aber auch das riesige Zenobia Wrack und all die anderen ca. 100 Tauchgänge (bis jetzt).
Die ganzen Fotoausflüge mit anderen fotobegeisterten Freunden. Dabei haben wir so einige tolle Plätze gefunden und natürlich auch tolle Fotos gemacht. Auch das Fotografieren habe ich eigentlich erst so richtig in Zypern angefangen.
In den letzten Monaten hat Ewelina mich sogar zum Klettern “überreden” können. Auch das habe ich damit in der Zeit auf Zypern angefangen.
Auch die Treffen mit meinen Freunden sind wunderbare Erinnerungen für mich. Egal ob am Strand zum Schwimmen oder Grill-/Partyabende. Jedes zusammenkommen war etwas besonderes.

2400 Tage sind eine lange Zeit. Ich würde hier am liebsten alles Aufzählen… von Liebe und Hass, von Freundschaft und Enttäuschung, von guten und schlechten Zeiten berichten… aber ich habe weder die Zeit noch die Erinnerung, jetzt in diesem Moment. Und natürlich sind es meine Erinnerungen, meine Erfahrungen… für euch wäre es sicher langweilig.
Ich bin froh diese Erfahrungen gemacht zu haben… wenn ich auch gern, aus jetziger Sicht, manches anders machen würde. Aber es geht immer nur nach vorn und leider nicht zurück.

Und das ist ein weiter Hauptgrund warum ich Zypern nun verlassen habe. Ich habe einen neuen Plan. Eigentlich hatte ich vor 3 Jahren schon den Beschluss gefasst von Zypern wieder weg zu ziehen. Doch dann konnte ich keinen Ort finden an dem ich sein wollte (also Wohnhaft). Zurück nach Deutschland zog mich nix. Aber ich habe auch keinen anderen Ort im Sinn gehabt an dem ich dachte “Ja da würde ich gern mal eine Weile leben.”. Und so verging die Zeit wieder, ohne das sich etwas änderte.

Gordon in AndorraDann habe ich im Sommer 2013 mit einer jungen Dame einen Road Trip durch West-Europa gemacht. In 9 Wochen sind wir über 9000km durch (fast) alle Länder in West-Europa gefahren. Und das hat mir wieder richtig viel gute und positive Energie gegeben. Doch es sollte noch ein paar mehr Monate dauern bis mir klar wurde das es das ist was ich will, was ich brauche, was mich Glücklich macht. Reisen… dauerhaft… viel. Ich bin nicht dafür geschaffen lange an einem Ort zu sein. Ich finde es wunderbar neues zu sehen, zu entdecken und die Welt kennenzulernen.

Und das ist nun der Plan. Eine Wohnung auf 4 (oder mehr) Rädern aufbauen und dann da zu Hause sein wo man halt gerade ist. Getreu dem Motto “Zu Hause ist da wo das Herz ist.” … oder so ähnlich :-)

Die Meinungen der Menschen, denen wir es schon erzählt haben, geht weit auseinander. Menschen die selbst Reisen bzw. die die ‚andere‘ Sichtweise haben, können uns verstehen und würden es selbst machen, wenn sie könnten. Die meisten anderen Menschen finden unser Vorhaben unverständlich, unvernünftig bis hin zu Wahnsinn. :-) Und dann gibt es noch die wenigen ‚Konservativen‘ die es trotzdem ‚ok‘ finden… oder zumindest es nicht schlecht machen und versuchen gute Ratschläge zu geben.

Im großen stoßen wir aber meist auf ‚Ablehnung‘ und Unverständnis. Leider auch gerade da wo man halt braucht. Bei der Familie. (So langsam sollten sie mich doch kennen. :D ).
Der Plan steht fest und wir werden das durchziehen… zumindest versuchen.

Und ganz so blauäugig sind wir ja nun auch wieder nicht. Wir wollen nicht schmarotzend durch die Welt fahren oder dergleichen. Wir werden auch ein Arbeitsleben haben. Nur das wir halt in einer Wohnung auf Rädern leben. Und unser Schreibtisch steht auch in dieser Wohnung. Unser Strom wird aus Batterien kommen, die von der Sonne geladen werden (oder – wenn es mal eng wird – dann aus einem Generator). Das Internet kommt vom Satelliten oder aus dem Mobilfunknetz.
In unserer Wohnung wird auch unser Bett stehen, unser Badezimmer (ja, mit Dusche, Toilette und Waschbecken), unsere Küche und unser Wohnzimmer sein. Unsere Wohnung wird ein 3fach Heizsystem haben (Warmwasser durch Dieselheizung und Holzofen) und eine elektrische Fußbodenheizung als Reserve. Es wird eine Klimaanlage für die heißen Sommertage geben. Unsere Wohnung wird fließend Warmwasser haben (naja, fließt max. 1000L, dann muss nachgetankt werden. Trinkwasser wird es aus Flaschen geben, wie in den meisten anderen Wohnungen auch. Wir werden Strom und sogar Internet haben.
Und das alles überall. Heute am Strand und morgen auf der Alm. Am norwegischen Fjord und am Ballermann. Wo immer wir auch hinkommen mit unserer Wohnung.

Ich habe lange überlegt wie man das am besten anstellt. Erst sollte es ein Wohnmobil werden. Ein bisschen angepasst und ausgebaut.
Doch dann war ich ‚plötzlich‘ nicht mehr allein. Ewelina war plötzlich mit dabei… naja, nicht ganz so plötzlich :-) Und damit auch 2 Katzen… und es wurde komplizierter. Doch sie ist dabei und will mitmachen. Also war nicht die Frage ‚Ob oder ob nicht.‘ sondern ‚Wie‘. Und so überlegten wir beide zusammen hin und her. Haben uns Wohnmobile angeschaut und fanden es schon klein… aber muss wohl schon irgendwie gehen.

Bis … ja bis uns eines Tages eine wahnwitzige Idee über den Weg lief. Wir fanden (ich denke durch Zufall… oder nicht so zufällig… wer weiß) einen umgebauten Bus. Also einen richtigen Omnibus. Da war massig Platz drin. Nix mehr mit 1m² ‚Badezimmer‘ und 5m² für den Rest der Wohnung. Nee, da passt richtig was rein. Da kann man es sich sogar recht gemütlich machen.
So haben dann gleich mal Google befragt was denn da so alles geht und was andere schon gemacht haben. Und siehe da, es war kein Einzelfall. Es gab noch mehr ‚Bescheuerte‘ die sowas gemacht haben. Von ganz einfach bis absolutem Luxus ist alles dabei. Die meisten haben selbst gemacht. Manche haben machen lassen. Besonders in Amerika scheint es ein boom zu sein. Aber auch in Deutschland gibt es schon einige die sich einen Bus ausgebaut haben und manche Leben auch darin.

