Besuch in Liechtenstein und Unwetter in Deutschland

29.05.2013

Hallo zusammen,

Chur in the morningheute morgen war der Ausblick leider nicht so wie erwartet… aber dennoch super. Es hatte sich über Nacht zugezogen und es regnete am Morgen, als wir aufgewacht sind. Eine Wolkendecke zog durch das Tal. Das war auch wundervoll. Es ist schwer das in Worte zu fassen, was ich sehen konnte. Stell dir ein Tal vor, in dem unten eine kleine Stadt ist (die Stadt Chur). Und durch dieses Tal zieht eine lange Wolke und regnet sich auf der Stadt aus, während sie da durch zieht. Total genialer Anblick.

Wir haben gegen halb 10 unsere Sachen gepackt und sind gefahren, in Richtung Liechtenstein. Unser nächstes Ziel.

Vaduz lag nur ca. 50 Km von Chur entfernt und ist die Hauptstadt des Fürstentums Liechtenstein.
Wir haben uns in der Stadt einen Parkplatz gesucht und wollten die Stadt ein wenig zu Fuß erkunden. So groß ist sie ja nicht. Das Wetter ging so. Die Wolken hingen noch tief in den Bergen, aber es war weitgehend trocken.

Innerhalb einer Stunde hatten wir zu Fuß die ganze Innenstadt besichtigt. The town hall in VaduzMit Rathaus, Parlamentsgebäude und allen anderen wichtigen Gebäuden. Noch schnell einen Döner für 8 Euro (!!) gegessen (ich hatte echt Hunger) und dann machten wir uns um kurz nach halb 1 schon wieder auf den Weg.
Da das Wetter aber so schlecht war, beschlossen wir den Besuch von Schloss Neuschwanstein auf den Rückweg von München zu verschieben und heute lieber gleich nach Augsburg zu fahren. Hier wollten wir uns mit einer Bekannten von Julia, aus dem Weltreiseforum, treffen.

Unserem Navi habe ich verboten Mautstraßen zu benutzen, da wir zu geizig sind in Österreich Maut zu bezahlen :) Und so ging es auf der Landstraße weiter. Liechtenstein haben wir schon nach wenigen Kilometern wieder verlassen. Ist ja nicht so groß das Fürstentum.
Dann ging es auf der Landstraße durch Österreich. Von der Landschaft her nimmt es sich hier alles nicht sehr viel. Alles sehr Bergig. :) Aber wunderschön. Wenn man selbst nicht in den Bergen wohnt, ist das wohl ein wundervoller (und ungewohnter) Anblick.

Noch ein paar Kilometer weiter und wir waren wieder in Deutschland. Heutzutage weisen nur noch kleine Blechschilder am Straßenrand darauf hin das man gerade eine Landesgrenze durchquert. Nur in der Schweiz und von Lichtenstein nach Österreich gab es noch echte Grenzen mit Zollhäuschen.

In Deutschland ging es dann auch bald wieder auf eine Autobahn und wir konnten wieder Strecke machen. Gegen halb 5 kamen wir dann am Rand von Augsburg an. Die Bekannte wohnt hier am Rand der Stadt. Es gibt hier nur ein paar Häuser… dafür aber 2 große Baumärkte, Media Markt, Kaufland, Marktkauf und sogar IKEA.

Wir waren natürlich gleich noch mal Shoppen :) Es fehlten noch die Plastikboxen um unseren ganzen Kram zu verstauen. Die fanden wir auch bei einem Baumarkt. Media Markt war leider nicht so Erfolgreich. Ich hatte ja noch kein Autoladekabel für meine neue Taschenkamera. Und per USB ließ sie sich nicht laden, wie die Tante vom Schweizer Media Markt – wo ich sie gekauft habe – gesagt hatte. Aber auch hier war nichts zu finden womit ich die Kamera laden könnte. Naja, weitersuchen halt.

Reorganisation of the car in AugsburgDann ging es zu der Bekannten. Nach einem kurzen Kennenlernen haben wir gleich erst einmal ihren Hof in Beschlag genommen und unsere provisorischen Kisten und Taschen endlich mal in vernünftige Verstauboxen umgeräumt… Naja, Julia hat umgeräumt. Da durfte ich nicht stören :)

Dann gab es noch leckeres Abendbrot (Vegetarisch) und danach gab es endlich Internet *schmacht* :) In den eMails waren natürlich auch ein paar von Kunden. Also habe ich meinen Abend jetzt damit verbracht Kunden zufrieden zu stellen. Zum Bloggen bin ich dann leider nicht mehr gekommen. Ich hoffe ich werde morgen dazu kommen den Eintrag von gestern und diesen hier zu publizieren.

