24 Stunden Abenteuer

Hallo zusammen.

Mal wieder eine kleine Story über einen Fototrip. Mit einer Menge Abenteuer dieses mal. Mal schauen ob ich das in Worte fassen kann :)

Also eigentlich war am Freitag ein Couchsurfing-Treffen geplant. Aber dann hat meine Bekannte bescheid bekommen das Sie arbeiten musste am Samstag und auch sonst hatte sich keiner weiter angemeldet. Also habe ich auch abgesagt.

Dann habe ich mich mit Christos kurzgeschlossen. Er hatte einen anderen Plan. In die Berge fahren, zu einem alten, verlassenen Hotel, dort campen und am Samstag verlassene Dörfer erkunden.
Klang gut. War zwar schon spät… aber wenn man sich beeilt, dann könnten wir es noch bis zum Sonnenuntergang zum Hotel schaffen.

DSC_0688Also schnell die Arbeit erledigt, Sachen gepackt und ab die Post. Die anderen 3 waren aber auch noch nicht wirklich startklar. So gegen 6 sind wir dann endlich los. Noch tanken, ein paar Sachen einkaufen und auf in die Berge. Voll bepackt ist mein Auto noch ein bisschen schwächer auf der Brust. Es ging recht langsam voran :(
Wir erreichten das verlassene Hotel Berengaria erst nach Sonnenuntergang. Nutzen aber noch schnell das letzte Licht um ein paar schöne Fotos zu schießen. 4 Fotografen :)
Dann wurde es immer dunkler, bis wir schließlich ganz im dunkeln standen. Und eins kann ich behaupten… das Hotel ist verdammt gruselig im dunkeln. Von außen geht es noch. Ich habe ein paar Fotos im Stockdusteren inneren gemacht… da wird einem schon komisch. Guckt euch die Bilder an, dann wisst ihr vielleicht warum.

Gebaut wurde das Hotel 1930. Es besteht überwiegend aus Naturstein. Es war so glamourös, das es das Hotel der Könige genannt wurde. Zudem war es das erste Hotel in der Region.
Was genau mit dem Hotel passierte, scheint niemand so genau zu wissen. Der Rest ist nur noch Legende. Diese besagt das der reiche Eigentümer 3 Söhne hatte. Nach seinem Tod sollte der gesamte Familienbesitz gerecht unter ihnen aufgeteilt werden und alle 3 Söhne sollten zu gleichen Teilen am Hotel beteiligt werden und dieses weiterführen. So sollte kein Streit zwischen den Kindern entstehen. Doch als der Vater verstarb, waren alle guten Vorsätze vergessen und die Söhne stritten sich um den Familienbesitz, das Geld und um das Hotel. Alle 3 staben in kuriosen Unfällen.
Da niemand mehr da war der das Hotel führte, wurde es von den Leuten geplündert und besteht heute nur noch aus den blanken Mauern. Man sagt das die 3 Brüder noch immer im Hotel spuken.

Die Nacht haben wir dann direkt neben dem Hotel geschlafen. In unseren Zelten. Geister haben wir nicht feststellen können. Vielleicht waren sie so anständig und waren leise in der Nacht. ;)

DSC_0711Der morgen startete spät. So gegen 9:30 bin ich erst aus dem Zelt gekrochen. Dann erst einmal einen Kaffee und eine Rauchen… und ganz langsam und gemütlich in den Tag starten. Gegen 11:00 war dann wieder alles im Auto verstaut und es ging weiter. Mehr verlassene Orte standen auf dem Plan. Doch als erstes hielten wir an einem (natürlich verlassenen) Haus an, das sich unweit vom Hotel befindet. Es sieht schon von außen schlimm aus. Kaputte Fensterscheiben, Türen stehen offen, alles was aus Metall ist rostet vor sich hin und der Gärtner war auch schon seid mindestens 20 Jahren nicht mehr da.

Schon beim umrunden des Hauses wird einem klar, das Haus ist etwas besonderes. Und besonders ist es da es seid zig Jahren leer stehen muss, aber es ist noch alles drin. Wirklich alles. Die Zimmer sind komplett eingerichtet. In der Küche stehen noch Flaschen (ich habe nicht geschaut ob noch eine verschlossen ist). Lampen sind noch in der Fassung und sogar Bekleidung liegt noch rum. Natürlich alles in einem absolut fürchterlichen Zustand. Aber wer auch immer hier gelebt hat, scheint fluchtartig das Haus verlassen zu haben. Und irgendwie scheint niemand daran interessiert gewesen zu sein das Haus zu plündern. Für uns Fotografen ist das natürlich eine gern genommen Gelegenheit mal richtig gute Fotos zu machen.

Dann ging es weiter in Richtung Vretsia. Das liegt nur ca. 30km westlich. Die normale Straße würde jedoch einen riesen Umweg machen. Also haben wir uns für eine Querfeldein-Route entschieden. Da sogar mein Navi diese Route sofort vorgeschlagen hat, konnte es ja nicht so schlimm sein, dachte ich. Wie man sich irren kann.

DSC_0809Kurz vor dem Dort Foini ging es dann von der Hauptstraße runter. Eine Venezianische Brücke (Elia Brücke) ist dort auch ausgeschildert. Gut, sehen wir gleich auch noch ein paar der Venezianischen Brücken.
Doch schon nach ein paar hundert Metern wurde aus einer Asphaltstraße eine Betonstraße. Noch ein paar hundert Meter weiter waren wir auf einem mehr oder weniger unbefestigtem Feldweg. Und dann ging das Abenteuer los. (Wir haben nach ein paar Kilometern beschlossen das es nicht mehr heißt ‘es wird schlimmer’… es heißt ‘es wird Abenteuerlicher’ !!)
5,5 km bis zur Brücke. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei ca. 20km/h. Streckenweise nur 10km/h. Spurrillen so tief das ein Achsenbruch bei 30km/h garantiert ist. Ich denke wir brauchten so ca. eine Stunde für die 5,5 km. Dann, 200 Meter vor der Brücke, ging es endlich wieder auf eine Geteerte Straße. Und schon waren wir an der ersten Brücke. Die Elia Brücke. Ein kurzer Stop, ein paar Fotos und es ging weiter. Nur ein paar hundert Meter weiter die Straße runter kommt man zur Tsielefos Brücke.