Autosan H9-20 der Polnischen Marine Quelle: http://pl.wikipedia.org/wiki/Autosan_H9

Autosan H9-20 der Polnischen Marine
Quelle: http://pl.wikipedia.org/wiki/Autosan_H9

Dann kamen die Fragen… Welcher Bus sollte es denn bitte sein? MAN, Mercedes Benz, SCANIA, Magirus Deutz, etc. Die Liste ist lang. Schnell wurde aber auch klar, wir brauchten da wohl ein größeres Portemonnaie. Unsers ist leider zu klein.
Doch auch dafür gibt es eine Lösung. Gewagt, aber es ist eine Lösung. Und zwar einen “alten” Polnischen Autosan Omnibus. Die werden gerade Reihenweise aussortiert, wurden aber bis dato noch gefahren. Dadurch sind sie schön günstig und es gibt auch genauso günstig Ersatzteile. Auch gibt es noch Originalersatzteile vom Hersteller.
Problem an der Geschichte ist das dieser Bus noch nie in Deutschland zugelassen wurde. Das kann ein Theater beim TÜV werden. Auch gibt es Ersatzteile nur in Polen. Wenn mal was kaputt geht… da denke ich mal lieber noch gar nicht dran.
Aber… dafür unsere Preisklasse. Also alle Finger drücken und das beste hoffen.

Auch was den Ausbau angeht sind wir nicht ganz blauäugig. Wir wissen schon das es teuer wird. Deswegen Bus holen, hoffentlich schnell Deutsche Papiere kriegen, abmelden und dann Stück für Stück ausbauen. Geld verdienen und dann weiter am Bus basteln. So lange bis unser Wohnbus fertig ist. Oder uns die Nerven ausgehen :-)

Also es wird ein Mamut Projekt, das ist klar. Das wissen wir auch. Aber was wäre das Leben ohne Herausforderungen? Wäre doch Langweilig. Und wir gesagt, so langsam sollten mich die Menschen doch kennen :-D
Ich liebe diese Idee. Ob es was wird oder nicht. Ich kann nur Lernen. Ich muss mich mit meinem Bus beschäftigen und ihn verstehen lernen (KFZ). Ich werde einen LKW Führerschein machen und auch das ist Lernen. Ich muss mich mit Heizungssystemen beschäftigen und eines bauen. Ich muss mich mit Elektrik beschäftigen und diese verlegen (inkl. Solar, Generator und diesen Systemen). Ich muss mich mit Wassersystemen beschäftigen und eines zusammenbauen. Auch Gas muss ich machen (oder wahrscheinlich hier eher machen lassen). Und noch viel mehr. Ich muss (und werde) hier so viel lernen… das werde ich sicher noch oft im Leben brauchen können.

Und Langeweile wird im nächsten Jahr sicher nicht aufkommen. Jetzt muss ich erstmal zu dem netten Herrn von der DEKRA und mit ihm mal alles durchsprechen. Auf was ich achten muss und was die noch brauchen. Wie gesagt, so einen Bus hat es noch nie im Deutschen System gegeben. Wer weiß was es da für Unterschiede geben könnte, die mir überhaupt nicht bewusst sind.
Und wenn das abgeklärt ist und nix schief gehen kann, dann hole ich ja in 2-3 Wochen Ewelina aus Polen ab und dabei wollen wir uns gleich ein paar Busse anschauen und hoffentlich ist der richtige dabei. Wenn dem so ist, dann nehmen wir den gleich mit :-)

Soweit ist erst einmal der Plan. Ich werde jetzt hoffentlich mal wieder öfter ein Update abgeben. Nur kleinere. :-)

Bis dahin.
Gordon

Frohes Neues Jahr 2015

Hallo.

Ich möchte Dir noch ein Frohes Neues Jahr wünschen, falls ich es noch nicht getan habe. :)
Ich hoffe Du bist gut reingekommen und die Ziele für 2015 sind in erreichbarer Höhe gesteckt ;)

Wir haben Sylvester recht bescheiden Verbracht. An einem – mehr oder weniger – einsamen Platz haben wir uns mit Jim und Christos getroffen, die Kameras ausgepackt, Glühwein warm gemacht, einen Snack vorbereitet und dann die 5 Raketen um Mitternacht fotografiert und die lieben Gott einen guten Mann sein lassen.
Es war nichts wildes, aber trotzdem ein wundervoller Abend. Ruhig und entspannt mit ein paar guten Freunden.

Es war aber auch das letzte Neujahr hier auf der Insel. In wenigen Wochen werde ich dann auch endlich Good Bye sagen. Aber dazu später mehr. Pläne gibt es viele und große für das neue Jahr. Hoffen wir mal das sie nicht zu hoch gesteckt sind. :)

Na dann, Frohes Neues und auf das 2015 ein geiles Jahr wird ;)

24 Stunden Abenteuer

Hallo zusammen.

Mal wieder eine kleine Story über einen Fototrip. Mit einer Menge Abenteuer dieses mal. Mal schauen ob ich das in Worte fassen kann :)

Also eigentlich war am Freitag ein Couchsurfing-Treffen geplant. Aber dann hat meine Bekannte bescheid bekommen das Sie arbeiten musste am Samstag und auch sonst hatte sich keiner weiter angemeldet. Also habe ich auch abgesagt.

Dann habe ich mich mit Christos kurzgeschlossen. Er hatte einen anderen Plan. In die Berge fahren, zu einem alten, verlassenen Hotel, dort campen und am Samstag verlassene Dörfer erkunden.
Klang gut. War zwar schon spät… aber wenn man sich beeilt, dann könnten wir es noch bis zum Sonnenuntergang zum Hotel schaffen.