Bis dahin. Liebe Grüße aus Augsburg.
Gordon

30. und 31.05.2013

Hallo,

ich hänge gleich noch mal einen Hinten dran. Den in den letzten beiden Tagen gibt es nicht viel zu erzählen. Gestern haben wir beschlossen einen Ruhetag einzulegen. Ich habe musste Arbeiten und Julia wollte noch was am und fürs Auto machen.

Wir beschlossen unsere Pläne also mal wieder zu ändern. München dann am Freitag und Samstag und dann Sonntag früh von München los und gleich früh zum Schloss Neuschwanstein und dann weiter nach Bassano del Grappa in Italien.

So konnten wir auch gleich noch Wäsche waschen.

Heute (am Freitag den 31.05.2013) goss es dann wie aus Eimern. Wir beschlossen das es keinen Sinn machen würde nach München zu fahren. Da hätte man wenig Spaß und wäre schön nass geworden. Also blieben wir noch einen Tag ‚zu Hause‘ (bei Christine). Ich war mit der Arbeit eh noch nicht fertig geworden und Julia nutzt nun die Gelegenheit Verwandte in Augsburg zu besuchen.

Morgen geht es dann aber definitiv weiter. Zum Deutschen Museum in München. Und danach dann gleich weiter in Richtung Schloss Neuschwanstein. Unterwegs werden wir uns dann wieder ein lauschiges Plätzchen zum schlafen suchen.
Ein wenig Sorge macht mir jedoch die Unwetterwarnung mit heftigem Regen und Sturmböen. Ich hoffe mal das es nicht so schlimm werden wird und wir nachts nicht weggeweht werden.

Dann bis bald und liebe Grüße aus Augsburg.
Gordon

Schweiz – Solarenergie, Zürich, Chur

28. Mai 2013

Wir sind unterwegs… yeah! :)

Bei Julias Bekanntem sind wir bis Montagmorgen geblieben. Er musste ja am Montag wieder arbeiten, und wir sind mit Ihm um 9 los. Der erste Weg führte uns zu einem nahen Media Markt. Man sagte uns das die Preise in der Schweiz günstiger sind als in Deutschland… naja…

Wir haben beschlossen uns noch mit externem Speicher einzudecken und Julia brauchte ja auch noch eine Kamera… zumindest mal schauen ob man was findet.
Als erstes durften wir jedoch noch eine halbe Stunde warten. Denn der Media Markt machte erst um 10 auf.

Und so schauten wir als erstes zu den externen Festplatten. Es gab einige in der Auswahl… und wer die Wahl hat, hat die Qual. So überlegten wir lange hin und her und entschieden uns dann jeweils für eine 1TB externe Festplatte. Zum Speichern der Bilder, Videos und sonstigem Material.
Dann das gleich bei den Kameras. Julia hat sich lange beraten lassen und hin und her überlegt… und in der Zwischenzeit hatte ich genug Zeit mir spontan zu überlegen mir noch eine billige Taschenkamera zuzulegen, falls ich mal einen Schnappschuss machen möchte und nicht immer die große DSLR rausholen will.

Nach über einer Stunde haben wir den Media Markt wieder verlassen… und viel Geld hat uns verlassen. :( Danach ging es nach Bubikon. Dort hat die Firma Sistech ihren Sitz. Die Firma vertreibt Solarsysteme. Und spezielle für Leute wie uns… reisende. Also nicht die riesen Dinger auf dem Dach, sondern feine System für den Backpacker, Camper und sonstigem Outdoorfreund.
Julia kannte die Firma und die Leute da schon von früher. Die Firma ist recht klein, aber fein.

Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt mir solch ein Solarsystem zuzulegen. Wenn ich mal wieder eine Campingtour in der Pampa mache, dann kann ich trotzdem noch meine Kamera-Akkus und das Netbook laden. Und das Mobiltelefon natürlich auch. Aber ich denke auch für zu Hause kann es sinnvoll sein, um kleine Geräte mit selbst produziertem Strom zu laden.

