Fotoshooting mit Simona

Hi.

Nach dem Fotoshooting mit Océane haben sich einige Leute bei ihr gemeldet und waren von den Bildern so begeistert das sie auch Fotos machen wollen würden. :) Also haben wir gleich noch mal ein komplettes Wochenende eingeplant. Vollgepackt mit Shootings. Freitag, Samstag und Sonntag.

Hier die Fotos von Samstag mit Simona. Wir waren in einem Park in Nikosia. Es ist ende Sommer und der See im Park ist relativ ausgetrocknet, was eine teils Bizarre Umgebung geschaffen hat. Unser Motto für das Shooting war jedoch ‘Hippie’. Da haben wir versucht auf die Bizarre Umgebung zu vernachlässigen.

Ich hoffe euch gefallen die Bilder. Über Kommentare würde ich mich freuen.

Viele Grüße
Gordon

Einfach auf das Bild klicken um es in voller Größe zu sehen.

 

Und noch 2 Fotos die auch beim Shooting entstanden sind, aber nicht das eigentliche Model abbilden :)

Krebs Libelle

Meine gute Olympus E-620 ist plötzlich und überraschend gestorben :(

Hallo.

Heute habe ich sehr traurige Nachrichten (naja, eigentlich mehr für mich als für Dich). Meine gute Olympus E-620 ist plötzlich und überraschend dahingeschieden.

Als ich vor 3 Wochen das letzte mal in der Burg Buffavento war, habe ich das Baby natürlich dabei gehabt. Doch plötzlich, mitten in einer Serie von Fotos wurde der Bildschirm schwarz. Ich dachte die Batterien sind vielleicht alle. Aber auch ein neuer Satz Batterien konnte dem Monitor kein Bild mehr entlocken. Ich bemerkte das die Hintergrundbeleuchtung noch funktioniert, aber es erschien kein Bild mehr.

Olympus E-620 aufgeschraubtDa ich eh keine Garantie mehr darauf hatte, habe ich mein Baby kurzerhand mal aufgeschraubt und vorsichtig an den Kontakten gewackelt. Kann ja mal was rausgerutscht sein. Aber nichts.
Mehr habe ich mich dann auch nicht getraut und so ging mein Baby mit großen Hoffnungen zu einem ‘Spezialisten’ nach Nikosia. Er wurde mir von allen Fotografierenden Freunden (unabhängig voneinander) empfohlen. Ich setzte also große Hoffnung in ihn.
Wenige Tage später kam dann die Antwort. Als erstes fand er es Scheiße das ich die Kamera schon mal aufgeschraubt hatte (ja und?). Und er kann nix machen da er die Ersatzteile nicht da habe. Er schickt die Kamera zurück. … Aha, super Spezi.

Meine letzte Chance war dann eBay. Ich ersteigerte mir ein neues Display in der Hoffnung das es daran liegt. Das habe ich nun gerade, nach 2 Wochen Lieferzeit, verbaut. … Du erahnst es, es war nicht das Display. Ich vermute das irgendwas elektronisches Durchgebrannt ist.

Ich könnte die Kamera zu Olympus schicken und Reparieren lassen. Da Olympus aber Festpreislisten hat, weiß ich das es mich mindestens 200 Euro kostet. Und hier war dann die Überlegung ob man wirklich noch mal so viel Geld in eine alte Kamera stecken will (ich weiß, es ist mein Baby…). Die Technik ist veraltet und ich überlegte schon länger das Lager zu wechseln. Olympus macht wirklich klasse Kameras… man könnte sagen ‘mit Liebe’. Aber sie sind teurer. Es gibt selten mal was neues und Linsen sind auch schwerer zu finden. Besonders wenn man etwas spezielleres auf dem Gebrauchtmarkt sucht.

Natürlich hat auch Olympus neue Kameras am Start. Aber nur noch Spiegellose. Hier hätte ich noch die OM-D E-M5 ins Auge fassen können. Aber allein die Kamera mit Standartobjektiv hätte über 1000 Euro gekostet. Weit über meinem Budget.

Also habe ich beschlossen auf Nikon umzusteigen. Warum nun Nikon und nicht Canon… ganz ehrlich? Wenn man beide Marken mit den Aktuellen Kameras vergleicht… dann kriegt man einen Knall. Es gibt so wenig unterschiede. Die eine ist hier besser wo die andere etwas schlechter ist und dafür ist die andere dann da besser und die andere ist da etwas schlechter.

Ich bin irgendwie auf die neue Nikon D5200 gestoßen und habe recht viele gute Rezessionen darüber gefunden. Der Preis von unter 600 Euro inkl. 18-55mm Objektiv ist auch nicht schlecht. Und so habe ich sie mir dann auch bestellt – meine erste Kamera die ich neu kaufe. Und ganz ehrlich, der Unterschied ist schon gewaltig. Auch wenn die Olympus schon geniale Bilder macht(e)… die Nikon ist besser. Natürlich, zwischen der Olympus E-620 und der Nikon 5200 liegen 4 Jahre für mehr Entwicklungsarbeit. Da wären  12,3 Megapixel (E-620) zu 24MP (D5200) … nicht das ich ein Megapixelfreak bin, aber es hat schon was ein bisschen mehr zu haben.  Oder die bei weitem bessere ISO Empfindlichkeit. Das hat mich bei der Oly am meisten gestört. Mehr als ISO 800 war nicht möglich, dann hatte man nur noch Rauschen im Bild. Die D5200 kann man bis ISO 3200 noch recht gut nutzen… danach wird es nur noch was für Schnappschüsse. Eine Videofunktion habe ich jetzt auch. Nicht das ich sie oft nutze… aber wer weiß. Ab und zu hatte ich sie schon vermisst.

Die Olympus E-620 hat mich gerade mal ein halbes Jahr begleitet. Dann war sie hin. Schade, aber nun bricht ein neues Zeitalter der Fotografie für mich an. Die ersten Bilder habe ich in den letzen Tagen schon gepostet (z.B. das Shooting mit Océane oder Nachtbilder von Nikosia (danke ISO!)). Die Nikon D5200 gibt mir einfach mehr Möglichkeiten mich zu entfalten und ich bin mit der Bildqualität auch mehr zufrieden. Das dumme ist einfach nur das ich mir jetzt die ganzen Linsen wieder zusammenkaufen muss. Die Olympus Linsen passen ja nicht an die Nikon. Also alles was Olympus ist verkaufen und für die Nikon alles neu kaufen :( Das wird noch ein paar Monate dauern, bis ich da alles zusammen habe.
Wenn Du möchtest, kannst Du mir aber gern helfen. Einfach zu meinem Amazon Wunschzettel gehen (hier klicken) und wenn Du möchtest, kannst Du mir etwas schenken ;)

So, es geht jetzt also mit Nikon weiter.