DSC_0688Also schnell die Arbeit erledigt, Sachen gepackt und ab die Post. Die anderen 3 waren aber auch noch nicht wirklich startklar. So gegen 6 sind wir dann endlich los. Noch tanken, ein paar Sachen einkaufen und auf in die Berge. Voll bepackt ist mein Auto noch ein bisschen schwächer auf der Brust. Es ging recht langsam voran :(
Wir erreichten das verlassene Hotel Berengaria erst nach Sonnenuntergang. Nutzen aber noch schnell das letzte Licht um ein paar schöne Fotos zu schießen. 4 Fotografen :)
Dann wurde es immer dunkler, bis wir schließlich ganz im dunkeln standen. Und eins kann ich behaupten… das Hotel ist verdammt gruselig im dunkeln. Von außen geht es noch. Ich habe ein paar Fotos im Stockdusteren inneren gemacht… da wird einem schon komisch. Guckt euch die Bilder an, dann wisst ihr vielleicht warum.

Gebaut wurde das Hotel 1930. Es besteht überwiegend aus Naturstein. Es war so glamourös, das es das Hotel der Könige genannt wurde. Zudem war es das erste Hotel in der Region.
Was genau mit dem Hotel passierte, scheint niemand so genau zu wissen. Der Rest ist nur noch Legende. Diese besagt das der reiche Eigentümer 3 Söhne hatte. Nach seinem Tod sollte der gesamte Familienbesitz gerecht unter ihnen aufgeteilt werden und alle 3 Söhne sollten zu gleichen Teilen am Hotel beteiligt werden und dieses weiterführen. So sollte kein Streit zwischen den Kindern entstehen. Doch als der Vater verstarb, waren alle guten Vorsätze vergessen und die Söhne stritten sich um den Familienbesitz, das Geld und um das Hotel. Alle 3 staben in kuriosen Unfällen.
Da niemand mehr da war der das Hotel führte, wurde es von den Leuten geplündert und besteht heute nur noch aus den blanken Mauern. Man sagt das die 3 Brüder noch immer im Hotel spuken.

Die Nacht haben wir dann direkt neben dem Hotel geschlafen. In unseren Zelten. Geister haben wir nicht feststellen können. Vielleicht waren sie so anständig und waren leise in der Nacht. ;)

DSC_0711Der morgen startete spät. So gegen 9:30 bin ich erst aus dem Zelt gekrochen. Dann erst einmal einen Kaffee und eine Rauchen… und ganz langsam und gemütlich in den Tag starten. Gegen 11:00 war dann wieder alles im Auto verstaut und es ging weiter. Mehr verlassene Orte standen auf dem Plan. Doch als erstes hielten wir an einem (natürlich verlassenen) Haus an, das sich unweit vom Hotel befindet. Es sieht schon von außen schlimm aus. Kaputte Fensterscheiben, Türen stehen offen, alles was aus Metall ist rostet vor sich hin und der Gärtner war auch schon seid mindestens 20 Jahren nicht mehr da.

Schon beim umrunden des Hauses wird einem klar, das Haus ist etwas besonderes. Und besonders ist es da es seid zig Jahren leer stehen muss, aber es ist noch alles drin. Wirklich alles. Die Zimmer sind komplett eingerichtet. In der Küche stehen noch Flaschen (ich habe nicht geschaut ob noch eine verschlossen ist). Lampen sind noch in der Fassung und sogar Bekleidung liegt noch rum. Natürlich alles in einem absolut fürchterlichen Zustand. Aber wer auch immer hier gelebt hat, scheint fluchtartig das Haus verlassen zu haben. Und irgendwie scheint niemand daran interessiert gewesen zu sein das Haus zu plündern. Für uns Fotografen ist das natürlich eine gern genommen Gelegenheit mal richtig gute Fotos zu machen.

Dann ging es weiter in Richtung Vretsia. Das liegt nur ca. 30km westlich. Die normale Straße würde jedoch einen riesen Umweg machen. Also haben wir uns für eine Querfeldein-Route entschieden. Da sogar mein Navi diese Route sofort vorgeschlagen hat, konnte es ja nicht so schlimm sein, dachte ich. Wie man sich irren kann.

DSC_0809Kurz vor dem Dort Foini ging es dann von der Hauptstraße runter. Eine Venezianische Brücke (Elia Brücke) ist dort auch ausgeschildert. Gut, sehen wir gleich auch noch ein paar der Venezianischen Brücken.
Doch schon nach ein paar hundert Metern wurde aus einer Asphaltstraße eine Betonstraße. Noch ein paar hundert Meter weiter waren wir auf einem mehr oder weniger unbefestigtem Feldweg. Und dann ging das Abenteuer los. (Wir haben nach ein paar Kilometern beschlossen das es nicht mehr heißt ‘es wird schlimmer’… es heißt ‘es wird Abenteuerlicher’ !!)
5,5 km bis zur Brücke. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei ca. 20km/h. Streckenweise nur 10km/h. Spurrillen so tief das ein Achsenbruch bei 30km/h garantiert ist. Ich denke wir brauchten so ca. eine Stunde für die 5,5 km. Dann, 200 Meter vor der Brücke, ging es endlich wieder auf eine Geteerte Straße. Und schon waren wir an der ersten Brücke. Die Elia Brücke. Ein kurzer Stop, ein paar Fotos und es ging weiter. Nur ein paar hundert Meter weiter die Straße runter kommt man zur Tsielefos Brücke.

The crossingDann hatten wir die nächste Abenteuerliche Idee. Direkt an der Brücke führt eine ‘Straße’ weiter zur nächsten Brücke und von dort dann nach Vretsia. Problem Nr. 1 ist das diese Straße durch den Fluss führt. Ich habe schon mal ein Quad wegspülen sehen, beim Versuch die Straße durch den Fluss zu nehmen. Da war aber noch mehr Wasser im Fluss. Im Moment war der Wasserstand niedriger und der Fluss recht ruhig. Nach einigem hin und her Überlegen war es dann beschlossen… wir wagen es.
Also ab zum Auto, soweit es geht Anlauf genommen und … ohne Probleme ging es durch das Wasser. Die anderen Leute da guckten dumm und mein Auto war wieder etwas sauberer :)

Nur leider wurde die Straße nicht besser. Im Gegenteil, das Abendteuer ging jetzt erst richtig los. 25km auf Feldweg. Gut, das Navi kannte alle Straßen. Erstaunte mich ein wenig… aber ich hoffte das bleibt auch so bis zum Ziel. Doch mehr Sorgen machte ich mir um mein armes Auto. Ich habe es verflucht das ich meine GoPro nicht dabei hatte um DAS auf Video aufzunehmen.
Spurrillen und stellenweise Gefälle mit bis zu 40% (kein Witz). Teilweise führte uns die Strecke sogar durch Waldbrandschneisen. Einmal haben wir die falsche Abbiegung genommen und mussten umdrehen. Hatte ich erwähnt das wir auf einer unbefestigten Straße unterwegs waren. Die meiste Zeit hatten wir auf einer Seite einen Abgrund. Die Straße nicht breit genug für 2 Autos und natürlich keine Leitplanke.