SisTechUnd so haben wir den armen Geschäftsführer eingehend gelöchert und uns über die Produkte informieren lassen. Auch Julia kannte die meisten Produkte noch gar nicht, da es seid ihrem letzten Besuch viele neue Produkte gibt und alte aus dem Sortiment genommen wurden.

Es gibt sicher viele Anbieter mit vielen Angeboten. Aber mich hat dieser Hersteller immer schon am meisten Interessiert. Denn er hat die Solarzellen mit der meisten Power und die besten Speicher für den Strom (Akkus im Prinzip). Ich habe mich auch bei anderen Anbietern informiert, aber wenn man sich da mal die genauen Zahlen durchliest, dann wird schnell klar das man damit nicht viel Anstellen kann, auch wenn es versprochen wird.

Ich habe mich für eine faltbare Solarzelle mit 46Watt (Optimalleistung) und einem Speicher mit 88.000 Wh entschieden. Damit kann ich alles Laden was ich laden will. Mein Netbook, meine Akkus, mein Handy, etc. Ich werde sie auf der Reise natürlich ausprobieren und besonders unter der Sonne Zyperns. :)

Dann haben wir uns mit Hugo (dem Geschäftsführer) noch lange Unterhalten. Und plötzlich war es um 6. Eigentlich wollten wir den Tag ja noch nach Zürich gucken. Das konnten wir nun vergessen. So haben wir den Plan geändert und Zürich auch Dienstag verschoben.

OLYMPUS DIGITAL CAMERANachdem wir uns verabschiedet haben, ging es an die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz. Wir haben noch den Tipp bekommen das ein nahe Gelegenes Hotel noch nicht offen hat und man da evtl. nächtigen könnte. Also haben wir das Hotel ins Navi eingegeben und uns auf den Weg gemacht. Trotz Navi bin ich erst einmal vorbei gefahren.
Das Hotel ist noch zu, aber das Restaurant hatte schon offen. Mist :( Also sind wir noch mal los in die Stadt. Ich wollte ein Strandbad checken (öffentliche Einrichtungen haben immer Parkplätze). Doch hier empfing und das Schild am Parkplatz „Campieren nicht gestattet“. Super.

Der Platz war aber wunderschön. Und so beschlossen wir hier wenigstens Abendbrot zu essen. So saßen wir auf einer Bank, direkt am Zürichsee, die Alpen – mit Schneebedeckten Kuppen – dahinter und aßen wie die Camper unser Abendbrot. :) Es war wunderschön.

Überhaupt ist die Schweiz ein wunderschönes Land. So grün und farbig. Die Landschaft und die Berge… Traumhaft schön. Auch die Leute sind nett und sehr freundlich.

Nach dem Abendbrot ging es dann zurück zu dem Hotel. Es war schon spät und dunkel, so das wir uns draußen auf die Stühle vom Restaurant setzten und den wundervollen Ausblick vom Hügel hinunter auf die Lichter der Umliegenden Dörfer und den Zürichsee genossen.
Da kam der Kellner und fragte ob wir etwas trinken wollen. Wir kamen ins Gespräch und erzählten ihm von unserer Reise und fragten ob es ok wäre wenn wir eine Nacht auf dem Parkplatz nächtigen könnten. Er fragte die Chefin und kam dann wieder um uns zu sagen das es ok wäre und das wir sogar Duschen könnten, wenn wir wollen (gegen einen kleinen Obolus natürlich). Das war sehr freundlich.

Da wir aber am nächsten Tag nach Zürich wollten und dann wohl noch eine Nacht dort verbringen würden, beschlossen wir die Dusche lieber auf den nächsten Abend zu verschieben. Wer weiß wann es dann die nächste geben würde.
So bedankten wir uns und bauten unseren ‚Microcamper‘ auf und machten uns ins Bett. Das erste mal im Feldbett schlafen.
War nicht so toll wie gedacht. Erst habe ich gefroren und morgens geschwitzt. Aber sonst war es gut. Muss man sich erst einmal dran gewöhnen.

Dienstagmorgen ging es dann, gegen 10 Uhr morgens, zur nächsten Fährstelle. Wir wollten mit dem Boot  nach Zürich rein fahren. Erst einmal weniger Stressig und muss man ja auch mal gemacht haben.
Wir Fuhren von der Haltestelle Zollikon. Die Boote sind hier wie Busse auf dem Wasser. Mit festem Fahrplan und allem drum und dran. Sogar Fahrkosten muss man bezahlen… und nicht zu wenig. Ca. 28 CHF haben wir für die Tagesfahrkarte bezahlt. Aber dafür sind wir auf dem Seeweg nach Zürich reingekommen.