The crossingDann hatten wir die nächste Abenteuerliche Idee. Direkt an der Brücke führt eine ‘Straße’ weiter zur nächsten Brücke und von dort dann nach Vretsia. Problem Nr. 1 ist das diese Straße durch den Fluss führt. Ich habe schon mal ein Quad wegspülen sehen, beim Versuch die Straße durch den Fluss zu nehmen. Da war aber noch mehr Wasser im Fluss. Im Moment war der Wasserstand niedriger und der Fluss recht ruhig. Nach einigem hin und her Überlegen war es dann beschlossen… wir wagen es.
Also ab zum Auto, soweit es geht Anlauf genommen und … ohne Probleme ging es durch das Wasser. Die anderen Leute da guckten dumm und mein Auto war wieder etwas sauberer :)

Nur leider wurde die Straße nicht besser. Im Gegenteil, das Abendteuer ging jetzt erst richtig los. 25km auf Feldweg. Gut, das Navi kannte alle Straßen. Erstaunte mich ein wenig… aber ich hoffte das bleibt auch so bis zum Ziel. Doch mehr Sorgen machte ich mir um mein armes Auto. Ich habe es verflucht das ich meine GoPro nicht dabei hatte um DAS auf Video aufzunehmen.
Spurrillen und stellenweise Gefälle mit bis zu 40% (kein Witz). Teilweise führte uns die Strecke sogar durch Waldbrandschneisen. Einmal haben wir die falsche Abbiegung genommen und mussten umdrehen. Hatte ich erwähnt das wir auf einer unbefestigten Straße unterwegs waren. Die meiste Zeit hatten wir auf einer Seite einen Abgrund. Die Straße nicht breit genug für 2 Autos und natürlich keine Leitplanke.

DSC_1008Nach ca. 2 Stunden erreichten wir die 3. Brücke. Mitten im Wald gelegen liegt die Roudia Brücke. Noch eine Venezianische Brücke. Und die schönste von den 4 Brücken die ich bis jetzt gesehen habe. Mitten im Wald gelegen und von schönen Bäumen umgeben.

Nach einer weiteren Stunde mit 20km erreichten wir endlich Vretsia. Wir hofften dort ein Restaurant zu finden. Wir hatten einen Bärenhunger. Doch, wir fanden mit Vretsia unser erstes verlassenes Dorf. Es muss mal ein Türkisches Dorf gewesen sein. Direkt in der Dorfmitte steht eine kleine alte Moschee. Daneben standen normalen Häuser, eine Villa, eine Schule, Bauernhöfe und ein Restaurant, in dem sogar noch jemand zu leben scheint. Da hing selbstgemachter Käse. Ziegen bimmelten irgendwo im Tal, eine riesen Sau stand da rum und sogar 2 Pferde standen auf der Weide.
Nach ein paar Fotos ging es dann weiter. Die Straße wurde endlich besser. Im nächsten Dorf fanden wir dann endlich ein Cafe. Gab zwar nur Pommes zu essen, aber wenigstens einen Kaffee dazu :) Hier vertrödelten wir eine ganze Weile und machten uns dann auf die Suche nach einem weiteren verlassenen Dorf. Dem alten Axylou. Aber außer einer weiteren Ackerstraße (inkl. Umdrehen in 10 Zügen am Abhang… mal wieder) haben wir nichts gefunden.

Danach war es zu spät und ich hatte keine Lust mehr mein armes Auto weiter zu quälen. Es ging zurück nach Hause. Aber wir hatten einen super Tag. Sehr viel Abenteuer :)

Wie immer hier noch die besten Fotos…

Liebe Grüße
Gordon

Deutschland mal wieder das Buhmännchen

Hi.

Gestern hatte ich ja schon kurz über die aktuelle Lage über die Zwangsenteignung der privaten Finanzen in Zypern geschrieben. Da gibt es bis heute nicht soo viel neues. Jedenfalls nichts konkretes. Soweit ich gelesen habe ist noch immer keine Entscheidung im Parlament gefallen. Man will jetzt wohl erst einmal nachverhandeln.

Ohne Worte

Aber etwas anderes ist mir gerade bei Facebook über den Weg gelaufen. Das nebenstehende Bild Die nebenstehenden Bilder wurde von einer Gruppe in Facebook gepostet (nur eine kleine Auswahl der letzten 10 Stunden).Und die Bilder werden fleißig geteilt (share). Als Kommentare sind Hassparolen auf Deutschland zu lesen.

Und ganz ehrlich, es kotzt mich an. Egal was in der Eurozone passiert, Deutschland hat schuld. Angela Merkel wird in den meisten Fällen zur Buhfrau auserkoren.

Angela Merkel zeigt jemandem den Mittelfinger, beim Versuch Geld vom Geldautomaten abzuheben.

Zur aktuellen Geschichte… ob die Leute, die das Bild ‘kreiert’ haben, wissen das der Beschluss über die Zwangsabgabe von den Finanzministern der EU beschlossen wurde und nicht von Angela Merkel oder Deutschland? Ich bezweifel es.

Und es ist ja nur das aktuellste Beispiel. Ich habe die Form von Bildern schon damals gesehen, als in Griechenland die Luft brannte. Und noch heute ist Deutschland das Hassland Nummer 1… unter denen die Hilfen bekommen haben.

Ich bin kein großer Patriot (falls hier der Gedanke darüber aufkommen sollte). Aber das geht echt langsam zu weit.
Ob die Leute wissen das Deutschland mit den meisten Prozenten im EU-Rettungschirm hängt. Deutschland bezahlt 29,07% der Gelder die im großen Topf sind und ist damit Nr. 1. Dahinter Frankreich mit 21,83% und gefolgt von Italien mit 19,18%.

Hier wird Deutschland mit dem Zypern-Konflikt gleich mit eingebunden. Jetzt sind wir auch noch diesem Krieg schuld.

Das heißt Deutsche Bürger bezahlen 392,40 Milliarden Euro für die Rettung von anderen Staaten und sie werden dafür gehasst.
Ich habe mich schon bei der Griechenland-Aktion – als die Hass-Parolen auf Deutschland losgingen – warum man nicht einfach den Mittelfinger ausstreckt und das Geld lieber wieder ins eigen Land steckt. Wenn Hilfe mit Hass beantwortet wird… Sorry, aber da hätte jeder normale Mensch schon die Freundschaft gekündigt.

Noch ein “schönes” Gemälde. Einziger Kommentar zu diesem Bild ‘Hitler Woman’… braucht es da noch Worte?