DSC_1008Nach ca. 2 Stunden erreichten wir die 3. Brücke. Mitten im Wald gelegen liegt die Roudia Brücke. Noch eine Venezianische Brücke. Und die schönste von den 4 Brücken die ich bis jetzt gesehen habe. Mitten im Wald gelegen und von schönen Bäumen umgeben.

Nach einer weiteren Stunde mit 20km erreichten wir endlich Vretsia. Wir hofften dort ein Restaurant zu finden. Wir hatten einen Bärenhunger. Doch, wir fanden mit Vretsia unser erstes verlassenes Dorf. Es muss mal ein Türkisches Dorf gewesen sein. Direkt in der Dorfmitte steht eine kleine alte Moschee. Daneben standen normalen Häuser, eine Villa, eine Schule, Bauernhöfe und ein Restaurant, in dem sogar noch jemand zu leben scheint. Da hing selbstgemachter Käse. Ziegen bimmelten irgendwo im Tal, eine riesen Sau stand da rum und sogar 2 Pferde standen auf der Weide.
Nach ein paar Fotos ging es dann weiter. Die Straße wurde endlich besser. Im nächsten Dorf fanden wir dann endlich ein Cafe. Gab zwar nur Pommes zu essen, aber wenigstens einen Kaffee dazu :) Hier vertrödelten wir eine ganze Weile und machten uns dann auf die Suche nach einem weiteren verlassenen Dorf. Dem alten Axylou. Aber außer einer weiteren Ackerstraße (inkl. Umdrehen in 10 Zügen am Abhang… mal wieder) haben wir nichts gefunden.

Danach war es zu spät und ich hatte keine Lust mehr mein armes Auto weiter zu quälen. Es ging zurück nach Hause. Aber wir hatten einen super Tag. Sehr viel Abenteuer :)

Wie immer hier noch die besten Fotos…

Liebe Grüße
Gordon

Ich war bei einem klassischen Konzert… nenne mich nie wieder Kunstbanause! :D

Hallo zusammen.

Ich war auf einem Klassik Konzert. Da soll noch mal einer behaupten das ich ein Kunstbanause bin :)

Royal Manor HouseEine Bekannte hatte gemeint das da ein Klassik-Konzert (14th international Pharos Chamber Music Festival) wäre. Irgendwo in einem Dorf zwischen Limassol und Paphos. Sie wollte mit einer Bekannten hinfahren. Mit dem Bus… 3 mal umsteigen und so 2 Stunden unterwegs. Und irgendwie… :) dachte ich mir ‘Ach was soll’s. Für 10 Euro kann man sich das mal anschauen. Hab ja eh nichts vor an dem Abend.’. Also habe ich angeboten das wir alle zusammen mit meinem Auto fahren könnten. Geht um weiten schneller.

So machten wir es dann auch. Interessant wurde es als ich feststellte das dass Konzert im Royal Manor House in Kouklia stattfinden sollte. Auch bekannt als Sanctuary of Aphrodite. Ein Ausgrabungsstätte mit einer sehr alten Villa (?). Dort sollte es Stattfinden. Also eine schöne Location für ein Konzert.

Um 7 habe ich die beiden Mädels eingesammelt und es ging Richtung Kouklia. Dauerte mit dem Auto nur ca. eine halbe Stunde. Zypern ist ja nicht soo groß :)
Um 8:30 sollte es anfangen. Um 8 waren wir ungefähr da. Natürlich, wir sind ja immer noch in Zypern, find das Konzert ca. 15 Minuten verspätet an. Das Programm wurde komplett geändert (inwiefern konnte ich aber nicht verstehen) und vor dem Start gab es auch noch Stromausfall im Raum (gut das ich meine Taschenlampe dabei hatte :D ).

Doch dann ging es los. 1 1/2 Stunden Violine, Klavier, Viola und Chello. … Und ich muss gestehen, als jemand der mit Klassischer Musik gar nichts am Hut hat, war es eine sehr angenehme Abwechslung zu Rammstein und Co. Live hat so etwas doch einen ganz anderen Charme also wenn man es nur hört. Sicherlich ist auch die Location nicht ganz unschuldig daran das dieses Konzert doch Spaß gemacht hat.
Die Zeit verflog nur so und irgendwie war es sogar schade als die letzten Noten gespielt wurden. Ich hätte mir gern noch mehr angehört.

Ich denke bei einer Gelegenheit werde ich mir wieder ein Konzert anschauen. Egal ob Klassisch oder sonst eine interessante Musikrichtung. Besonders wenn es wieder in einer besonderen Location stattfinden sollte. Würde gern auch mal wieder ein Jazz-Konzert besuchen. Mal schauen.

Das Originalprogramm:

Franz Schubert: Minuets for String Quartet, D.89 (1813)
Antonin Dvořák: Piano Trio No.4 in E Minor, Op.90 “Dumky”
Franz Schubert: Sonatina No.1 in D major, Op.137
Gustav Mahler: Piano Quartet in A minor

Die Musiker:

Piano: François-Frédéric Guy, Yevgeny Sudbin, Ashley Wass
Violin: Daishin Kashimoto, Tanja Becker-Bender, Boris Brovtsyn, Levon Chilingirian
Viola: Diemut Poppen
Cello: Alexander Chaushian

 

Folgend natürlich wieder Bilder und ein kleines Video.

Viele Grüße
Gordon

Neulich beim Tätowierer…

Hallo zusammen,

neulich hat mich eine Freundin angeschrieben ob ich mit ihr zum Tätowierer (ja, laut Duden ist das die korrekte Schreibweise :P ) komme. Sie wollte ein neues Tattoo haben. Natürlich habe ich sie begleitet. Ich überlege ja auch schon lange mir ein neues machen zu lassen und wollte mal schauen ob ich ein paar neue Anregungen und Informationen kriegen kann.