ZurichHier ging es dann absolut unorganisiert durch die Stadt. Wir wussten ja nicht wo was ist und was es überhaupt zu sehen gibt. Also sind wir einfach erst einmal drauf los. In die Wasserkirche und daneben in noch eine (Namen vergessen). Hier konnte man sogar auf den Turm rauf (für 4 CHF)… hab ich natürlich gemacht. Julia hat unten gewartet. Die Aussicht von da oben war super. Man konnte über die ganze Stadt schauen. Natürlich habe ich Fotos gemacht! ;) Dann wieder runter und weiter durch die Stadt. Das Rathaus haben wir unweit gefunden, dann einkaufen im Joop, weiter am Hauptbahnhof vorbei und quer durch die Stadt zurück zur Anlegestelle.
Wenn man so unterwegs ist, dann rennt die Zeit nur so dahin. Ruck Zuck war die Zeit vorbei, ohne das man wirklich etwas gesehen hat (wovon wir eh nicht wussten das es dass zu sehen gab).

Zwischendurch hatten wir auch einen Stop bei Starbucks. Ich habe mir einen späten Kaffee gegönnt und bei der Gelegenheit haben wir auch gleich mal ins Internet geschaut.
Eine Bekannte hatte mir geschrieben, warum ich denn nicht Bescheid sage das ich in der Schweiz bin. Also habe ich mal geschaut wo sie überhaupt wohnt und festgestellt das sie ja auf dem Weg wohnt. Am Mittwoch ist ja als erstes Lichtenstein geplant. Und Sie wohnt in Chur, was kurz unter Lichtenstein liegt.
Also habe ich ihr den Vorschlag gemacht das wir spontan unsere Pläne ändern könnten und gleich nach Chur kommen können  (dann haben wir es Mittwoch früh nicht so weit nach Lichtenstein). Sie meinte das Sie leider Spätschicht hat und erst um 23 Uhr Feierabend. Und Mittwoch Frühschicht. Aber vielleicht könnte man sich ja noch nach Ihrer Spätschicht treffen. Es war aber alles sehr schwammig.

Auf dem Rückweg haben wir dann Überlegt was wir nun machen… und beschlossen dann einfach hin zu fahren. Wenn es mit dem Treffen klappt wäre es sehr schön (zumindest für mich) und wenn nicht, dann sind wir halt wenigstens schon näher an Lichtenstein dran. Verpassen wir zwar eine Dusche… aber am Mittwochabend ist eh ein Besuch bei einer Bekannten von Julia in Augsburg geplant, wo es auch eine Dusche gibt.
Und so machten wir es dann auch. Zurück zum Auto (es fing auf dem Rückweg von Zürich nach Zollikon auch mit Regnen an) und gleich los Richtung Chur. War doch weiter als ich gedacht hatte. 120 km… aber auch nur eine gute Stunde zu fahren. Und wieder durch wunderschöne Landschaft… und diesmal auch viele viele Tunnel.

ChurDann sind wir irgendwann gegen 8 in Chur angekommen. Meine Bekannte hatte sich noch nicht wieder gemeldet. Wir haben dann erst einmal gestoppt und auf der Karte geschaut wo der Stadtrand ist und wo man einen lauschigen Parkplatz finden könnte um dort zu übernachten. Wir entschieden uns für eine Richtung und haben uns dort umgesehen. Aber an allen Parkplätzen standen Verbotsschilder… in der Schweiz gleich in Verbindung mit Androhung von Abschleppen und hohen Geldbußen. :( Etwas das ich hier definitiv nicht mag.
Wir sind dann einer Straße immer weiter gefolgt (Notgedrungen irgendwie… sie war eng und führte einen Berg hinauf… schlecht mit umdrehen) und auf einmal war da eine Parkbucht. Platz für 2 Autos… und mit einem Grandiosen Ausblick auf die Stadt im Tal… dahinter eine Bergformation mit Schneebedeckten Bergkuppen. Ein absolutes Topplätzchen. Und kein Schild das uns das Parken verbietet.