Wieso es jetzt nun gerade Deutschland ist… und nicht Frankreich oder Italien oder irgendein anderes Land oder vielleicht mal die die das wirklich entscheiden, was passiert und welche Auflagen mit einem Rettungspaket verknüpft sind: nämlich die EU… das weiß wahrscheinlich niemand mehr genau. Nur eines wissen die Leute… wenn die Kacke am Dampfen ist, dann wird wohl Deutschland mit Angela dran schuld seid.

Naja, auf der anderen Seite gibt es auch immer jemanden der etwas macht und jemand der es mit sich machen lässt…

So… musste mal gesagt werden.

In diesem Sinne.
Gordon

Stell Dir vor Du wachst eines morgens auf und dein Konto wurde geplündert…

Hallo zusammen.

Stell Dir mal vor das Du eines Morgens aufwachst und jemand hat Geld von deinem Konto abgebucht. Ohne Dich zu fragen, ohne deine Zustimmung.
Was machst Du? Polizei, Strafanzeige, versuchen das Geld zurück zu holen? Ich denke das wäre der normale Weg, oder?

Nun, genau so ist es gerade passiert. Nicht (nur) bei mir. Sondern bei allen Kunden von allen zypriotischen Banken. Und das Geld wurde nicht etwa von einer militanten Hackergruppe abgehoben, die alle Bankkonten geknackt haben. Nein, es wurde von der Bank selbst abgehoben. Verwirrt? Ich versuche es mal so zu erklären wie ich es gerade aus einigen Zeitungsartikeln entnommen habe.

Also… Zypern ist ja bekanntlich in der Kriese. Es hat 17 Milliarden Euro aus dem EU Hilfsfont beantragt. 10 Millionen soll es nun bekommen. Doch vorher hat die EU angeordnet das die Zyprioten selbst in die Pflicht genommen werden. Genauer gesagt haben die Finanzminister der IWF und des EZB beschlossen das von allen zypriotischen Bankkonten 6,75% bei unter 100.000 Euro Guthaben und 9,90% über 100.000 Euro Guthaben als Zwangsabgabe abzuführen sind. Dieser Betrag wird also einfach so von den Konten abgebucht.
Einfach so?

Ja, einfach so. Ohne vorherige Ankündigung, ohne zu fragen. Am Freitag war die Welt für die Zyprioten noch in Ordnung. Am Samstag morgen nicht mehr, dann da war das Geld eingefroren und erst danach wurde die Nachricht über die Zwangsabgabe bekanntgegeben. Da hier nun gerade Feiertag ist und die Banken erst am Dienstag wieder öffnen, wurden auch sämtliche Überweisungsformulare im Online-Banking deaktiviert. Damit soll verhindert werden das dass Geld noch schnell online ins Ausland überwiesen wird.

Und das ist noch nicht alles. Es gibt gar keine Gesetzesgrundlage für diese Aktionen. Die soll erst bis zum Dienstag noch geschaffen werden. Das heißt quasi das man erst einen Verbrecher verurteilt und dann erst das Gesetz schafft, auf dem die Verurteilung beruht.

Mit diesem Schritt wurden ca. 5,8 Milliarden Euro von den Bankkonten auf zypriotischen Banken erbeutet. Zwangsenteignung… das erinnert mich irgendwie an Krieg. Und ich würde mich – ehrlich gesagt – nicht wundern wenn etwas ähnliches am Dienstag hier passiert… wen die Banken wieder öffnen.
Zyprioten sind zwar nicht so gewaltbereit wie die Griechen… aber sie lassen ihrer Wut auch gern freien Lauf. Wir werden sehen.

Nun könnte man sagen ‘Ja, richtig so. Die EU zahlt ja schließlich auch 10 Milliarden Euro. Da können die Zyprioten auch selbst was zu geben.’.  Soweit korrekt. Nur wurde hier nicht selektiert. Es trifft jeden. Den Millionär genauso wie den Arbeitslosen, Rentner, den Vater der für die Hochzeit seiner Tochter gespart hat, den Sohn der für das Haus für seine Familie jahrelang hart gearbeitet hat.

Auch ist Zypern damit gerade zu einem Versuchskaninchen geworden. Denn wenn es hier funktioniert, dann kann man es ja auch in anderen Ländern machen. Mit mehr Konten, um mehr Geld zu kriegen.
Wenn ich mir vorstelle das in einem Monat das gleiche in Griechenland abgezogen wird… das wird böse enden.

Nun bleibt abzuwarten was hier am Dienstag passiert, wenn die Banken wieder geöffnet haben. Ob das Geld wirklich weg ist oder ob der Gesetzesentwurf nicht durchgegangen ist.

Auf meinem Konto hat sich bis jetzt noch nichts getan. Außer das ich kein Geld überweisen kann. Von anderen Leuten habe ich gehört das Geldbeträge schon eingefroren bzw. “abgebucht” sind. Inwieweit das stimmt, kann ich nicht genau sagen.

Ich werde nächste Woche noch mal ein Update dazu schreiben, wenn ich genaueres weiß… sofern ich dann noch hier sein werde und nicht vielleicht schon auf der Flucht…

Viele Grüße
Gordon

Besuch in Lefkara

Hallo zusammen.

Heute war ich mit einer Freundin auf Foto-Tour. Es ging in das kleine Bergdorf Lefkara. Es ist ungefähr 40 Km von Limassol entfernt. Mit dem Auto in einer guten halben Stunde zu erreichen.

Das Dorf hat schon etwas besonderes. Viele Menschen haben mir im Laufe der Zeit immer wieder davon erzählt, wie schön es doch sei, das dort viele Künstler leben und die ganzen Stickereien. Heute war es dann soweit.

Lefkara liegt zwischen Larnaka und Limassol. So ziemlich genau in der Mitte kommt eine Autobahnabfahrt mit McDonalds. Die muss man runter (ist auch ausgeschildert) und dann Richtung Berge. Schon das 2. Dorf ist Lefkara. Nicht zu verfehlen.
Das Dorf selbst ist in einen unteren und oberen Teil unterteilt. Es befindet sich auf ca. 500 Meter über Null und es leben ca. 1100 Menschen dort.

Bekannt ist es, wie gesagt, durch seine Stickereien und Silberschmiede. Eine Legende sagt das sogar Leonardo da Vinci im Jahr 1481 und kaufte Spitzenstoff für den Hauptaltar des Duomo di Milano.
Definitiv ist das dieses Dorf ein ganz besonderer Platz auf der Insel ist, das steht fest. Kann man gar nicht so wirklich beschreiben, man muss es gesehen haben.