So sind wir dann nach Agia Napa gefahren, zum Tattoo Studio Blood Brothers. Nicht gerade um die Ecke. Aber sie kannte den Tätowierer schon länger und wollte ihrs von Ihm gemacht haben. Während sie also ‘beschäftigt’ war, habe ich mir die Zeitungen und Vorlagen nach Ideen durchgesehen.
Ehrlich, wenn man schon mal im Tattoo Shop ist, dann ist es nicht sehr einfach da wieder weg zu gehen ohne selbst auch unter der Maschine zu landen. Und so kam es das ich mich spontan zu einem weiteren Tattoo entschieden habe. Nicht das was ich schon lange im Kopf habe… da muss ich erst einmal eine Person finden die sich mit der Art des Tattoos auskennt. Es geht um ein Maori Tattoo. Und die Formen und Symbole haben eine Bedeutung. Nur kennen sich nur wenige Menschen damit aus. Verständlicherweise am besten Einwohner Neuseelands.

Also musste erst einmal etwas anderes her. An dem Tag hatte der Tätowierer aber eh keine Zeit mehr. Wir haben uns für einen anderen Tag verabredet. So hatte ich noch ein wenig mehr Zeit mich zu entscheiden. Man will sowas ja auch nicht übers Knie brechen.

Ach ja, ich habe natürlich auch meine Kamera dabei gehabt…

Und ein paar Tage später war ich dann dran und meine Freundin hat die Kamera ein bisschen in die Hand genommen :)

Ich muss aber ehrlich sagen das ich mit der Arbeit nicht zufrieden bin. Das Tattoo im groben sieht gut aus und ist ok. Aber wenn man die Vorlage mit dem Ergebnis vergleicht, dann sieht man sehr stark das viele Details weggelassen oder verändert wurden. Die Schildkröte ist nur mit Hinweis auf ihre Existenz erkennbar. Auch der Manta ist nur schwer zu erkennen. Linien sind krumm und schief. Das nächste mal werde ich mehr aufpassen wer mich Tätowiert und was er/sie vorher für Arbeiten gemacht hat.

Hier noch mal der Vergleich:
tattoo vergleich

Viele Grüße
Gordon

Ich bin zurück

Hallo zusammen.

Lange ist es her das ich hier das letzte mal etwas geschrieben habe. Ich habe gerade mal nachgesehen… 6 Monate um genau zu sein. Eine echt lange Zeit. Und auch davor habe ich schon lange nur eher sporadisch geschrieben. (Von dem Road Trip einmal abgesehen.)
Aber beschwert hat sich ja auch noch keiner :P

Relaxen über den Dächern von NikosiaEs ist nicht so das nichts passiert ist in den letzten 6 Monaten. Eigentlich ist sehr viel passiert. Aber auf der einen Seite nichts was man online breittreten will/sollte. Nennen wir es einfach Gefühlschaos… mit allem was dazugehört. Das hat mir auch sehr die Lust am schreiben genommen. Oder sagen wir ich hatte viel um die Ohren. Und die Zeit hat angefangen nur so davon zu rennen.
Gerade habe ich den letzten Artikel über die Olympus 620 gelesen und es kommt mir vor als wäre es gestern gewesen. 6 Monate sind seitdem vergangen. Es ist verdammt viel passiert in den 6 Monaten. Und trotzdem erscheint mir diese lange Zeitspanne sehr sehr kurz.

Also was ist passiert hier in den letzten Monaten? Ich fasse mich kurz. Die lange Version könnte einen ganzen Buchband füllen.
Ich habe mich verliebt in jemanden den ich schon länger kannte. Es gab einen anderen dabei. Hin und her… der andere hat die Frau bekommen. Ich hab das gebrochene Herz bekommen. Langes Nachspiel und aus. (Kürzeste Version die möglich ist. Bei einer Geschichte die über 6 Monate so ging.)
Dabei hab ich viel Nachgedacht. Über Gott und die Welt, diese Situation und mich selbst. Habe eigene Fehler erkannt und angefangen mein Leben ein wenig zu verändern. Seid Anfang des Jahres geht es nun regelmäßig ins Fitnessstudio. Vor gut 2 Monaten habe ich mit Muay Thai angefangen. Bin in eine größere Wohnung gezogen (zu groß wie sich herausstellte). Und ein paar persönliche Veränderungen.

Nun hat sich fast die gleiche Geschichte in einer Kurzversion wiederholt.
Ich denke am aktuellen Punkt ist es mir nun egal was mit den Frauen passiert. Ich habe einen Entschluss gefasst und bin dabei einen Plan zu machen, von dem ich mich nun nicht mehr abbringen lasse. Für die erste Dame (mit der langen Geschichte) habe ich alle meine Zukunftspläne über Bord geworfen (Freiheit des Reisens). Sie hat bereits ein Kind und ich war bereit mit ihr eine Familie zu gründen. Wir haben darüber geredet und teilweise sogar Pläne gemacht.

Nun bin ich zurück auf meinem alten Pfad. Ich will die Welt sehen. Neugierig sein und überall mal hinreisen. Die zweite (kurze) Geschichte hätte da sehr gepasst, da sie auch Reisen möchte. Zwar auf eine andere Art wie ich (sie will Backpacking und ich mit einem Wohnmobil mein Zuhause immer dabei haben), aber man hätte sicher einen Weg gefunden. Wo ein Wille, da ein Weg.

BuffaventoNun habe ich es schon gesagt. Mein Plan ist es mir ein Wohnmobil anzuschaffen und damit durch die Welt zu reisen. Der Plan ist bis jetzt noch sehr grob, aber doch klar.
Die aktuelle Frage ist Wohnmobil kaufen oder selbst bauen. Ein fertiges ist… fertig. Da ist nur evtl. eine Generalüberholung notwendig und es kann losgehen. Dafür ist es immer als Wohnmobil erkennbar. Der Gedanke bei einem Selbstbau ist das man es nach den eigenen Wünschen gestalten kann und man kann es unauffällig machen (damit es unattraktiver für Diebe wird). Natürlich spielt beim Selbstbau auch der ‘Spieltrieb’ eine nicht unwesentliche Rolle.
Das ganze Unterfangen wird aber gerade in der Startphase sehr kostspielig. Ich rechne mit kosten um die 15.000 Euro. Egal ob für Gebraucht oder Selbstbau. Natürlich reden wir hier von Gebrauchtfahrzeugen. Ein gebrauchtes (und entsprechend altes) Wohnmobil oder ein gebrauchtes Basisfahrzeug.
Das Geld muss erstmal angespart werden. Und ich denke das werde ich nicht in Zypern schaffen. Ich werde wohl für eine Zeit wieder nach Deutschland gehen müssen. Günstig leben und dabei so viel wie möglich sparen. Kredit kommt für mich nicht in Frage. Würde ich eh nicht kriegen (ohne Sicherheiten).

