Hier sind meine privaten Einträge.

Was gibts neues? Nicht viel, und bei dir?

Hallo liebes Tagebuch… ach nee, falsche Anrede :)
Hallo liebe Leserinnen und Leser – so muss es heißen :)

Wieder mal ist einige Zeit vergangen seit ich das letzte mal etwas für die Allgemeinheit geschrieben habe. Also allgemein und nichts was mit Computer, Programmieren oder Tauchen zu tun hat. Aber ehrlich gesagt, es passiert ja nix. Naja, jedenfalls nicht viel.

In den letzten 2-3 Montagen war geschäftsmäßig gar nichts los. Das war wiederum sehr schlecht für meine finanzielle Lage und ich stand vor der ernsthaften  Überlegung meine Zelte hier abzubrechen. Meine Konten waren radikal leer und meine Miete im Rückstand. Als sich dann auch noch der Kühlschrank leerte… wurde es echt eng.
Jeden Tag habe ich mir selbst gesagt „Morgen wird es besser sonst muss ich gehen.“… schließlich stirbt die Hoffnung noch immer zuletzt. Und als der letzte 10 Euro Schein mein Portemonnaie verlassen hatte… war es soweit. Oder?

Nein, in der letzten Minute kam mal wieder die „Rettung“. Ein Kunde, ein Kunde. :) Nur ein kleiner Auftrag, aber besser als nichts. Und dann ging es wieder los wie immer… Monatelang meldet sich kein einziger und dann kommen alle mit einmal. Das soll keineswegs eine Beschwerde sein. Aber wenn es ein wenig mehr verteilt wäre, das wäre super. Kunden scheinen untereinander Vernetzt zu sein (selbst wenn sie sich nicht kennen)… Wenn einer den Gedanken hat “Oh, ich habe was für Gordon zu tun”… dann kriegen all anderen auch diese Nachricht zugeschickt. :)

Aber egal, es war wieder arbeit da. Und damit auch ein wenig Geld. Zumindest soviel das ich meine Miete und Rechnungen (hoffentlich) bezahlen kann und ein wenig was im Kühlschrank habe. Auch Tauchen war ich mal wieder… auch wenn ich das Geld lieber für Rechnungen  hätte zurückhalten sollen, wie ich jetzt weiß. Aber auf der anderen Seite… einmal spaß will ich mir auch gönnen. Was wäre das sonst für ein Leben.

Dann „bastele“ ich gerade noch an einem privaten Projekt. Viel möchte ich darüber noch nicht verraten, da ich noch nicht genau weiß wie es weitergeht. Nur soviel das es ein Weltrekordversuch werden könnte.
Im Moment bin ich aber gerade dabei herauszufinden wie schwer es werden könnte und besonders ob ich Gesundheitlich dazu in der Lage bin das zu machen und wie hoch die Risiken sind.
Eigentlich weiß ich noch gar nicht wirklich die Regeln und die Leute von Guinness World Records brauchen 4-6 Wochen für eine Antwort auf meinen Antrag.
Bis jetzt erhalte ich nur Unterstützung von meiner Tauchschule. Der Eigentümer hilft mir sehr, was ich ihm hoch anrechne.
Viele Leute die den Plan kennen sagen mir das ich verrückt und/oder bescheuert bin.
Auch habe ich versucht eine Gemeinnützige Organisation mit ins Boot zu holen, aber bis jetzt ohne Erfolg bzw. ohne Antwort. Von Sponsoren ganz zu schweigen (das wird ein paar Euronen kosten :( ).

Nächste Woche werde ich einen letzten Test machen und wenn der Erfolgreich ist und die Leute von Guinness meinem Antrag stattgeben, dann werde ich es definitiv verfolgen und versuchen. Natürlich werde ich dann hier darüber berichten ;) Nur kann ich jetzt noch nicht viel zu sagen da ich nicht will das jemand schneller ist als ich :) und natürlich möchte ich auch erst einmal selbst herausfinden ob ich es schaffen könnte, bevor ich große Töne spucke :)
Das Video vom 2. Tauchgang:

Wie gesagt, waren wir auch mal wieder Tauchen.

Vor 2 Wochen waren wir im Norden zum Tauchen. Freitagabend hin und Samstag nach dem tauchen wieder zurück. War ein bisschen Chaotisch, wie soll es auch anders sein auf Zypern.

Erst hat ein Freundin mal eben woanders geschlafen als eigentlich geplant, was uns ein wenig in Sorge versetzt hat. Im Norden funktionieren ja auch unsere Handys nicht, wie konnten Sie also nicht erreichen.
Dann sollten wir eigentlich mit dem Boot rausfahren. Das ging aber kaputt. So ging es mit dem Jeep auf Tauchsafari. Auch mal interessant… aber anstrengend Der erste Tauchplatz war ganz am Ende von Zypern, in Karpaz. Niemand vor uns was dort ohne Boot. Wir mussten über Felsen und Steine klettern um zum Einstieg zu kommen. 12 Uhr Mittags, bei über 30 Grad und voller Montur. Das war schon nicht ohne. Und dann mussten wir noch gut 1km schwimmen. Bis zur 2. Insel vor Zypern. Dafür gibt es ein paar interessante Archäologische Dinge dort zu entdecken. Danke ich… da ich kein Archäologe bin, kann ich das nicht mit Sicherheit sagen.

Aber wir vermuten das sich direkt vor Zypern ein versunkenes Dorf befindet. Und an der 2 Insel liegen Unmengen von Amphoren. Einige jedoch in großen Haufen „zusammengebacken“. Das könnte ein Hinweis darauf sein das dort einige Schiffe gesunken sind… vor langer langer Zeit.
Sonst war dort leider nicht viel zu sehen. Wenig Leben. Nur gute Sicht. Das Wasser ist absolut klar dort.

Den 2. Tauchplatz fand ich persönlich interessanter. Er ging entlang der Küste. Unterwegs sollten 3 Höhlen sein. Wir waren kaum unter Wasser als uns auch schon der erste  Stachelrochen umkreiste und uns aus der Distanz begutachtete. Es war das erste mal das ich diese Art jemals gesehen habe. Ich habe schon mal einen in Limassol beim Schnorcheln gesehen, aber es war eine andere Art und der war faul. Dieser hier ist um uns herumgeschwommen. Es sieht wundervoll aus wie sich diese Kreaturen bewegen.
Bald drehte er ab und schwamm von uns weg. In der Entfernung sahen wir das dort ein 2. auf ihn wartete. Natürlich mussten wir ihm folgen um mehr Fotos und Videos zu machen :)

Schon nach wenigen Metern sahen wir den nächsten Stachelrochen über den Grund schweben. Wir folgten aber Steilwand an der Küste zur ersten Höhle.
Ich finde Höhlen zwar interessant, doch kriege ich da unter Wasser schon ein wenig Platzangst. Besonders wenn man mit seiner Tauchpartnerin der letzte ist der hinein schwimmt und die vorherigen die Sicht schon gen 0 gebracht haben. Ich habe mich kurz umgesehen, schnell meine Tauchpartnerin verloren und genauso schnell die Höhle wieder verlassen.

Dann ging es weiter zur nächsten. Hier das gleiche Spiel. Allerdings hatte diese Höhle eine Besonderheit. Alle 3 Höhlen steigen innen an. Man schwimmt also Bergauf. Und in dieser ging es in der hinteren linken Ecke wieder bergab und unser Führer meinte das dort unten eine Süßwasserquelle ist. Da die Sicht aber schon wieder scheiße war und mich das sowieso beunruhigt, hab ich mich wieder aus der Höhle verdrückt. Meine Tauchpartnerin wartete auch schon draußen. … Wir sind einfach ein perfektes Team :)

Als wir unseren Weg fortsetzen kamen wir an einem weiteren Stachelrochen vorbei. Die anderen haben ihn glatt übersehen. Wir stoppten und beobachteten ihn eine Weile. Den Rochen interessierte das wenig. Er buddelte weiter fleißig sein Loch in den sandigen Boden. Als wir auf 2-3 Meter heran waren, guckte er mal kurz zu uns auf und machte dann sofort weiter. Interessant waren auch die 4 Flundern und 2 Kugelfische um ihn herum. Die warteten wohl auch darauf was der Rochen so ausbuddeln würde.
Leider war die Batterie meiner Kamera so gut wie tot. So konnte ich nur wenige Sekunden dieses wundervollen Moments aufnehmen. :(

Stachelrochen sind wirklich interessante Tiere. Und da man hier auf Zypern ja eh nicht die riesen Auswahl an interessanten Tieren hat… spiele ich mit dem Gedanken zum selben Platz noch mal zu gehen. Mit mehr Zeit, voller Kamera und viel spaß ;)
Die Videos die ich noch machen konnte:

Das waren auch die beiden spätesten Tauchgänge die ich jemals gemacht habe. Den 2. Tauchgang beendeten wir ca. um 6 Uhr abends. Danach dann wieder nach Hause fahren. Irgendwann um 11 in der Nacht waren wir wieder in Limassol.

Und dann waren wir letzte Woche mal wieder mit Aloha und dem Boot zum tauchen. Es gibt einen Tauchplatz der heißt „Die Pyramiden“. Das klingt ja schon mal sehr interessant. :) Besonders wenn eine Bekannte einem sagt das es nahe den Ruinen von Amathus sein soll. In Amathus liegen noch alte Ruinen im Wasser, die man wundervoll beim Schnorcheln beobachten kann. :)

Also war ich mehr als gespannt auf die Pyramiden. Hatte gleich mal Kairo oder die Maya-Pyramiden im Kopf.

In aller Herrgottsfrühe ging es dann los mit dem Boot. Gut, wir sind noch an Amathus vorbei. Aber vielleicht hatte sich ja meine Bekannte vertan.

Dann ging es ins Wasser. Die Sicht war nicht so der Bringer. Aber immer noch besser als in den meisten Teichen :) Und dann sahen wir auch schon die ersten “Pyramiden”. Und mir wurde sofort klar… Ich habe mir mal wieder vom Namen des Tauchplatzes zu viel versprochen. Es handelt sich bei den Pyramiden um einfach Betonwürfel die zu einer Pyramide übereinander gestapelt wurden. … Super. Naja, zumindest sah es ganz interessant aus und es gab ein paar Fische.

Der zweite Tauchplatz (dessen Namen ich nicht kenne) war da schon ein wenig interessanter. Die Sicht war gut und es gab hier mehr Fische. Manche waren echt neugierig… so sehr das ich ein paar schöne “Gesichtsaufnahmen” machen konnte (wie im Video zu sehen) :)

Dann gab es ein paar kleinere Wracks hier und sogar eine Playstation… mit Kontrollern :) Und irgendwer meinte dort seine Ladung altreifen abladen zu müssen. Gut, hat die Fische gefreut… aber die werden nie vergammeln.
Hier das Video zu den beiden Tauchgängen:

Alles in allem war ich nicht so begeistert von dem Tauchtag. War schon nicht schlecht… aber nichts spektakuläres. Ich will mal was richtig tolles wieder erleben… Unterwasser :) Über Wasser natürlich auch :)

Ja, sonst… ahh, Mittwoch hatte ich mal wieder ein Fotoshooting. Eine Bekannte hatte sich ein neues Tattoo auf dem Rücken machen lassen. Da die allgemeine Stammfotografin ständig beschäftigt ist und Sie dringend ein paar Fotos brauchte… erinnerte Sie sich daran das es ja noch den Gordon gibt, der auch ganz passable Bilder macht. Und so erhielt ich einen Anruf.
Naja, wenn mich schon mal jemand nach einem Shooting fragt… dann kann ich auch nicht nein sagen. (Das mit der 2. Wahl habe ich erst später erfahren… zu ihrem Glück :) ).

Und so verabredeten wir uns am Dienstag um 2 Uhr. Es ging zu einer (relativ) einsamen Gegend. Und dann wurde drauf los geknipst :) Mit Menschen fotografieren hab ich es ja nicht so. Aber mit ihr kann man gut Arbeiten und es sind ein paar schöne Bilder dabei rausgekommen.

Weitere Interessenten haben sich dann auch gleich gefunden :) Vielleicht sollte ich auf Fotograf umschwenken… wenn ich da nur mal ein besseres Händchen für Leute fotografieren hätte.

So, und das war es auch schon wieder mit den Neuigkeiten. Es ist wie immer… meist ist einfach nix los. Ein Teufelskreis. Keine Arbeit = Keine Kohle = Nix los. :(
Hoffe das ändert sich jetzt mal bald.

Dann sag ich mal bis zum nächsten mal.
Ciao ciao
Gordon

Suche nach Vera K. blieb erfolglos. :(

Hallo zusammen,

heute habe ich leider schlechte Nachrichten zu berichten.

Nachdem wir über das Unglück von Vera K. gehört hatten, habe wir uns am Sonntag auf die Suche nach ihr gemacht. Unseren Informationen zufolge ist sie an einem Strand in der Nähe von Paphos verunglückt. Wir hatten sogar (unbestätigte) GPS-Koordinaten.

Also haben wir uns am Sonntag alle auf den Weg nach Paphos gemacht. Ira, Chester, Michael, Alice und ich. Bewaffnet mit Schnorchelausrüstung. In Google Earth noch schnell die Koordinaten eingegeben um zu sehen wo die Stelle ungefähr ist. Es ist ein Strand neben dem letzten Hotel in Paphos. Nahe dem Wasserpark.
Unterwegs ist Alex noch zu uns gestoßen.

Irgendwann gegen 15 Uhr sind wir dann an dem Strand eingetroffen. Er war unerwartet überfüllt. Man kann eigentlich sagen er war knacke voll. Fast so schlimm wie der Nisi-Beach in Ayia Napa. Mir war sofort klar das dies die Suche nicht einfacher machen würde. :( Noch schlimmer waren die ganzen Paddler und Jetskis.

Und zu allem Überfluss bauen die da auch noch gerade Wellenbrecher hin. Am Sonntag hat natürlich niemand gearbeitet. Aber durch die Veränderung war das Wasser entsprechend trübe. Die Sicht am Ufer lag bei wenigen Zentimetern. Nach den Wellenbrechern wurde es klarer und die Sicht stieg auf ca. 20 Meter an.

Die vermutete Position von Vera K. war ungefähr 200 Meter vom Strand. Außerhalb des Schwimmerbereichs. Wir haben das Wasser nach einer Boje abgesucht, die ihre Position markieren könnte. Es gab dort einige Bojen. 2 große weiter Außerhalb und ein paar kleinere näher am Schwimmerbereich.

Vera K.

Wir mussten unsere Suche dann doch abbrechen, da es zu gefährlich war mit den Jetskis. Selbst im Schwimmerbereich sind die Idioten gefahren. Einer kam unweit von mir vorbei um einen Kumpel vom Strand aufzusammeln. Das bemerkte der Rettungsschwimmer (selbst auf einem Jetski) und fuhr zu dem Typen rüber. Dabei verpasste er mich noch knapper. Auch beim Freitauchen wäre ich fast mit 2 Kanufahrern zusammengestoßen, die auf einmal aus dem nichts da waren.

Uns wird leider nichts anderes übrig bleiben als mit einem Boot nach Vera K. zu suchen. Sie muss dort irgendwo in einer Tiefe von 12 Metern liegen und auf uns warten :) Nur die Suche mit einem Boot wieder teurer und im Moment ist Geld absolute Mangelware :(
Na mal schauen was sich die nächsten Tage und Wochen ergibt. Die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Dennoch war es schöner Sonntag. Mal nix tun und was neues sehen.

Viele Grüße
Gordon

Roadtrip in Zypern – Follow the sun

Hallo zusammen,

mal wieder ist ein super geiles Wochenende vergangen:) (PS: jetzt ja schon 2 Wochen her)
Ich vermute es wird mal wieder ein Roman, also hole Dir schon mal einen Kaffee und ein paar Kekse ;)

Wir (Alice und ich) haben vor ein paar Wochen mal die spontane Idee gehabt einen Roadtrip zu machen. Dabei ging es darum den Sonnenaufgang im Karpaz (der Ostzipfel von Zypern) zu sehen und dann den ganzen Weg nach Akamaz (Westende von Zypern) zu fahren um dort am selben Tag den Sonnenuntergang zu erleben.

Am letzten Wochenende war es dann soweit. Vorab haben wir unser Vorhaben noch an die Facebookseite der Couchsurfer Zypern gepostet. Falls von den Leuten noch jemand mitkommen will.

Wer Couchsurfing nicht kennt… Das ist eine Internetseite mit einer sehr interessanten Idee. Menschen die gern Reisen bieten anderen ihre Couch zum Übernachten an. Das heißt jemand Meldet sich und fragt ob er auf der Couch für ein paar Tage Übernachten kann. Dafür kann man selbst aber auch die Couch von anderen Leuten nutzen. Reise ich jetzt also z.B. nach Paris für ein paar Tage, dann gucke ich wer in Paris angemeldet ist und eine Couch anbietet. Den schreibe ich dann an und wenn alles klappt, dann habe ich für ein paar Tage eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit und komme gleich noch in Kontakt mit den Leuten dort. Zudem bekommt man mit Sicherheit ein paar Insidertipps und vielleicht hat derjenige sogar ein bisschen Zeit und Lust mir was zu zeigen oder was zu unternehmen. Also eine super Sache.

Natürlich habe ich in meinem kleinen Zimmerchen hier nicht auch noch eine Couch. Aber es haben sich überall auch Gruppen zusammen getan die sich auch einfach nur mal Treffen und ein Bier trinken gehen oder was unternehmen. Couchsurfer sind generell sehr aufgeschlossene Menschen. Sonst würden sie nicht Couchsurfen ;)

Es haben sich dann auch ein paar Leute für unser Unterfangen interessiert und 4 oder 5 hatten fest zugesagt. Angelina, eine – momentan – Dauerreisende, war sogar schon dort in der Gegend.

Gopro FensterhalterungWir sind schon am Freitag Abend los. Natürlich total verspätet. Ich hatte vergessen die Autohalterung für die GoPro vorher von Chester zu holen. Also mussten wir da auch noch vorbei. Ich glaub so gegen 7 sind wir dann endlich aus Limassol losgekommen.
Bis zum Karpaz sind es gute 250km. Erst nach Nikosia, dann über die Grenze und den ganzen Weg über die Dörfer nach Karpaz. Ich hätte nicht damit gerechnet das wir vor um 12 da sind. Aber erstaunlicherweise ging es relativ fix und wir trudelten um halb 12 bei Burhan ein. Burhan ist ein Bungalowvermieter am Karpaz.
Wer aufmerksam meinen Blog ließt, der weiß aus dem “I AM”-Artikel was Karpaz ist und was dort los ist ;)

Für alle die nicht fleißig lesen, hier eine Kurzfassung :) Karpaz ist ein Naturschutzgebiet und keine Häuser, Hotels, etc. sind dort zu finden. Nur ein paar Bungalowvermieter haben wohl die Erlaubnis bekommen dort ihre Bungalows hinzusetzen. Strom gibt es dort nur mit Generatoren.

Als wir ankamen, war Burhan (der Besitzer) zum Glück noch wach. So hat er uns einen Platz gezeigt wo wir unser Zelt aufschlagen konnten. Das haben wir dann auch noch schnell getan und nach einen Bierchen am Strand sind wir dann auch darin verschwunden. Ich hatte meine Luftmatratze vergessen und eine tierisch unbequeme Nacht :( Zudem waren nebenan 2 “ältere” englische Damen die sich bis tief in die Nacht unterhalten haben. Wenn man in einem Zelt schläft, dann gibt es keine Schalldämmung. Sie haben gegenseitig ihre Lebens- und Liebesgeschichten erzählt… war irgendwie auch wieder süß war. Aus manchen Stories hätte man einen Film machen können. Und die eine hatte eine gute Erzählstimme. … Naja, egal. Ich konnte nicht pennen.

Burhans im KarpazAm nächsten Morgen waren wir die ersten die wach waren. Gleich erstmal in den Speiseraum und Kaffee und Zigarette!!! :) Und dann ein Plan machen was wir mit dem Samstag anfangen. Der Roadtrip sollte am Sonntag stattfinden.
Angelina ließ sich auch noch nicht blicken.
So fassten wir den Plan das wir erst einmal zum Agios Philon gucken. Das war mal eine Stadt… vor hunderten von Jahren. Ein bisschen steht noch. Unter anderem die alte Kirche. Davor ist eine Bucht in der angeblich noch Reste vom alten Hafen zu sehen sein sollen… das war natürlich unser Ziel :) Und dann gegen Mittag wieder zurück und Nachmittags zu der Halbinsel die mich verrückt macht. Auch hier wollte ich Schnorcheln gehen. Abends dann noch ein Bier mit den anderen Trinken und dann zum Übernachten schon zum Ende fahren (Sonntag 5:30 Sonnenaufgang… da will ich nicht Frühs noch eher aufstehen um dann dort hin zu fahren… lieber gleich da pennen).

Gegen 9 ist dann Angelina doch noch aufgewacht. So haben wir noch ein bisschen geschnackt und sie über unseren Plan informiert. Sie wollte aber nicht mit uns kommen, sondern lieber auf die anderen warten, die noch kommen wollten.
So haben wir uns dann erst einmal allein auf den Weg gemacht.

Agios Philon ist direkt über Dipkarpaz, dem letzten Dorf an dem Ende. Nachdem wir uns erst einmal umgesehen hatten, haben wir beschlossen direkt am Strand ins Wasser zu gehen und dann zu sehen ob und wo es noch etwas zu entdecken gibt. Gesagt, getan.

Gordon beim SchnorchelnDas Wasser in der ganzen Bucht ist nicht sehr tief. Ungefähr 1-2 Meter. Meist hätte man noch stehen können. Und keine Spur von irgendwelchen alten Hafenanlagen. :(
Wenn man die Bucht ein wenig verlässt, dann wird es schnell tiefer. So um die 3-5 Meter. Aber weiterhin keine Spur von irgendwelchen Überresten von einem Hafen. Dafür haben wir einen Hummer gefunden. Alice wollte ihn gleich mitnehmen und kochen :( Hat sie zum Glück nicht :)

Nachdem wir das gesamte Gelände einmal abgeschnorchelt sind, ging es wieder zurück zum Strand. Ohne jeden Erfolg. :(
Und dann wieder zurück zu Burhan.

Es war bereits Mittag und die anderen immer noch nicht wieder da. So haben wir uns mit Angelina hingesetzt und ein bisschen gequatscht. Gegen 1 beschlossen wir dann zu der Halbinsel aufzubrechen. Die anderen werden schon von allein ankommen und Burhan wusste ja das wir da waren.

Wieder mit Schnorchel und Flossen bewaffnet sind wir dann losgetrabt. Diesmal noch mit einem Sonnenschirm… die Sonne knallte echt arg. Besonders zur Mittagszeit wäre es tödlich gewesen ohne los zu gehen.
Nach einer halben Stunde waren wir endlich da. Sachen abgeladen, Sonnenschirm aufgestellt und ab ins Wasser. Angelina nicht, sie war mehr für Sonnenbaden :) Wir wollten Schnorcheln.
Und so sind wir einmal um die Halbinsel herum geschnorchelt. Für mich war es enttäuschend. Nicht viel zu sehen und ich konnte das Geheimnis der Halbinsel immer noch nicht lösen. :(

Geheimnis der Halbinsel? Verwirrt? :) Naja, diese Halbinsel macht mich wahnsinnig. Schau sie dir auf dem Foto an. Überall rings herum ist feinster Sandstrand. Und exakt wo die Halbinsel anfängt liegen nur noch Steine. Und sehr komisch (schwer zu erklären). Außerdem kommt man nicht auf die Insel rauf. Die Büsche stehen so dicht das ein durchkommen unmöglich ist. Diese Halbinsel hat was mystisches… und macht mich irre :) Ein Piratenversteck, ein Vulkan, … wer weiß :)

Ok. Als wir wieder an unseren Handtüchern angekommen waren, war Angelina weg. Vielleicht hat es ihr zu lange gedauert. Wer weiß.
Wir haben dann auch langsam gepackt und sind wieder zurück gelaufen. Unterwegs haben wir sie dann am Strand mit den anderen – die zwischenzeitlich angekommen waren – gefunden.

GruppenfotoNach ein bisschen Relaxen am Strand ging es wieder zurück in Richtung der Halbinsel und den Dünen. Ein bisschen Spaß auf den Dünen und schließlich zurück zu Burhan und erst einmal ein kaltes Bierchen :)
Der Tag näherte sich dann auch schon dem Ende und der Mond leuchtete hell in die Nacht hinein. Wir beschlossen so gegen 10 Burhan zu verlassen und uns langsam dem Ende der Insel zu nähern.

Das letzte Ende des Weges ist echt nicht mehr als Straße zu bezeichnen. Es ist eine Zumutung. Gerade mit den beiden kleinen Autos. Aber wir schafften es und erreichten den letzten Zipfel von Zypern. Echt komisches Gefühl da mitten in der Nacht am Ende der Insel zu stehen. Zudem das Metallene Geräusch der metallenen Fahnenseile im Wind (am Ende sind 2 riesige Fahnenmaste mit 2 Türkischen Fahnen) und ein Stromtransformator war defekt und ließ ständig den Strom springen wie eine Teslaspule mit dem zugehörigen Geräusch. Echt ein bisschen unheimlich.

Wir beschlossen im Auto zu übernachten. Die anderen wollten allen Ernstes ein Zelt aufschlagen. :o Und taten es dann auch. Der Wind wehte mit einer steifen Briese und die wilden Esel waren nicht weit, das konnte man hören. Aber sie wollten es so… ok. :)
Sie haben ihr Zelt zwischen 2 größeren Büschen aufgeschlagen, damit es wenigstens Windgeschützt ist.

Dann schnappte sich jeder ein Bier und wir versammelten uns alle 6 im kleinen 3-Mann Zelt. Alex hatte seine Gitarre dabei und spielte Lieder (was er auch konnte). War echt cool. Gut, meist habe ich von der Konversation nicht viel mitbekommen, da alle anderen Russisch sprachen und auch sehr oft auf diese Sprache zurückvielen. Auch Russische und Moldawische Lieder gab es zu hören. :) Wir waren 3 Moldawen, eine Russin, eine halb Russin – halb Griechin und ich als Deutscher.
Gegen 12 beschlossen wir dann doch mal zu schlafen, da ja gegen 5 wieder aufstehen mussten und die Fahrer den ganzen Tag fahren mussten.

Dazu gibt es noch eine kleine, nicht unbedingt gute,  Anekdote. Als wir da ankamen und so rumstanden, kam auch noch ein Polizist (oder Parkwächter). Wir dachten schon das es jetzt Ärger gibt. Aber er fragte nur ob alles in Ordnung ist. Wir sagten brav “Ja” und er fuhr dann weiter zu seinem Wachhaus, welches nur 100 Meter weiter war.
Als wir dann schlafen gehen wollten, hat Alex seine Gitarre ins Auto gepackt und das Auto zugemacht. Das dumme war das der Schlüssel noch im Auto war und dieses bereits zu war (wie auch immer er es gemacht hat). Also Auto zu und Schlüssel drin.
Wir haben eine halbe Stunde probiert in das Auto zu kommen. Erfolglos. Dann wurde der Wachmann geholt… Jetzt ist nicht mehr alles ok! :(
Er kam dann auch, konnte aber auch nicht viel mehr machen als wir. Er war aber sehr freundlich und hilfsbereit. Vielleicht freute er sich auch endlich mal etwas Abwechslung auf seinem einsamen Posten da zu haben.
Das Auto kriegten wir nicht mehr auf und um halb 2 gingen wir dann erst einmal schlafen.

5 Uhr am Sonntag morgen klingelte der erste Wecker. Erstaunlicherweise waren wir 3 im Auto sehr schnell wach. Nach 3 1/2 Stunden Schlaf in der Nacht und davor die Nacht war auch nicht besser.
Als erstes raus aus dem Auto, fertigen Kaffee aufgemacht und Kippe angemacht.

Sonnenaufgang in KarpazEs war schon erstaunlich hell und ich bekam ein bisschen Angst das der Sonnenaufgang schon vor 5:30 Uhr sein würde. Also Kameras geschnappt und zum Aussichtspunkt hochmarschiert… für den Fall der Fälle. Die Mädels haben in der Zeit die anderen Wach gemacht und sind dann nachgekommen.

Die Aussicht war traumhaft. Unbeschreiblich. Der Aussichtspunkt ist ein kleiner Berg, auf dem auch die Fahnen stehen. Von da oben Blickt man direkt auf das Meer. Links Meer, rechts Meer und gerade aus auch Meer.
Ich habe schnell die Kameras aufgebaut und fertig gemacht. Wir wollten ja den gesamten Tag aufnehmen. Dafür hatten wir mehr Technik dabei als alles andere.

Nachdem die Technik stand ging es erst einmal ans relaxen. Schön auf einen Stein setzen, Kaffee trinken und den Moment genießen. Und das war richtig ein Moment zum genießen. Man sieht es auf den Bildern und besonders auf dem Film sehr gut.
Du sitzt da. Die Temperatur ist sehr angenehm. Das Meer von 3 Seiten. Der Himmel schon recht hell und der Horizont ist Orange/Rot… kündigt den nahen Sonnenaufgang an. Die Fischer fahren mit ihren Booten raus. Und dann geht langsam die Sonne auf. Einfach Traumhaft.

Wir blieben noch bis um 6 dort sitzen. Dann ging es zu den Autos. Das eine war noch immer Verschlossen und der Schlüssel drin. Es blieb Alex nichts anderes übrig als die Scheibe einzuschlagen um wieder ins Auto zu kommen :(
Nun schnell alles zusammengepackt und dann ging es los zu unserem Road Trip. Wir hatten gut 14 Stunden zeit um an das andere Ende der Insel zu kommen. Das klingt viel für 400km, ist es aber nicht. Nur die letzten 50 km sind Autobahn. Der Rest Landstraße, durch Steppen, durch 2 Gebirge, mit Stops. Ein langer Weg.

Die erste Etappe ging durch das Naturschutzgebiet Karpaz bis zum ersten Dorf Dipkarpaz. Hier wurde ein kurzer Tankstop eingelegt. Am Kiosk gab es noch Zigaretten und Dosenkaffee und dann ging es auch schon weiter.
Hinter Yesilköy ging es dann Richtung Norden nach Balalan und dann über die Küstenstraße im Norden in Richtung Girne. Irgendwo unterwegs gab es dann noch eine zweite Rast für einen frischen Kaffee, um auch das zweite Auge aufzukriegen. ;)

Richtiges Frühstück gab es dann erst um ca. 9:30 in Girne. Schönes türkisches Frühstück… naja, war jetzt nicht soo lecker. Aber der Hunger treibt es rein.
Frisch gestärkt ging es dann weiter nach Nikosia, zum Grenzübergang Metehan. Nach der Grenze noch mal ein kurzer Stop um die langen Klamotten gegen was luftigeres zu tauschen. Mittlerweile war es gegen Mittag und die Sonne knallte schon ganz gut.

Und schon ging es wieder auf die Piste. Nikosia in Richtung Troodos verlassen. Schon auf der kleinen, neuen A9. Erst ging es eine ganze Weile oberhalb des Troodos Gebirges entlang und dann direkt rein. Bis zum höchsten Punkt, auf den 1970 Meter hohen Olympus. Hier erwartete uns eine Käferplage. Noch nie habe ich so viele Käfer auf einen Haufen gesehen. Das hat uns schnell zum weiterfahren animiert. :)

Auf der anderen Seite wieder raus aus dem Gebirge und endlich auf die Autobahn. Nun ging es schneller voran.
Da wir gut in der Zeit lagen, gab es gegen 16 Uhr noch einen Stop am Geburtsort der Aphrodite. Schon eine Runde planschen… pardon… schnorcheln. Dabei habe ich gleich noch eine Silberkette und einen goldenen Armreif gefunden :) Die Damen hat es gefreut. :)

Sonnenuntergang in AkamasUnd letztendlich war um 18 Uhr der letzte Aufbruch. Die letzten Kilometer zum Akamas. Durch Paphos durch und an Coral Bay vorbei erreichten wir die Westküste gegen 19 Uhr. Ein wenig verfrüht. So blieb uns noch Zeit schnell das nahegelegene Restaurant aufzusuchen.
Hier konnten wir schön den Sonnenuntergang mit einem kühlen Blonden genießen. Damit hatten wir es wirklich Geschafft.

Sonnenaufgang im Ostende der Insel und am gleichen Tag den Sonnenuntergang am Westende zu sehen.
War wirklich ein super Trip. Hoffentlich bald mehr :)

So, jetzt habe ich lange genug geschrieben :) Unten noch die Fotos und ein Video. Das offizielle Video wird noch folgen. Da arbeiten wir noch dran.
Bis zum nächsten mal.

Liebe Grüße
Gordon

Hier die Route. Da ist nur ein Fehler bei Balalan. Bei Google gibt es den ersten Teil der Küstenstraße noch nicht.

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Schon mal ein kleines Video mit den Outtakes:

Die Fotos vom Trip:

Mein 31. Geburtstag

Hallo zusammen,

mein Geburtstag ist zwar schon ein paar Tage her. Trotzdem möchte ich noch etwas darüber schreiben.

Mein Geburtstag viel zwar auf einen Montag. Aber hier auf Zypern war es der Ostermontag. Das heißt das noch alle frei hatten, aber dennoch zumindest einige Lokale wieder offen waren. Ostersonntag war ja alles zu.

Ira hatte mir ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht. Sie hat mich zum Tauchen eingeladen. Natürlich zur Zenobia. Der gesunkenen RoRo-Fähre in Larnaka.

Somit fing mein Geburtstag sehr früh an. Um 7 um genau zu sein. Eine absolut Unchristliche Zeit für mich. Aber irgendwie habe ich es geschafft. Nicht zuletzt mit Ira’s Weckanruf. :)

Da ich schon Tags vorher Tauchen war und noch alles im Auto hatte, musste ich erst einmal zum Tauchshop und alles ausladen. Dann wieder nach Hause und Auto wegbringen und dann zu Fuß wieder zum Tauchshop.

Ira hat mich unterwegs noch eingesammelt und dann sind wir zusammen zum Shop. Dort war Anton auch gerade angekommen. Alles auf den PickUp und ab nach Larnaka.

Hier ging es dann zum kleinen Hafen und die Ausrüstung auf das Boot gebracht. Auto geparkt und schon ging es auch los mit dem Katamaran in Richtung Boje. Der einzige Hinweis an der Oberfläche dass dort etwas ist. Die Boje wird von den Tauchbooten auch zum anlegen genutzt. Man braucht nur wenige Minuten bis dort hin. Gerade ist man fertig mit dem Umziehen, schon heißt es „Ab ins Wasser“.

Wir hatten natürlich wieder warmes Wasser dabei, um  den Anzug schon vorher zu fluten und nicht gleich das kalte Wasser in den Anzug zu bekommen. Socken und Unterhemd hatte ich diesmal allerdings vergessen. :( Nun gut, das Wasser hatte hier ein paar wenige Grad mehr. Nur nicht sooo viel. Aber egal. Es ging dann hinunter in 30 Meter tiefe zur Zenobia.

Diesmal kamen wir an einem anderen Punkt raus. Direkt am Heck. Wir sind noch schnell über die Seite geschwommen und sind dann auch direkt zum Parkdeck gekommen. Schon der Blick über die Rehling ist berauschend. Man blickt von 18 Metern hinunter auf über 30 Meter und sieht dort die LKWs in der Tiefe liegen. Als erstes realisiert man die Reifen… dann das es sich um komplette LKWs handelt.

Wir sind dann auch weiter runter gegangen und dabei langsam weiter nach vorn zum Bug. Bis zu einer Lucke die uns einlass in das riesige Wrack gewährt hat. Nun wurde es dunkel und eng. Man verliert sehr schnell ein wenig die Orientierung und fühlt sich ein wenig komisch :) Besonders das dass Wrack auf der Seite liegt ist ein wenig komisch. Man schwimmt ja quer zur eigentlichen Richtung. Aber man hat wenig zeit darüber nachzudenken. Viel mehr muss man darauf aufpassen den Vordermann nicht aus den Augen zu verlieren und nirgends gegen zu stoßen.

Es ging hoch und runter… durch Trümmer und Löcher in den Stahlträgern. Zwischendurch schien mal das Licht durch die – noch intakten – Fenster. Die nun – wegen Seitenlage – oben sind, statt an der Seite.

Das imposanteste war der letzte Raum. Ich vermute mal das es mal der Versammlungsraum oder der Speise“saal“ war. Er ist zumindest sehr groß. Spätestens hier erkennt man das etwas komisch ist. Den der Raum geht ja nun nicht mehr in die breite, sondern in die Tiefe. Das ist sehr beeindruckend und surreal.

Durch eine Lucke direkt auf der anderen Seite des Raumes geht es wieder nach draußen. Kaum ist man aus dem Loch heraus geschwommen schaut man gleich wieder 15-20 Meter hinunter. Für einen kurzen Moment hat man Angst hinunterzufallen… aber man fällt nicht, man fliegt einfach in der Höhe weiter. Das ist Faszination Tauchen pur.

Wir sind dann noch kurz runter auf 34 Meter tiefe. Aber nur kurz, unsere Zeit war fast abgelaufen. Also wieder hoch und den gleichen Weg wieder zurück. Noch einen Deko-Stop und schon war der schöne Tauchgang zu ende. Und es gab diesen Tag auch keinen 2. mehr, da ja Ostern war. Der Kapitän des Bootes machte nur eine Runde an dem Tag. Gut, zum ende des Tauchgangs war mir auch mächtig kalt und teilweise fand ich einen Tauchgang auch genug… aber… na ja. :)

Dann ging es wieder zurück nach Limassol. Das ganze gerödel waschen, noch einen leckeren Tee und einen Kaffee und schon ging es wieder nach Hause.

Zu Hause angekommen musste ich erst einmal unter die Dusche. Mich und den Rest der Ausrüstung waschen. Dann nach Hause telefonieren und dann erst einmal entspannen. :)

Abends ging es dann noch mit meinen Freunden – auf ein Bier – erst in das Restaurant am Strand und zu späterer Stunde dann in die nahegelegene Bar.

Ein sehr schöner Tag. Danke allen Beteiligten und besonders meinem Buddy Ira für das schöne Geburtstagsgeschenk. (Alle anderen waren natürlich auch schön! ;) )

Beim bearbeiten des Tauchvideos später ist mir die Idee gekommen da vielleicht einen kleinen Film oder eine Reportage zur Zenobia zu machen. Ich arbeite noch am Konzept… unten schon mal ein kleiner Trailer, wie es aussehen könnte :)

Liebe Grüße
Gordon

Happy Birthday

Hallo zusammen,

da morgen ja noch 2 Familienmitglieder Geburtstag haben und auch es auch sonst gerade einige Geburtstagskinder gibt, habe ich mir gedacht ich mache mal eine kleine Überraschung :)

Auch hier ein Wort der Warnung: Nicht zu laut hören. Krumm und schief… aber die Idee zählt ja bekanntlich ;)

Viel Spaß und allen Geburtstagskindern: Happy Birthday!

Meine ersten 3 Lieder auf der Violine

Hallo zusammen.

Heute möchte ich euch nichts Gutes tun :-)

Ich hatte ja vor einer Weile schon mal geschrieben das ich angefangen habe Violine zu spielen. Ich will kein neuer David Garret werden (Vanessa May schon gar nicht :) )… aber es ist ein Hobby für den Winter (wenn es zu kalt zum Tauchen ist).

Die ersten Unterrichtsstunden habe ich nun gehabt und auch ein wenig zu Hause geübt – ich weiß, es müsste heißen “Ich habe fleißig zu Hause geübt”. Aber langsam wird das Wetter besser und ich habe keine Zeit mehr viel zu Hause zu spielen.

Wie auch immer. Ich kann meine ersten 3 Liedchen auf der Violine spielen. Und ich kann sogar heraushören welche das sind… oder liegt es nur daran das ich weiß um welche Lieder es sich handelt? :)

Als nächstes werde ich wohl am Takt arbeiten müssen. Dann an den Saitenwechseln und am schöneren Klang. Der Weg ist noch weit, aber der Grundstein ist gelegt :) Und vielleicht kann ich zu Weihnachten dann wirklich 1-2 Lieder mit schönem Klang spielen :D

Doch beurteilt selbst.

Noch ein Wort der Warnung… stellt die Lautstärke nicht zuuuu laut. Es könnte Ohren- und Kopfschmerzen verursachen :)) Ich übernehme keine Garantie und bin nicht Haftbar für Schäden! :)

Lieder erkannt? Dann hinterlasst mir doch bitte einen Kommentar ;)

Zentrum von Zypern, verlassende Dörfer und mehr…

Hallo zusammen,

das Wochenende ist vorbei und mal wieder gibt es viel zu berichten. Diesmal etwas verspätet, was leider mit einem negativen Ausgang des Wochenendes zu tun hat. Aber der Reihe nach.

Samstag hatten wir uns vorgenommen das (Gravitations-)Zentrum von Zypern zu finden. Chester – unser Mathematiker – hat dazu komplizierte Mathematische Berechnungen durchgeführt und die GPS-Koordinaten ermittelt.

Da unsere beiden Ukrainer jedoch gern etwas länger schlafen, habe ich mich mit Alice am morgen aufgemacht das verlassene Dorf Foinikos noch einmal von der anderen Seite zu besichtigen. Wir hatten es schon in der Woche von der Südseite versucht, jedoch sind wir nicht sehr weit gekommen.

Kurz zur Vorgeschichte. Wir waren ja letztes Wochenende im Kouris Dam tauchen. Der Wasserstand ist im Moment so hoch wie seid 2004 nicht mehr und die Dämme sind voll.
In Alassa (am Kouris Dam) steht eine alte Kirche direkt am Rand des Damms. Und wenn der richtig voll ist, dann geht sie unter.
Da wir vom Meer so verwöhnt sind und es keine natürlichen Seen hier auf der Insel gibt, war das ein absolut geniales Erlebnis für uns. Und wir haben beschlossen nach mehr zu suchen… vielleicht gibt es ja ein ganzes (verlassenes) Dorf was bei Höchststand untergeht.

Es gibt 2 verlassene Dörfer die direkt am Rand eines Dammes sind. Das eine ist Foikikos am Asprokremos Dam nahe Paphos. Das andere ist am weiter nördlich gelegenen Dam Evretou und trägt den gleichen Namen, Evretou.

Auch von einem anderen Taucher hörte ich in einem Forum das es im Asprokremos Dam ein versunkenes Dorf gibt. Aber er war vor 20 Jahren da und konnte mir irgendwie nicht genau sagen wo es war und meinte auch das es Foikikos sein könnte.

Also sind wir in der Woche schon mal dort hin gefahren. War ja näher dran. Alice konnte aber erst nach der Arbeit los. So waren wir erst kurz nach Sonnenuntergang dort.
Das letzte Ende der Straße war der Hammer. Schlagloch und Spurrinnen (weggewaschen vom Wasser) waren schon keine Ausdrücke mehr. Das ihr kleines Auto das geschafft hat grenzt schon an ein Wunder. Mit meinem wäre ich gnadenlos aufgesetzt und steckengeblieben… was bei dem Steilhang nicht schön gewesen wäre.

Irgendwann wurde es dann aber auch für ihr Auto zu heikel und wir beschlossen den Rest zu Fuß zu gehen. Sehen konnten wir das Dorf schon (was auch hieß das es nicht unter Wasser ist). Es lag nur noch eine Bucht dazwischen. Und als wir dann um die nächste Kurve kamen, ging es auch schon nicht mehr weiter. Die Straße stand definitiv unter Wasser. :( Keine Chance mit dem Auto weiter zu kommen.
Dafür war wenigstens die Aussicht fabelhaft und wir schossen ein paar schöne Fotos den Abend.

Aber es gab noch eine andere Straße zum Dorf. Von der anderen Seite. Diese zu erkunden war unsere Aufgabe am Samstag morgen.
Es ging also wieder in Richtung Paphos… nachdem wir uns mühsam aus dem Bett gequält hatten.

Das dumme an Wegen zu verlassenen Dörfern ist leider das die Beschilderung karg bis nicht vorhanden ist. So irrten wir erst einmal eine Weile durch die Gegend, bis wir die richtige Abzweigung gefunden hatten. Es ging durch Wiesen und Felder. Zypern ist sooo grün im Moment (Flashback vom 5ten Element :) ).

Und dann ging es auch hier nicht mehr weiter. Ein riesen Schlammloch vor uns :( So ein Mist. Aber es konnte nicht mehr weit sein. Also wieder Auto stehen lassen und die Füße in die Hand nehmen.
Nach dem Schlammloch und ein paar hohen Sträuchern sahen wir das es eine gute Idee war. Denn die Straße hörte auch hier auf. Und wo vorher der Weg war, schlängelte sich jetzt ein Fluss. Unglaublich. Sowas im trockenen Zypern.
Also, was tun? … Da wir schon mal da waren… Schuhe aus, Socken aus, Hose hochgekrempelt und ab ins kühle Nass. Sah ja nicht tief aus… war es zum Glück auch nicht.
Aber mit jedem Meter schmerzten die Füße mehr, von den kleinen fiesen spitzen Steinchen im Flussbett. Und es waren gut 50 Meter zu gehen… grauenhaft. Was tut man nicht alles für einen geilen Tauchgang. :)

Irgendwann hatten wir es dann endlich geschafft und waren wieder auf trockenem Boden angekommen. Schuhe wieder an und weiter des Weges.
Gut, nach der nächsten Biegung war das Dorf noch nicht zu sehen… aber weit konnte es nicht mehr sein. Und so latschten wir langhin, machten Fotos, erzählten uns was und dann… lag sie da. Direkt vor uns auf dem Weg. Ich habe erstmal Alice angehalten, die sie gar nicht sah.
Eine Levanteotter. Hört sich niedlich an. Hier heißt sie Blunt-Nosed Viper… und das kommt dem schon näher. Die Giftigste Schlange in Zypern und größte Viper Europas.

Es war das erste mal das ich eine in echt gesehen habe… und dann auch noch kaum 5 Meter von mir Entfernt. Da wird einem schon ein wenig anders.
Sie regte sich kein bisschen. Alice meinte das sie tot wäre. Ich war mir da nicht so sicher… ^^ … Aber erstmal ein Foto machen :) Alice schmiss einen Stein in ihre Richtung, der sie nur knapp verfehlte. Und schon zuckte sie den Schwanz weg… so schnell das ich die Bewegung gar nicht erfassen konnte (vielleicht war ich auch nur zu aufgeregt). Und dann wieder absolute Bewegungslosigkeit.
Sie lag da, wir standen da… was nun? Sie lag mitten in unserem Weg. Und so guckten wir uns alle 3 dumm an.
Ihr wurde das dann aber wohl zu blöd uns beschloss dann doch schlussendlich davonzuschleichen. Wir beobachteten genau wohin sie schlich… bis sie im Gras verschwand… und gingen nach ein paar Sekunden langsam weiter… weit weg von dem Gras in dem sie verschwand.
Man man… was für ein Erlebnis. Der Rest des Tages wurde penibel auf Schlangen abgesucht :)
Komisch das man sich ewig nicht drum kümmert und sobald man dann zufällig (in dem Fall eher “drüber gestolpert”) sieht dann sind Schlangen möglicherweise auf einmal überall.

Wir haben es überlebt – zum Glück :) – und machten uns weiter auf die Suche nach dem Heiligen Gral… ach ne, unserem nächsten geilen Tauchspot. :)
Ein paar hundert Meter weiter konnten wir dann endlich das Dorf entdecken. Auch im Morgenlicht sieht es wundervoll aus. Und so schön ruhig hier.
Aber – der aufmerksame Leser hat es schon bemerkt – wir haben es gesehen. Was wiederum hieß das es nicht unter Wasser ist. Damit viel dieses Dorf als nächstes Tauchrevier flach. :(

Wir machten noch ein paar Fotos und kehrten dann um. Die Zeit wurde langsam knapp. Um 12 sollte es eigentlich schon zum nächsten Trip losgehen. Wir mussten das um eine halbe Stunde verschieben…

Dann endlich in Kolossi angekommen, die anderen beiden eingepackt und ab die Post. Auf zum Mittelpunkt der Erde… naja, wenigstens von Zypern.

Ich weiß gar nicht mehr wer auf die Idee gekommen ist. Aber irgendwie fassten wir den Beschluss den Mittelpunkt Zyperns auszurechnen und genau dort hin zu fahren.
Die Berechnung hat unser Mathematiker Chester übernommen und die exakten GPS Koordinaten berechnet (La: 35.015335 – Lo: 32.973526). Natürlich die des Gravitativen Zentrums von Zypern… sonst wäre es ja zu einfach gewesen ^^ :D

Und so ging es einmal quer durch das Troodos Gebirge, auf der anderen Seite wieder raus, einmal rum und wieder rein ins Troodos. Durch Dörfer die ich noch nie gesehen habe, mit Namen die ich noch nie gehört habe, über Steppen die… naja und so weiter.
Irgendwann ging es dann von der Straße auf Feldwege. Vorbei an einer kleinen Kirche und einem kleinen Stausee (tauchen…) und am Arsch von Zypern hat unser Navigationssystem… direkt am Feldweg… gesagt “Sie haben ihr Ziel erreicht”.
Gut, war nicht übel der Platz. Aber so ohne Wandern, Krabbeln und Kraxeln… direkt am Weg?!?!
Naja, man kann sich das ja nicht aussuchen. Und so legten wir brav die mitgebrachten Fahnen an das Zentrum von Zypern. Ein bisschen Außenpolitik muss ja auch sein :) Und machten uns wieder auf den Heimweg.

Auf dem wollten wir auch gleich noch das Eisenbahnmuseum besuchen, das hier um die Ecke ist. Ja… Zypern hat zwar keine Eisenbahn, aber ein Eisenbahnmuseum gibt es schon :)
Leider wurde es gerade renoviert und so konnten wir uns nur ca. 10 Meter Schienen und den Bahnhof von außen angucken. … Naja, besser als nix. In Zypern ist das was ganz besonderes. :)

Abends haben wir uns dann zum allwöchentlichen Drink im Pub getroffen :)

Sonntags war eigentlich Ruhetag angesagt. Ausschlafen, nichts tun und ruhe.
Aber wie es immer so ist… es läuft nichts nach Plan. Manchmal ist das nicht so gut und manchmal nicht so schlecht :)

Eine Bekannte hatte eine Party bei Larnaka und wollte am Sonntag vorbeikommen, nachdem sie ausgeschlafen hatte. Naja, wir verstehen unter Ausschlafen wohl etwas anderes. So stand sie schon gegen 11 auf der Matte *gähn*

Irgendwann nachm Mittag rief dann auch noch Alice an. Die wollte eigentlich mit Bekannten zum Wasserfall fahren. Das ging wohl irgendwie recht fix und so war sie schon früh wieder zurück.
Wir beschlossen das auszunutzen und das andere Dorf zu Besuchen. Oben in Polis. Vielleicht haben wir da ja mehr Glück mit unserem Versunkenen Dorf. Und bei der Gelegenheit konnten wir auch gleich noch ein paar Fotos machen (3 Photografen :) ).

Zuerst ging es nach Polis. Das Auto der einen schon mal nach Hause bringen und sie musste noch ihre Babies einpacken (Fotoapparate). Und dann ging es weiter Richtung Norden, gen Polis.

Als erstes besuchten wir noch die Skarfos Brücke, die sowieso fast auf dem Weg lag. Es ist eine der alten Brücken, die ab und zu in Zypern rumstehen. Diese ist nicht mehr in soo gutem Zustand, aber immer noch komplett.
Das witzige ist das der Fluss, über den sie einst führte, jetzt neben ihr verläuft und auch einen Teil der Brücke wohl zum einstürzen gebracht hat.
Daneben liegt auch noch eine alte Wassermühle. Da wir aber ein bisschen unter Zeitdruck standen, haben wir diese nicht mehr besucht.

Nach der Brücke ging es weiter zum eigentlichen Ziel. Dem verlassenen – und hoffentlich nun versunkenen – Dorf Evretou. Nur der Weg dorthin war nicht ganz einfach zu finden. Es gab natürlich ein Schild nach Evretou. Dem folgten wir… und schon im nächsten Dorf war nichts mehr davon zu lesen. Doch irgendwo musste eine Abzweigung sein.
Also wieder zurück und die einzige Abzweigung genommen die es auf dem Weg gab. … Keine gute Idee. Aus der Straße wurde eine Panzerstraße. Aus der Panzerstraße ein Ackerweg. Aus dem Ackerweg ein zerklüftetes etwas… :o Alice armes Auto musste sich wieder einmal durch die Kraterlandschaften kämpfen und hat es – zum Glück – geschafft.

So kamen wir unten wieder auf eine – relativ – normale Straße und das war natürlich die eigentliche Straße zum Dorf. Genau genommen gibt es 2 Wege zu Evretou. Einen weiter unten, der direkt zum Dorf führt. Und einen weiter oben, der durch eine Schaffarm führt. Der untere war natürlich überflutet. So mussten wir wieder eine Kraterstraße den Berg rauf um dann von oben das Auto zu parken und von dort zu Fuß durch die Schaffarm in das Dorf zu gehen. Natürlich war auch dieses nicht überflutet. Das Wasser reichte gerade bis ans erste Haus ran. … So ein Mist :(

Wir machten natürlich wieder viele schöne Fotos :) Da es aber schon fast dunkel war, war nicht mehr so viel möglich.

Und dann ging es wieder nach Hause… inklusive einmal Verfahren in der Dunkelheit :)

Auf dem Weg nach Hause fühlte ich mich schon ein bisschen komisch. Irgendwie hatte ich ein komisches drücken in der Nierengegend. Ich dachte noch so “Vielleicht zu wenig getrunken und ein bisschen Flüssigkeitsmangel.”. Zu Hause habe ich erst einmal einen kräftigen Schluck Wasser getrunken und bin ins Bett. In der Nacht bin ich aufgewacht weil es jetzt richtig geschmerzt hat. Nach eine Paracetamol (hab ja zum Glück viele zu Hause) bin ich dann irgendwann wieder eingeschlafen.

Morgens (Montag) bin ich wieder vor Schmerzen aufgewacht und es ging gar nichts mehr. Ich konnte kaum noch krabbeln. Die Nierengegend, die komplette Wirbelsäule, Brustkorb, Kopf… alles drückte und tat richtig weh. Aber richtig.
Also gleich meine Hausärztin angerufen und einen Termin für den Nachmittag gemacht. Irgendwie den Tag überstanden und dann Nachmittags gleich hin. Hätte ich fast noch verpennt.

Sie untersuchte dann fleißig und meinte “Jep, Dehydrierung.” Da hilft nur eins… Trinken, Trinken, Trinken. … :o Dehydrierung? Ich sterbe vor Schmerzen. Das kann doch nicht an ein bisschen Wassermangel liegen!! Was hat Wassermangel mit Schmerzen zu tun??
Aber sie schien recht zu haben. Nachdem ich meine Wasservorrat an dem und dem nächsten Tag ausgetrunken habe, ging es besser. Dienstag Abend war es schon wieder ok.

Es ist echt kurios wie das so alles funktioniert. Man muss sich also nicht extra irgendwas stoßen, prellen oder aufschneiden damit man Schmerzen hat. Wassermangel reicht auch. Hätte ich nicht gedacht. Und die Schmerzen waren nicht von schlechten Eltern. Besonders die Wirbelsäule ist ekelig. Man kann nicht mehr krabbeln.

Aber nun ist alles wieder gut und ich trinke fleißig :)

So, nun habe ich fast eine Woche für meinen Artikel gebraucht. Da steht das nächste Wochenende schon wieder vor der Tür :) Aber diesmal ist noch nix geplant. Mal gucken ob sich was spontan ergibt. Und wenn nicht, Arbeit ist ja auch noch da.

Dann bis die Tage.

Liebe Grüße
Gordon

PS: Hier noch ein paar andere Fotos von den beiden Tagen.

Die Videos zum Tauchgang im Dam – Unbedingt ansehen! :)

Hallo.

Ich hatte ja vor ein paar Tagen schon von unserem Tauchgang im Kouris Dam geschrieben. Das Video dauert ja immer ein wenig länger. Hier ist es nun endlich :)

Schaut es euch an. Ich habe mir so viel Mühe gegeben :)

Wer sich über die Irische Musik wundert… es war ja schließlich St. Patricks Day… ein Irischer Feiertag und wir hatten ja auch passend die Hüte auf. Also durfte Irische Musik nicht fehlen ;)

Ira hat ein eigenes Video hochgeladen. Deswegen sind unten 2. Sind aber beide vom selben Tauchgang mit ungefähr den gleichen Inhalten.

Und nun viel Spaß.

Und Iras Videos

Geilster Tauchgang ever – Kouris Staudamm / Zypern

Hallo zusammen,

diesmal könnte ich wieder einen Roman schreiben. Also holt euch schon mal einen Kaffee :)

Die Kirche am Green Monday

Wo soll ich anfangen? Eigentlich begann alles vor 2 Wochen. Ich hatte ja darüber geschrieben das wir am “Green Monday” in Alassa waren (siehe Schnorcheln im Damm). Hier steht eine Kirche sehr nahe am Damm. Oder besser gesagt mittlerweile im Damm. Denn der ist aktuell fast Randvoll und die Kirche steht “leider” im Stauseegebiet. Vor 2 Wochen ging ihr das Wasser bis zur halben Türhöhe.

Die Kirche 2 Wochen vorher

Daraufhin beschlossen wir dann 2 Wochenenden zurück mit einem Boot hineinzupaddeln und Fotos zu machen. Als wir ankamen war die Tür schon komplett unter Wasser. So sind die Mädels mit dem Schlauchboot drumherum gepaddelt und ich war kurz schwimmen.
Nach diesem Erlebnis lag die Idee nahe noch ein bisschen zu warten und dann dort richtig tauchen zu gehen.

Gesagt… gewartet.

Die Kirche 1 Woche vorher

Letztes Wochenende war ich alleine da, um mal zu schauen. Die Kirche war da schon bis zum Dach abgesoffen. Ein anderer Fotograf (die tummeln sich da gerade zu Hauf) erzählte mir das dies der Maximale Pegel sei, da der Damm schon überläuft. :( Mist aber auch. Na besser als nichts.

In der Woche wurde ich dann doch neugierig und bin mit Ira zum Damm gefahren. Von wegen voll… da war, zu dem Zeitpunkt, noch über einen Meter Luft. Also standen die Chancen doch gut das die Kirche komplett unter Wasser sein könnte (außer Glockenturm natürlich). Zumal ich dann im Internet Fotos fand wo nur noch der Glockenturm aus dem Wasser ragte.

Doch irgendwie reichte uns die Idee nicht, einfach nur dort Tauchen zu gehen. Wobei das alleine schon spektakulär wäre. Denn ich finde im Internet keine Berichte in denen jemand davon berichtet wie er in einem Damm in Zypern tauchen geht. Wir würden also vielleicht die ersten sein. Und dann noch in der untergegangenen Agios Nicolaos Kirche.
Also wurde weiter gesponnen. Ich hatte die Idee in der Kirche eine “Kerze” zu zünden. Macht man ja so :) Als wir bemerkten das der Tag X auf den 17. März fallen würde (St. Patricks Day), wurden wilde Hutpläne gemacht. Alice hatte die Idee auf ein bisschen Voodoo. … Es wurde immer Lustiger. :)

Wer auf ein bisschen Geschichte steht, für den habe ich eine. :)
Alassa ist ein Dorf in Zypern. Die Agios Nicolaos Kirche wurde 1929 gebaut und 1960 restauriert. 1968 beschloss man einen Damm zu bauen der 3 Flüsse stauen sollte. Leider war Alassa mitten im Überflutungsgebiet und musste damit auf einen nahen Berg verlegt werden. Das komplette Dorf wurde umgezogen.
1988 war der Damm endlich fertig. Das erste mal übergelaufen ist er im Jahr 2004. Dieses Jahr könnte es das nächste mal passieren. Was wiederum ein weiterer Faktor dafür ist warum unser Tauchgang so speziell werden würde.
Das einzige was vom alten Alassa übrig blieb ist die Kirche.

Soweit, sogut.

Die Wassertemperatur beträgt 12 Grad Celsius!!! :) Wie kalt das ist konnte ich beim Schwimmen feststellen. Und so war uns klar das es kein langer Tauchgang werden würde. Rein, runter, umgucken, hoch und raus.
Unsere Vorbereitungszeit betrug eine Woche. Damit ist das wohl die längste Vorbereitungszeit für einen Tauchgang von geplanten 10-15 Minuten. Der Hammer. Aber wir wussten es würde sich lohnen. So ein interessanter und spezieller Tauchgang. So viele neue Erfahrungen. Tauchen an einem Spot der normalerweise Furztrocken ist und nur alle 10 Jahre unter Wasser steht. Dazu eine Kirche mittendrin (ok, um die ging es ja). Es gibt keine Anzeichen im Internet das schon jemals jemand im Damm Gerätetauchen war… wir könnten die ersten sein. Dazu wäre es unser erster Frischwassertauchgang (ist ein Unterschied zum Salzwassertauchen). Schlechte Sicht und kaltes Wasser. Auch das wäre neu. Dazu tauchen mit Buddy-Leine.
Also eine Vielzahl von neuen Erlebnissen und Erfahrungen sammeln. Das machte uns 3 die ganze Woche hibbelig :)

Wasserdichte Kerze :)

Meine persönliche Aufgabe war gar nicht so einfach zu lösen. Wie soll man eine Kerze unter Wasser anzünden? Geht natürlich nicht. Dann kamen wir auf Bengalisches Feuer. Doch das ist schwer zu kriegen. Dann… die ultimative Idee. Elektronische Kerzen. Die könnte man in eine Plastiktüte packen und damit wären sie Wasserdicht.
Ich habe welche auf dem Flohmarkt gefunden. Die letzten beiden. Reicht ja.
Am Strand ein paar Steine gefunden – damit sie auch unten bleiben – und dann wurde alles verklebt und ausprobiert. Funktioniert! :) Man muss sich nur zu helfen wissen :) Damit war der Teil erledigt.

Und dann kam der Tag näher. Freitag Abend waren wir bei Ira verabredet. Glühwein kochen (meine Aufgabe natürlich :) ). Der sollte uns danach wieder aufwärmen. Es wurde nicht mit dem “Schuss” gegeizt :) Dann wurden die “St. Patricks Day” Hüte präpariert, damit sie nicht vom Kopf rutschen konnten.
Natürlich wurde auch schon ein wenig am Glühwein genascht :) Und der Tagesablauf geplant. 11 Uhr treffen bei mir, da der Tauchshop bei mir um die Ecke ist.

Wer hat verpennt? Natürlich ich :( Glühwein und erst um 3 ins Bett gehen ist echt nicht so gut. Aber bis um 11 hatte ich alles soweit in Sack und Tüten. Ira und Alice waren schon vor der Zeit da und warteten… auf mich natürlich…
Noch schnell warmes Wasser in Flaschen und Kanister abgefüllt, damit wir vorher den Anzug schon mit warmem Wasser füllen konnten und zum abduschen hinterher. Und dann konnte es endlich losgehen.

Erster Stop: Aloha Tauchshop
Hier haben Ira und ich schon unsere Tauchscheine gemacht und wir kennen zumindest einen der Leute. Der Besitzer hat über Winter gewechselt. Aber Anton ist immer noch da. Wir haben in der Woche schon mit ihm gesprochen und er wollte alles vorbereiten. … Hat er aber irgendwie vergessen. Anton war mit einem Schüler zum Tauchen und die Dame im Shop wusste von nix. Geht ja gut los.

Sie war dann aber so freundlich und hat uns alles zusammengepackt. Wir also alles rausgesucht was wir brauchten. BCD, Regulator, Gewichte und Flaschen. Wir wollten schon die Flaschen ins Auto bringen als die Dame meinte “Oh warte, wir checken mal lieber noch mal den Druck”. Ok, why not.
Also das Gerät an die erste Flasche gehängt… *pppffffffffffff*… Ist wohl kein O-Ring drin. … Nee, die komplette Ventilschraube für unsere 1-Stufe war nicht drin. Mal gut das sie das checken wollte. Wir hätten die Pulle so mitgenommen… noch halb am pennen. Also 3 korrekte Flaschen eingepackt.
Und dann aber endlich ab.

Als ich gerade los wollte kam Anton mit dem Schüler zurück und gleich auf mich los. Geguckt was wir eingepackt hatten. … “Nee, das geht nicht. Das ist kein Zeug was wir ausleihen.” … Wie jetzt? Wir haben keine Zeit! … Das bemerkte er wohl und meinte dann “Ok, fahr. Aber bringt das Zeug heil wieder und das mir keiner Absäuft!” … Ja danke, hatten wir nicht vor :)
Nun aber… es ging endlich los.

Die Kirche am Tauchtag

An der Kirche in Alassa angekommen erwartete uns eine kleine Überraschung. Der Wasserpegel war wirklich noch einmal ein gutes Stück angestiegen (ca. 1,5 Meter). Aber das Dach der Kirche schaute immer noch aus dem Wasser raus. Und sehr schief. Wie das? War das schon immer so schief? … Keine Ahnung. Konnten wir uns noch keinen Reim drauf machen. Viel mehr störte uns der ekelig kalte Wind. Die Sonne war zwar da, aber der Wind war richtig kalt. Selbst mit Pullover haben wir ein wenig gefroren… und dann sollen wir da ins Wasser und was wenn wir wieder raus kommen? Das Wasser hat auch nur 12 Grad.
Fragen über Fragen. Zweifel über Zweifel.

Zudem hatte der Tauchshopbesitzer Ira unterwegs angerufen. Wir haben wohl einen Lungenautomaten mitgenommen der eigentlich zu Wartung sollte und keine Mundstücke hatte.
Und siehe da, ja, hatten wir :( Klasse. Wird ja immer besser.
Die einzige Lösung… jetzt werden uns alle Taucher verhauen… war ein Mundstück mit einem anderen Auszutauschen. Zum Glück gibt es heutzutage immer 2 2. Stufen und damit 2 Mundstücke an einem Set. Jetzt hatten wir 2 Sets mit je einem Mundstück. Was aber nicht weiter tragisch war da unser Tauchgang maximal 5-6 Meter tief sein würde und einer noch immer einen funktionieren Oktopus mitführte.

So rauchte ich erst einmal eine und dann noch eine … und dann beschlossen wir: Da wir schon mal da sind… :)

Und so ging es los. Tauchzeug aufrödeln, testen und rein in den warmen Tauchanzug. Natürlich nicht zu vergessen das schöne Feinrippunterhemd, den Rolli und die dicken Socken. Ein guter Tipp den Ich aus einem Taucherforum bekommen habe. Nicht das die direkt warm halten – wir waren schließlich im Nasstauchanzug – aber die verhindern den Wasserdurchfluss. Somit steht das Wasser, das der Körper aufgewärmt hat, besser im Anzug und es rutscht nicht so schnell kaltes Wasser nach.
Zwischendurch immer mal wieder in Foto hier und ein Foto da… und letztendlich waren wir dann endlich soweit. Bis auf… wo sind meine geilen Unterwasserkerzen? Wo sind sie nur?… Zu Hause… klasse :( Vergessen :(
Ok, egal.

Das mitgebrachte, warme, Wasser noch schnell in die Anzüge gekippt… huiii… schön warm :) Und endlich ging es los.

Die Kirche war ca. 100 Meter entfernt. Der Weg dorthin überschwemmte Wiese und Wege. Die Sicht am “Ufer” = 0. So mussten wir uns die ersten Meter ertasten. Da es rasch tiefer wurde, konnten wir auch bald schwimmen. Das Wasser füllte langsam den Tauchanzug und es war … KALT!! :)

Nach 3-4 Minuten schwimmen erreichten wir die Kirche von der Seite, direkt am Eingang (sie hat 3). Kurzer Checkup und es ging in die “tiefe”. :)
War das geil. Total anders als im Meer. Kein Kristallklares bzw. blaues Wasser in dem man 30-40 Meter weit gucken kann. Hier befanden wir uns in einer grünen Brühe mit einer Sichtweite von ca. 4-5 Metern.

Ich in der grünen Suppe

Die anderen waren nur noch schwarze Silhouetten inmitten von grüner Soße. Und wer das jetzt abstoßend findet… der weiß nicht was ich meine :) Ich fand das geil. Mal was anderes, was neues.

Die Kirche lag nun direkt vor uns. Unter Wasser… so wie wir. Es konnte losgehen. Auch das Wasser im Taucheranzug hatte sich nun aufgewärmt und es war relativ warm, bis auf das Gesicht.

Wir haben die Kirche “betreten”… einer nach dem anderen hat sich durch das Tor gleiten lassen. Wobei eines schnell klar wurde… aufpassen was man mit den Flossen macht. Ein paar falsche Bewegungen und die Sicht wurde schlagartig schlechter. Auf dem Boden und besonders den Pflanzen hatten sich viele Schwebeteilchen abgesetzt. Ein Flossenschlag und man wühlte sie wieder auf.

Natürlich haben wir uns erst einmal ausgiebig in der Kirche umgesehen. Das ist absoluter Wahnsinn… in einer Kirche tauchen… hätte auch ein anderes Gebäude sein können. Total genial.

Das gelöste Kirchendach

Uns wurde auch schnell klar warum das Dach noch aus dem Wasser schaute. Eine Seite des Daches hatte sich von der Außenwand gelöst und schwamm an der Oberfläche (Holzbalkenkonstruktion). Auf der anderen Seite waren noch einige Dachziegel auf dem Dach, was es wohl daran hinderte komplett wegzuschwimmen.
Wir mussten also ein wenig vorsichtig sein. Auch da das Dach beim Lösen wohl einige Löcher in den Giebel gerissen hat.

Die Kirche selbst ist von innen leer. Es ist nichts mehr übrig geblieben. Ein paar Dachziegel und ein wenig Schutt lag rum. Sonst war nichts mehr zu entdecken.

Baum unter Wasser

Wir haben sie dann durch den Hinterausgang wieder verlassen und schwammen von außen hinter das Gebäude. Hier stehen 4 große Bäume, die teilweise noch aus dem Wasser ragen. Zudem die Umrandungsmauer des Geländes, die direkt hinter den Bäumen verläuft.
Das war genauso klasse (sorry, es war alles klasse :) )… Bäume unter Wasser. Das ist sowas von Surreal. Und genau das machte es so interessant. Noch vor Tagen war das alles Trocken. Die grüne Wiese, bunte Blumen, eine Kirche in der Landschaft… und jetzt Tauchen wir hier und alles ist unter Wasser.

Und auf einmal bewegte sich sogar etwas im Baum… ein Vogel konnte es ja schlecht sein :) Nein… Fische “fliegen” jetzt durch die Äste des Baumes. Und ich glaube die haben dümmer geguckt als sie uns sahen als wir :) Zumindest regten sie sich erst einmal nicht weiter und guckten uns dumm an. Wir taten das gleiche. … Und dann schwammen sie ganz gemütlich an uns vorbei. Genial.

Pause auf der Mauer

Wir umrundeten die Kirche und versuchten dabei in alle Winkel und ecken zu schauen. Um ja nichts zu verpassen :) Leider gab es nicht wirklich viel zu entdecken. Weiter als zur Geländemauer sind wir nicht. Ein kleines Klohäuschen steht noch hinter der Kirche, in dem es sogar noch eine (kaputte) Kloschüssel gibt.

Nach der ersten Runde wieder vor der Kirche angekommen, beschlossen wir das es uns noch gut geht und keinem kalt ist. So machten wir noch eine Runde ringsherum.
Als wir zum 2. mal wieder vor der Tür standen… wurde es doch langsam frisch und wir beschlossen den Heimweg anzutreten.

Das Gefühl als wir wieder aus dem Wasser kamen war unbeschreiblich. Total geil einfach! :)
Wir hatten es getan. Trotz 12 Grad Wassertemperatur haben wir uns getraut und sogar die Zeit “überzogen”. Maximal 15 Minuten hatten wir geschätzt. Die reine Tauchzeit lag bei 25 Minuten. Plus hin- und zurück Schwimmen. Also waren wir ca. 30 Minuten im Wasser.
Wir haben uns tapfer im Frischwasser und bei schlechter Sicht geschlagen. Und wir hatten einen Atemberaubenden Tauchgang wo wahrscheinlich noch niemand zuvor Tauchen war. Das nenne ich absolut gelungen. Sowas könnten wir gern öfter machen. Lass die Touris schön im Meer planschen und wir entdecken lieber :)

Glühwein zum Aufwärmen

Bei uns musste es jetzt schnell gehen. Alles wieder auseinander rödeln und dann schnell raus aus den Nassen Klamotten und rein in die warmen und trockenen… und natürlich einen Glühwein einschenken. Der darf bei sowas nicht fehlen! ;) Außerdem braucht man ja was mit dem man auf den Erfolg anstoßen kann. Also zweifach sehr sehr nützlich :)

Und dann ging es auch schon wieder zurück nach Hause. Klamotten im Tauchshop abgegeben und dann haben sich unsere Wege getrennt… bis zum Abendlichen Zelebrieren im Pub :)

Happy St. Partricks Day 2012

Abschließend muss ich noch einmal betonen: Trotz aller Schwierigkeiten und des kalten Wassers und Wetters war das der geilste Tauchgang den ich bis jetzt hatte. Vielleicht wird er es sogar bleiben. Keine Ahnung was noch so kommt… aber das wird schwer zu toppen sein. Die Location, die Umstände, die Tauchpartner natürlich :) und die gewonnen Erfahrungen. Von den unperfekten dingen mal abgesehen, war alles perfekt!

So, habe Roman fertig. Jetzt noch ein paar Bilder und das Video braucht leider noch ein wenig. Wir hatten 2 Kameras mit (Natürlich! :) ). Das Schneiden wird wohl noch ein paar Tage brauchen. Aber lasst es euch nicht entgehen. Ein Video sagt mehr als 1.000 Bilder und mehr als 1.000.000 Worte.
Update: Hier ist unser Tauchvideo

Liebe Grüße
Gordon

PS: Fotos von Ira, Alice und mir. Video von Ira und mir.

Was für ein Wochenende – Schnorcheln im Damm und mehr

Hallo zusammen,

heute will ich mal wieder was schreiben :) Ist zwar schon spät, aber bis morgen haben ich ja wieder die Hälfte vergessen und ich versuche es kurz zu machen (haha… der war gut :) )

Aber es war so ein klasse Wochenende… da muss ich einfach drüber schreiben :)

Gestern, Samstag, hatten wir mal wieder vor etwas zu unternehmen. Also Ira, Alice und ich. Chester war mit Micheal zum Ski fahren verabredet.

Wir 3 hatten auch schon einen Plan. Wir waren ja vor 6 Tagen schon einmal bei der Kirche in Alassa. Dort steht eine alte Kirche am unteren Ende des Dorfes. Etwas tiefer gelegen.
Sie wurde dort erbaut bevor der Kouris Dam gebaut wurde und steht nun ab und zu unter Wasser, wenn der Damm voll ist. So wie auch im Moment. Vor 6 Tagen stand ihr das Wasser etwa halb hoch. Das Eingangstor war halb im Wasser und halb draußen.

So fassten wir den Plan das wir uns für dieses Wochenende ein Boot besorgen und dann in die Kirche paddeln um von innen Fotos schießen zu können. Ich hatte auch die Überlegung schnorcheln zu gehen um evtl. auch Unterwasseraufnahmen machen zu können. Auch wenn das Wasser sch*** kalt ist.
Das war der Plan.

Problem an der Geschichte… wo um die Jahreszeit ein Boot herkriegen? Wir hatten ja an so ein kleines Aufblasbares gedacht. Nix besonderes. Im Sommer an jedem Kiosk hier zu kriegen. Nur ist gerade kein Sommer. Und so verbrachte ich den Freitag damit Limassol nach einem aufblasbaren Boot abzuklappern. Aber überall gibt es im Moment Feuerholz statt aufblasbaren Strandspielzeugen. Im Sportladen gab es ein Aufblasbares Boot. Nur war das mehr Professionell und kostete auch gleich 1500 Euro. Nicht wirklich was wir wollten und besonders bezahlen konnten.

Samstag bin ich dann mit Alice noch in den nächstgrößeren Supermarkt gedüst. Wir brauchten noch eine Thermoskanne für den Glühwein ;) und haben auch hier noch mal geschaut. Kein Gummiboot zu kriegen. Dann noch ein Tipp aus einem neuen Spielzeugladen neben dem Supermarkt. In der Stadt ist die Hauptstelle des Ladens und die sollten was haben. Also noch in die Stadt gedüst… wir waren eh schon spät dran.
Aber auch hier gab es kein wirkliches Gummiboot. Aber etwas ähnliches. Zumindest was aufblasbares was schwimmt. Damit haben wir uns dann zufrieden gegeben und die 35 Euro bezahlt.

Dann konnten wir endlich zu Ira. Schnell die Thermoskannen mit Glühwein gefüllt und ab zum Damm. Es war schon nach 2 Uhr und viel zu spät. Als wir ankamen schon fast 3 Uhr. Noch ca. eine Stunde Sonne.
Viel schlimmer jedoch… das Wasser war weiter gestiegen. Die Eingangstür war nun schon komplett unter Wasser. Was nun? Egal… erst einmal einen Glühwein trinken :)

Da wir nun schon einmal da waren und alles bei hatten, machten wir uns trotzdem fertig für eine “Spritztour”. Also Boote aufgeblasen. Alice hatte noch ein Minischlauchboot erstanden und das komische Dinge was wir gerade gekauft hatten.
Ich habe beide Boote gleich mal getestet. Das kleine konnte man total vergessen. Damit war nur im Kreis rudern möglich. Das andere ging etwas besser. Zudem war recht starker Wind.

Nach dem ganzen Rum waten im Wasser befand ich es als “eigentlich gar nicht so kalt” und entschloss  spontan doch schwimmen zu gehen. Wozu hatte ich meine Schnorchel-Ausrüstung eingepackt. Und die beiden Damen konnten dann mit dem Boot rumrudern. Gentleman halt :)

Gesagt, getan. Umgezogen und ab die Post. Als mir das Wasser dann aber bis zum Bauchnabel ging, fand ich die Idee doch nicht mehr so toll. Meine Beine waren bereits Eisblöcke. Ich beschloss wieder Umzukehren. Da ich die Kamera hatte, mussten die Damen mit dem Schlauchboot wieder zurück kommen, um die Kamera zu holen.
Als ich die Kamera dann abgegeben hatte, war es auf einmal doch ok. Und da ich nun eh schon mal im kalten Wasser war (12 Grad… um es mal anzumerken :) ) … dann konnte ich es auch gleich durchziehen. Also doch weiter vorgewagt und letztendlich komplett im Wasser. Und es war kalt… richtig kalt.

Schnell zur Kirche geschwommen, wieder die Kamera übernommen… einmal rein getaucht, kurz umgesehen, wieder raus und zurück. Ich dachte ich krieg noch nen Herzinfarkt. Aber hab ich zum Glück nicht :)

Dann schnell raus und warme Klamotten angezogen und einen heißen Glühwein eingeschenkt. Glühwein mitzunehmen war einen grandiose Idee!!
Und dann war alles wieder warm und gut… und ein grandioses Gefühl machte sich breit. Ich habe es getan! Ja! Chaka! :) Bei 12 Grad warmen schnorcheln gewesen. Das erste mal in Frischwasser (also nicht im Meer) und dann auch gleich noch an einer überfluteten Kirche… wenn das nicht geil ist!! ;)

Gerade als wir wieder los wollten rief Chester an. Er war zu Hause und hatte sich beim Ski fahren die Hand gebrochen. Also mussten wir sofort nach Hause und ihn ins Krankenhaus bringen.

Bei den beiden zu Hause angekommen hat uns Chester schon empfangen. Ich musste aber noch mal schnell aufs Örtchen. Als ich wieder raus kam, war keiner mehr im Haus und die Tür stand noch offen. Ich dachte das sie schon rausgegangen sind und dort auf mich warten. Also bin ich raus und habe die Tür zu gemacht.
Alle standen am Auto und Chester fragte “Hast Du die Tür zugemacht?” und ich antwortete “Ja”… *ups*… sie wollten nicht los, sie wollten nur das Auto ausräumen. Und keiner hatte einen Schlüssel… *ups*… Haus verriegelt. Super.

Kein Weg rein, alles zu.

So sind wir erst einmal ins Krankenhaus (zum Glück hatte Alice ihren Autoschlüssel mit). Im Krankenhaus wurde Chester dann erst einmal Geröntgt. Nicht gebrochen, aber gerissen war der Knochen.
Hier im Krankenhaus sind die Ärzte nicht immer anwesend. Meist sind es sogar nicht einmal Angestellte des Krankenhaus, sondern private Ärzte die auf Abruf kommen. Und so brauchte der Arzt eine Weile bis er da war. Wir haben die Zeit damit überbrückt im Krankenhaus den letzten Rest Glühwein aufzuteilen :) Und dann war auch der Doc da und hat Chester eine Art Gips verpasst.
Bezahlt wird hier natürlich sofort, in der Poliklinik. Röntgen + Gips = 200,30 Euro … ich hoffe ich werde hier nie krank :o

Danach ging es wieder nach Hause und wieder zu der Frage: Wie kommen wir ins Haus.
Da konnte nur einer Helfen: Michael. Der Mechaniker und Mann mit dem Werkzeug :) Er kam dann auch zum Haus und wir probierten natürlich erst einmal alle Fenster aus. Aber alles verschlossen. Ist ja Winter.
Also… was tun? Fenster einschlagen schien die einzige Möglichkeit. :(

Doch es gab noch einen anderen Weg. Fenster auseinander nehmen. Und so hat Michael es in Mühsamer Arbeit hinbekommen das Badezimmerfenster von außen auseinander zu nehmen und dann die Scheibe (einigermaßen) heil zu Entnehmen. So das man das Fenster öffnen konnte. Die Scheibe ist zwar teilweise gerissen, aber wenigstens noch Komplett.

Und so war das Haus dann auch wieder offen.

Was für ein Tag.

Zum Abschluss sind wir dann noch in unsere neue Stammkneipe in Kolossi gegangen: The Angels Pub. Dort gab es noch 1-2 Cocktails und etwas deftiges zu essen. Naja, das Essen eigentlich auch nur dank der freundlichen Besitzer. Denn es war schon nach 10 und die Küche eigentlich schon geschlossen und sauber gemacht.

 

Heute wurde erst einmal Ausgeschlafen… naja, bis um 11. Ausgeschlafen war das nicht, aber ging schon :) Es stand ja wieder was aufm Plan heute. Nur irgendwie sind wir nicht wirklich ausm Knick gekommen. Erst nach 3 standen wir bei den beiden in Kolossi auf der Matte.

Heute waren alle mit dabei. Die anderen beiden Jungs konnten ja nicht mehr Ski fahren. Die armen :( Auch mit dabei war heute Marina. Sie “sollte” uns die Höhlenkirche zeigen. Da ging es dann auch gleich hin. War fast um die Ecke. Zwischen Kolossi und Kurium. Ein bisschen versteht ist ein kleines Gehöft. Sieht aus wie ein Vorgarten. An einer Wand ist ein Eingang. Dahinter verbirgt sich eine kleine Höhle mit vielen christlichen Bildern. Ein kleine Kirche halt. In einer Höhle.
Sehr interessant. Doch gerade als ich ein paar Fotos schießen wollte, ging das Licht aus. Super.

Danach ging es wieder zurück. Was nun tun? Es war schon gegen 4. So beschlossen wir dann noch kurzfristig 2 der alten Römischen Brücken zu besuchen (Kelefos und Elias Brücke). Die sind mitten im Troodos Gebirge und die Fahrt würde eine Weile dauern. Aber wir riskierten es und erreichten beide noch vor dem Dunkelwerden. Aber gerade so.

Was soll man dazu groß schreiben? Es sind 2 alte Brücken die über einen Fluss führen… der im Moment gerade sehr viel Wasser führt. Leider mussten wir etwas hasten und so hatte ich nicht wirklich viel Zeit schöne Fotos zu machen. Aber ich werde wiederkommen :)

Und das war mein Wochenende. Sehr interessant. Wieder einmal viel neues Gesehen und der Samstag war das Highlight :)

Zudem haben wir beschlossen das wir es in 2 oder 3 Wochen wagen werden und an der Kirche richtig tauchen gehen. Bis dahin ist der Wasserpegel hoffentlich weiter angestiegen. Wir hoffen ja das die Kirche komplett untergeht. Aber dafür müsste der Pegel noch ca. 5 Meter ansteigen. Ich denke den Gefallen wird er uns nicht tun. Aber vielleicht geht wenigstens noch das Dach unter :)
Und dann heißt es hart sein und für 15-20 Minuten komplett ins kalte Wasser eintauchen. Mit Wetsuite… nicht mit Trockenanzug. :) :)

Ok, jetzt ist Feierabend. Ist schon fast 2 Uhr morgens und morgen ist Montag.

Hier noch das Video… schaut es euch mal an… wie verrückt wir sind :) Aber das war eine Gaudi :)

Liebe Grüße
Gordon