Das Dorf besteht fast ausschließlich aus alten Natursteinhäusern. Die Gassen sind schmal (auch für Autofahrer) und in vielen stehen Blumentöpfe mit Pflanzen. Die Menschen sind überaus freundlich, auch wenn es vielleicht darauf zurückzuführen ist das sie etwas verkaufen wollen. Man sieht an manchen Ecken einige Damen zusammen sitzen und mitten auf der Straße gemeinsam sticken.

Eine Gasse war besonders interessant. Sie war ca. 1,20 Meter breit. In der Mitte war eine Brücke – von einem Haus zum gegenüberliegenden – darüber. Unter dieser Brücke standen Sofa und Sessel und sogar ein Bild hing an der Wand. Man hatte Angst durch das Wohnzimmer eines Anwohners zu gehen. Aber es war eine Gasse. Total genial :)

Wenn man eine Weile durch die kleinen Gassen geschlendert ist dann realisiert man eine Sache: Zeit hat hier keine Bedeutung.

Leider gibt es auch hier viele verlassene Gebäude (von türkischen Zyprioten schon vor dem Krieg verlassen). Diese verfallen langsam aber sicher, was das Gesamtbild sehr trügt. Aber sonst ist das Dorf definitiv einen Besuch wert. Auch um schöne Bilder zu machen ;)

Viel mehr gibt es zu Lefkara schon gar nicht zu sagen. Hinfahren und ansehen.

Ich hänge unten noch ein paar Bilder an. Ich habe leider nicht viele von der Landschaft und dem Dorf an sich gemacht, da ich im Moment ja eher Makro fotografiere.

Viele Grüße
Gordon

Internetanschluss in Zypern

Hallo.

Heute möchte ich mal von meinen Bemühungen um einen eigenen Internetanschluss berichten. Ist schon eine Story wert.

Ich hatte ja die ganze Zeit Internet von Kai, der schräg unter mir einen Shop hatte und mich mit an seinen Router angeschlossen hatte. Nun hat er den Shop aber zugemacht und ich musste mir Gedanken um eine eigene Leitung machen.

Natürlich habe ich mich erst einmal im Internet umgesehen welche Anbieter es hier gibt und was die so für Leistungen und Preise haben. Viele sind es nicht. Cyta (der Hauptanbieter – wie in Deutschland die Telekom). Und dann PrimeTel, CableNet und MTN. Zusätzlich noch ein paar kleinere oder Exoten (Satelliten Internet und so).

Auf den Webseiten von Cyta habe ich nicht durchgeblickt und von anderen Leute die Cyta haben hab ich die Preise erfahren. Und die waren nicht ohne.
PrimeTel und CableNet haben ungefähr die gleichen Preis/Leistungssegmente. Wobei CableNet etwas besser ist und mir darüber gutes Berichtet wurde.

So bin ich dann erst einmal zum Servicepoint von Cablenet gefahren. Die nette Dame hat mir auch alles brav erklärt und besonders die Zusatzkosten noch vorgerechnet. 40 Euro Kaution für das Modem, 100 Euro Kaution weil ich kein Zypriot bin,  45,80€ um die Telefonleitung zu installieren und bei der ersten Zahlung müssen die ersten beiden Beträge bezahlt werden (Monat 1 und 2). Der Vertrag wäre für 12 Monate. Würde ich eher kündigen dann müsste ich 117 Euro Strafe zahlen.
Da in meiner Region keine Kabel von CableNet liegen, hätten sie über die Cyta-Leitungen gehen müssen und dafür hätte ich eine speziellen Tarif zahlen müssen. … Hab den Zettel schon weggeschmissen… aber ich glaube es war eine 8Mbit Leitung für ca. 35 Euro im Monat plus 5,10 Euro für die Telefonleitung. Also einmalig 190,90 Euro (+ ersten beiden Monate im Voraus) und im Monat ca. 40 Euro.
Und die Anschlusszeit hätte 3-5 Wochen betragen.

Das musste ich mir erst noch mal überlegen. Zumal ich das Geld zu dem Zeitpunkt eh nicht hatte. Das war im November rum. Dann kam der Zeitpunkt näher an dem Kai den Laden schließen würde. Also bin ich wieder zu CableNet hin und wollte den Vertrag machen.
Doch die (gleiche) nette Dame meinte auf einmal das es nicht mehr geht! … ? Hä? … Auf meine Frage “Warum?” meinte sie das sie keine Modems mehr haben. Aha? … “Und nu?” – “Können Sie nicht anschließen. Wir müssen auf neue Modems warten.” – “Aber ich habe ein Modem. Kann doch das nehmen.” – “Nein, das sind spezielle Modems die bei uns Registriert sind.” – “Aha… und wann kommen neue Modems?” – “Kann ich nicht sagen. Wir warten schon seid über einem Monat darauf.” …. Hmm… Welcome to Cyprus.
Ich habe der Dame noch gesagt das sie mich anrufen sollen sobald sie wieder Modems haben… macht sie, hat sie gesagt…

Dann kam der Tag an dem Kai den Laden ausgeräumt hat und ich ohne Internet war. Ich brauche aber Internet zum Arbeiten…
Ein Nachbar im Haus hat auch Internet und so habe ich ihn gefragt ob wir nicht die Leitung teilen können bis ich endlich mein eigenes Internet habe. Er hat zugesagt und so musste ich mir erst einmal noch eine WLAN-USB-Stick besorgen, da mein Rechner keine WLAN Karte hat.
Die Verbindungsstärke ist nicht berauschend und bricht auch ständig zusammen oder es ist furchtbar lahm. Ich glaube seine Leitung ist nicht sehr groß oder er zieht fleißig irgendwas… oder beides. Auf jeden Fall kein Zustand. Auch die Hotspots von City Cell sind grottenschlecht und kosten zudem 50 Euro pro Monat… da ist ein Modem schneller.

Heute hatte ich dann endgültig die Nase voll und ich beschloss nicht länger auf CableNet zu warten. Wer weiß wann die mit neuen Modems um die Ecke kommen… plus dann noch 4 Wochen warten bis der Anschluss da ist.