Nun die häufigste Frage: Und dann? Wie soll es dann weitergehen?
Naja, ich sage ja immer zu Leuten ‘Ich bin Programmierer. Das ist so geil. Ich kann von überall auf der Welt arbeiten. Ich brauche nur Internet.’ … Und, wo bin ich? Seid über 6 Jahren in Zypern. ‘Überall’ ist anders.
Wir leben aber glücklicherweise in einer sehr modernen Welt. Internet gibt es auch via Satellit. Man braucht nur einen Empfänger. Sprich, eine Schüssel auf dem Dach, oder wo auch immer. Ich habe mich mal ein wenig umgesehen und eine Firma gefunden die das anbietet. Heutzutage braucht man nicht einmal einen Backchannel mehr. Also früher war es so das man Internet über Satellit empfangen konnte, aber trotzdem eine Festnetzleitung für das senden der Daten brauchte. Das ist heutzutage nicht mehr so und somit ist man absolut unabhängig.
Damit kann ich dir Grundvoraussetzung für meine Arbeit schaffen und kann von überall in Europa arbeiten. (Der Anbieter deckt nur Europa ab… damit werde ich erst einmal lange in Europa bleiben müssen… aber das ist ja auch groß.)

Weitere Gedankengänge bis dato sind:

  • Solaranlage aufs Dach mit 2-3 großen Versorgerbatterien. Zum Arbeiten brauche ich viel Strom für den Laptop. Auch in der Pampa, auch im Winter, auch wenn es kalt ist.
  • Ausreichend große Wassertanks… ich denke ich werde mich gerne und lange in Regionen aufhalten wo es nicht von Menschen wimmelt. Die Versorgung muss gewährleistet sein.
  • Toilette ohne Chemie (Schiffstoilette), versorgt aus dem Abwassertank (von der Dusche und so).
  • Möglichst unauffälliges Aussehen

Mehr fällt mir spontan gerade nicht ein. Aber es ergeben sich sicher noch weitere Details.

Das ist der Plan. Warum ich das machen will? Schwer zu erklären. Hier in Zypern bin ich ‘fertig’. Es reizt mich hier nichts mehr. Ich denke ich kenne hier so grob jede Ecke und irgendwann kommt man hier an einen Punkt an dem man sagt ‘Es reicht. Runter von der Insel.’. Dann überlegt man noch einige Monate hin und her… und letztendlich ändert sich an dem Gedanken nichts. Auch sonst ändert sich nichts. Was diesen Gedanken nur verstärkt… bis es irgendwann soweit ist.

Lange habe ich überlegt ‘Wohin soll ich dann aber gehen?’. Zurück nach Deutschland? Nein, nicht wirklich. Aber wohin dann? … Und ich habe nicht wirklich eine Antwort gefunden. Jetzt habe ich eine… überall hin. Und mit dieser Antwort kann ich mich sehr gut anfreunden.
Der Tag wird kommen...Ich weiß das dieses ‘Projekt’ für die meisten Menschen nicht nachvollziehbar ist. Man kann doch nicht dauerhaft durch die Gegend reisen und in einem Wohnmobil leben. Das geht doch nicht. … Doch, das geht! Und es gibt Menschen die machen das schon lange so. Und sie leben noch. ;)
Es ist nicht das typische, vorgeschriebene Schema … Haus, Familie, Kinder, Hund, geregelte Arbeit, Rente, Sterben… Und alles was nicht nach Schema läuft macht den Menschen angst. Jeder der sich nicht in das Schema integriert wird verurteilt. ‘So geht das nicht.’, ‘Wie kannst Du nur?’, ‘Werd vernünftig!’, etc.
Ich habe mit einigen Menschen kontakt die nicht nach dem Schema leben bzw. ihren eigenen Weg gehen. Sei es Homosexuelle Menschen, Spirituelle Menschen, Langzeitreisende, Hippies, Vegetarier/Veganer, etc. … Menschen die nicht nach den Regeln der ‘normalen’ Leben. Alle kennen diese Inakzeptanz nur zur Genüge. Alle kriegen die gleichen Worte von ihren Mitmenschen zu hören. Wir sollen doch endlich vernünftig werden! Also mit anderen Worten, wir sollen mit dem Strom schwimmen.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, wer einmal mit einem offenen Geist gegen den Strom geschwommen ist, der wird nie wieder mit dem Strom schwimmen (wollen).

Aber das hier soll keine Philosophiestunde werden. (Vielleicht ein anderes mal.)
Ich für meinen Teil habe diesen Plan gefasst (besonders nach der Erfahrung von unserem Road Trip letztes Jahr). Und so wird es sein… :) Hoffentlich.

Ja, das soweit erst einmal von mir.
Das schreiben geht nicht mehr so flüssig wie früher mal. Bin wohl aus der Übung gekommen. Ich sollte es mal wieder öfter tun :)
Deswegen kürze ich hier ab und schreibe das nächste mal weiter. Vielleicht gibt es dann ja noch was neues oder mir fällt noch etwas altes, neues ein.

Achso, ich Fotografiere natürlich immer noch… oder, nach einer Pause, wieder. Ich werde in den nächsten Tagen noch ein paar Bilder hochladen, die allerdings schon ein paar Wochen oder Monate alt sind.

Also dann, bis demnächst.
Gordon

Meine gute Olympus E-620 ist plötzlich und überraschend gestorben :(

Hallo.

Heute habe ich sehr traurige Nachrichten (naja, eigentlich mehr für mich als für Dich). Meine gute Olympus E-620 ist plötzlich und überraschend dahingeschieden.

Als ich vor 3 Wochen das letzte mal in der Burg Buffavento war, habe ich das Baby natürlich dabei gehabt. Doch plötzlich, mitten in einer Serie von Fotos wurde der Bildschirm schwarz. Ich dachte die Batterien sind vielleicht alle. Aber auch ein neuer Satz Batterien konnte dem Monitor kein Bild mehr entlocken. Ich bemerkte das die Hintergrundbeleuchtung noch funktioniert, aber es erschien kein Bild mehr.