Ruhe in Frieden meine kleine Oly…

Viele Grüße
Gordon

Die Altstadt von Nikosia bei Nacht

Hallo.

Wie ich im Artikel über das Fotoshooting mit Océane schon geschrieben habe war ich letztes Wochenende in Nikosia. Da unser eigentliches Model kurzfristig abgesagt hatte, haben wir die Nacht in der Altstadt von Nikosia verbracht und uns dort ein wenig Fotografisch ausgetobt.

Ich habe bei der Gelegenheit das erste mal mein neues Baby ausgeführt. Die Nikon D5200. Ein feines Teil. Besonders die Möglichkeit den ISO höher zu schrauben, ohne das dass Bild gleich im Rauschen versinkt, hat mir bei dem Shooting sehr geholfen. Aber mehr zu meinem neuen Baby und warum es überhaupt ein neues gibt, schreibe ich in einem anderen Artikel.

Hier die Bilder vom Nachtshooting in Nikosia. Einfach auf die Bilder klicken um sie größer zu sehen.

Viele Grüße
Gordon

1. Fotoshooting mit Océane – Auf dem Dach

Hallo.

Vor ein paar Wochen habe ich Océane bei einem Couchsufting-Meeting kennengelernt. Wir waren in der schönen Karpaz-Landschaft und da konnte ich natürlich nicht meine Kamera zu Hause lassen. Sie sah die Kamera mit dem dicken 300er Objektiv drauf und sprach mich auf das dicke Ding an. :)
So kamen wir ins Gespräch und es stellte sich heraus das Sie mit Fotografieren anfangen will und fragte ob ich ihr ein paar Tipps geben kann.

So haben wir dann ausgemacht das ich mal vorbei komme und ihr ein paar Tipps aus meinem bescheidenem Wissensschatz vermitteln kann. So ein paar Basics halt. Dabei wollten wir dann gleich noch ein Shooting mit einem Ihrer Freunde machen. Ein Deutscher Hip Hopper der in Nicosia lebt.

OcéaneGesagt, getan. Letztes Wochenende bin ich also nach Nicosia gefahren. Wir haben uns erst einmal ein bisschen kennengelernt und ich habe ihr ein paar Sachen zu DSLR-Kameras erklärt. Belichtungszeit, Blende, ISO und so weiter. Das ganze dann auch gleich mit ein paar Testfotos praktisch gezeigt.
Als es später wurde und sich ihr Freund noch immer nicht gemeldet hatte, hat sie angerufen und zu hören bekommen das er nicht kann. Seine Eltern sind in Zypern und er kann nicht weg. Na schönen Dank auch fürs Bescheid sagen. ^^

Wir haben dann den Abend fotografierend in der Altstadt von Nicosia verbracht (die Bilder später in einem anderen Artikel) und am nächsten Morgen haben wir uns gegenseitig auf dem Dach ihres Hauses Fotografiert. Die Bilder findest Du hier unten. Sie ist sehr fotogen und scheint sich vor der Kamera ganz wohl zu fühlen :) Wir haben schon beschlossen noch mehr Shootings zu machen.

Dabei konnte ich auch gleich mein neues Baby, die Nikon D5200, mal so richtig austesten.

Ich hoffe die Bilder gefallen Dir und wenn Du Anmerkungen, Anregungen oder Kritik hast, dann schreibe mir bitte einen Kommentar und teile mir deine Gedanken mit.

Viele Grüße
Gordon

 

Einfach auf das Bild klicken um es komplett zu sehen.

Limassol in der Nacht.

Hallo zusammen.

Vor ein paar Tagen hat es mich mal wieder gepackt. Schon lange war ich nicht mehr unterwegs und habe Fotos gemacht. Was hauptsächlich auch daran lag das meine gute Olympus vor ein paar Wochen den Geist aufgegeben hat. :( Und wer einmal an was besseres gewöhnt ist, der mag nicht gern auf etwas “schlechteres” zurückgehen.
Aber an dem Tag musste ich einfach mal wieder Fotos machen :)

Also habe ich mir einen Freund geschnappt und wir haben beschlossen ein paar Fotos bei Sonnenuntergang und danach zu machen. Der Platz sollte eine Autobahnbrücke sein. Es sieht immer gut aus wenn die Autos bei längerer Belichtungszeit lichtstreifen ziehen.

Den Sonnenuntergang verpasste ich knapp. Dafür konnten wir schön ein wenig mit den Belichtungszeiten rumspielen.

Und jetzt ist mein neues Baby da (schreibe die Tage über mein neues Baby) und das habe ich heute gleich mal im Dunkeln auf dem Dach probiert.

Viele Grüße
Gordon

In der Burg Buffavento übernachten. Abenteuer pur.

Hallo zusammen,

manchmal kriege ich ja richtig verrückte Ideen. Und die verrücktesten Ideen sind meist auch die besten :-) Leider sind sie aber auch viel zu selten. :(

Na wie dem auch sei. Vor einer Weile ging es in meinem Kopf mal wieder wild zu und irgendwie kam ich auf die Idee in der Burg Buffavento zu übernachten. Die Burg befindet sich im Pentadaktylos-Gebirge, im Norden von Zypern. Hier im Süden gibt es leider keine Burg. Gar keine. :(

Im Pentadaktylos-Gebirge gibt es gleich 3 Burgen. St. Hilarion, Buffavento und Kantara. Die anderen beiden werden jedoch überwacht, bzw. gibt es da Leute und man muss Eintritt zahlen. Man kommt also nicht so einfach rein. Buffavento wurde ‘aufgegeben’. Niemand verlangt Eintritt und die Burg verfällt langsam (sie ist die am schlechtesten Erhaltene von den dreien). Das könnte aber auch daran liegen das der Weg zur Burg nicht ganz ohne ist. Ca. 30 Minuten (mehr oder weniger) steiler Fußmarsch stehen an.

Die Straße und Buffavento auf dem Berg

Die Straße und Buffavento auf dem Berg

Dafür ist die Burg aber auf dem zweithöchsten Berg im Gebirge und der Ausblick ist der Wahnsinn. Bei klarer Sicht kann man die komplette Ebene zwischen den beiden Gebirgen überblicken. Inklusive Nikosia und sogar Famagusta erkennt man in der Ferne. Auf der andren Seite der Berge kann man dann die halbe Nordebene überschauen (mit Girne ‘vor der Tür’).

Ich hatte die Burg 2011 schon einmal während meiner ‘I AM’ Tour im Norden besucht und kannte daher noch den grandiosen Ausblick.

Da hatte ich nun also diese Idee. Und ich wusste es würde großartig werden. … Auch wenn ich nicht wusste ob man da überhaupt mal so eben schlafen (Zelten) kann. Aber hey… da dort niemand aufpasst… versuchen wir es einfach mal.

So ging es dann letztes Wochenende los. Noch schnell Bengi, eine Freundin aus dem Norden, mit eingepackt. Zu zweit macht das Leben einfach mehr Spaß ;) Und so sind wir zur Burg gefahren. Irgendwie war der Weg doch weiter als ich dachte. Die Straße dort hin ist auch schon mal eine Erfahrung die man gemacht haben sollte. Ungefähr so breit wie 1 1/2 Autos (kleine Autos!) … rechts der Felsen und links Abgrund. Wunderbare Aussicht auf der Abgrundseite… aber ich bete jedes mal das kein Auto kommt! …

Wir kamen dann aber bald auf dem Parkplatz unter der Burg an. Noch schnell ein Sandwich zur Stärkung gegessen und dann schulterten wir unsere Rucksäcke.
Ich hatte natürlich gut gepackt… an was man so alles denken muss. Zelt, div. Taschenlampen, Ersatzbatterien (inkl. meinem Solartank), warme Kleidung für die Nacht, Schlafsack, Unterlegmatte (wegen der spitzen Steine… nicht gut für die Luftmatratze), Luftmatratze, noch eine dünne Decke, 3 Flaschen Wasser, Sandwiches, Kekse, Bier, 1. Hilfe Pack, Tablet PC (für Musik), div. Kabel… und so weiter. Also alles was man so braucht. Und das wog eine Menge. Ich würde grob Schätzen das mein Rucksack gut 15 Kg hatte.

Es ging also los, den Weg am Hang zur Burg hinauf. Dummerweise hatte mein Gedächtnis diesen Weg auch wesentlich kürzer und einfacher in Erinnerung. Bengi schnappte bald schon mächtig nach Luft und ich nahm ihr auf halbem Weg die Tasche noch mit ab. Kurz danach fingen auch meine Beine langsam an zu Pudding zu werden. Von unten sieht es gar nicht so schlimm aus. Aber der Weg geht recht steil hinauf und schlängelt sich durch den Hang, was ihn auch noch verlängert.

Dennoch erreichten wir… irgendwann … das Ziel. Wir betraten die Burg Buffavento. Ein 1000 Jahre altes Bauwerk in dem schon lange keiner mehr Wohnte (rede ich mir zumindest ein) :)
Und wir würden hier heute schlafen. Doch dazu mussten wir noch einmal 140 steile Stufen erklimmen, um von der Unterburg zur Oberburg zu kommen. Hier oben, im höchsten Gebäude, wollte ich bleiben. Von hier hat man den besten Ausblick. Und so geschah es dann auch :)

Girne in der NachtEs ist kaum in Worte zu fassen was man da oben erlebt. Angefangen bei einem Atemberaubenden (und das ist er wirklich) Sonnenuntergang, direkt hinter den Bergen. Man hat das Gefühl mitten drin zu sein. Der Himmel verfärbt sich orange und alles um einen Herum (und da ist wirklich viel um einen Herum) versinkt erst im Sonnenuntergang und dann langsam in der Nacht.
Die Aussicht dort oben ist der Hammer. Man befindet sich direkt auf dem Bergkamm. Links die Ebene zwischen dem Troodos- und dem Pentadaktylos-Gebirge. In der Mitte Nikosia. Und auf der rechten Seite die Nordseite Zyperns mit Girne und all den Dörfern drum herum. Wir hatten eine klare Sicht und konnten bis nach Famagusta gucken.
Als es dann dunkel wurde fing die Welt um uns herum an zu Leuchten wie die Lichterkette am Weihnachtsbaum. Nikosia ist eine sehr große Stadt (für Zyprische Verhältnisse) und scheint in der Nacht fast die ganze Ebene auszufüllen. Auch im Norden macht sich Girne mit seinen Lichtern breit. Dazu von oben die Sterne (es war fast noch Neumond). Das ist eine absolut Traumhafte Atmosphäre. Dabei ein schönes Bier trinken und sich über Gott und die Welt zu unterhalten… unvergessliche Momente. Insbesondere wenn man immer wieder daran erinnert wird das man sich in einer echten Burg befindet… wo vor 1000 Jahren mal Menschen gelebt haben. Jetzt ist es still dort, sehr still. Nur die Glocken der Ziegen bimmeln ab und zu und alle paar Stunden hört man die Moschee.

Zelten in der BurgEs war eine wunderbare Idee das zu tun. Wirklich, das sind Momente die man nur schwer erklären kann, für jemanden der es nicht selbst mal gemacht hat.

Die Nacht wurde recht Windig. Buffavento wurde ja vom italienischen Wort buffa di vento abgeleitet… was so viel Bedeutet wie: Windstoß. Und es kann ganz schön winden dort oben… aus allen Richtungen. Aber wir hatten Glück und es hielt sich in Grenzen, da der Wind diese Nacht von Norden kam und unser Zelt geschützt hinter einer Mauer stand.

Den Sonnenaufgang haben wir verpasst :) Aber um 8 stand die Sonne schon auf unserem Zelt und verwandelte es in einen Backofen. Nach wenigen Minuten war es nicht mehr zum aushalten. Um ca. halb 9 kamen dann aber auch schon die ersten Touristen um sich die Burg anzuschauen. Wir sind also genau richtig aufgestanden :)

Und weil es so schön war, war ich dieses Wochenende gleich noch mal da. Diesmal mit Hugo, den ich letztes Wochenende leider vergessen hatte. Und diesmal habe ich noch mehr gejapst also die Woche davor. Ich dachte immer mit jedem mal wird es einfacher… habe ich wohl falsch gedacht. :o Aber das war jetzt auch erst einmal der letzte Aufstieg zur Burg Buffavento. Jetzt heißt es neue Ideen finden. Irgendwelche Ideen? :)

Unten noch ein paar Fotos von diesem Abenteuer :)

Liebe Grüße
Gordon

Und ein kleines Video von bescheidener Qualität:

Das Video zum Road Trip.

Hallo zusammen.

Endlich, nach fast 2 Monaten ist es geschafft. Das Video zu unserem Road Trip ist fertig. Ok, es beinhaltet noch ein paar Fehler, aber ehrlich… ich habe keine Lust mehr. Es dauert jedes mal 24 Stunden nur zu rendern und hochzuladen, vom bearbeiten ganz zu schweigen.
Also… schweigt und guckt ;)

Es sind stolze 43 Minuten geworden. Wahrscheinlich auch etwas langweilig, für jemanden der nicht dabei war. Aber 9 Wochen kann man nicht einfach in 5 Minuten Video packen.
Auch habe ich gemerkt das wir viel zu viel Straße und zu wenig von unseren Erlebnissen gefilmt haben. Shit happens.