Also ging es ab in den nächsten PrimeTel Laden. Die waren mit 33 Euro pro Monat ja auch nicht so teuer. Aber auch hier war das ja nicht alles, wie mir die nette (und sehr leise und laanngggsaammmee) Dame eröffnete. Auch hier soll ich eine Kaution als Nicht-Zypriot bezahlen… satte 150 Euro. Plus 110 Euro Aktivierungsgebühr. Eine 8Mbit Leitung kostet auch nicht 33 Euro sondern 39,99 Euro. Und der Vertrag wäre 18 Monate. Wenn ich eher kündigen wollen würde dann müsste ich trotzdem die 18 Monate voll bezahlen (39,99 Euro jeden Monat). Wenn ich 12 Monate Vertragslaufzeit haben will, dann müsste ich noch 79,99 Euro Anschlussgebühr bezahlen.
Also fassen wir PrimeTel zusammen. 340 Euro Einmalig plus 39,99 Euro pro Monat.
Das hat mich dann mal komplett aus den Socken gehauen.

Direkt daneben war auch noch ein MTN Shop. Die machen eigentlich eher Mobiles Internet, bieten aber auch 2 normale Internetanschlüsse an. Leider nicht in meinem Gebiet.

Nach diesem Knaller dachte ich mir das ich vielleicht doch mal direkt bei Cyta nachfrage. Also auch noch auf zum nächsten Cyta Shop. Ist ja zum Glück alles nah beisammen. Auch hier hat mir die nette Dame erst einmal die kosten erklärt. 8Mbit Leitung kostet 44,46 Euro plus die Telefonleitung (ohne die Internet ja selten geht) von 12 Euro im Monat. Wären etwa 56 Euro im Monat. Das ist schon ein Unterschied. Aber für eine 6Mbit wären es 45 Euro im Monat. Na das geht schon eher. Und was noch? 107 Euro Anschlussgebühr und 35,10 Euro Aktivierung (bei Selbstinstallation vom Router). Das war’s.
Guck an. Das ist doch gar nicht so schlecht. 140 Euro einmalig und 45 im Monat… für 6Mbit. Damit hat Cyta dann gewonnen und ich habe auch gleich alles fertig gemacht. Auch keine extra Gebühr für Ausländer… bin begeistert (oder besser gesagt Enttäuscht von den anderen).
Und sie meinte das sie mich innerhalb von 10 Tagen anschließen. Und kündigen kann ich den 12 Monatsvertrag jederzeit und ohne kosten. Nur Router zurückgeben und das war es.

War total simpel… ich frage mich warum Cyta da so ein Wirrwarr auf der Webseite macht. Guckt mal drauf… da stehen zig Preise und kein Mensch kann da durchblicken. Die anderen schreiben simpel “33 Euro für 8Mbit”… so wie es sein soll… nur das sich dahinter noch echte Preisbrecher in den einmaligen Kosten verstecken.

Ja, das war mal wieder Typisch Zyprisch. Ich hoffe nur das der Rest jetzt glatt geht… aber erwarte das schlimmste… Besser ist besser.

Viele Grüße
Gordon

GPRS/3G Einstellungen für Cyta Mobile Zypern

Hallo,

das nur mal zwischendurch. Da ich ja nun ein neues Huawei U8800 Smartphone habe, sind wieder alle Einstellungen des alten Telefons weg. Besonders GPRS bzw. 3G braucht man ja heutzutage… schon allein für WhatsApp und das ganze Zeug :)

Mein Telefon hat sich aber von allein nicht durchgerungen ins GPRS Netz zu gehen. Wie auch, wenn es nicht weis wie. Die MMS Einstellungen für Cyta Mobile hatte ich mir ja damals in weiser Voraussicht aufgeschrieben. Nur GPRS hab ich nie gebraucht (auch in Anbetracht der Kosten). Doch nun wollte ich es nutzen… aber wie?

Erste Anlaufstelle: Google … bin auch fündig geworden… nach ein paar Stunden und zig Seiten, Foren, Posts, etc.
Es gab viel Verwirrung… doch nun kenne ich des Rätzels Lösung. Eigentlich stand es auch die ganze Zeit in meinem MMS Artikel.

Also (als Android Anwender) man geht in die Einstellungen -> Drahtlos & Netzwerke -> Mobile Netzwerke -> Zugangspunkte (kann in deinem Telefon evtl. abweichen) und hier legt man einen neuen Zugangspunkt an. Als erstes vergeben wir einen Namen für den Zugangspunkt. Und jetzt der Unterschied. Hat man (wie ich) eine Prepaid Karte (z.B. SoEasy) dann gibt man bei APN cytamobile ein. Hat man einen Vertrag dann nur internet. Das wars, nichts weiter muss ausgefüllt werden. Speichern und fertig. Schon ist man auch unterwegs online. Aber beachtet die kosten.
Wie viel es ist kann ich nicht sagen. Es geht eigentlich, solange man den Konsum in Grenzen hält.

Viele Grüße
Gordon

Roadtrip in Zypern – Follow the sun

Hallo zusammen,

mal wieder ist ein super geiles Wochenende vergangen:) (PS: jetzt ja schon 2 Wochen her)
Ich vermute es wird mal wieder ein Roman, also hole Dir schon mal einen Kaffee und ein paar Kekse ;)

Wir (Alice und ich) haben vor ein paar Wochen mal die spontane Idee gehabt einen Roadtrip zu machen. Dabei ging es darum den Sonnenaufgang im Karpaz (der Ostzipfel von Zypern) zu sehen und dann den ganzen Weg nach Akamaz (Westende von Zypern) zu fahren um dort am selben Tag den Sonnenuntergang zu erleben.

Am letzten Wochenende war es dann soweit. Vorab haben wir unser Vorhaben noch an die Facebookseite der Couchsurfer Zypern gepostet. Falls von den Leuten noch jemand mitkommen will.

Wer Couchsurfing nicht kennt… Das ist eine Internetseite mit einer sehr interessanten Idee. Menschen die gern Reisen bieten anderen ihre Couch zum Übernachten an. Das heißt jemand Meldet sich und fragt ob er auf der Couch für ein paar Tage Übernachten kann. Dafür kann man selbst aber auch die Couch von anderen Leuten nutzen. Reise ich jetzt also z.B. nach Paris für ein paar Tage, dann gucke ich wer in Paris angemeldet ist und eine Couch anbietet. Den schreibe ich dann an und wenn alles klappt, dann habe ich für ein paar Tage eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit und komme gleich noch in Kontakt mit den Leuten dort. Zudem bekommt man mit Sicherheit ein paar Insidertipps und vielleicht hat derjenige sogar ein bisschen Zeit und Lust mir was zu zeigen oder was zu unternehmen. Also eine super Sache.

Natürlich habe ich in meinem kleinen Zimmerchen hier nicht auch noch eine Couch. Aber es haben sich überall auch Gruppen zusammen getan die sich auch einfach nur mal Treffen und ein Bier trinken gehen oder was unternehmen. Couchsurfer sind generell sehr aufgeschlossene Menschen. Sonst würden sie nicht Couchsurfen ;)

Es haben sich dann auch ein paar Leute für unser Unterfangen interessiert und 4 oder 5 hatten fest zugesagt. Angelina, eine – momentan – Dauerreisende, war sogar schon dort in der Gegend.

Gopro FensterhalterungWir sind schon am Freitag Abend los. Natürlich total verspätet. Ich hatte vergessen die Autohalterung für die GoPro vorher von Chester zu holen. Also mussten wir da auch noch vorbei. Ich glaub so gegen 7 sind wir dann endlich aus Limassol losgekommen.
Bis zum Karpaz sind es gute 250km. Erst nach Nikosia, dann über die Grenze und den ganzen Weg über die Dörfer nach Karpaz. Ich hätte nicht damit gerechnet das wir vor um 12 da sind. Aber erstaunlicherweise ging es relativ fix und wir trudelten um halb 12 bei Burhan ein. Burhan ist ein Bungalowvermieter am Karpaz.
Wer aufmerksam meinen Blog ließt, der weiß aus dem “I AM”-Artikel was Karpaz ist und was dort los ist ;)

Für alle die nicht fleißig lesen, hier eine Kurzfassung :) Karpaz ist ein Naturschutzgebiet und keine Häuser, Hotels, etc. sind dort zu finden. Nur ein paar Bungalowvermieter haben wohl die Erlaubnis bekommen dort ihre Bungalows hinzusetzen. Strom gibt es dort nur mit Generatoren.

Als wir ankamen, war Burhan (der Besitzer) zum Glück noch wach. So hat er uns einen Platz gezeigt wo wir unser Zelt aufschlagen konnten. Das haben wir dann auch noch schnell getan und nach einen Bierchen am Strand sind wir dann auch darin verschwunden. Ich hatte meine Luftmatratze vergessen und eine tierisch unbequeme Nacht :( Zudem waren nebenan 2 “ältere” englische Damen die sich bis tief in die Nacht unterhalten haben. Wenn man in einem Zelt schläft, dann gibt es keine Schalldämmung. Sie haben gegenseitig ihre Lebens- und Liebesgeschichten erzählt… war irgendwie auch wieder süß war. Aus manchen Stories hätte man einen Film machen können. Und die eine hatte eine gute Erzählstimme. … Naja, egal. Ich konnte nicht pennen.

Burhans im KarpazAm nächsten Morgen waren wir die ersten die wach waren. Gleich erstmal in den Speiseraum und Kaffee und Zigarette!!! :) Und dann ein Plan machen was wir mit dem Samstag anfangen. Der Roadtrip sollte am Sonntag stattfinden.
Angelina ließ sich auch noch nicht blicken.
So fassten wir den Plan das wir erst einmal zum Agios Philon gucken. Das war mal eine Stadt… vor hunderten von Jahren. Ein bisschen steht noch. Unter anderem die alte Kirche. Davor ist eine Bucht in der angeblich noch Reste vom alten Hafen zu sehen sein sollen… das war natürlich unser Ziel :) Und dann gegen Mittag wieder zurück und Nachmittags zu der Halbinsel die mich verrückt macht. Auch hier wollte ich Schnorcheln gehen. Abends dann noch ein Bier mit den anderen Trinken und dann zum Übernachten schon zum Ende fahren (Sonntag 5:30 Sonnenaufgang… da will ich nicht Frühs noch eher aufstehen um dann dort hin zu fahren… lieber gleich da pennen).

Gegen 9 ist dann Angelina doch noch aufgewacht. So haben wir noch ein bisschen geschnackt und sie über unseren Plan informiert. Sie wollte aber nicht mit uns kommen, sondern lieber auf die anderen warten, die noch kommen wollten.
So haben wir uns dann erst einmal allein auf den Weg gemacht.

Agios Philon ist direkt über Dipkarpaz, dem letzten Dorf an dem Ende. Nachdem wir uns erst einmal umgesehen hatten, haben wir beschlossen direkt am Strand ins Wasser zu gehen und dann zu sehen ob und wo es noch etwas zu entdecken gibt. Gesagt, getan.

Gordon beim SchnorchelnDas Wasser in der ganzen Bucht ist nicht sehr tief. Ungefähr 1-2 Meter. Meist hätte man noch stehen können. Und keine Spur von irgendwelchen alten Hafenanlagen. :(
Wenn man die Bucht ein wenig verlässt, dann wird es schnell tiefer. So um die 3-5 Meter. Aber weiterhin keine Spur von irgendwelchen Überresten von einem Hafen. Dafür haben wir einen Hummer gefunden. Alice wollte ihn gleich mitnehmen und kochen :( Hat sie zum Glück nicht :)

Nachdem wir das gesamte Gelände einmal abgeschnorchelt sind, ging es wieder zurück zum Strand. Ohne jeden Erfolg. :(
Und dann wieder zurück zu Burhan.

Es war bereits Mittag und die anderen immer noch nicht wieder da. So haben wir uns mit Angelina hingesetzt und ein bisschen gequatscht. Gegen 1 beschlossen wir dann zu der Halbinsel aufzubrechen. Die anderen werden schon von allein ankommen und Burhan wusste ja das wir da waren.

Wieder mit Schnorchel und Flossen bewaffnet sind wir dann losgetrabt. Diesmal noch mit einem Sonnenschirm… die Sonne knallte echt arg. Besonders zur Mittagszeit wäre es tödlich gewesen ohne los zu gehen.
Nach einer halben Stunde waren wir endlich da. Sachen abgeladen, Sonnenschirm aufgestellt und ab ins Wasser. Angelina nicht, sie war mehr für Sonnenbaden :) Wir wollten Schnorcheln.
Und so sind wir einmal um die Halbinsel herum geschnorchelt. Für mich war es enttäuschend. Nicht viel zu sehen und ich konnte das Geheimnis der Halbinsel immer noch nicht lösen. :(

Geheimnis der Halbinsel? Verwirrt? :) Naja, diese Halbinsel macht mich wahnsinnig. Schau sie dir auf dem Foto an. Überall rings herum ist feinster Sandstrand. Und exakt wo die Halbinsel anfängt liegen nur noch Steine. Und sehr komisch (schwer zu erklären). Außerdem kommt man nicht auf die Insel rauf. Die Büsche stehen so dicht das ein durchkommen unmöglich ist. Diese Halbinsel hat was mystisches… und macht mich irre :) Ein Piratenversteck, ein Vulkan, … wer weiß :)

Ok. Als wir wieder an unseren Handtüchern angekommen waren, war Angelina weg. Vielleicht hat es ihr zu lange gedauert. Wer weiß.
Wir haben dann auch langsam gepackt und sind wieder zurück gelaufen. Unterwegs haben wir sie dann am Strand mit den anderen – die zwischenzeitlich angekommen waren – gefunden.

GruppenfotoNach ein bisschen Relaxen am Strand ging es wieder zurück in Richtung der Halbinsel und den Dünen. Ein bisschen Spaß auf den Dünen und schließlich zurück zu Burhan und erst einmal ein kaltes Bierchen :)
Der Tag näherte sich dann auch schon dem Ende und der Mond leuchtete hell in die Nacht hinein. Wir beschlossen so gegen 10 Burhan zu verlassen und uns langsam dem Ende der Insel zu nähern.

Das letzte Ende des Weges ist echt nicht mehr als Straße zu bezeichnen. Es ist eine Zumutung. Gerade mit den beiden kleinen Autos. Aber wir schafften es und erreichten den letzten Zipfel von Zypern. Echt komisches Gefühl da mitten in der Nacht am Ende der Insel zu stehen. Zudem das Metallene Geräusch der metallenen Fahnenseile im Wind (am Ende sind 2 riesige Fahnenmaste mit 2 Türkischen Fahnen) und ein Stromtransformator war defekt und ließ ständig den Strom springen wie eine Teslaspule mit dem zugehörigen Geräusch. Echt ein bisschen unheimlich.

Wir beschlossen im Auto zu übernachten. Die anderen wollten allen Ernstes ein Zelt aufschlagen. :o Und taten es dann auch. Der Wind wehte mit einer steifen Briese und die wilden Esel waren nicht weit, das konnte man hören. Aber sie wollten es so… ok. :)
Sie haben ihr Zelt zwischen 2 größeren Büschen aufgeschlagen, damit es wenigstens Windgeschützt ist.

Dann schnappte sich jeder ein Bier und wir versammelten uns alle 6 im kleinen 3-Mann Zelt. Alex hatte seine Gitarre dabei und spielte Lieder (was er auch konnte). War echt cool. Gut, meist habe ich von der Konversation nicht viel mitbekommen, da alle anderen Russisch sprachen und auch sehr oft auf diese Sprache zurückvielen. Auch Russische und Moldawische Lieder gab es zu hören. :) Wir waren 3 Moldawen, eine Russin, eine halb Russin – halb Griechin und ich als Deutscher.
Gegen 12 beschlossen wir dann doch mal zu schlafen, da ja gegen 5 wieder aufstehen mussten und die Fahrer den ganzen Tag fahren mussten.

Dazu gibt es noch eine kleine, nicht unbedingt gute,  Anekdote. Als wir da ankamen und so rumstanden, kam auch noch ein Polizist (oder Parkwächter). Wir dachten schon das es jetzt Ärger gibt. Aber er fragte nur ob alles in Ordnung ist. Wir sagten brav “Ja” und er fuhr dann weiter zu seinem Wachhaus, welches nur 100 Meter weiter war.
Als wir dann schlafen gehen wollten, hat Alex seine Gitarre ins Auto gepackt und das Auto zugemacht. Das dumme war das der Schlüssel noch im Auto war und dieses bereits zu war (wie auch immer er es gemacht hat). Also Auto zu und Schlüssel drin.
Wir haben eine halbe Stunde probiert in das Auto zu kommen. Erfolglos. Dann wurde der Wachmann geholt… Jetzt ist nicht mehr alles ok! :(
Er kam dann auch, konnte aber auch nicht viel mehr machen als wir. Er war aber sehr freundlich und hilfsbereit. Vielleicht freute er sich auch endlich mal etwas Abwechslung auf seinem einsamen Posten da zu haben.
Das Auto kriegten wir nicht mehr auf und um halb 2 gingen wir dann erst einmal schlafen.

5 Uhr am Sonntag morgen klingelte der erste Wecker. Erstaunlicherweise waren wir 3 im Auto sehr schnell wach. Nach 3 1/2 Stunden Schlaf in der Nacht und davor die Nacht war auch nicht besser.
Als erstes raus aus dem Auto, fertigen Kaffee aufgemacht und Kippe angemacht.

Sonnenaufgang in KarpazEs war schon erstaunlich hell und ich bekam ein bisschen Angst das der Sonnenaufgang schon vor 5:30 Uhr sein würde. Also Kameras geschnappt und zum Aussichtspunkt hochmarschiert… für den Fall der Fälle. Die Mädels haben in der Zeit die anderen Wach gemacht und sind dann nachgekommen.

Die Aussicht war traumhaft. Unbeschreiblich. Der Aussichtspunkt ist ein kleiner Berg, auf dem auch die Fahnen stehen. Von da oben Blickt man direkt auf das Meer. Links Meer, rechts Meer und gerade aus auch Meer.
Ich habe schnell die Kameras aufgebaut und fertig gemacht. Wir wollten ja den gesamten Tag aufnehmen. Dafür hatten wir mehr Technik dabei als alles andere.

Nachdem die Technik stand ging es erst einmal ans relaxen. Schön auf einen Stein setzen, Kaffee trinken und den Moment genießen. Und das war richtig ein Moment zum genießen. Man sieht es auf den Bildern und besonders auf dem Film sehr gut.
Du sitzt da. Die Temperatur ist sehr angenehm. Das Meer von 3 Seiten. Der Himmel schon recht hell und der Horizont ist Orange/Rot… kündigt den nahen Sonnenaufgang an. Die Fischer fahren mit ihren Booten raus. Und dann geht langsam die Sonne auf. Einfach Traumhaft.

Wir blieben noch bis um 6 dort sitzen. Dann ging es zu den Autos. Das eine war noch immer Verschlossen und der Schlüssel drin. Es blieb Alex nichts anderes übrig als die Scheibe einzuschlagen um wieder ins Auto zu kommen :(
Nun schnell alles zusammengepackt und dann ging es los zu unserem Road Trip. Wir hatten gut 14 Stunden zeit um an das andere Ende der Insel zu kommen. Das klingt viel für 400km, ist es aber nicht. Nur die letzten 50 km sind Autobahn. Der Rest Landstraße, durch Steppen, durch 2 Gebirge, mit Stops. Ein langer Weg.

Die erste Etappe ging durch das Naturschutzgebiet Karpaz bis zum ersten Dorf Dipkarpaz. Hier wurde ein kurzer Tankstop eingelegt. Am Kiosk gab es noch Zigaretten und Dosenkaffee und dann ging es auch schon weiter.
Hinter Yesilköy ging es dann Richtung Norden nach Balalan und dann über die Küstenstraße im Norden in Richtung Girne. Irgendwo unterwegs gab es dann noch eine zweite Rast für einen frischen Kaffee, um auch das zweite Auge aufzukriegen. ;)

Richtiges Frühstück gab es dann erst um ca. 9:30 in Girne. Schönes türkisches Frühstück… naja, war jetzt nicht soo lecker. Aber der Hunger treibt es rein.
Frisch gestärkt ging es dann weiter nach Nikosia, zum Grenzübergang Metehan. Nach der Grenze noch mal ein kurzer Stop um die langen Klamotten gegen was luftigeres zu tauschen. Mittlerweile war es gegen Mittag und die Sonne knallte schon ganz gut.

Und schon ging es wieder auf die Piste. Nikosia in Richtung Troodos verlassen. Schon auf der kleinen, neuen A9. Erst ging es eine ganze Weile oberhalb des Troodos Gebirges entlang und dann direkt rein. Bis zum höchsten Punkt, auf den 1970 Meter hohen Olympus. Hier erwartete uns eine Käferplage. Noch nie habe ich so viele Käfer auf einen Haufen gesehen. Das hat uns schnell zum weiterfahren animiert. :)

Auf der anderen Seite wieder raus aus dem Gebirge und endlich auf die Autobahn. Nun ging es schneller voran.
Da wir gut in der Zeit lagen, gab es gegen 16 Uhr noch einen Stop am Geburtsort der Aphrodite. Schon eine Runde planschen… pardon… schnorcheln. Dabei habe ich gleich noch eine Silberkette und einen goldenen Armreif gefunden :) Die Damen hat es gefreut. :)

Sonnenuntergang in AkamasUnd letztendlich war um 18 Uhr der letzte Aufbruch. Die letzten Kilometer zum Akamas. Durch Paphos durch und an Coral Bay vorbei erreichten wir die Westküste gegen 19 Uhr. Ein wenig verfrüht. So blieb uns noch Zeit schnell das nahegelegene Restaurant aufzusuchen.
Hier konnten wir schön den Sonnenuntergang mit einem kühlen Blonden genießen. Damit hatten wir es wirklich Geschafft.

Sonnenaufgang im Ostende der Insel und am gleichen Tag den Sonnenuntergang am Westende zu sehen.
War wirklich ein super Trip. Hoffentlich bald mehr :)

So, jetzt habe ich lange genug geschrieben :) Unten noch die Fotos und ein Video. Das offizielle Video wird noch folgen. Da arbeiten wir noch dran.
Bis zum nächsten mal.

Liebe Grüße
Gordon

Hier die Route. Da ist nur ein Fehler bei Balalan. Bei Google gibt es den ersten Teil der Küstenstraße noch nicht.

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Schon mal ein kleines Video mit den Outtakes:

Die Fotos vom Trip:

9 Erdbeben an einem Tag gestern in Zypern

Gestern gab es auf Facebook schon den ganzen Tag einige Meldungen über Erdbeben. Erst waren es 3 und am Ende des Tages erhöhte sich die Zahl sogar auf 9.

Ich habe das für einen Scherz gehalten oder das jemand einen Lastwagen mit einem Erdbeben verwechselt hat. Kann ja schon mal passieren :)
Ich selbst habe den ganzen Tag über rein gar nichts gespürt. Daher konnte ich das auch nicht so ganz glauben.

Doch heute gab es dann einen Link zum European-Mediterranean Seismological Centre. Dort sind alle Erdbeben aufgezeichnet die sich so ereignen. Das ist echt interessant mal zu sehen was so Erdbebentechnisch passiert in unserer Region. Da ist ständig irgendwas am Beben. :o (Siehe auch das Bild oben)

Allein in Griechenland gab es heute bis zum Mittag allein 36 Erdbeben, wenn ich mich nicht verzählt habe. Das stärkste hatte 5,3 auf der Richterskala. Das ist schon ganz ordentlich.
Unsere in Zypern hatten zwischen 2.3 und 3.0 gestern.

Ich hoffe mal das es kein Vorbote von Irgendwas war. :) Nee, keine Angst. Alles gut… hoffe ich :)

Bild/Image: http://www.emsc-csem.org/#2

Super Wochenende – Schildkröten begucken in Nord Zypern / Alagadi Beach

Hallo zusammen,

heute kann ich mal wieder von einem ganz besonderen Wochenende berichten. :-)
Moni hat vor ein paar Wochen bei Facebook geschrieben das sie bei einer Schildkrötenorganisation zu Besuch war und zusehen konnte wie diese ihre Eier abgelegt hat. Das hat mich natürlich sofort interessiert und es stellte sich raus das die Organisation das immer mit Touristen macht. Also habe ich sofort bei der Organisation gefragt wann sie den nächsten Termin frei haben. Nach ein paar Organisationsschwierigeiten mit meinen Freunden ging es nun dieses Wochenende endlich zum Schildkrötengucken. Und es war genau das richtige Wochenende, wie sich herausstellte.

Erst waren sie ständig ausgebucht, dann kam eine Amerikanische Delegation dazwischen und endlich konnte ich dann für das letzte Wochenende 4 Plätze für uns buchen. Ira, Chester, Michael und ich.
Samstag nach um 1 haben wir uns dann auf den Weg in den Norden gemacht. Das ist ja schon nichts besonderes mehr für uns. Den Weg kennen wir ja schon fast auswendig. :-) Nur für  Michael war es das erste mal. Er lebt nun schon 5 Jahre hier und war noch nie im Norden. Wurde also mal Zeit. :-) Weiterlesen