Olympus E-620 aufgeschraubtDa ich eh keine Garantie mehr darauf hatte, habe ich mein Baby kurzerhand mal aufgeschraubt und vorsichtig an den Kontakten gewackelt. Kann ja mal was rausgerutscht sein. Aber nichts.
Mehr habe ich mich dann auch nicht getraut und so ging mein Baby mit großen Hoffnungen zu einem ‘Spezialisten’ nach Nikosia. Er wurde mir von allen Fotografierenden Freunden (unabhängig voneinander) empfohlen. Ich setzte also große Hoffnung in ihn.
Wenige Tage später kam dann die Antwort. Als erstes fand er es Scheiße das ich die Kamera schon mal aufgeschraubt hatte (ja und?). Und er kann nix machen da er die Ersatzteile nicht da habe. Er schickt die Kamera zurück. … Aha, super Spezi.

Meine letzte Chance war dann eBay. Ich ersteigerte mir ein neues Display in der Hoffnung das es daran liegt. Das habe ich nun gerade, nach 2 Wochen Lieferzeit, verbaut. … Du erahnst es, es war nicht das Display. Ich vermute das irgendwas elektronisches Durchgebrannt ist.

Ich könnte die Kamera zu Olympus schicken und Reparieren lassen. Da Olympus aber Festpreislisten hat, weiß ich das es mich mindestens 200 Euro kostet. Und hier war dann die Überlegung ob man wirklich noch mal so viel Geld in eine alte Kamera stecken will (ich weiß, es ist mein Baby…). Die Technik ist veraltet und ich überlegte schon länger das Lager zu wechseln. Olympus macht wirklich klasse Kameras… man könnte sagen ‘mit Liebe’. Aber sie sind teurer. Es gibt selten mal was neues und Linsen sind auch schwerer zu finden. Besonders wenn man etwas spezielleres auf dem Gebrauchtmarkt sucht.

Natürlich hat auch Olympus neue Kameras am Start. Aber nur noch Spiegellose. Hier hätte ich noch die OM-D E-M5 ins Auge fassen können. Aber allein die Kamera mit Standartobjektiv hätte über 1000 Euro gekostet. Weit über meinem Budget.

Also habe ich beschlossen auf Nikon umzusteigen. Warum nun Nikon und nicht Canon… ganz ehrlich? Wenn man beide Marken mit den Aktuellen Kameras vergleicht… dann kriegt man einen Knall. Es gibt so wenig unterschiede. Die eine ist hier besser wo die andere etwas schlechter ist und dafür ist die andere dann da besser und die andere ist da etwas schlechter.

Ich bin irgendwie auf die neue Nikon D5200 gestoßen und habe recht viele gute Rezessionen darüber gefunden. Der Preis von unter 600 Euro inkl. 18-55mm Objektiv ist auch nicht schlecht. Und so habe ich sie mir dann auch bestellt – meine erste Kamera die ich neu kaufe. Und ganz ehrlich, der Unterschied ist schon gewaltig. Auch wenn die Olympus schon geniale Bilder macht(e)… die Nikon ist besser. Natürlich, zwischen der Olympus E-620 und der Nikon 5200 liegen 4 Jahre für mehr Entwicklungsarbeit. Da wären  12,3 Megapixel (E-620) zu 24MP (D5200) … nicht das ich ein Megapixelfreak bin, aber es hat schon was ein bisschen mehr zu haben.  Oder die bei weitem bessere ISO Empfindlichkeit. Das hat mich bei der Oly am meisten gestört. Mehr als ISO 800 war nicht möglich, dann hatte man nur noch Rauschen im Bild. Die D5200 kann man bis ISO 3200 noch recht gut nutzen… danach wird es nur noch was für Schnappschüsse. Eine Videofunktion habe ich jetzt auch. Nicht das ich sie oft nutze… aber wer weiß. Ab und zu hatte ich sie schon vermisst.

Die Olympus E-620 hat mich gerade mal ein halbes Jahr begleitet. Dann war sie hin. Schade, aber nun bricht ein neues Zeitalter der Fotografie für mich an. Die ersten Bilder habe ich in den letzen Tagen schon gepostet (z.B. das Shooting mit Océane oder Nachtbilder von Nikosia (danke ISO!)). Die Nikon D5200 gibt mir einfach mehr Möglichkeiten mich zu entfalten und ich bin mit der Bildqualität auch mehr zufrieden. Das dumme ist einfach nur das ich mir jetzt die ganzen Linsen wieder zusammenkaufen muss. Die Olympus Linsen passen ja nicht an die Nikon. Also alles was Olympus ist verkaufen und für die Nikon alles neu kaufen :( Das wird noch ein paar Monate dauern, bis ich da alles zusammen habe.
Wenn Du möchtest, kannst Du mir aber gern helfen. Einfach zu meinem Amazon Wunschzettel gehen (hier klicken) und wenn Du möchtest, kannst Du mir etwas schenken ;)

So, es geht jetzt also mit Nikon weiter.

Ruhe in Frieden meine kleine Oly…

Viele Grüße
Gordon

In der Burg Buffavento übernachten. Abenteuer pur.

Hallo zusammen,

manchmal kriege ich ja richtig verrückte Ideen. Und die verrücktesten Ideen sind meist auch die besten :-) Leider sind sie aber auch viel zu selten. :(

Na wie dem auch sei. Vor einer Weile ging es in meinem Kopf mal wieder wild zu und irgendwie kam ich auf die Idee in der Burg Buffavento zu übernachten. Die Burg befindet sich im Pentadaktylos-Gebirge, im Norden von Zypern. Hier im Süden gibt es leider keine Burg. Gar keine. :(

Im Pentadaktylos-Gebirge gibt es gleich 3 Burgen. St. Hilarion, Buffavento und Kantara. Die anderen beiden werden jedoch überwacht, bzw. gibt es da Leute und man muss Eintritt zahlen. Man kommt also nicht so einfach rein. Buffavento wurde ‘aufgegeben’. Niemand verlangt Eintritt und die Burg verfällt langsam (sie ist die am schlechtesten Erhaltene von den dreien). Das könnte aber auch daran liegen das der Weg zur Burg nicht ganz ohne ist. Ca. 30 Minuten (mehr oder weniger) steiler Fußmarsch stehen an.

Die Straße und Buffavento auf dem Berg

Die Straße und Buffavento auf dem Berg

Dafür ist die Burg aber auf dem zweithöchsten Berg im Gebirge und der Ausblick ist der Wahnsinn. Bei klarer Sicht kann man die komplette Ebene zwischen den beiden Gebirgen überblicken. Inklusive Nikosia und sogar Famagusta erkennt man in der Ferne. Auf der andren Seite der Berge kann man dann die halbe Nordebene überschauen (mit Girne ‘vor der Tür’).