Ich hoffe der Film gefällt trotzdem :) Zur not kann man ihn ja auch in Etappen gucken ;)

Solarstrom – Meine Erfahrung mit meinem ersten (portablen) Solarsystem

Hallo zusammen,

heute geht es um das Thema Solarenergie für den Outdoor-, Backpacking-, Wohnmobil-/Campingbereich und auch zu Hause.
Ich habe schon lange darüber nachgedacht mir ein kleines Solarsystem zuzulegen. Ich denke es ist praktisch wenn man nicht ständig auf die Steckdose angewiesen ist. Besonders wenn man mal Zelten ist und mehrere Tage keine Steckdose zu Gesicht bekommt. Wie lädt man dann sein Handy, seine Kamera, seinen Laptop, Taschenlampe, etc.?
Einzige Möglichkeit, mobiler Strom.

Besonders kam dieser Wunsch auf als ich vor 2 Jahren in Nordzypern eine Woche im Nirgendwo gezeltet habe. Dort hatte ich diese Situation, das keine Steckdose verfügbar war. Bald war mein Handy, meine Kamera und mein Laptop leer. Zum Glück hatte ich ab und zu dann doch die Möglichkeit die Geräte zu laden. Aber wenn die mal nicht ist… dann sitzt man da, im dunkeln, ohne Notrufmöglichkeit und ohne Kamera.

Na wie dem auch sei, ich überlegte nun schon eine ganze Weile was wohl die beste Lösung wäre. Es gibt ja mittlerweile Anbieter wie Sand am Meer. Und genauso viele Produkte gibt es auch. Welches ist gut? Welches passt zu meinen Anforderungen? Ich habe doch keine Ahnung!

Also habe ich angefangen mir die Dinger mal genauer anzuschauen (auch wenn ich keine Ahnung von der Strommaterie habe). Als ich mich das erste mal, vor ca. 2 Jahren, danach umgesehen habe, da gab es nur wenige Solarsysteme die den Markt beherrschten. Mittlerweile sind es, wie gesagt, schon eine Menge. Und die Geräte wurden schon damals damit angepriesen das man damit Handys, iPads und sogar Netbooks/Laptops laden kann.

Nach ein wenig hin und her lesen im Internet wurde ich dann doch skeptisch. Wie kann eine 10Wp Solarzelle einen Laptop laden? Schafft das überhaupt ein Handy zu laden?
Ich habe mich durch diverse Foren gelesen und es wurde immer wieder gesagt das die Solarsysteme das nicht schaffen. Also jedenfalls kein Laptop oder Netbook. Im besten Fall ein Tablet. Handy oder Akkus gingen wohl bei den meisten Geräten.
Damit war die Verwirrung wieder groß.

Nun ging es aber auf den großen Road Trip und ich wusste das Julia, meine Reisepartnerin, schon gute Erfahrung mit dem Schweizer Solarvertrieb “Sistech Switzerland” gemacht hat. Und da wir ja sowieso durch die Schweiz wollten, planten wir einen Stop im Geschäft von Sistech ein. Es lag ja fast auf dem Weg.

Solar cell on the carDazu muss ich sagen das Julia bei dem Hersteller schon im Vorfeld einen Großeinkauf getätigt hat. Denn unser Gefährt, das Känguru, hat die größte Solarzelle der Firma auf das Dach bekommen. Die ‘Solarlite “Dieci”‘ ist die aktuell größte Zelle mit 18V und 126W. Die Zelle auf dem Dach des Kängurus wurde mittels eines Ladereglers an eine Zweitbatterie im Auto angeschlossen und sollte Strom für die Kühlbox und auch zum Laden diverser Geräte liefern. So geschah es dann auch.
Die Zweitbatterie wurde nicht mehr an eine alternative Stromversorgung angeschlossen (war wir eigentlich vor hatten) und wurde rein durch die Solarzelle geladen.
Ich kann gleich vorab dazu sagen das die Batterie nie leer war, aber auch nur 2 mal voll angezeigt hat.

Nun, wir haben bei unserer Reise der Firma Sistech dann einen Besuch in Bubikon-Zürich abgestattet. Julia war mit den Mitarbeitern schon per Du. Man kannte sich anscheinend schon besser als ich dachte :) Sie hatte ja früher auch schon für Ihre Asien Reise dort Solargeräte gekauft.

Die Mitarbeiter der Firma sind wirklich sehr nett. Der Geschäftsführer – übrigens auch ein Hugo ;) – hat sich an dem Tag viel Zeit für uns genommen. Ich wollte es ja nun ganz genau wissen. Gibt es ein System das meine Bedürfnisse erfüllt. Es muss alle meine Akkus (Kameras, normale Akkus für Blitze und Taschenlampen, Handy und natürlich auch mein Netbook) laden können. Dazu sollte das System einen Zwischenspeicher (ein großer Akku) beinhalten, falls mal keine Sonne da ist oder es einfach Nacht ist. Dieser Zwischenspeicher sollte groß genug sein um das Netbook mindestens ein mal voll zu laden und von der Solarzelle möglichst schnell (innerhalb weniger Stunden) voll geladen werden.
Harte Anforderungen an ein Solarsystem.

Sistech product lineWie gesagt war Hugo sehr nett und hat sich viel Zeit genommen um mir (als Laien) meine Fragen bestmöglich zu beantworten. Mir war natürlich logisch verständlich das man nicht sagen kann “Diese Solarzelle lädt diesen Zwischenspeicher in 2 Stunden voll.”. Solarenergie ist von der Sonne abhängig. Ist diese mit Wolken verdeckt, so ist der Ertrag geringer und damit Lädt auch der Zwischenspeicher langsamer (bis gar nicht) auf. Auch der Winkel mit dem die Sonne auf die Solarzelle scheint, ist sehr wichtig für den Ertrag. Am besten ist im 90° Winkel.
Aber er hat mir erst einmal die Zwischenspeicher gezeigt und erklärt. Im Sortiment sind Speicherbatterien von 4400mAh/16.3 Wh bis zu 24000mAh/88,8Wh. Der größte war dann auch meine Wahl, da er groß genug ist um mein Netbook zu laden und sogar noch Strom für ein paar andere Geräte hat.
Nun muss aber auch die passende Solarzelle her, um den Speicher ordentlich und in einer angemessenen Zeit zu laden.

