Solarstrom – Meine Erfahrung mit meinem ersten (portablen) Solarsystem

Hallo zusammen,

heute geht es um das Thema Solarenergie für den Outdoor-, Backpacking-, Wohnmobil-/Campingbereich und auch zu Hause.
Ich habe schon lange darüber nachgedacht mir ein kleines Solarsystem zuzulegen. Ich denke es ist praktisch wenn man nicht ständig auf die Steckdose angewiesen ist. Besonders wenn man mal Zelten ist und mehrere Tage keine Steckdose zu Gesicht bekommt. Wie lädt man dann sein Handy, seine Kamera, seinen Laptop, Taschenlampe, etc.?
Einzige Möglichkeit, mobiler Strom.

Besonders kam dieser Wunsch auf als ich vor 2 Jahren in Nordzypern eine Woche im Nirgendwo gezeltet habe. Dort hatte ich diese Situation, das keine Steckdose verfügbar war. Bald war mein Handy, meine Kamera und mein Laptop leer. Zum Glück hatte ich ab und zu dann doch die Möglichkeit die Geräte zu laden. Aber wenn die mal nicht ist… dann sitzt man da, im dunkeln, ohne Notrufmöglichkeit und ohne Kamera.

Na wie dem auch sei, ich überlegte nun schon eine ganze Weile was wohl die beste Lösung wäre. Es gibt ja mittlerweile Anbieter wie Sand am Meer. Und genauso viele Produkte gibt es auch. Welches ist gut? Welches passt zu meinen Anforderungen? Ich habe doch keine Ahnung!

Also habe ich angefangen mir die Dinger mal genauer anzuschauen (auch wenn ich keine Ahnung von der Strommaterie habe). Als ich mich das erste mal, vor ca. 2 Jahren, danach umgesehen habe, da gab es nur wenige Solarsysteme die den Markt beherrschten. Mittlerweile sind es, wie gesagt, schon eine Menge. Und die Geräte wurden schon damals damit angepriesen das man damit Handys, iPads und sogar Netbooks/Laptops laden kann.

Nach ein wenig hin und her lesen im Internet wurde ich dann doch skeptisch. Wie kann eine 10Wp Solarzelle einen Laptop laden? Schafft das überhaupt ein Handy zu laden?
Ich habe mich durch diverse Foren gelesen und es wurde immer wieder gesagt das die Solarsysteme das nicht schaffen. Also jedenfalls kein Laptop oder Netbook. Im besten Fall ein Tablet. Handy oder Akkus gingen wohl bei den meisten Geräten.
Damit war die Verwirrung wieder groß.

Nun ging es aber auf den großen Road Trip und ich wusste das Julia, meine Reisepartnerin, schon gute Erfahrung mit dem Schweizer Solarvertrieb “Sistech Switzerland” gemacht hat. Und da wir ja sowieso durch die Schweiz wollten, planten wir einen Stop im Geschäft von Sistech ein. Es lag ja fast auf dem Weg.

Solar cell on the carDazu muss ich sagen das Julia bei dem Hersteller schon im Vorfeld einen Großeinkauf getätigt hat. Denn unser Gefährt, das Känguru, hat die größte Solarzelle der Firma auf das Dach bekommen. Die ‘Solarlite “Dieci”‘ ist die aktuell größte Zelle mit 18V und 126W. Die Zelle auf dem Dach des Kängurus wurde mittels eines Ladereglers an eine Zweitbatterie im Auto angeschlossen und sollte Strom für die Kühlbox und auch zum Laden diverser Geräte liefern. So geschah es dann auch.
Die Zweitbatterie wurde nicht mehr an eine alternative Stromversorgung angeschlossen (war wir eigentlich vor hatten) und wurde rein durch die Solarzelle geladen.
Ich kann gleich vorab dazu sagen das die Batterie nie leer war, aber auch nur 2 mal voll angezeigt hat.

Nun, wir haben bei unserer Reise der Firma Sistech dann einen Besuch in Bubikon-Zürich abgestattet. Julia war mit den Mitarbeitern schon per Du. Man kannte sich anscheinend schon besser als ich dachte :) Sie hatte ja früher auch schon für Ihre Asien Reise dort Solargeräte gekauft.

Die Mitarbeiter der Firma sind wirklich sehr nett. Der Geschäftsführer – übrigens auch ein Hugo ;) – hat sich an dem Tag viel Zeit für uns genommen. Ich wollte es ja nun ganz genau wissen. Gibt es ein System das meine Bedürfnisse erfüllt. Es muss alle meine Akkus (Kameras, normale Akkus für Blitze und Taschenlampen, Handy und natürlich auch mein Netbook) laden können. Dazu sollte das System einen Zwischenspeicher (ein großer Akku) beinhalten, falls mal keine Sonne da ist oder es einfach Nacht ist. Dieser Zwischenspeicher sollte groß genug sein um das Netbook mindestens ein mal voll zu laden und von der Solarzelle möglichst schnell (innerhalb weniger Stunden) voll geladen werden.
Harte Anforderungen an ein Solarsystem.

Sistech product lineWie gesagt war Hugo sehr nett und hat sich viel Zeit genommen um mir (als Laien) meine Fragen bestmöglich zu beantworten. Mir war natürlich logisch verständlich das man nicht sagen kann “Diese Solarzelle lädt diesen Zwischenspeicher in 2 Stunden voll.”. Solarenergie ist von der Sonne abhängig. Ist diese mit Wolken verdeckt, so ist der Ertrag geringer und damit Lädt auch der Zwischenspeicher langsamer (bis gar nicht) auf. Auch der Winkel mit dem die Sonne auf die Solarzelle scheint, ist sehr wichtig für den Ertrag. Am besten ist im 90° Winkel.
Aber er hat mir erst einmal die Zwischenspeicher gezeigt und erklärt. Im Sortiment sind Speicherbatterien von 4400mAh/16.3 Wh bis zu 24000mAh/88,8Wh. Der größte war dann auch meine Wahl, da er groß genug ist um mein Netbook zu laden und sogar noch Strom für ein paar andere Geräte hat.
Nun muss aber auch die passende Solarzelle her, um den Speicher ordentlich und in einer angemessenen Zeit zu laden.

Bei den Solarzellen ist das Sortiment sogar noch größer und vielseitiger. Es gibt kleine, große, faltbare, starre, leichte und schwerere Solarzellen.  Jeder Typ hat andere Eigenschaften. klein, leicht, faltbar und mit höchster Ertragsrate gibt es natürlich nicht. klein und leicht heißt auch kleiner Ertrag. Groß, starr und schwer heißt dann natürlich viel Strom. (Ist doch immer so im Leben.)
Also habe ich das beste Kompromissprodukt gewählt. Die Solarzelle ‘Solarfold “Volta”‘ mit 17V und 46W (max.). Es hätte noch eine leichtere Alternative gegeben, die “Chepre”. Diese hätte bei ungefähr gleicher Größe aber nur 18V / 18W gehabt. Dafür wäre sie wesentlich leichter und damit besser am Rucksack zu tragen gewesen (530 Gramm gegen 1,6 Kg).
Mir ging es aber jetzt erst einmal nur um eine große Stromausbeute. Falls ich wirklich mal richtig wandern gehen will, dann kann ich mir immer noch etwas leichteres zulegen.

Das System funktioniert nun folgendermaßen. Die Solarzelle in die Sonne legen und an den Zwischenspeicher anschließen. Dieser wird geladen und man kann nun seine Geräte direkt am Speicher laden. Dieses Model hat 2 USB Ausgänge (5V mit 1A und 2,5A), z.B. für Tablets, Handys, Akkus, etc.. Der Speicher hat auch noch einen ‘Hochstrom-Ausgang’ mit 9V, 12V, 18V, 20V (einstellbar). Hier können dann z.B. Netbooks, Laptops und alles andere geladen werden, was nicht per USB geladen werden kann. Auch der Anschluss einer KFZ-Buchse ist möglich. Falls man für manche Geräte ein Autoladekabel hat.

Wir haben auch gleich noch geschaut ob ich wirklich alle meine Geräte laden kann, bzw. ob alle Stecker vorhanden sind und passen. Bis auf meine neue Taschenkamera funktionierte alles. Netbook, die DSLR, Akkus… alles wurde geladen. Super :)

Der Praxistest

Nun ging es mit dem neuen Solarsystem auf Reisen, durch ganz West-Europa. Das erste mal habe ich es dann in Nord-Italien ausgepackt. Am Morgen habe ich die Solarzelle aufgehängt und den Speicher dran gehängt. Die Sonne schien recht kräftig an dem Tag. Sie brauchte dennoch gut 5 Stunden bis der Speicher dann voll war.
Natürlich war es erst einmal total genial zu sehen wie man aus der Sonne Strom rausholen kann. Wie das so funktioniert … Magie :) Deswegen war dieser Test eigentlich ungültig… da er durch Emotionen überschattet wurde :)

My solar cell in the sunSchnell merkte ich aber das man auf so einer Autoreise wenig dazu kommt eine Solarzelle irgendwo auszulegen und dann auch noch Stundenlang daneben zu stehen und darauf aufzupassen. Man ist ja meist unterwegs und rennt durch die Gegend. Auch beim Autofahren konnte ich die Zelle nicht wirklich benutzen, da die Sonne hinten eher selten ins Auto scheint. Julia hat dafür ihre kleine in die Windschutzscheibe gelegt und so oft ihren kleinen Speicher geladen. Meine große bleib meist verstaut.
Dennoch kam Sie ab und zu mal zum Einsatz. Wenn wir z.B. irgendwo länger parkten oder mal einen faulen Tag hatten. Dann habe ich sie meist auf das Dach oder die Motorhaube gelegt und somit den Speicher aufgeladen. Selten hatten wir aber genug zeit um ihn voll zu laden. So musste ich trotzdem des Öfteren bei Mc Donalds mein Netbook an einer Steckdose laden. Für mein Handy war aber so gut wie immer Solarstrom da.

Und jetzt die Überraschung. Wieder zurück zu Hause in Zypern habe ich das System jetzt einmal richtig getestet. Den Speicher auf 0% leer gesaugt und dann am Morgen die Solarzelle in die Sonne gelegt und gewartet bis der Speicher 100% voll geladen war.
Und hier die Zeit: Angefangen zu Laden um 10 Uhr morgens und komplett voll war der Tank um 13:15. Die Solarzelle hat also in 3:15 Stunden den 88,8 Wh Zwischenspeicher komplett geladen. Das ist doch mal nicht übel!
Dazu muss ich aber auch fairer weise sagen das hier in Zypern gerade Sommer ist und die Sonne hier wirklich richtig Power hat. Auf der anderen Seite war der Winkel auch nicht immer optimal. Ich denke das man es noch optimieren kann wenn man die Zelle immer im optimalen Winkel hält. Dann wäre der Speicher vielleicht schon in 2 Stunden voll.

Ich lade jetzt auch zu Hause meine Kleingeräte (Handy, Tablet, Akkus, etc.) nur noch mit Solarstrom.

Das Fazit

Als Fazit lässt muss ich sagen das mich die Solartechnik schon sehr beeindruckt – Magisch. Doch muss man wirklich gucken was man laden will und welche Zellen man sich kauft. Was braucht man? Was will man machen? Was will man laden?
Und dann sollte man zu einem Fachgeschäft (wie halt die Schweizer Sistech) gehen und sich am besten beraten lassen.

Der Markt ist groß und man sollte GANZ genau hinschauen was man kauft. Oft sind die so groß angepriesenen Angebot nur Schrott. Ich weiß jetzt das es eine gute Entscheidung war keines dieser Supermarkt-Mega-Billig Dinger zu kaufen. Qualität hat ihren Preis und gerade hier ist die Qualität ausschlaggebend (außer man möchte 5 Tage warten bis der Laptop wieder Saft hat). Dafür kann man heutzutage aber auch schon sehr Qualitative Produkte bekommen.

Ich bin doch noch immer Überrascht wie gut es funktioniert und wie man fern ab von einer Steckdose seine elektrischen Geräte laden kann. Einfach mit Sonnenenergie.
Ich denke ich werde mir auch noch die leichtere Solarzelle holen, weil ich einfach keine 1,6 Kg am Rucksack hängen haben will, wenn ich wirklich mal eine kleine (oder größere) Rucksackreise unternehmen will.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig weiterhelfen und wenn ihr Fragen habt, schreibt mir einfach einen Kommentar (ich lese und antworte allen! :) ). Und schaut euch einfach mal bei Sistech im Sortiment um und bei Fragen könnt ihr die Leute auch gern Kontaktieren. Sie sind wirklich nett! ;)

In diesem Sinne möchte ich auch Hugo und seinen Damen für die Liebe und nette Beratung (und den Kaffee) danken. Danke :)

Viele Grüße
Gordon

Wer zum Teufel is Hugo?

Hugo… wer zum Teufel ist Hugo?

Vielleicht bist Du beim Lesen der Reiseartikel schon das ein oder andere mal über den Namen Hugo gestolpert und hast Dich gefragt “Hmm? Hä? Ich denke die sind nur zu zweit unterwegs!? Wer ist jetzt dieser Hugo? Und wo passt der in dem kleinen Wohnmobil noch hin?”. Hier die Aufklärung ;)

Hugo ist kein Mensch, er ist ein Esel. Ein Plüschtier-Esel, um genau zu sein. 21cm groß und stolze 222 Gramm schwer. Hugo war aber nicht nur unser Maskottchen oder etwas in der Art. Er war ein vollwertiges Mitglied unserer Crew. :) Er war (fast) überall mit dabei und durfte für die Fotos posieren.

2 Dinge haben mich zu Hugo inspiriert. Zum einen die Plüschtier-Reisen, die von einigen Anbietern angeboten werden. Dabei kann man sein Plüschtier zu einer Art Reisebüro für Plüschtiere schicken und die fahren dann damit herum und zeigen ihm die Welt und machen dabei Fotos vom Plüschi vor wichtigen Sehenswürdigkeiten und schreiben teilweise sogar kleine Reiseberichte davon.
Die andere Quelle der Inspiration heißt Amelie. Also der Film ‘Die fabelhafte Welt der Amelie’. Hier schickt die Hauptdarstellerin den Gartenzwerg ihres Vaters auf Reisen. Eine Befreundete Flugbegleiterin nimmt den Zwerg mit auf Reisen und macht auch hier ‘Urlaubsfotos’ vom Zwerg vor Sehenswürdigkeiten in aller Welt. Der Sinn dahinter ist das Amelie ihren Vater zum Reisen bringen möchte, damit er endlich mal aus seinem Alltagstrott herauskommt und etwas von der Welt sieht.

Und so habe ich beschlossen auch ein Plüschtier mit auf Reisen zu nehmen und es vor Sehenswürdigkeiten zu Fotografieren. Und so habe ich mich auf die Suche nach einem besonderen Mitfahrer(in). Bei Amazon fand ich ihn dann… denn coolen Esel mit Sonnenbrille und Hawaii-Hemd. Das war er. So einen coolen Typen brauchten wir im Team. :D

Und so passierte es dann auch. Der coole Esel ging mit uns auf die Reise und erlebte mit uns zusammen den Road Trip :)
Aber besser lassen wir mal Bilder sprechen (meine Facebook Jünger werden die meisten schon kennen… auf Facebook ist es einfach leichter etwas zu veröffentlichen… hier nun aber noch mal alle)… viel Spaß.

PS: Dadurch das ich mit 3 Kameras fotografiert habe, sind die Bilder leider schlecht sortiert. Es fängt 3 mal neu an. Bitte nicht wundern.

Luxemburg, Belgien, Niederlande… Ende.

23.07.2013

Dieser Morgen war echt ein Langschläfermorgen. Erst kurz 11 sind wir aus dem Bett gekommen. Und bevor wir losgekommen sind, war es gut 12. Luxemburg stand heute auf dem Plan. Ein ganzes Land erkunden… naja, zumindest die Hauptstadt… und es war bereits um 12. Super.

LuxemburgGute 100 km und 2 Stunden später erreichten wir dann die Hauptstadt Luxemburgs, Luxemburg. :) Ein Parkplatz war recht schnell gefunden. Die Parkuhr sagte das es 2 Euro die Stunde kostet. Aber nur bis 18 Uhr. So haben wir 6 Euro eingeworfen und hätten sogar bis 8 Uhr am nächsten Morgen stehen können. Uns reichte es aber erst einmal den Rest des Tages da zu stehen.

So machten wir uns dann auf den Weg in die Innenstadt, zur nächsten Touristeninformation. Inge wies uns den Weg… versuchte es zumindest. So ganz fanden wir die Info dann aber doch nicht… und landeten Stattdessen in der Shopping-Information. Das ist so ziemlich das gleiche, halt nur für die Geschäfte. Wenn man also Geld in Luxemburg lassen möchte, aber noch nicht genau weiß in welchen Geschäften, dann wir einem hier weitergeholfen. Zum Glück aber auch wenn man auf der Suche nach einer Touristeninformation ist. :) Sie war gleich um die Ecke.

Wir also rein und haben uns Informieren lassen, was man den in der Stadt so alles sehen sollte. Da gibt es schon so einiges. Ganz oben mit standen die Kasematten, der Palast und der Boulevard.
Da es aber auch für Mitteleuropa heute ein heißer Tag war, gingen wir erst einmal in das nächste Eiscafe und haben uns ein Eis gegönnt. Das hat mal richtig gut getan. Besonders da es den bisherigen Ländern immer irgendwie an einem richtigen Eiscafe gemangelt hat.

Casemate in LuxemburgNach der Erfrischung ging es dann zu den Kasematten. Nur machten die um 5 schon zu und es war bereits halb 5. Zum Glück ist Luxemburg auch nicht so groß und wir erreichten die Kasematten bereits nach 10 Minuten zu Fuß. Postkarten kaufen und am Palast vorbeigehen schon mit eingerechnet. :)
Die Dame an der Kasse erzählte uns dann das die Kasematten bis 17:30 offen haben. Wir hätten also noch 45 Minuten Zeit. Ein Glück auch. Der Eintritt kostet übrigens 3 Euro. Die Preise hier in Luxemburg sind schon wieder ganz human.

Und so sind wir in die Gänge der Kasematten abgetaucht. Im Grunde ähnlich den Siege Tunnels in Gibraltar. Ein wenig anders natürlich und die Kanonen sind auch etwas kleiner. :) Dabei ist immer in unserer Nähe eine junge Frau gewesen. Offensichtlich auch eine Touristin. Die hat hier und da geschaut und immer mal wieder Fotos gemacht. Und egal wo wir waren, war sie komischerweise auch. Ich habe sie dann mal angesprochen, ob sie vielleicht auch mal auf einem ihrer Bilder sein wollte. Also Fotograf kenne ich das Problem ja, das man selbst nie auf den Fotos ist. :) Und natürlich wollte sie. So habe ich ein Foto von ihr in den Kasematten gemacht und wir kamen ins Gespräch.
Sie hieß Amelia und kam aus Washington DC. Sie ist schon seid 13 Monaten auf Reisen, in Europa und Asien. Es ist der vorletzte Tag ihres Trips.
Wir haben uns den Rest der Kasematten zusammen angesehen und dabei noch erzählt. Wo wir alle so herkommen und was wir machen und sowas halt.

Hugo in a canonAls wir mit den Kasematten durch waren, waren wir aber noch nicht fertig mit quatschen. Wir kamen mit Amelia ganz gut klar und hatten Lust noch mehr zeit mit ihr zu verbringen. Also sind wir in das nächst beste Cafe gegangen und haben noch was zusammen getrunken. Ich glaube bis um 7 saßen wir noch im Cafe, bis Amelia gehen musste. Sie musste dringend mit ihrer Familie telefonieren.
Wir haben dann noch die Zeit damit verbracht unsere Postkarten zu schreiben. Eigentlich war ja Paris das letzte große Ziel und ich kann langsam keine Postkarten mehr sehen. Aber da wir jetzt doch noch neue Länder bereisen, gibt es auch noch neue Postkarten. Zumindest für 2 spezielle Empfänger. Der eine ist die kleine Lotta, die bis jetzt immer eine Postkarte bekommen hat :) und Anna, die fast immer eine bekommen hat :)

Als das auch erledigt war, ging es langsam wieder zurück zum Auto. Durch die Innenstadt noch mal. Hier, auf einem Platz mitten in der Innenstadt, bekamen wir dann unser 3. Livekonzert. Ein Orchester spielte Coversongs von berühmten Liedern. Wir lauschten 2-3 davon und machten uns dann doch auf den Weg. Es wurde langsam dunkel und wir mussten noch aus der Stadt raus.
Das Känguru stand noch wohlbehalten da. So wie immer. Das gute Känguru. :)
Als Tagesziel des morgigen Tages wurde Liege in Belgien ausgewählt. Ich hätte zwar gern Brüssel gesehen, aber das war Julia zu weit ab vom Kurs. Also Liege.
Ich habe Inge das Ziel vorgegeben und sie leitete uns dann wieder Hinaus aus Luxemburg. Und dann hieß es einen Schlafplatz finden. Vorher haben wir jedoch noch eine Tankstelle in Luxemburg gefunden. Der Sprit hier ist recht günstig. 1,38 Euro pro Liter war selten günstig auf unserer Reise. Da muss man den Tank voll machen.  :)
Und dann ging es daran einen Schlafplatz zu finden. Nur gestaltete sich das heute nicht ganz so einfach. Wir waren schon wieder in Belgien als wir schlussendlich in einen Waldweg abbogen und dort einfach im Wald aufbauten. Uns hat sogar ein wildes Tier dabei beobachtet, wie ich an den Leuchtenden Augen im Schein meiner Taschenlampe erkennen konnte. :)

24.07.2013

Die Nacht endete Abrupt um 6 Uhr morgens. Ein Gewitter hatte sich zusammengebraut und entlud sich nun kräftig über unserem Känguru. Der Regen prasselte lautstark auf das Dach. Die Blitze konnten wir durch unsere sichtdichten Scheiben. Der Donner war aber nicht zu überhören. Teilweise direkt über uns, so hört es an. Aber nach der Nacht in Andorra kann uns so ein kleines Gewitter nicht mehr schocken. Unsere einzige Sorge war das der Waldweg sich aufweicht und wir am Morgen nicht mehr rauskommen. Naja, werden wir am morgen schon rausfinden… und haben weitergeschlafen.

Ich wache kurze Zeit später noch mal auf, weil mir kalt ist. Wou… wir sind wieder in Mitteleuropa. Ich decke mich mit meinem Schlafsack zu und schlafe weiter.
Um 10 klingelt der Wecker. Wir hatten beide keine Lust aufzustehen. Ich machte den Wecker aus und wir schliefen noch mal ein.
Um halb 12 wache ich schließlich auf. Ausgeschlafen fühle ich mich zwar nicht, aber wenn wir jetzt nicht aufstehen, dann sehen wir Liege gar nicht mehr und sind quasi nur durch Belgien durchgefahren.
Doch bevor wir dann endlich losgekommen ist es auch schon wieder nach 1.

Es waren noch gut 150km bis nach Liege, einer größeren Stadt in Belgien. Unterwegs hat es uns dann noch mal kurz zu Mc Donalds und Carefour gezogen. Wir haben den Internetkonsum aber auf ein Minimum beschränkt und haben nur schnell 2 Cheeseburger und die Toilette benutzt. Um 4 sind wir endlich in Liege eingetroffen.
Die Stadt präsentierte sich uns gleich mit ihrer Industrieseite. Dann ging es sofort in die Großbaustelle der Stadt über. Diese verhinderte auch dass wir zu dem ausgesuchten Parkplatz kamen. Wir mussten der Baustelle weiter folgen und sind irgendwann einfach in Richtung Innenstadt abgebogen und haben auf dem nächstbesten Parkplatz geparkt. Zur Innenstadt war es zum Glück nicht mehr so weit.

Wir sind in die erst beste Kirche, um noch schnell wenigstens etwas von der Stadt zu sehen. Die Kathedrale war nicht schlecht. Aber wir sind nun doch schon etwas verwöhnt von den vorherigen Heiligen Tempeln. So konnte dieser Tempel nicht mehr ganz so überzeugen. :)
Nach diesem Kulturtrip ging es in die Einkaufsstraße der Stadt. Eine ganz normale Einkaufsstraße mit Geschäften und Cafes. Aber irgendwie konnte die ganze Stadt nicht überzeugen. Irgendwie wirkt sie sehr grau und bedrückend. Sicher lag es auch ein wenig mit am Wetter. Aber auch die Gebäude sind sehr farblos. Souvenirshops suchten wir auch vergeblich. In einem Zeitungsgeschäft konnten wir wenigstens ein paar Postkarten ergattern. Die haben wir dann im nächstbesten Cafe noch geschrieben und gleich in einen Postkasten geworfen. Das war Liege. Zurück zum Auto und wieder raus hier… bevor wir echt noch Depressionen bekommen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERABis zu unserem nächsten Ziel, Maastricht in Holland, sind es nur noch 40 km. So haben wir ein nett aussehendes Plätzchen im Wald zum Schlafen ausgeguckt. Es war auch nur gute 10km entfernt von Liege.
Als wir ankamen bemerkten wir dass es sich hier um eine Art Naturpark handelt. Mit einem Teich voller Enten und Gänse, einem Cafe und einem riesigen Parkplatz. Optimal für eine Übernachtung.
Da es noch recht früh war, haben wir uns erst einmal umgesehen. Wir hatten noch eine Menge altes Brot, mit dem wir den Gänsen und Enten (hoffentlich) eine Freude machen konnten. Das Cafe hat leider kein Internet :( Und so beschlossen wir uns an eine ruhige Ecke des Parkplatzes zu stellen und auszubauen.
Ich kann noch ein bisschen Schreiben und vielleicht endlich mal wieder einen Artikel fertig machen. Habe schon seid einigen Tagen nichts mehr veröffentlicht. Morgen geht es dann noch nach Holland und dann ist unsere Reise leider auch schon zu Ende.

24.07.2013

Ein vorletztes mal haben wir das Känguru an diesem Morgen umgebaut und startklar für den Tag gemacht. Maastricht hieß das Ziel des Tages. Eine Stadt im Süden von Holland. Es war nicht sehr weit von unserem Schlafplatz. Nur ca. 40 km. Nicht einmal eine halbe Stunde später waren wir in Maastricht. Nur war die Orientierung hier nicht ganz so einfach… wir sind 2-mal im Kreis gefahren (trotz Inge) bevor wir endlich zum angepeilten Parkhaus gefunden haben.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA2,30 Euro die Stunde war es mir Wert am letzten Tag nicht noch Stress mit Parkplatzsuche zu haben. Direkt vor dem Parkplatz fanden wir auch schon die erste Kirche. Sehr groß, mit einem Hof in der Mitte. Innen war es eher dunkel und eine dustere Stimmung. Der Kreuzgang war sehr interessant und die Schatzkammer haben wir außen vor gelassen (auch wegen dem Eintrittspreis).

Nach diesem kleinen Kulturausflug ging es in die Innenstadt, zur Touristeninformation. Hier holten wir uns einen Stadtplan und stiefelten drauf los. Der Stadtplan war recht unnütz und wir folgten, wie meistens, unserer Nase. Die Innenstadt von Maastricht ist wirklich schön. Kleine, freundliche Gebäude und jede Menge Geschäfte und Menschen.
Wir fanden nach ein paar Minuten den Rathausplatz mit selbigen und weiteren Geschäften. Ein Souvenirshop war auch darunter. Den haben wir als erstes Besucht. Ein paar schöne Souvenirs aus Holland… Mir sind in den letzten Tagen noch so viele Leute eingefallen denen ich etwas mitbringen könnte. Aber unser Platz ist ja leider sehr begrenzt. Auch muss ich das alles dann noch nach Zypern fliegen. So viel auch dieser Einkauf sehr dürftig aus. Aber der Laden war cool. Eine totale Krambude :)

3D painting in MaastrichtDanach ging es weiter durch die Stadt und die Geschäfte. Man kann hier glatt in einen Kaufrausch verfallen, sofern man Geld hätte :) Wir haben ein paar kleine Geschäfte gesehen die ganz interessante und innovative Sachen hatten. An einzelne kann ich mich gar nicht Erinnern, aber es waren lauter nützliche Sachen.
Nach ein paar Hundert Metern standen wir dann wieder auf einem Platz, an dessen anderem Ende 2 Kirchen standen. Die St.-Johannis-Kirche und die St.-Servatius-Basilika. Die Johanneskirche sieht dabei besonders kurios aus, da sie einen roten Turm hat.
Auf dem Platz vor den Kirchen hatte ein Künstler eine 3D Zeichnung auf den Boden gemalt. Diese Art der Zeichnungen entfalten ihre Wirkung nur aus einem Bestimmten Winkel. In diesem Fall vom Turm der Johanneskirche.

So machten wir uns denn auf um uns das Gotteshaus auch noch zu besichtigen und auf den Turm zu gehen. Die Kirche selbst war leer. Bis auf ein paar Stühle, ein Rednerpult und einem Informationsstand, an dem 2 ältere Damen saßen. Sie verkauften auch die Tickets für den Turm. 2,50 Euro pro Person. Naja… dafür hat man einen schönen Ausblick :)
Der Aufstieg auf den Turm war mal wieder durch so ein enges Treppenhaus möglich. Bei Gegenverkehr eine ganz enge Angelegenheit. Auf der halben Strecke war sogar noch eine Ausstellung von einem Künstler über Rembrandt. Von oben hatte man dann wirklich einen sehr schönen Ausblick über Maastricht und die Umgebung. Und natürlich konnte man nun von hier oben auch das 3D-Bild sehen.

Nach diesem weiteren Kulturausflug ging es dann zurück in die Stadt. Die Postkarten, die wir im Souvenirshop ergattert haben, mussten ja auch noch geschrieben werden. Ich habe mich dieses Mal auf 4 Karten beschränkt. Hatte ich schon erwähnt dass ich keine Postkarten mehr sehen kann? :) Nein, so schlimm ist es nicht. Aber nicht mehr so viele auf einmal. Und die Holländer haben echt schöne Postkarten. Also haben Lotta und Anna wieder eine Karte bekommen.

Auf dem Weg zurück habe ich noch mal in der Touristeninformation angehalten und mir noch ein ganz spezielles Souvenir geholt. Ich hoffe es überlebt die Reise nach Zypern. Wieder am Parkhaus angekommen mussten wir unser Parkticket bezahlen und sind dann, noch mal über die Brücke, zum nächsten Postkasten gefahren. Inge meinte das dort auch ein Mc Donalds um die Ecke ist. Passt ja gut. :)
Dort angekommen mussten wir feststellen das es sich um eine kleine Straße handelt, wo man nur schlecht parken kann. Und der Mc Donalds hatte keinen eigenen Parkplatz. So habe ich nur schnell die Postkarten in den Postkasten geworfen und wir sind gleich weiter gefahren. Noch mal Parkgebühren brauchten wir nicht.

The Kangaroo in the forestWir haben uns Mc Donalds dann geschenkt und lieber überlegt wo wir diese Nacht bleiben. Es ist ja die letzte Nacht. Morgen würden wir ja wieder zurück in Deutschland sein. Inge zeigte ein paar Seitenstraßen in einem Waldgebiet, kurz vor der Deutschen Grenze, an. Das sah ganz gut aus. Also sind wir hingefahren und durften an jeder einzelnen Seitenstraße lesen „Nur Forstfahrzeuge.“. Naja, wie ein Forstfahrzeug sah unser Känguru nun auch wieder nicht aus.
Doch dann entdeckte ich auf der Karte noch etwas das nach einem Parkplatz aussah. Also einmal um den Wald rumgefahren und tatsächlich handelte es sich um einen recht großen Parkplatz, direkt am Wald. Super geeignet für eine letzte Nacht in der Wildnis. :)

Wir stellten uns zwischen ein paar Bäume und Bauten auf.

25.07.2013

Und wie super der Platz geeignet war. Die Bäume, unter denen wir standen, spendeten am Morgen schön Schatten. So war es selbst am späten Vormittag noch schön kühl im Känguru.
Natürlich kamen wir auch an diesem Tag nicht aus dem Tee. Aber heute war es egal. Von hier aus ging es nur noch nach Deutschland und dann wäre alles schon vorbei.
So trödelten wir noch ein bisschen rum. Ich habe noch mal ein Video vom Känguru gemacht… und so langsam packten wir dann zusammen und verließen den Parkplatz.

Es waren nur noch 8 km bis zum Haus von Julia. Keine 15 Minuten später parkte ich das Känguru ein letztes mal und schaltete den Motor aus.

Liebe Grüße
Gordon


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Paris

20.07.2013

Die Nacht war ruhig und niemand störte uns. In aller Seelenruhe sind wir am morgen aufgestanden. Naja, erst einmal ich. Ich hatte keine Zigaretten mehr und am Abend habe ich keine mehr bekommen. Der Zigarettenshop im Bahnhof, um die Ecke, hatte schon zu. Zum Glück hatte er am Morgen schon offen. Also habe ich mir erst einmal meine Suchtmittel besorgt. Zurück am Auto dauerte es noch mal eine Stunde bis wir endlich los konnten.

Die Wohnung von Julias Bekannten war gute 23 Km entfernt. Auf dem Weg haben wir noch an einem Lidl gestoppt. Hier haben wir leider nicht das bekommen was wir wollten, aber um die Ecke eine Post entdeckt. Wir hatten noch Postkarten zum Abschicken. Julia musste ihre erst einmal noch schreiben. Also haben wir noch eine Stunde auf einem Bezahlparkplatz gestanden ohne zu bezahlen.
Dann ging es weiter, nach Paris rein.

Der Stress auf den Straßen hielt sich zum Glück in Grenzen. Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Aber vielleicht hat uns Inge auch nur über gute Straßen gelotst. Außer einem kleinen Stau auf dem Zubringer ging es gut voran. Und das mitten in Paris. Wir fanden auch ganz gut zu der Bekannten nach Hause und konnten sogar noch einen Parkplatz fast vor dem Haus ergattern. Nur war sie noch gar nicht zu Hause. Sie kam erst am Abend aus Norwegen an. Also war unser Plan für den Tag der Eifelturm.

Subway in ParisNach einem kleinen Einkauf beim Shop um die Ecke ging es zur nächsten U-Bahnstation. Die nette Dame am Schalter erklärte uns wo wir hin müssen und auf ging es in die Abgründe von Paris. Interessante U-Bahn hier. Vielleicht kommt es mir auch nur so ‚anders‘ vor. Wir mussten jedenfalls erst einmal mit der Linie 13 bis zur nächsten Station und dann weiter mit der 6 bis zur Station am Eifelturm. In der 6 fing auf einmal ein junge an mit einem Instrument zu spielen. Mitten in der U-Bahn und recht laut. Aber es hat sich gut angehört. Ich habe natürlich meine GoPro raus gekramt und das gefilmt. Kurz vor dem Eifelturm ist er dann in der Bahn mit einem Becher rumgegangen… war ja irgendwie klar. Aber er war gut und ich habe ihm was gegeben.

An der Haltestelle angekommen haben wir erst einmal realisiert das aus der U-Bahn eine Hochbahn geworden war. Der Eifelturm war noch gute 500 Meter entfernt. Auf dem Weg dorthin vielen die ganzen Schwarzen Leute auf, die einem permanent kleine Eifeltürme verkaufen wollten. Auch säumten natürlich Souvenirshops den Weg. Wir haben zwar hier und da mal kurz geschaut, wollten aber dennoch erst einmal zu DEM Wahrzeichen von Paris. Und dort kamen wir dann kurze Zeit später auch an. Mitten in der Stadt steht das eiserne Ungetüm. In einem großen Park, ganz am Anfang.

Hugo and the Eifel TowerEs ist schon genial endlich mal den berühmten Eifelturm in real vor einem zu haben. Sieht irgendwie kleiner aus als seine Berühmtheit vermuten lässt. Aber trotzdem stattlich. Wir haben uns erst einmal in den Rasen davor gesetzt und das ganze auf uns wirken lassen.
Nach ein paar Minuten sind wir weitergegangen und haben uns ein wenig dort umgesehen. Toiletten gibt es auch… total überfüllt natürlich… für Frauen. Bei den Männern ist nicht so viel los gewesen.

Dann kamen wir an den Kassenhäuschen vorbei. Hoch oder nicht hoch, das war die Frage. Es war gegen um 3. Ich wollte schon gern mal hoch, wenn man schon mal da ist. Julia war da nicht so für zu haben. Und so haben wir beschlossen das Julia unten bleibt und ich alleine hoch gehe.
Es gibt mehrere Kassenhäuschen und Eingänge. Bei einem war die Schlange sehr lang, bei einem anderen mittelmäßig. Dann entdeckte ich ein Kassenhäuschen an dem niemand stand. Ich fragte mich schon warum. Dann kam doch jemand und holte ein Ticket. Danach wieder Leere. Vielleicht ist es ein spezielles Kassenhäuschen oder die Leute stellen sich lieber in Schlangen an.
Also bin ich hin und habe nach einem Ticket gefragt und auch eines Bekommen. Durch einen Seiteneingang, für Personen mit Ticket, ging es dann zu den Treppen. … Hat keine 3 Minuten gedauert in den Turm zu kommen, wo ich an den anderen Kassen mindestens eine halbe Stunde gewartet hätte.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch hatte ein Treppensteiger-Ticket für die 2. Plattform geholt. Ob ich von da noch Lust auf die 3. (oberste) Plattform habe, weiß ich ja noch nicht. Und so ging es erst einmal bis zur ersten Plattform. Von hier hat man schon einen ganz guten Ausblick. Ich habe erst einmal eine Runde gedreht und fleißig Fotos gemacht. Dann ging es noch ein wenig höher, zur 2. Plattform. Von hier ist der Ausblick noch besser. Wieder Fotos und Videos gemacht. Auch gibt es hier Souvenirshops. Ich habe eine Postkarte für Anna gefunden, aber sonst war es mir zu teuer hier.

Dann habe ich die Schlange zur obersten Etage gesehen und es mir überlegt da auch noch anzustehen. Zumal ich ah keinen offene Ticketschalter dort oben mehr gesehen habe. So machte ich mich langsam wieder an den Abstieg. Der Trip im Turm hat mich ca. eine Stunde gekostet. Nicht sehr viel. Und so schaute ich erst mal beim Treffpunkt mit Julia vorbei. Sie lag da im Gras rum und rechnete mal wieder mit ihren Ausgaben hin und her.
Ich legte mich auch ein bisschen mit in den Rasen und entspannte mich erst einmal nach der Anstrengenden Tour. :)

Nach einer halben Stunde circa sind wir weitergegangen und haben uns noch ein wenig im Park umgesehen und sind auch mal etwas weiter gegangen um den Turm mit etwas Entfernung zu Fotografieren.  Dabei haben wir noch die Zieleinfahrt von einem Radrennen (Tour de London to Paris). Morgen ist hier sogar die Zieleinfahrt der Tour de France.
Na wir haben fein Fotos gemacht und noch ein paar Souvenirs gekauft und sind dann langsam zur U-Bahnstation zurück. Es war auch schon gegen halb 6 und um 7 waren wir schon mit Anaise verabredet.

Auf dem Weg zurück kamen wir auch an ein paar Hütchenspielern vorbei. Julia ist stehengeblieben und hat dem zugesehen. Ich blieb dann auch stehen und schaute dem Spiel auch ein wenig zu. Sah einfach aus. Irgendwer drehte ständig das falsche um und wer anders dann das richtige. Es war auch klar ersichtlich wo der Ball ist. Irgendwann konnte ich nicht mehr… was jetzt kommt war ja klar. Ich wusste genau wo der Ball drunter war… war er aber natürlich nicht. Julia hat mich noch versucht zu warnen das ich es nicht tun sollte…
Und so wurde ich für meine Dummheit recht schmerzlich Bestraft. Besonders auf einer Reise mit sehr begrenztem Budget… eine Tankfüllung wäre drin gewesen.
Ich denke das war mal eine Lehre und ich werde um diese Hütchenspieler nur noch weite Bogen ziehen. Damit war ich schön sauer, über mich selbst am meisten. Das schöne Geld, was man damit am Abend noch hätte anstellen können… Naja, weg war weg.

Wir sind dann zurück zur U-Bahnstation an der wir gestartet sind. Ein paar Meter weiter war das Cafe in dem wir uns mit Anais treffen wollten. Das Cafe hatte einen gewissen Charme. Die Straße war auch schon sehr ‚französisch‘, so wie Paris in meinem Kopf jedenfalls ist. Eine leicht schmalere Straße mit Bürgersteigen, auf denen die Cafes ihre Stühle gestellt haben. Und hier sitzen die Leute und trinken … was auch immer. Die Leute die auf dem Bürgersteig gehen interessiert es eher wenig das sie diesen auch noch mit den Barbesuchern teilen müssen.

Wir haben uns in die verabredete Bar gesetzt und auf Anaise gewartet. Sie kam dann auch bald und wir haben angefangen alle zusammen zu schnacken. Die beiden Mädels über ihre Zeit in Asien, über unseren Trip jetzt und so ein bisschen Bla Bla. Was man sich halt so erzählt.
Ziemlich bald bekamen wir Hunger und sind in ein Restaurant umgezogen. Für die Damen gab es Fisch des Tages und ich hatte ein Steak. Und eines ist sicher, Paris ist keine günstige Stadt. Pro Gericht pauschal 16 Euro (satt bin ich nicht von geworden), Nachtisch 8 Euro pauschal, Bier 4 Euro, eine Kugel Eis 2,50-4,50.

Gegen 12 waren wir zu bei Anaise. Endlich Duschen, im Internet gucken und noch erzählen. Auch durften wir bei ihr schlafen und das erste mal seid 8 Wochen haben wir nicht im Känguru geschlafen. Julia hat sich mit Anaise das Bett geteilt und ich habe es mir auf einer unserer Luftmatratzen gemütlich gemacht.

21.07.2013

Als ich aufwachte waren wir allein. Julia war schon wach und Anaise war nicht mehr da. Julia hat einen Zettel vorgelesen, den sie hinterlassen hatte. Das wir ihr Texten sollen, wenn wir wach sind und das sie dann mit Frühstück zurückkommen würde. Total süß! :) Sie ist früher aufgewacht und wollte uns nicht beim schlafen stören und ist in ein Cafe gegangen. Fand ich ja sehr… süß halt :)

Es war bereits 10:30 als ich endlich aus dem Bett kam. Es war zwar irgendwie nicht so schön wie im Känguru, aber mal wieder alleine schlafen ist echt toll. Julia hat dann Anaise Bescheid gesagt das wir auch endlich aufgestanden sind und 5 Minuten später stand sie mit einer Tüte voll Leckereien vom Bäcker in der Tür. Hammer. :)
Sogar einen Morgen-Kaffee gab es…

OLYMPUS DIGITAL CAMERANach der Stärkung ging es dann Langsam los. Als erstes stand Notre Dame auf dem Plan. Mit der U-Bahn ging es bis fast vor die Tür der Kathedrale. Die Schlange war mal wieder mächtig. Aber es ging schnell voran. Es sah aus wie mindestens eine halbe Stunde anstehen, war aber nicht einmal 5 Minuten. Innen war es … eine Kirche. Wie viele andere auch… und doch ist ja jede anders. Es war hier irgendwie eine interessante Stimmung. Ich denke diese Entsteht durch die Bauweise der Kirche. Mystisch könnte man sagen. Auch hat sie viele große Mosaikfenster.
Aber viel zu sehen gibt es nicht so wirklich. Wir sind einmal durch gegangen, haben uns dann noch ein wenig auf die Bänke gesetzt und sind nach ein paar Minuten auch wieder raus.

Es ging zu Fuß weiter zu La Basilique du Sacré Coeur de Montmartre. Eine weitere Kirche quasi… Aber vorher hatten wir noch was anderes vor. Wir hatten uns alles für ein Picknick mitgenommen und wollten hier unser Picknick machen. Es ging ein wenig den Berg lang hoch und wir ließen uns auf der Wiese nieder und breiteten uns aus. Natürlich waren wir nicht allein dort. Der Platz war recht voll mit Leuten. Die dunkelhäutigen Menschen waren auch wieder dabei die Touristen auszunehmen (teilweise fast schon brutal). Und direkt vor uns hatte eine Koreanische Musikgruppe aufgebaut und machte Soundcheck. Hörte sich schon sehr interessant an. Wir hofften das sie noch anfingen solange wir da waren. Aber nach einem einzigen Song verschwanden sie dann schon wieder. Schade…
Dennoch war es ein schönes Picknick. Der Platz ist ein wenig erhöht und wir konnten ein wenig über Paris schauen.

P1000954 (Kopie)Nach der Stärkung ging es dann endlich ins Sacre Coeur. Eine Kirche die ich nicht als sehr interessant einstufen würde. Einzig die Malerei an der Frontseite war interessant. Bei dem Versuch sie zu Fotografieren wurde ich doch recht unfreundlich darauf hingewiesen das hier doch Fotografieren nicht erlaubt sei. Jetzt komme ich wohl in die Hölle… wenn ich dem Verein angehören würde…
Wir haben uns da schleunigst wieder vom Acker gemacht und sind weiter zu einem Künstlerplatz, Namens Place du Tertre. Das ist ein Quadratischer Platz an dem einige Künstler ihre Stände aufgebaut haben, insbesondere Maler stellen ihre Werke dort aus und malen auch direkt auf der Straße. Natürlich gibt es auch Bars an der Seite und auch Souvenirshops dürfen nicht fehlen.

Von dort sind wir zu meinem persönlichen Sightseeing-Highlight gegangen. Das Cafe Les 2 Moulins. Das berühmte Cafe aus dem Film ‚Die fabelhafte Welt der Amelie‘. Anaise hat uns natürlich die ganze Zeit begleitet und einen super Reiseführer abgegeben. :)
Wir haben natürlich auch einen Kaffee dort getrunken. Wir waren eh am Verdursten.
OLYMPUS DIGITAL CAMERADas Cafe war natürlich nicht so wie im Film. Also zumindest war es hart zu sehen dass es das gleiche Cafe als im Film ist. Aber wenn man sich das ganze etwas genauer Ansieht, dann erkennt man es schon. Die Bar, die Toiletten, die Tür zur Küche, die Eingangstür. Aber die Bänke stehen anders, es gibt viele Spiegel die man im Film nicht so sieht. (Ich muss mir den Film noch mal anschauen und jetzt mal genau darauf achten. :) ) Das wir richtig waren konnte man aber auch an den Leute erkennen. Manchmal kamen nur kurz welche rein, machten ein Foto und sind sofort wieder raus.
Aber cool ist es definitiv in DEM Cafe mal einen Kaffee zu trinken. :) Hat was. :)

Moulin RougeEinige Fotos später (von innen und außen) ging es dann weiter. Weiter wieder zurück nach Hause. Nach einem kleinen Rundgang durch die Stadt ging es dann zur U-Bahn und wieder zurück zu Anaise. Uns qualmten die Beine und wir waren müde.
Wieder zurück ist nicht mehr viel passiert. Ich habe ein bisschen geschrieben, Anaise hat leckeren Salat gekocht und dann gab es Abendbrot. Da sie heute ja wieder arbeiten musste, sind wir nicht spät ins Bett gegangen.

22.07.2013

So ging es auch recht früh aus den Federn raus heute. Anaise musste um 8 zur Arbeit. Wir durften noch ein bisschen bleiben. Ab um 9 wurde unser Parkplatz, der am Wochenende frei war, zu einem Bezahlparkplatz. Wir mussten um 9 also auch verschwunden sein.
So verabschiedeten wir uns am morgen noch voneinander, duschten dann beide noch schnell und sind dann auch los. Auf die Piste in Richtung Luxemburg. Ich hatte mir das fahren in Paris schlimmer vorgestellt, aber es war relativ ruhig. Das Känguru hat keine Beule abbekommen. Mal gut auch.

Noch ein kurzer Stopp bei Lidl, um die Getränkevorräte aufzufüllen und den Rest des Tages haben wir auf der Straße verbracht. Bis nach Sedan. Hier kehrten wir mal wieder bei Mc Donalds ein. Wir mussten ja noch Postkarten schreiben und in Frankreich verschicken, solange wir im Land sind. Ein bisschen Internet ist auch immer gut. Nachdem wir unsere Postkarten geschrieben und das Internet leer gesaugt hatten, sind wir in das gegenüberliegende Shoppingcenter. Draußen haben wir die Postkarten gleich in den Postkasten geworfen und sind dann noch kurz einkaufen gegangen.

Es ging dann doch noch mal auf die Piste. Bis nach Belgien rein haben wir es noch geschafft. Gute 100 km sind wir noch gefahren, bevor es uns auf einen einsamen, aber großen Waldparkplatz verschlagen hat. Wie geschaffen für ein einsames Nachtlager. Gegen 12 waren wir dann auch endlich im Bett.

Liebe Grüße
Gordon


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