Ich hatte die Burg 2011 schon einmal während meiner ‘I AM’ Tour im Norden besucht und kannte daher noch den grandiosen Ausblick.

Da hatte ich nun also diese Idee. Und ich wusste es würde großartig werden. … Auch wenn ich nicht wusste ob man da überhaupt mal so eben schlafen (Zelten) kann. Aber hey… da dort niemand aufpasst… versuchen wir es einfach mal.

So ging es dann letztes Wochenende los. Noch schnell Bengi, eine Freundin aus dem Norden, mit eingepackt. Zu zweit macht das Leben einfach mehr Spaß ;) Und so sind wir zur Burg gefahren. Irgendwie war der Weg doch weiter als ich dachte. Die Straße dort hin ist auch schon mal eine Erfahrung die man gemacht haben sollte. Ungefähr so breit wie 1 1/2 Autos (kleine Autos!) … rechts der Felsen und links Abgrund. Wunderbare Aussicht auf der Abgrundseite… aber ich bete jedes mal das kein Auto kommt! …

Wir kamen dann aber bald auf dem Parkplatz unter der Burg an. Noch schnell ein Sandwich zur Stärkung gegessen und dann schulterten wir unsere Rucksäcke.
Ich hatte natürlich gut gepackt… an was man so alles denken muss. Zelt, div. Taschenlampen, Ersatzbatterien (inkl. meinem Solartank), warme Kleidung für die Nacht, Schlafsack, Unterlegmatte (wegen der spitzen Steine… nicht gut für die Luftmatratze), Luftmatratze, noch eine dünne Decke, 3 Flaschen Wasser, Sandwiches, Kekse, Bier, 1. Hilfe Pack, Tablet PC (für Musik), div. Kabel… und so weiter. Also alles was man so braucht. Und das wog eine Menge. Ich würde grob Schätzen das mein Rucksack gut 15 Kg hatte.

Es ging also los, den Weg am Hang zur Burg hinauf. Dummerweise hatte mein Gedächtnis diesen Weg auch wesentlich kürzer und einfacher in Erinnerung. Bengi schnappte bald schon mächtig nach Luft und ich nahm ihr auf halbem Weg die Tasche noch mit ab. Kurz danach fingen auch meine Beine langsam an zu Pudding zu werden. Von unten sieht es gar nicht so schlimm aus. Aber der Weg geht recht steil hinauf und schlängelt sich durch den Hang, was ihn auch noch verlängert.

Dennoch erreichten wir… irgendwann … das Ziel. Wir betraten die Burg Buffavento. Ein 1000 Jahre altes Bauwerk in dem schon lange keiner mehr Wohnte (rede ich mir zumindest ein) :)
Und wir würden hier heute schlafen. Doch dazu mussten wir noch einmal 140 steile Stufen erklimmen, um von der Unterburg zur Oberburg zu kommen. Hier oben, im höchsten Gebäude, wollte ich bleiben. Von hier hat man den besten Ausblick. Und so geschah es dann auch :)

Girne in der NachtEs ist kaum in Worte zu fassen was man da oben erlebt. Angefangen bei einem Atemberaubenden (und das ist er wirklich) Sonnenuntergang, direkt hinter den Bergen. Man hat das Gefühl mitten drin zu sein. Der Himmel verfärbt sich orange und alles um einen Herum (und da ist wirklich viel um einen Herum) versinkt erst im Sonnenuntergang und dann langsam in der Nacht.
Die Aussicht dort oben ist der Hammer. Man befindet sich direkt auf dem Bergkamm. Links die Ebene zwischen dem Troodos- und dem Pentadaktylos-Gebirge. In der Mitte Nikosia. Und auf der rechten Seite die Nordseite Zyperns mit Girne und all den Dörfern drum herum. Wir hatten eine klare Sicht und konnten bis nach Famagusta gucken.
Als es dann dunkel wurde fing die Welt um uns herum an zu Leuchten wie die Lichterkette am Weihnachtsbaum. Nikosia ist eine sehr große Stadt (für Zyprische Verhältnisse) und scheint in der Nacht fast die ganze Ebene auszufüllen. Auch im Norden macht sich Girne mit seinen Lichtern breit. Dazu von oben die Sterne (es war fast noch Neumond). Das ist eine absolut Traumhafte Atmosphäre. Dabei ein schönes Bier trinken und sich über Gott und die Welt zu unterhalten… unvergessliche Momente. Insbesondere wenn man immer wieder daran erinnert wird das man sich in einer echten Burg befindet… wo vor 1000 Jahren mal Menschen gelebt haben. Jetzt ist es still dort, sehr still. Nur die Glocken der Ziegen bimmeln ab und zu und alle paar Stunden hört man die Moschee.

Zelten in der BurgEs war eine wunderbare Idee das zu tun. Wirklich, das sind Momente die man nur schwer erklären kann, für jemanden der es nicht selbst mal gemacht hat.

Die Nacht wurde recht Windig. Buffavento wurde ja vom italienischen Wort buffa di vento abgeleitet… was so viel Bedeutet wie: Windstoß. Und es kann ganz schön winden dort oben… aus allen Richtungen. Aber wir hatten Glück und es hielt sich in Grenzen, da der Wind diese Nacht von Norden kam und unser Zelt geschützt hinter einer Mauer stand.

Den Sonnenaufgang haben wir verpasst :) Aber um 8 stand die Sonne schon auf unserem Zelt und verwandelte es in einen Backofen. Nach wenigen Minuten war es nicht mehr zum aushalten. Um ca. halb 9 kamen dann aber auch schon die ersten Touristen um sich die Burg anzuschauen. Wir sind also genau richtig aufgestanden :)

Und weil es so schön war, war ich dieses Wochenende gleich noch mal da. Diesmal mit Hugo, den ich letztes Wochenende leider vergessen hatte. Und diesmal habe ich noch mehr gejapst also die Woche davor. Ich dachte immer mit jedem mal wird es einfacher… habe ich wohl falsch gedacht. :o Aber das war jetzt auch erst einmal der letzte Aufstieg zur Burg Buffavento. Jetzt heißt es neue Ideen finden. Irgendwelche Ideen? :)

Unten noch ein paar Fotos von diesem Abenteuer :)

Liebe Grüße
Gordon

Und ein kleines Video von bescheidener Qualität: