Meine ersten Tropfen-Fotos | Tropfenfotografie

Hallo.

Beim letzten mal habe ich es ja schon angesprochen. Neben der Makrofotografie und dem Plitsch-Platsch, habe ich mich heute mit der Tropfenfotografie beschäftigt.

Wie beim letzten mal schon gesagt, ist das eigentlich nur mit Hightech zu bewerkstelligen. Zumindest wenn man wirklich gute Fotos haben möchte. Aber als Einsteiger hat man natürlich ein paar Möglichkeiten einfache Tropfenfotos zu kreieren. Man darf nur nicht ganz auf den Kopf gefallen sein ;) Oder zumindest sollte man Google bedienen können ;)

Tropfenfotos sind – wie es der Name schon sagt – Fotos von Tropfen. Warum man tropfen fotografieren sollte? Naja, weil ein Tropfen interessante Formen entwickeln kann, sobald er irgendwo auftrifft. Außerdem ist hier der Spruch vieler Fotografen – Den Moment festhalten – mehr gegeben als in jeder anderen Form der Fotografie. Den dieser Moment ist so verschwindend gering, das er kaum einen Augenblink andauert… und dann ist die Form auch schon wieder Vergangenheit. Mit dem Auge kaum wahrzunehmen. (Schaut dir einfach mal das Video unten an.)

Wie macht man es nun?
Wie gerade schon gesagt, es geht um einen Tropfen (Wasser, Milch, Farbe… was auch immer). Also muss man einen Tropfen erzeugen. Profis machen das Computergesteuert und mit Magnetventilen. Das kann aber mal eben einige xx-xxx Euro kosten (wenn man nicht gerade ambitionierter Bastler ist).

Es geht aber auch einfacher. Unter Anfängern sind die Infusionssets beliebt. Die Dinger aus dem Krankenhaus, wenn jemand am Tropf liegt. Jep.. tropf… da tropft was. Das ist ein einfaches, aber sehr funktionelles System. Man schließt einen Schlauch an einer Flüssigkeitsflasche an und die Flüssigkeit läuft durch den Schlauch. Damit es aber tropft und nicht läuft, ist ein Regulator eingebaut. Damit kann man wunderbar die Tropfgeschwindigkeit einstellen. Hat heute nicht mal 1 Euro in der Apotheke gekostet.
Dann kam die Frage… woran schließe ich das jetzt an? Da ich nix hatte, habe ich das eine Ende einfach in eine Schüssel voll Wasser gelegt. Das ganze auf einen Stuhl – auf meinem Schreibtisch – positioniert… Stichwort: Schwerkraft.
Das andere Ende habe ich auf halber Höhe am Stuhl befestigt. Ein bisschen Fallhöhe sollte der Tropfen ja schon haben. Und der Rest ist einfach. Teller oder flache Schüssel drunter (Wasserstand sollte um die 3cm sein, habe ich gelesen). Die Kamera auf ein Stativ. Den Punkt wo der Tropfen aufschlägt vorher Fokussieren und dann den Fokus auf manuell stellen, damit er nicht mehr verstellt wird.
Das wichtigste bei der Tropfenfotografie ist der Blitz. Denn der ‘friert’ eigentlich den Tropfen ein. Daher den Blitz auf die geringste Brenndauer einstellen (mein Yongnuo YN560 II kann max. 1/128). Und dann heißt es Fingerspitzengefühl und ein bisschen rumprobieren. Der Tropfen fällt und im richtigen Moment muss man ‘Abdrücken’.

Es scheint am besten zu sein wenn der Blitz hinter dem Teller (oder was auch immer) steht. Da ich hier aber ein Platzproblem habe, hab ich heute ein wenig rumprobiert. Den Kamerablitz brauche ich eigentlich nur um die beiden anderen Blitze fernzusteuern. Beide (der Godox  CF-18 und der Yongnuo YN560 II) unterstützen den Slave Modus. Dabei wird der Blitz selbst durch einen Blitz ausgelöst. Das heißt wenn der Kamerablitz blitzt, dann werden auch die anderen beiden Ausgelöst. Das nennt man ‘entfesseltes Blitzen’ und ist eine tolle Sache, wie ich schon ausgetestet habe. Gerade für solche Spielereien. Dann sind die Blitze nicht mehr direkt an die Kamera gebunden und können frei Positioniert werden.

Wobei sich der Godox CF-18 heute auch gleich verabschiedet hat. Die Lampe leuchtet zwar noch, aber blitzt nicht mehr :( Tolle Sache. Erst der Metz 36 AF-5 und jetzt das Ding auch noch. Ok, der Godox war Billig und ist ein Spielzeug. Aber trotzdem, nach nicht einmal 2 Wochen. Natürlich sitzt der Verkäufer in Hong Kong. :( Na mal schauen.

Na jedenfalls hab ich dabei heute schon mal ein paar interessante Fotos hinbekommen. Unten in der Galerie könnt ihr ein paar davon sehen.
Ich werde in den nächsten Tagen noch mal ein bisschen damit rumspielen, sofern das mit einem Blitz geht. Sollte aber.
Vielleicht kommt ja noch was nettes bei raus. Will auch mal Farben und Milch ausprobieren (ein paar Milchfotos hab ich schon gemacht heute). Wird bestimmt lustig… und eine Sauerei :D Aber die Fotos sind schon klasse, oder? Ich bin schon am überlegen welche auszudrucken :)

Dann bis bald.
Viele Grüße
Gordon

Hier noch das Video vom Arbeitsplatz:

Und die Bilder:

Jetzt gibt es Pitsch-Patsch Bilder

Hallo zusammen,

nachdem ich nun einige Tage und Wochen mit der Makrofotografie beschäftigt habe, bin ich letztens im Forum auf eine andere interessante “Methode” gestoßen. Im Grunde schmeißt man Dinge ins Wasser und fotografiert sie dabei im (hoffentlich) richtigen Moment :) Eigentlich bin ich auf die Sache durch eine andere Sache gekommen… der Tropfenfotografie. Dabei geht es darum einen Tropfen (im hoffentlich richtigen Moment) zu Fotografieren. Was dabei rauskommt… einfach mal Google nach “Tropfenfotografie” fragen. Da kommen total geniale Bilder bei raus.

Da ich aber noch keine Ahnung davon habe und wirklich gute Ergebnisse nur mit Mikroprozessorgesteuerter Technik erzielt werden, muss ich mich erst einmal mit was anderem Beschäftigen.

Mikroprozessorgesteuerte Technik klingt kompliziert? Ist es eigentlich nicht… es geht nur um Präzision. Es geht dabei um Bruchteile von Sekunden… um Millisekunden. Ein Magnetventil lässt einen Tropfen fallen. Der Tropfen fällt ins Wasser und die Säule entsteht. In dem Moment wird die Kamera und oder Blitze automatisch ausgelöst. Das alles auf die Millisekunde optimiert.
Dann kann man weitergehen… mehrere Magnetventile, die in genauen Abständen jeweils einen Tropfen abwerfen. Diese Tropfen treffen sich dann und ergeben umwerfende Formen und Figuren… die auch nur für einen Bruchteil einer Sekunde existieren. Daher muss alles technisch gesteuert sein, da ein Mensch das so gar nicht koordinieren könnte.

Also muss ich erst einmal mit was einfacherem Anfangen :) Und das hab ich mal “Pitsch Patsch” genannt. Dinge ins Wasser werfen und dabei Fotografieren. Und hier die Resultate :)

Besuch in Lefkara

Hallo zusammen.

Heute war ich mit einer Freundin auf Foto-Tour. Es ging in das kleine Bergdorf Lefkara. Es ist ungefähr 40 Km von Limassol entfernt. Mit dem Auto in einer guten halben Stunde zu erreichen.

Das Dorf hat schon etwas besonderes. Viele Menschen haben mir im Laufe der Zeit immer wieder davon erzählt, wie schön es doch sei, das dort viele Künstler leben und die ganzen Stickereien. Heute war es dann soweit.

Lefkara liegt zwischen Larnaka und Limassol. So ziemlich genau in der Mitte kommt eine Autobahnabfahrt mit McDonalds. Die muss man runter (ist auch ausgeschildert) und dann Richtung Berge. Schon das 2. Dorf ist Lefkara. Nicht zu verfehlen.
Das Dorf selbst ist in einen unteren und oberen Teil unterteilt. Es befindet sich auf ca. 500 Meter über Null und es leben ca. 1100 Menschen dort.

Bekannt ist es, wie gesagt, durch seine Stickereien und Silberschmiede. Eine Legende sagt das sogar Leonardo da Vinci im Jahr 1481 und kaufte Spitzenstoff für den Hauptaltar des Duomo di Milano.
Definitiv ist das dieses Dorf ein ganz besonderer Platz auf der Insel ist, das steht fest. Kann man gar nicht so wirklich beschreiben, man muss es gesehen haben.

Das Dorf besteht fast ausschließlich aus alten Natursteinhäusern. Die Gassen sind schmal (auch für Autofahrer) und in vielen stehen Blumentöpfe mit Pflanzen. Die Menschen sind überaus freundlich, auch wenn es vielleicht darauf zurückzuführen ist das sie etwas verkaufen wollen. Man sieht an manchen Ecken einige Damen zusammen sitzen und mitten auf der Straße gemeinsam sticken.

Eine Gasse war besonders interessant. Sie war ca. 1,20 Meter breit. In der Mitte war eine Brücke – von einem Haus zum gegenüberliegenden – darüber. Unter dieser Brücke standen Sofa und Sessel und sogar ein Bild hing an der Wand. Man hatte Angst durch das Wohnzimmer eines Anwohners zu gehen. Aber es war eine Gasse. Total genial :)

Wenn man eine Weile durch die kleinen Gassen geschlendert ist dann realisiert man eine Sache: Zeit hat hier keine Bedeutung.

Leider gibt es auch hier viele verlassene Gebäude (von türkischen Zyprioten schon vor dem Krieg verlassen). Diese verfallen langsam aber sicher, was das Gesamtbild sehr trügt. Aber sonst ist das Dorf definitiv einen Besuch wert. Auch um schöne Bilder zu machen ;)

Viel mehr gibt es zu Lefkara schon gar nicht zu sagen. Hinfahren und ansehen.

Ich hänge unten noch ein paar Bilder an. Ich habe leider nicht viele von der Landschaft und dem Dorf an sich gemacht, da ich im Moment ja eher Makro fotografiere.

Viele Grüße
Gordon

Fliege mit Tropfen

Heute hat sich eine kleine Fliege auf meiner Fensterbank niedergelassen. Ich bemerkte sie erst gar nicht. Dann entdeckte ich sie und ließ es auf einen Versuch ankommen. Also schnappte ich mir meine Kamera und näherte mich langsam. Doch die Fliege interessierte das gar nicht. Sie saß da und ließ mich in aller Seelenruhe machen.

So entstanden viele viele Bilder :) Nach einer Weile fing sie an sich zu Putzen und am Schluss ließ sie einen Tropfen am “Mund” entstehen. Ganz langsam wurde er größer, dann saugte sie ihn wieder ein und ließ ihn wieder ‘entstehen’ und saugte ihn wieder ein.
Nach dem 2 mal schien sie fertig zu sein und flog davon.

Niemand weiß wirklich was es mit diesem Tropfen auf sich hat. Aber alle Fliegen scheinen es zu tun.
Die wahrscheinlichste Theorie scheint zu sein das es zur Reinigung des Munds dient. Gerade da diese es heute nach dem Putzen getan hat.

Und hier das Foto zur Story:

Mein erstes echtes Makroobjektiv mit den ersten Makro Fotos

Hallo zusammen,

es ist nun mal wieder schon eine Weile her seid ich das letzte mal was geschrieben habe. Aktuell gibt es eigentlich nur 2 Sachen die ich mache: Arbeiten und Fotografieren… wobei ersteres stark Überwiegt :( Aber hat ja auch was Gutes.

So konnte ich nun endlich mal den Bereich der Fotografie ausbauen den ich besonders mag, die Makrofotografie. Ich liebe es kleine Dinge groß abzulichten :)

Nachdem ich letztens spontan mal den Trick mit dem Objektiv umdrehen probiert hatte, war ich Feuer und Flamme :)
Da konnte ich nicht mehr wiederstehen mir ein richtiges Makroobjektiv zu kaufen. Es ist das Olympus Zuiko 35mm 1:3,5 geworden. Ein schönes Schätzchen :)

Natürlich wurde es noch am Tag der Ankunft ausprobiert. Und schnell durfte ich auch die Tücken dieser Art der Fotografie feststellen. Es geht einem schnell das Licht aus, es wackelt wie Hanne, der Arbeitsabstand ist extrem gering und Blitzen bei 1:1 mit dem eingebauten Blitz geht auch nicht mehr (Das Objektiv schattet das Motiv ab). Und natürlich hängt alles zusammen. Ohne Blitz keine kürzere Belichtungszeit und ohne kurze Belichtungszeit keine scharfen Motive.

Und so durfte ich meine Shoppingtour gleich fortsetzen und habe mich gleich noch mit einem Schienensystem (für 2 Blitze, links und recht von der Kamera), 3 verschiedenen Blitzen und Softboxen eingedeckt. Dazu auch noch ein bisschen was zum Lesen zum Thema. Das Ganze ist gerade unterwegs und ist hoffentlich bis zum nächsten Wochenende da. Bei sowas bin ich ja sehr ungeduldig :)

Aber ein paar passable Fotos konnte ich schon machen. (Unten die Bilder)
Nur hier gibt es noch einen Nachteil des 35mm Objektivs. Der Arbeitsabstand bei 1:1 (volle Vergrößerung) beträgt nur wenige Zentimeter. Das ist eine nähe die 98% aller Tiere nicht mehr Tolerieren und sich verdrücken… also wenn Sie dazu in der Lage sind. Käfer, Würmer und ähnliches sind da recht tolerant bzw. zu langsam um vor mir zu fliehen. Spinnen, Fliegen und sowas sind da schon nicht mehr so und suchen schnell das Weite. Von Schmetterlingen, Libellen und ähnlichem gar nicht erst zu reden. Da komme ich nicht mal auf 2 Meter ran. :(

Ich werde es mit Geduld versuchen und zur not auf ein Makroobjektiv mit mehr Brennweite sparen.
Es ist aber auch schon so sehr interessant was man alles findet wenn man sich mal eine halbe Stunde an ein und den selben Platz setzt und sich einfach nur umschaut und wartet. Manche Tiere sind schon da und man sieht sie erst viel später. Andere kommen und beachten einen gar nicht mehr… solange man sich nicht großartig bewegt.

Hier noch ein Manko der Makrofotografie. Um gute Bilder zu machen sollte man eigentlich ein Stativ verwenden. Dagegen wehre ich mich aber, da es für Außenaufnahmen in meinen Augen absolut störend ist. Eh man es aufgebaut hat und mit Kamera in Position gebracht hat… ist das Motiv längst über alle Berge (außer eine Schnecke vielleicht… aber selbst die ist bis dahin aus dem Fokusbereich).

Apropos. Um Dir mal einen kleinen Einblick (aus meinen jetzigen Erfahrungen) zu geben. Bei der Makrofotografie ist der Bereich der Scharf ist extrem klein. Von ca. 1mm bis vielleicht 1cm. Wobei bei 1cm die Blende verdammt klein sein muss und das heißt extremer Lichtverlust.
Ich versuche immer wenn möglich 1:1 zu Fotografieren. Also mit der größtmöglichen Vergrößerung des Objektivs. Damit kann ich mit meiner Olympus E-410 einen Bereich von 17,3 x 13 mm Ablichten.

Wenn Du also unten in der Galerie eine Spinne auf voller Bildgröße siehst, dann ist sie wahrscheinlich in echt nur wenige Millimeter groß. ;) Und genau das Fasziniert mich daran. Details. ;)

So, genug der Worte… lassen wir mal Bilder sprechen.
(Die Galerie aktualisiert sich von allein, immer wenn ich neue Bilder hoch lade. Ist also immer aktuell.)

Viele Grüße
Gordon