Und hier stehen wir nun. Ich werde mich gleich umdrehen und diese wundervolle Aussicht noch ein wenig genießen, bevor ich die Augen zu machen und einschlafen werde… um die Augen morgen früh wieder aufzumachen und diesen wundervollen Ausblick sofort wieder vor mir zu haben :)

Bis bald und liebe Grüße aus Chur in der Schweiz
Gordon

Es geht los…

Hallo Zusammen,

ich bin in den letzten Tagen leider nicht so viel zum schreiben gekommen, wie ich es eigentlich versprochen hatte. Jetzt habe ich gerade mal ein paar Minuten zeit und möchte die ersten Tage mal zusammenfassen. Es war stressig, es war hart, es war ärgerlich und definitiv nicht wie ich mir das gedacht bzw. geplant hatte.

Aber der Reihe nach. Wie das letzte mal schon geschrieben, habe ich mit jemand anderem einen Road-Trip durch West-Europa geplant. (Road Trip = Mit dem Auto auf der Straße durch die Gegend fahren… wobei unser Auto auch die meiste Zeit unser zu Hause für die Zeit sein wird.)
Nun stand der Termin dann fest. Am Freitag den 24. Mai 2013 sollte es los gehen… bzw. musste, da Julia (meine Reisepartnerin) am Freitag auch noch einen Termin in der Schweiz hatte. Also mussten wir am Freitag auch schon in der Schweiz aufschlagen.

Der optimalste Flug wäre also am Donnerstag mit Condor gewesen. Im Vorfeld hatte ich schon mal geschaut und – wenn ich mich recht erinnere – war der Preis bei ca. 150 Euro. Nicht optimal, aber gibt schlimmeres. So konnte ich noch bis zum letzten Tag zu Hause arbeiten und ein paar Euronen verdienen.
Dann habe ich aber zu lange gewartet und auf einmal war der Preis für den Flug bei 230 Euro. Das fand ich dann doch unverschämt. So musste ich auf den Flug am Montag ausweichen. Damit konnte ich aber weniger Arbeiten. Doch Julia meinte das es kein Problem sei und ich dort ja auch arbeiten kann. … Mein Netbook war ja eh im Gepäck dabei. Damit ich unterwegs meine Fotos archivieren kann. Und so war der Plan. Dabei kam gleich noch zu gute das ich dann am Dienstag gleich noch mal bei einem Kunden persönlich vorbei konnte… dann Mittwoch und Donnerstag bei Julia noch was tun, Freitag die Sachen im Auto verstauen und los. Guter Plan!

Chester hat mich dann Montag zum Flughafen gebracht und ab ging die Post. Um kurz vor 23 Uhr bin ich dann in Deutschland gelandet. Oliver hat mich zu meinem Stammhotel gebracht und am Dienstag gab es dann eine Schulung beim Kunden und ein bisschen andere Arbeit beim Kunden. Nach der Arbeit hat er mich dann auch noch gleich nach Aachen gebracht. Sehr nett… so hatte ich gar keinen Stress :)

Julia selbst war aber noch gar nicht da. Sie war bei dem Sauwetter mit dem Moped unterwegs. Zum Glück war ihr Freund aber schon zu Hause. Sonst hätte ich auch noch im Regen warten müssen. Aber er hat mich rein gelassen und wir haben noch eine Runde geschnackt, bis Julia dann auch ein paar Minuten später kam.

Wir haben noch ein bisschen gequatscht und sind dann auch bald ins Bett.

Am nächsten Tag wollte Sie erst einmal in die Werkstatt mit dem Auto. Es machte ein paar Geräusche die man nicht unbedingt haben will, wenn man 8000km vor sich hat. Lieber mal nachsehen. Die Überraschung… die Werkstatt hat mehr gefunden als geplant war. Bremsseil, Krümmer und noch ein paar andere Teile mussten ersetzt werden. Ein paar Hundert Euro sollten ihre Reisekasse verlassen :( Ich habe derweil zu Hause gearbeitet.

P5240560 (Kopie)Und dann der nächste Schock… das Auto war noch lange nicht fertig… und ich war mir sicher das wir es in 1-2 Tagen nicht fertig kriegen würden. Die Solarzelle musste noch verbaut werden (eine recht große auf dem Dach, für eine 2. Stromversorgung) – und dafür musste das halbe Auto auseinandergenommen werden, die Rückfahrkamera war noch nicht dran, die ‚Küche‘ wurde neu geplant und musste gemacht werden, Lampen mussten angebaut werden, die Moped-Halterung war noch nicht gemacht, die Gardienen mussten noch gemacht werden, die Wasserversorgung war noch nicht drin… plus ein bisschen Kleinkram. Also genug Arbeit für Wochen. … Und das alles sollte jetzt an 1-2 Tagen gemacht werden. Wir haben den ganzen Donnerstag und Freitag dran rumgeschraubt. Natürlich wurden wir Freitag nicht fertig und haben dann die Abfahrt auf Samstag verlegt. Samstagmorgen um 2 Uhr waren ein paar Sachen fertig. Die Solarzelle war auf dem Dach, die Lampen angebaut und die Küche teilweise fertig. Da ich Samstag fahren sollte, habe ich mich dann ein paar Stunden aufs Ohr gehauen. Julia hat noch weiter bzw. durch gemacht. Um 8 wollte ich wieder aufstehen, Duschen, Sachen ins Auto uns los. Kurz nach 8 war ich dann auch wach … mehr oder weniger. Kaffee getrunken, Klamotten umgepackt (mein großer Koffer hätte ja zu viel Platz weggenommen) und dann war ich – fast – Pünktlich um 10 fertig.

Losgekommen sind wir allerdings erst um 14 Uhr … dann erst war endlich alles im Auto. Zwischenzeitlich war ich dann auch so geladen das ich am liebsten wieder ausgepackt und nach Hause geflogen wäre. So hatte ich mir das Ganze nicht vorgestellt. Nur Stress und die Abfahrt verzögerte sich immer weiter raus, so das ich am Ende schon daran zweifelte ob es denn überhaupt noch passieren wird.

Aber es passierte… am Samstag um 14 Uhr ging es dann endlich los. Erst noch in die Innenstadt, da Julia sich noch eine bestimmte Kamera kaufen wollte. Die hatte ihr aber eine Dame eine halbe Stunde vorher ‚vor der Nase weggeschnappt. Dann noch zu Praktiker, Verstauboxen kaufen. Praktiker wird aber anscheinend gerade aufgelöst und es ist Ausverkauf. Keine Plastikboxen mehr da. … Ein absolut toller Tag bis dahin.

Doch dann ging es endlich auf die Autobahn Richtung Süden… und ich war schon wieder müde. Zu wenig Schlaf die letzten Nächte. Aber es ging. Ein paar Red Bull und kurze Pausen auf Autobahnraststätten und ich habe es bis in die Schweiz geschafft. Hier sind wir dann um kurz vor 22 Uhr eingetroffen.

Die Reiselust ist nun auch wieder ein wenig zurückgekommen… obwohl das Theater in den letzten Tagen und das ganze Rumärgern die Lust doch stark zerstört haben. Ich hoffe das ist bald vergessen und ich kann es bald voll und ganz genießen… und es kommt nicht neuer Ärger.

So. Ich werde jetzt hoffentlich bald ins Bett kommen und kann mal schön ausschlafen. Mal gucken wie der Tag morgen wird. Ich hoffe gut :)

Liebe Grüße aus der Schweiz.
Gordon

PS: Julia wohnt ja mitten in Aachen. Hinter dem Haus ist der Hauseigene Parkplatz und dahinter grenzt das Grundstück des Nachbarhauses. Die haben einen kleinen Garten vor dem (recht marode wirkenden) Haus. Im Garten stehen ein 3-4 größere Bäume und die Besitzer scheinen Vögel sehr zu mögen. Überall im Garten stehen Futterstellen, die auch von den Besitzern gepflegt werden. Überall in dem Garten fliegt, flattert und zwitschert es. Eine kleine grüne Oase mitten in einer Stadt quasi. Total genial. Ich habe da oft vor dem Gartenzaun gestanden und dem ganzen Treiben zugesehen. Einmal kam sogar ein Eichhörnchen vorbei und hat sich dort auch bedient. Natürlich habe ich Fotos gemacht :) Wie man sieht.

PSS: Das schreiben hier braucht Stunden. Ich werde zusehen müssen das ich den Zeitverbrauch dafür drastisch verringern muss. Ich werde wohl zukünftig nur noch schnell ein paar Worte reinschreiben können. Mal schauen.
Und vielleicht finde ich Zeit für einen längeren und schönen Artikel, wenn wir wieder zurück sind.
Auch Fotos bearbeiten dauert Ewigkeiten. Auch hier wird es wohl nur ein paar direkt aus der Kamera geben und dann wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich noch ein Best of der schönsten Zusammenstellen.