Bei den Solarzellen ist das Sortiment sogar noch größer und vielseitiger. Es gibt kleine, große, faltbare, starre, leichte und schwerere Solarzellen.  Jeder Typ hat andere Eigenschaften. klein, leicht, faltbar und mit höchster Ertragsrate gibt es natürlich nicht. klein und leicht heißt auch kleiner Ertrag. Groß, starr und schwer heißt dann natürlich viel Strom. (Ist doch immer so im Leben.)
Also habe ich das beste Kompromissprodukt gewählt. Die Solarzelle ‘Solarfold “Volta”‘ mit 17V und 46W (max.). Es hätte noch eine leichtere Alternative gegeben, die “Chepre”. Diese hätte bei ungefähr gleicher Größe aber nur 18V / 18W gehabt. Dafür wäre sie wesentlich leichter und damit besser am Rucksack zu tragen gewesen (530 Gramm gegen 1,6 Kg).
Mir ging es aber jetzt erst einmal nur um eine große Stromausbeute. Falls ich wirklich mal richtig wandern gehen will, dann kann ich mir immer noch etwas leichteres zulegen.

Das System funktioniert nun folgendermaßen. Die Solarzelle in die Sonne legen und an den Zwischenspeicher anschließen. Dieser wird geladen und man kann nun seine Geräte direkt am Speicher laden. Dieses Model hat 2 USB Ausgänge (5V mit 1A und 2,5A), z.B. für Tablets, Handys, Akkus, etc.. Der Speicher hat auch noch einen ‘Hochstrom-Ausgang’ mit 9V, 12V, 18V, 20V (einstellbar). Hier können dann z.B. Netbooks, Laptops und alles andere geladen werden, was nicht per USB geladen werden kann. Auch der Anschluss einer KFZ-Buchse ist möglich. Falls man für manche Geräte ein Autoladekabel hat.

Wir haben auch gleich noch geschaut ob ich wirklich alle meine Geräte laden kann, bzw. ob alle Stecker vorhanden sind und passen. Bis auf meine neue Taschenkamera funktionierte alles. Netbook, die DSLR, Akkus… alles wurde geladen. Super :)

Der Praxistest

Nun ging es mit dem neuen Solarsystem auf Reisen, durch ganz West-Europa. Das erste mal habe ich es dann in Nord-Italien ausgepackt. Am Morgen habe ich die Solarzelle aufgehängt und den Speicher dran gehängt. Die Sonne schien recht kräftig an dem Tag. Sie brauchte dennoch gut 5 Stunden bis der Speicher dann voll war.
Natürlich war es erst einmal total genial zu sehen wie man aus der Sonne Strom rausholen kann. Wie das so funktioniert … Magie :) Deswegen war dieser Test eigentlich ungültig… da er durch Emotionen überschattet wurde :)

My solar cell in the sunSchnell merkte ich aber das man auf so einer Autoreise wenig dazu kommt eine Solarzelle irgendwo auszulegen und dann auch noch Stundenlang daneben zu stehen und darauf aufzupassen. Man ist ja meist unterwegs und rennt durch die Gegend. Auch beim Autofahren konnte ich die Zelle nicht wirklich benutzen, da die Sonne hinten eher selten ins Auto scheint. Julia hat dafür ihre kleine in die Windschutzscheibe gelegt und so oft ihren kleinen Speicher geladen. Meine große bleib meist verstaut.
Dennoch kam Sie ab und zu mal zum Einsatz. Wenn wir z.B. irgendwo länger parkten oder mal einen faulen Tag hatten. Dann habe ich sie meist auf das Dach oder die Motorhaube gelegt und somit den Speicher aufgeladen. Selten hatten wir aber genug zeit um ihn voll zu laden. So musste ich trotzdem des Öfteren bei Mc Donalds mein Netbook an einer Steckdose laden. Für mein Handy war aber so gut wie immer Solarstrom da.

Und jetzt die Überraschung. Wieder zurück zu Hause in Zypern habe ich das System jetzt einmal richtig getestet. Den Speicher auf 0% leer gesaugt und dann am Morgen die Solarzelle in die Sonne gelegt und gewartet bis der Speicher 100% voll geladen war.
Und hier die Zeit: Angefangen zu Laden um 10 Uhr morgens und komplett voll war der Tank um 13:15. Die Solarzelle hat also in 3:15 Stunden den 88,8 Wh Zwischenspeicher komplett geladen. Das ist doch mal nicht übel!
Dazu muss ich aber auch fairer weise sagen das hier in Zypern gerade Sommer ist und die Sonne hier wirklich richtig Power hat. Auf der anderen Seite war der Winkel auch nicht immer optimal. Ich denke das man es noch optimieren kann wenn man die Zelle immer im optimalen Winkel hält. Dann wäre der Speicher vielleicht schon in 2 Stunden voll.

Ich lade jetzt auch zu Hause meine Kleingeräte (Handy, Tablet, Akkus, etc.) nur noch mit Solarstrom.

Das Fazit

Als Fazit lässt muss ich sagen das mich die Solartechnik schon sehr beeindruckt – Magisch. Doch muss man wirklich gucken was man laden will und welche Zellen man sich kauft. Was braucht man? Was will man machen? Was will man laden?
Und dann sollte man zu einem Fachgeschäft (wie halt die Schweizer Sistech) gehen und sich am besten beraten lassen.

Der Markt ist groß und man sollte GANZ genau hinschauen was man kauft. Oft sind die so groß angepriesenen Angebot nur Schrott. Ich weiß jetzt das es eine gute Entscheidung war keines dieser Supermarkt-Mega-Billig Dinger zu kaufen. Qualität hat ihren Preis und gerade hier ist die Qualität ausschlaggebend (außer man möchte 5 Tage warten bis der Laptop wieder Saft hat). Dafür kann man heutzutage aber auch schon sehr Qualitative Produkte bekommen.

Ich bin doch noch immer Überrascht wie gut es funktioniert und wie man fern ab von einer Steckdose seine elektrischen Geräte laden kann. Einfach mit Sonnenenergie.
Ich denke ich werde mir auch noch die leichtere Solarzelle holen, weil ich einfach keine 1,6 Kg am Rucksack hängen haben will, wenn ich wirklich mal eine kleine (oder größere) Rucksackreise unternehmen will.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig weiterhelfen und wenn ihr Fragen habt, schreibt mir einfach einen Kommentar (ich lese und antworte allen! :) ). Und schaut euch einfach mal bei Sistech im Sortiment um und bei Fragen könnt ihr die Leute auch gern Kontaktieren. Sie sind wirklich nett! ;)

In diesem Sinne möchte ich auch Hugo und seinen Damen für die Liebe und nette Beratung (und den Kaffee) danken. Danke :)

Viele Grüße
Gordon

Wer zum Teufel is Hugo?

Hugo… wer zum Teufel ist Hugo?

Vielleicht bist Du beim Lesen der Reiseartikel schon das ein oder andere mal über den Namen Hugo gestolpert und hast Dich gefragt “Hmm? Hä? Ich denke die sind nur zu zweit unterwegs!? Wer ist jetzt dieser Hugo? Und wo passt der in dem kleinen Wohnmobil noch hin?”. Hier die Aufklärung ;)

Hugo ist kein Mensch, er ist ein Esel. Ein Plüschtier-Esel, um genau zu sein. 21cm groß und stolze 222 Gramm schwer. Hugo war aber nicht nur unser Maskottchen oder etwas in der Art. Er war ein vollwertiges Mitglied unserer Crew. :) Er war (fast) überall mit dabei und durfte für die Fotos posieren.

2 Dinge haben mich zu Hugo inspiriert. Zum einen die Plüschtier-Reisen, die von einigen Anbietern angeboten werden. Dabei kann man sein Plüschtier zu einer Art Reisebüro für Plüschtiere schicken und die fahren dann damit herum und zeigen ihm die Welt und machen dabei Fotos vom Plüschi vor wichtigen Sehenswürdigkeiten und schreiben teilweise sogar kleine Reiseberichte davon.
Die andere Quelle der Inspiration heißt Amelie. Also der Film ‘Die fabelhafte Welt der Amelie’. Hier schickt die Hauptdarstellerin den Gartenzwerg ihres Vaters auf Reisen. Eine Befreundete Flugbegleiterin nimmt den Zwerg mit auf Reisen und macht auch hier ‘Urlaubsfotos’ vom Zwerg vor Sehenswürdigkeiten in aller Welt. Der Sinn dahinter ist das Amelie ihren Vater zum Reisen bringen möchte, damit er endlich mal aus seinem Alltagstrott herauskommt und etwas von der Welt sieht.

Und so habe ich beschlossen auch ein Plüschtier mit auf Reisen zu nehmen und es vor Sehenswürdigkeiten zu Fotografieren. Und so habe ich mich auf die Suche nach einem besonderen Mitfahrer(in). Bei Amazon fand ich ihn dann… denn coolen Esel mit Sonnenbrille und Hawaii-Hemd. Das war er. So einen coolen Typen brauchten wir im Team. :D

Und so passierte es dann auch. Der coole Esel ging mit uns auf die Reise und erlebte mit uns zusammen den Road Trip :)
Aber besser lassen wir mal Bilder sprechen (meine Facebook Jünger werden die meisten schon kennen… auf Facebook ist es einfach leichter etwas zu veröffentlichen… hier nun aber noch mal alle)… viel Spaß.

PS: Dadurch das ich mit 3 Kameras fotografiert habe, sind die Bilder leider schlecht sortiert. Es fängt 3 mal neu an. Bitte nicht wundern.

Luxemburg, Belgien, Niederlande… Ende.

23.07.2013

Dieser Morgen war echt ein Langschläfermorgen. Erst kurz 11 sind wir aus dem Bett gekommen. Und bevor wir losgekommen sind, war es gut 12. Luxemburg stand heute auf dem Plan. Ein ganzes Land erkunden… naja, zumindest die Hauptstadt… und es war bereits um 12. Super.

LuxemburgGute 100 km und 2 Stunden später erreichten wir dann die Hauptstadt Luxemburgs, Luxemburg. :) Ein Parkplatz war recht schnell gefunden. Die Parkuhr sagte das es 2 Euro die Stunde kostet. Aber nur bis 18 Uhr. So haben wir 6 Euro eingeworfen und hätten sogar bis 8 Uhr am nächsten Morgen stehen können. Uns reichte es aber erst einmal den Rest des Tages da zu stehen.

So machten wir uns dann auf den Weg in die Innenstadt, zur nächsten Touristeninformation. Inge wies uns den Weg… versuchte es zumindest. So ganz fanden wir die Info dann aber doch nicht… und landeten Stattdessen in der Shopping-Information. Das ist so ziemlich das gleiche, halt nur für die Geschäfte. Wenn man also Geld in Luxemburg lassen möchte, aber noch nicht genau weiß in welchen Geschäften, dann wir einem hier weitergeholfen. Zum Glück aber auch wenn man auf der Suche nach einer Touristeninformation ist. :) Sie war gleich um die Ecke.

Wir also rein und haben uns Informieren lassen, was man den in der Stadt so alles sehen sollte. Da gibt es schon so einiges. Ganz oben mit standen die Kasematten, der Palast und der Boulevard.
Da es aber auch für Mitteleuropa heute ein heißer Tag war, gingen wir erst einmal in das nächste Eiscafe und haben uns ein Eis gegönnt. Das hat mal richtig gut getan. Besonders da es den bisherigen Ländern immer irgendwie an einem richtigen Eiscafe gemangelt hat.

Casemate in LuxemburgNach der Erfrischung ging es dann zu den Kasematten. Nur machten die um 5 schon zu und es war bereits halb 5. Zum Glück ist Luxemburg auch nicht so groß und wir erreichten die Kasematten bereits nach 10 Minuten zu Fuß. Postkarten kaufen und am Palast vorbeigehen schon mit eingerechnet. :)
Die Dame an der Kasse erzählte uns dann das die Kasematten bis 17:30 offen haben. Wir hätten also noch 45 Minuten Zeit. Ein Glück auch. Der Eintritt kostet übrigens 3 Euro. Die Preise hier in Luxemburg sind schon wieder ganz human.

Und so sind wir in die Gänge der Kasematten abgetaucht. Im Grunde ähnlich den Siege Tunnels in Gibraltar. Ein wenig anders natürlich und die Kanonen sind auch etwas kleiner. :) Dabei ist immer in unserer Nähe eine junge Frau gewesen. Offensichtlich auch eine Touristin. Die hat hier und da geschaut und immer mal wieder Fotos gemacht. Und egal wo wir waren, war sie komischerweise auch. Ich habe sie dann mal angesprochen, ob sie vielleicht auch mal auf einem ihrer Bilder sein wollte. Also Fotograf kenne ich das Problem ja, das man selbst nie auf den Fotos ist. :) Und natürlich wollte sie. So habe ich ein Foto von ihr in den Kasematten gemacht und wir kamen ins Gespräch.
Sie hieß Amelia und kam aus Washington DC. Sie ist schon seid 13 Monaten auf Reisen, in Europa und Asien. Es ist der vorletzte Tag ihres Trips.
Wir haben uns den Rest der Kasematten zusammen angesehen und dabei noch erzählt. Wo wir alle so herkommen und was wir machen und sowas halt.

Hugo in a canonAls wir mit den Kasematten durch waren, waren wir aber noch nicht fertig mit quatschen. Wir kamen mit Amelia ganz gut klar und hatten Lust noch mehr zeit mit ihr zu verbringen. Also sind wir in das nächst beste Cafe gegangen und haben noch was zusammen getrunken. Ich glaube bis um 7 saßen wir noch im Cafe, bis Amelia gehen musste. Sie musste dringend mit ihrer Familie telefonieren.
Wir haben dann noch die Zeit damit verbracht unsere Postkarten zu schreiben. Eigentlich war ja Paris das letzte große Ziel und ich kann langsam keine Postkarten mehr sehen. Aber da wir jetzt doch noch neue Länder bereisen, gibt es auch noch neue Postkarten. Zumindest für 2 spezielle Empfänger. Der eine ist die kleine Lotta, die bis jetzt immer eine Postkarte bekommen hat :) und Anna, die fast immer eine bekommen hat :)

Als das auch erledigt war, ging es langsam wieder zurück zum Auto. Durch die Innenstadt noch mal. Hier, auf einem Platz mitten in der Innenstadt, bekamen wir dann unser 3. Livekonzert. Ein Orchester spielte Coversongs von berühmten Liedern. Wir lauschten 2-3 davon und machten uns dann doch auf den Weg. Es wurde langsam dunkel und wir mussten noch aus der Stadt raus.
Das Känguru stand noch wohlbehalten da. So wie immer. Das gute Känguru. :)
Als Tagesziel des morgigen Tages wurde Liege in Belgien ausgewählt. Ich hätte zwar gern Brüssel gesehen, aber das war Julia zu weit ab vom Kurs. Also Liege.
Ich habe Inge das Ziel vorgegeben und sie leitete uns dann wieder Hinaus aus Luxemburg. Und dann hieß es einen Schlafplatz finden. Vorher haben wir jedoch noch eine Tankstelle in Luxemburg gefunden. Der Sprit hier ist recht günstig. 1,38 Euro pro Liter war selten günstig auf unserer Reise. Da muss man den Tank voll machen.  :)
Und dann ging es daran einen Schlafplatz zu finden. Nur gestaltete sich das heute nicht ganz so einfach. Wir waren schon wieder in Belgien als wir schlussendlich in einen Waldweg abbogen und dort einfach im Wald aufbauten. Uns hat sogar ein wildes Tier dabei beobachtet, wie ich an den Leuchtenden Augen im Schein meiner Taschenlampe erkennen konnte. :)

24.07.2013

Die Nacht endete Abrupt um 6 Uhr morgens. Ein Gewitter hatte sich zusammengebraut und entlud sich nun kräftig über unserem Känguru. Der Regen prasselte lautstark auf das Dach. Die Blitze konnten wir durch unsere sichtdichten Scheiben. Der Donner war aber nicht zu überhören. Teilweise direkt über uns, so hört es an. Aber nach der Nacht in Andorra kann uns so ein kleines Gewitter nicht mehr schocken. Unsere einzige Sorge war das der Waldweg sich aufweicht und wir am Morgen nicht mehr rauskommen. Naja, werden wir am morgen schon rausfinden… und haben weitergeschlafen.

Ich wache kurze Zeit später noch mal auf, weil mir kalt ist. Wou… wir sind wieder in Mitteleuropa. Ich decke mich mit meinem Schlafsack zu und schlafe weiter.
Um 10 klingelt der Wecker. Wir hatten beide keine Lust aufzustehen. Ich machte den Wecker aus und wir schliefen noch mal ein.
Um halb 12 wache ich schließlich auf. Ausgeschlafen fühle ich mich zwar nicht, aber wenn wir jetzt nicht aufstehen, dann sehen wir Liege gar nicht mehr und sind quasi nur durch Belgien durchgefahren.
Doch bevor wir dann endlich losgekommen ist es auch schon wieder nach 1.

Es waren noch gut 150km bis nach Liege, einer größeren Stadt in Belgien. Unterwegs hat es uns dann noch mal kurz zu Mc Donalds und Carefour gezogen. Wir haben den Internetkonsum aber auf ein Minimum beschränkt und haben nur schnell 2 Cheeseburger und die Toilette benutzt. Um 4 sind wir endlich in Liege eingetroffen.
Die Stadt präsentierte sich uns gleich mit ihrer Industrieseite. Dann ging es sofort in die Großbaustelle der Stadt über. Diese verhinderte auch dass wir zu dem ausgesuchten Parkplatz kamen. Wir mussten der Baustelle weiter folgen und sind irgendwann einfach in Richtung Innenstadt abgebogen und haben auf dem nächstbesten Parkplatz geparkt. Zur Innenstadt war es zum Glück nicht mehr so weit.

Wir sind in die erst beste Kirche, um noch schnell wenigstens etwas von der Stadt zu sehen. Die Kathedrale war nicht schlecht. Aber wir sind nun doch schon etwas verwöhnt von den vorherigen Heiligen Tempeln. So konnte dieser Tempel nicht mehr ganz so überzeugen. :)
Nach diesem Kulturtrip ging es in die Einkaufsstraße der Stadt. Eine ganz normale Einkaufsstraße mit Geschäften und Cafes. Aber irgendwie konnte die ganze Stadt nicht überzeugen. Irgendwie wirkt sie sehr grau und bedrückend. Sicher lag es auch ein wenig mit am Wetter. Aber auch die Gebäude sind sehr farblos. Souvenirshops suchten wir auch vergeblich. In einem Zeitungsgeschäft konnten wir wenigstens ein paar Postkarten ergattern. Die haben wir dann im nächstbesten Cafe noch geschrieben und gleich in einen Postkasten geworfen. Das war Liege. Zurück zum Auto und wieder raus hier… bevor wir echt noch Depressionen bekommen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERABis zu unserem nächsten Ziel, Maastricht in Holland, sind es nur noch 40 km. So haben wir ein nett aussehendes Plätzchen im Wald zum Schlafen ausgeguckt. Es war auch nur gute 10km entfernt von Liege.
Als wir ankamen bemerkten wir dass es sich hier um eine Art Naturpark handelt. Mit einem Teich voller Enten und Gänse, einem Cafe und einem riesigen Parkplatz. Optimal für eine Übernachtung.
Da es noch recht früh war, haben wir uns erst einmal umgesehen. Wir hatten noch eine Menge altes Brot, mit dem wir den Gänsen und Enten (hoffentlich) eine Freude machen konnten. Das Cafe hat leider kein Internet :( Und so beschlossen wir uns an eine ruhige Ecke des Parkplatzes zu stellen und auszubauen.
Ich kann noch ein bisschen Schreiben und vielleicht endlich mal wieder einen Artikel fertig machen. Habe schon seid einigen Tagen nichts mehr veröffentlicht. Morgen geht es dann noch nach Holland und dann ist unsere Reise leider auch schon zu Ende.

24.07.2013

Ein vorletztes mal haben wir das Känguru an diesem Morgen umgebaut und startklar für den Tag gemacht. Maastricht hieß das Ziel des Tages. Eine Stadt im Süden von Holland. Es war nicht sehr weit von unserem Schlafplatz. Nur ca. 40 km. Nicht einmal eine halbe Stunde später waren wir in Maastricht. Nur war die Orientierung hier nicht ganz so einfach… wir sind 2-mal im Kreis gefahren (trotz Inge) bevor wir endlich zum angepeilten Parkhaus gefunden haben.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA2,30 Euro die Stunde war es mir Wert am letzten Tag nicht noch Stress mit Parkplatzsuche zu haben. Direkt vor dem Parkplatz fanden wir auch schon die erste Kirche. Sehr groß, mit einem Hof in der Mitte. Innen war es eher dunkel und eine dustere Stimmung. Der Kreuzgang war sehr interessant und die Schatzkammer haben wir außen vor gelassen (auch wegen dem Eintrittspreis).

Nach diesem kleinen Kulturausflug ging es in die Innenstadt, zur Touristeninformation. Hier holten wir uns einen Stadtplan und stiefelten drauf los. Der Stadtplan war recht unnütz und wir folgten, wie meistens, unserer Nase. Die Innenstadt von Maastricht ist wirklich schön. Kleine, freundliche Gebäude und jede Menge Geschäfte und Menschen.
Wir fanden nach ein paar Minuten den Rathausplatz mit selbigen und weiteren Geschäften. Ein Souvenirshop war auch darunter. Den haben wir als erstes Besucht. Ein paar schöne Souvenirs aus Holland… Mir sind in den letzten Tagen noch so viele Leute eingefallen denen ich etwas mitbringen könnte. Aber unser Platz ist ja leider sehr begrenzt. Auch muss ich das alles dann noch nach Zypern fliegen. So viel auch dieser Einkauf sehr dürftig aus. Aber der Laden war cool. Eine totale Krambude :)

3D painting in MaastrichtDanach ging es weiter durch die Stadt und die Geschäfte. Man kann hier glatt in einen Kaufrausch verfallen, sofern man Geld hätte :) Wir haben ein paar kleine Geschäfte gesehen die ganz interessante und innovative Sachen hatten. An einzelne kann ich mich gar nicht Erinnern, aber es waren lauter nützliche Sachen.
Nach ein paar Hundert Metern standen wir dann wieder auf einem Platz, an dessen anderem Ende 2 Kirchen standen. Die St.-Johannis-Kirche und die St.-Servatius-Basilika. Die Johanneskirche sieht dabei besonders kurios aus, da sie einen roten Turm hat.
Auf dem Platz vor den Kirchen hatte ein Künstler eine 3D Zeichnung auf den Boden gemalt. Diese Art der Zeichnungen entfalten ihre Wirkung nur aus einem Bestimmten Winkel. In diesem Fall vom Turm der Johanneskirche.

So machten wir uns denn auf um uns das Gotteshaus auch noch zu besichtigen und auf den Turm zu gehen. Die Kirche selbst war leer. Bis auf ein paar Stühle, ein Rednerpult und einem Informationsstand, an dem 2 ältere Damen saßen. Sie verkauften auch die Tickets für den Turm. 2,50 Euro pro Person. Naja… dafür hat man einen schönen Ausblick :)
Der Aufstieg auf den Turm war mal wieder durch so ein enges Treppenhaus möglich. Bei Gegenverkehr eine ganz enge Angelegenheit. Auf der halben Strecke war sogar noch eine Ausstellung von einem Künstler über Rembrandt. Von oben hatte man dann wirklich einen sehr schönen Ausblick über Maastricht und die Umgebung. Und natürlich konnte man nun von hier oben auch das 3D-Bild sehen.

Nach diesem weiteren Kulturausflug ging es dann zurück in die Stadt. Die Postkarten, die wir im Souvenirshop ergattert haben, mussten ja auch noch geschrieben werden. Ich habe mich dieses Mal auf 4 Karten beschränkt. Hatte ich schon erwähnt dass ich keine Postkarten mehr sehen kann? :) Nein, so schlimm ist es nicht. Aber nicht mehr so viele auf einmal. Und die Holländer haben echt schöne Postkarten. Also haben Lotta und Anna wieder eine Karte bekommen.

Auf dem Weg zurück habe ich noch mal in der Touristeninformation angehalten und mir noch ein ganz spezielles Souvenir geholt. Ich hoffe es überlebt die Reise nach Zypern. Wieder am Parkhaus angekommen mussten wir unser Parkticket bezahlen und sind dann, noch mal über die Brücke, zum nächsten Postkasten gefahren. Inge meinte das dort auch ein Mc Donalds um die Ecke ist. Passt ja gut. :)
Dort angekommen mussten wir feststellen das es sich um eine kleine Straße handelt, wo man nur schlecht parken kann. Und der Mc Donalds hatte keinen eigenen Parkplatz. So habe ich nur schnell die Postkarten in den Postkasten geworfen und wir sind gleich weiter gefahren. Noch mal Parkgebühren brauchten wir nicht.

The Kangaroo in the forestWir haben uns Mc Donalds dann geschenkt und lieber überlegt wo wir diese Nacht bleiben. Es ist ja die letzte Nacht. Morgen würden wir ja wieder zurück in Deutschland sein. Inge zeigte ein paar Seitenstraßen in einem Waldgebiet, kurz vor der Deutschen Grenze, an. Das sah ganz gut aus. Also sind wir hingefahren und durften an jeder einzelnen Seitenstraße lesen „Nur Forstfahrzeuge.“. Naja, wie ein Forstfahrzeug sah unser Känguru nun auch wieder nicht aus.
Doch dann entdeckte ich auf der Karte noch etwas das nach einem Parkplatz aussah. Also einmal um den Wald rumgefahren und tatsächlich handelte es sich um einen recht großen Parkplatz, direkt am Wald. Super geeignet für eine letzte Nacht in der Wildnis. :)

Wir stellten uns zwischen ein paar Bäume und Bauten auf.

25.07.2013

Und wie super der Platz geeignet war. Die Bäume, unter denen wir standen, spendeten am Morgen schön Schatten. So war es selbst am späten Vormittag noch schön kühl im Känguru.
Natürlich kamen wir auch an diesem Tag nicht aus dem Tee. Aber heute war es egal. Von hier aus ging es nur noch nach Deutschland und dann wäre alles schon vorbei.
So trödelten wir noch ein bisschen rum. Ich habe noch mal ein Video vom Känguru gemacht… und so langsam packten wir dann zusammen und verließen den Parkplatz.

Es waren nur noch 8 km bis zum Haus von Julia. Keine 15 Minuten später parkte ich das Känguru ein letztes mal und schaltete den Motor aus.

Liebe Grüße
Gordon


Größere Kartenansicht